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Hundeforum Der Hund
gebemeinensenfdazu

Riechleistung

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So...Schüffelmaus zuliebe dieser Thread, sonst hätte ich keinen daraus gemacht.

Ich hab das mal unter Lernverhalten geschoben, weil die Riechleistung stark mit Auseinandersetzung mit Gerüchen und der Möglichkeit sich mit ihnen auseinandersetzen zu dürfen  zusammenhängt. Morphologisch per Sinneszellen sind größere lange Schnauzen im Vorteil, entscheidend ist aber eher wie motiviert der Hund Gerüche sucht und verfolgt.

Ich glaube ähnlich entscheidend ist auch, wie die anderen Sinne genutzt werden.

Border Collies machen setzen viel auf visuelle Wahrnehmung- der Geruch spielt deshalb eine geringere Rolle in der Wahrnehmung.

Mein Hund ist ziemlich kurzsichtig - ich glaube deshalb spielt für sie Geruch im Vergleich eine größere Rolle.

Außerdem hat sie glaube ich gecheckt, daß sie da gegenüber mir gigantische Stärken hat- immerhin findet sie die verlorengegangen Spielzeuge grundsätzlich immer, wenn ich nicht gesehen habe, wo sie sie verloren hat.

Und es kommt auch darauf an, was gesucht wird- intrinsisch jedenfalls.

Der Stock, der zwecks Streitschlichtung der beiden 7 Monate alten Hund etliche Meter in ein Kornfeld geworfen wurde, war eine super Herausforderung, sich den zurückzuholen. Genauso wie die "guten Bälle", von denen sie gleich zwei montelang dort liegende im Gebüsch und hohen Gras fand, nachdem sie die Gegend systematisch gescannt hatte. Den eigenen Ball fand sie zwar auch noch später- da war die Motivation aber nicht so groß- der war schlechter. Eine andere Hundehalterbekanntschaft meinte mal, die Dobihündin, die sie kenne, würde auch alle Bälle in einem Umkreisgebiet finden.

Auf Spurjagd geht sie auch, bei flüchtendem Wild läßt sie sich abrufen, unbekanntem oder Raubwild nicht- das wird gestellt. Da ist die Motivation auch hoch. Am größten ist die Motivation glaube ich bei "verlorengegangenen" Menschen.

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Und nachdem ich den Link aus dem anderen Thread https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4859551/noch gefunden hatte und überflogen, kann ich sagen, daß die unterschiedliche Motivation beim Versuchsaufbau etwas vernachlässigt wurde. Da gab es keine Bälle....sondern Futter. Und die Versuchsgruppe war sehr klein.

Interessant aber waren genetische Abweichungen, die die Riechleistung ungeachtet der Sinneszellenanzahl steigerten.

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Die Riechzellen haben zumindest keinen nennenswerten Einfluss darauf. 

 

Ich finde die Ergebnisse logisch, sie korrelieren auch mit anderen dieser Art ziemlich gut.

 

Ich glaube, dass Stöberhunde die besten Ergebnisse erzielen, auch die kurzschnäuzigen.

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Wie gut die Riechleistung ist, hängt neben der Motivation z.B. auch noch stark vom Konzentrationsvermögen ab.

Je schwächer ein Geruch ist um so mehr muss ein Hund sich konzentrieren um die wenigen Geruchsmoleküle aus der großen Menge an Geruch die der Hund aufnimmt herauszufiltern und zu verarbeiten. Was natürlich auch wieder stark vom Trainingsstand abhängt ...

 

Meine Schäfi war auch ein Meister im Bällchen finden. Sie hatte gewisse Balljunkie-Qualitäten und daher eine sehr große Motivation diese zu finden ...

Sie suchte die kleine Gummikugel in riesigen zu gewucherten Wiesen buchstäblich bis zur Erschöpfung (wenn man sie ließ).

 

Die Geruchsleistung ist für mich eine der faszinierensten Fähigkeiten unserer Hunde überhaupt ...

