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Hundeforum Der Hund
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Blickkontakt zu Hunden - man liest unterschiedliches darüber

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@KleinEmma Ich glaube, es ging Fiona darum, nach einer zehnminütigen Kontaktaufnahme, wenn der Hund signalisiert, dass es in Ordnung ist, diesem auch mal in die Augen zu schauen.

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vor einer Stunde schrieb benno0815:

Ach Mann, ich finde das echt blöd mit dieser Frontenbildung :(
Kann man denn nicht einfach ohne Spitzfindigkeiten und Rumhackerei das Thema diskutieren?
Ist es nicht egal, wie Zurimors oder Nebelfreis Hund drauf ist?
Kann man nicht einfach nur mal Argumente sachlich beleuchten und überlegen, ob da was dran sein könnte?
Ich für meinen Teil hätte höchstens den Anspruch, dass man einfach mal in die Welt da draußen geht und genauer hinschaut.
Wie reagieren die Hunde, denen ihr begegnet? Wie reagieren Hunde untereinander auf Blickkontakt?

Beobachtet es doch einfach mal, oder noch besser, filmt es mit dem Handy.
Das ist sehr spannend, vor allem, wenn man sich die Sequenzen in Slow Motion ansieht. ;)

 

Sorry benno, dass ich dich nochmal zitiere, aber es springt mir förmlich ins Auge: Wenn hier einige berichten, dass sie überhaupt keine schlechten Erfahrungen damit machten (siehe meinen vorigen Post - kein ewiges Starren usw.), dann wirfst du oder hoellenhunde etc. immer noch ein, dass Hunde pauschal damit Probleme hätten. 

Zudem sind wir Menschen und werden niemals so agieren und reagieren, wie Hunde es tun. Und das Gute ist: Hunde wissen, dass wir nicht ihre Artgenossen sind und werden unsere Verhaltensweisen von denen ihrer Artgenossen unterscheiden können ;)

vor 7 Minuten schrieb palisander:

@KleinEmma Ich glaube, es ging Fiona darum, nach einer zehnminütigen Kontaktaufnahme, wenn der Hund signalisiert, dass es in Ordnung ist, diesem auch mal in die Augen zu schauen.

 

Ich habe benno zitiert, nicht Fiona. 

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@KleinEmma entschuldige bitte! Da hat meine selektive Wahrnehmung zugeschlagen.

 

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@KleinEmma so habe ich das dann auch wahrgenommen und um mehr Differenzierung gebeten, sonst redet man aneinander vorbei, der eine meint eine aktive Kontaktaufnahme seitens eines GR , der andere ein passives Angestarrt werden. Da schliesse ich mich durchaus mitein.

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vor 31 Minuten schrieb KleinEmma:

Das fett Markierte ist das Problem dieser Diskussion: 10 Minuten lang einem fremden Hund in die Augen schauen?

 

Ne, da wurde schon sehr differenziert, auch mit Beispielen. 

Benno schreibt auch nicht, dass man den Hund 10 Minuten in die Augen starrt (das macht hoffentlich niemand :P) sondern, wenn man nach 10 minütigem Kontakt merkt, dass der Hund kein Problem mit Blickkontakt hat. (Die 10 Minuten waren sicherlich eine beliebige Zeit, darauf sollte man sich nicht versteifen)


So verstehe ich das, @benno0815 ich bitte um Korrektur. :P 

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vor 57 Minuten schrieb KleinEmma:

dann wirfst du oder hoellenhunde etc. immer noch ein, dass Hunde pauschal damit Probleme hätten. 

 

Das haben wir nicht. Wir haben gesagt, dass Hunde das eigentlich als Drohung bei Fremden auffassen, es aber durch Prägung/Sozialisation anders deuten können - zumindest einige. 

Ferner habe ich persönlich noch keinen Hund erlebt, der das gerne hat. 

Was an sich auch normal ist. Er zeigt es vielleicht nicht deutlich, sondern duldet. Wie beim Umarmen. 

 

Es feht bicht um Angucken, sondern direkter Blickkontakt. Probiert es mal aus und achtet auf Stressmerkmale/CS...

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Amaterasu und Palisander haben es ja schon richtig gestellt, ich schrieb nicht, dass man einem Hund 10 Minuten in die Augen schauen soll :o, sondern, es sollte eine beliebige Zeit der Kontaktaufnahme mit einem Hund bedeuten ;)

Mir geht es auch nicht darum, hier irgendjemanden zu bekehren, einen Hund nicht in die Augen zu schauen, sondern um ein allgemein hinlänglich und lang erforschtes und ebenso unstrittiges Verhaltensmerkmal von Caniden, das da heißt: Blickkontakt von Fremden egal ob Hund oder Mensch, führt zu einem -inneren- Konflikt des Hundes, auf den er reagiert.
Eine stabile und gut auf Menschen geprägte Persönlichkeit entweder mit leichter Beschwichtigung, wie Züngeln, Blick abwenden, etc. oder vielleicht erwidert er sogar den Blick, alle anderen mit Beschwichtigungsgesten, Distanzvergrößerung und wenn sie unsicher oder sehr ängstlich sind mit Fight or Flight.
Das sollte meiner Ansicht nach jeder wissen, bevor er einen direkten Blickkontakt aufnimmt.

Ich für meinen Teil möchte lieber jedem Hund signalisieren, dass ich friedlich und freundlich bin und deshalb schaue ich ihm nicht direkt in die Augen, damit er keinen -inneren- Konflikt bekommt ;)
Vermenschlicht ausgedrückt ist das "höfliches" Verhalten.

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vor 4 Stunden schrieb benno0815:

ein allgemein hinlänglich und lang erforschtes und ebenso unstrittiges Verhaltensmerkmal von Caniden, das da heißt: Blickkontakt von Fremden egal ob Hund oder Mensch, führt zu einem -inneren- Konflikt des Hundes, auf den er reagiert.

Nein,  Blickkontakt führt nicht unbedingt zu einem inneren Konflikt. Hunde suchen in Blicken nach Antworten. Oft nach Antworten auf innere Konflikte, die schon vorher da waren. Es kommt darauf an, WAS die Blicke antworten. "Wollen" sie etwas oder sagen sie etwas? Nehmen sie oder geben sie? Die Forschung/der Kopf  "will", "fordert", schaut nicht mit dem Herzen, gibt nicht. Es ist also nicht überraschend, dass diese Art von Blickkontakt Hunde verunsichert und in Konflikt bringt.

 

 

 

Bei meinem Großen kann es reichen, dass ihn ein flüchtiger Blick streift und er geht nach vorne. Ich konnte ihm vom ersten Tag an minutenlang in die Augen schauen. Nicht, weil ich das wollte. ER hat mich von der Seite angeschaut und ich hätte es nicht für richtig gehalten, ihn nicht in meinen  Augen lesen zu lassen. Mein Vater ist der einzige "Fremde", der einfach die Haustüre aufreißen und hereinstürmen darf; er "zwinkert" mit ihm und mag ihn auch wenn er knurrt und bellt. Wir hatten schon gänzlich fremde Menschen, zufällige Gassibegegnungen, die ihn an den Backen gepackt haben und ihn aus 5cm Auge in Auge gesagt haben, was für ein armer, aaarmer Hund er ist, nur weil ich nebenbei bemerkte, dass wir ihn aus dem Tierheim haben. … Er hatte keine Erfahrung mit Menschen (= war nicht auf Menschen sozialisiert) und konnte trotzdem unterscheiden. Ich bin sehr glücklich, dass er im Laufe der Jahre gelernt hat, auch Fremden zuerst mal in die Augen zu schauen und sich dann ein Urteil zu bilden, ob er zuschnappen muss oder nicht. Auch in Hundebegegnungen sehe ich immer wieder, wie wichtig Blicke sind. Und wie viel sie sagen. Wie viele Konflikte Hunde nur über Blicke lösen können. Wenn man sie lässt und Vertrauen hat.

 

Hunde schauen immer mit dem Herzen und immer im Moment. Ich glaube nicht, dass sie unsere menschlichen Diskussionen, Streitereien, Prinzipienreitereien und Zwangsneurosen, alles irgendwie allgemeingültig einteilen zu wollen, als hilfreich empfinden. Ich glaube, dass sie es sehr schätzen würden, wenn wir uns einfach auf eine Wiese setzen und uns nur in die Augen schauen würden, wenn wir Fragen haben. … Und so halte ich es auch mit fremden Hunden. 

 

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Man kann Blicke auch nicht losgelöst vom Rest der Körper-und Lautsprache sehen. Der Hund nimmt nicht nur den Blickkontakt wahr, sondern noch zig andere Dinge, die unser Körper ihm mitteilt in dem Moment. 

Es ist Quatsch sich nur über den Blick zu unterhalten, das ist ein Zusammenspiel. Und deshalb kann man auch keine Behauptungen aufstellen, wie ein Hund auf Augenkontakt reagiert, denn das muss im Kontext gesehen werden. 

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Patentrezepte gibt es doch eh nicht, dazu sind Hunde zu verschieden. Daß man nicht anstarrt und nicht anfaßt finde ich eine gute Leitlinie.

Man sieht ja auch anhand des erstes Blicks, wie de Hund reagiert, dann handelt man eben entsprechend.

Ich glaube auch, daß hier Sozialisation/Erfahrungen eine größere Rolle spielen welchen Stellenwert ein kurzer Blick hat. Mein Hund wertet ja auch den Kontext aus und spricht auf "menschliche Fiddlegesten" -für nichts Anderes hält sie solche Einladungen- eher positiv an. Ein Lächeln und ein freundliches Wort ist für sie weitaus ausschlaggebender alsisoliert ein kurzer Blick.

Guckt jemand hektisch mehrfach kurz über die Schultern und erhöht das Tempo wird die Person alspotentiell bedrohlich eingestuft. Macht eine Person in derselben Distanz mehrere Versuche mit freundlichen Gesten, die Aufmerksamkeit des Hundes zu kriegen so wird irgendwann begrüßt.

Sei hat ja auch festgestellt, daß sich das durchaus lohnt- ein Seniorenehepaar hat vor ein paar Wochen beim Kaffeetrinken die halbe gerade gekaufte Rindswurst an den Hund verfüttert- weil sie sich so über sie gefreut hatten. Sie hatten dann ganz viel über ihren damaligen Hund- einen Rottweiler- erzählt und daß sie leider keinen mehr aufgrund des Alters mehr holen würden, weil sie nicht wollen würden, daß der Hund im Tierheim landet. In dem Fall habe ich bei "Futter von fremden Leuten" dann eine Ausnahme gemacht.

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