Mantrailing ist ja eine sehr anspruchsvolle Beschäftigung was die Riechleistung betrifft, und da fällt immer wieder auf, dass auch Rassen denen man nicht die besten Ergebnisse zutraut (sehr kleine Rassen, Plattnasen etc ... ) erstaunliches leisten können.

 

 

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Sehr spannend dazu:

Hunde riechen zwar Beuteschweiß sehr gut (und ähnliche chemische Verbindungen), Primaten riechen aber Fruchtdüfte besser und das sind (uns eingeschlossen) keine Geruchstiere. 

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Ich nehme mal an, hier darf man auch die Riechleistung seines Hundes mitteilen - oder? Wenn nicht, dann löschen :lol:

 

Ich laufe mit Emma fast jeden Tag eine große Strecke und manchmal setzt sie ihr Häufchen (Diminutiv -> eher Haufen :lol:) so, dass ich ihn in einer K---tüte mitnehme. Wenn es zu Beginn unserer Tour ist, deponiere ich ihn an einer Stelle und nehme ihn auf dem Rückweg wieder mit. Einmal habe ich ihn so gut deponiert, dass ich ihn nicht mehr gefunden habe. Einige Tage später, kurz vor der Stelle verschwand mein Hund suchend im Gebüsch und brachte seinen schönen roten K...beutel, legte ihn zu meinen Füßen und wartete auf ein Leckerli. Dazu muss ich noch sagen, dass ich immer, wenn wir an der möglichen Stelle vorbeikamen, von dem Beutel gesprochen habe und auch das für Emma wichtige Signalwort wo benutzt habe. Emma ist ein absoluter Riechehund, sie geht wenig auf Blick. Ich lege ihr häufig Duftspuren zu ihrer Apportierente, sie darf nicht sehen wie und wo ich laufe, bekommt lediglich eine Geruchsprobe auf einem Stofffetzen. Momentan muss ich aufpassen, da sie zum Teil frische Wildschweinspuren aufnimmt und das kann böse enden. Emma jagt nicht, sie geht der Spur nach, apportiert... ist aber bei einem Wildschwein nicht so ohne.:lol:

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vor 5 Minuten schrieb Hoellenhunde:

Sehr spannend dazu:

Hunde riechen zwar Beuteschweiß sehr gut (und ähnliche chemische Verbindungen), Primaten riechen aber Fruchtdüfte besser und das sind (uns eingeschlossen) keine Geruchstiere. 

 

also auf meinen verfressenen Beagle (der Obst über alles liebt!) trifft das nicht zu - der toppt jeden Affen ... :lol:

 

Hunde lassen sich ja so ziemlich auf jeden Duftstoff trainieren.

Ob Drogen, Waffen, Lebensmittel aller Art, Zusatzstoffe, Zigaretten ... praktisch auf jede Substanz kann ein Spürhund ausgebildet werden.

 

 

Ob Primaten sich auf Fruchtdüfte besser konditionieren ließen ... ? keine Ahnung. ;) 

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Emma ist in Deutschland mal in einen Polizeibulli, dessen Schiebetür offen stand (die Polizisten nahmen gerade einen Auffahrunfall auf), reingesprungen und wie wild auf eine Metallkiste zu, rumgeschnüffelt, war gar nicht mehr wegzubekommen. Mir wurd's langsam peinlich und die Polizisten grinsten und meinten, woher sie denn den Geruch kenne. Ich ahnte zwar, was in der Kiste sein könnte - aber Emma kam damit bewusst noch nie in Berührung.  Die Polizisten hatten vorher gemeinsam mit dem Zoll in Bunde an der deutsch - holländischen Grenze Marihuana aus dem Verkehr gezogen:lol:. Sie meinten, Emma sei wohl ein Drogenhund... Komisch war, dass sie auf die Kiste losging ohne jegliche Aufforderung, einfach Nase in die Luft, Geruch aufnehmen und los geht's...

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Warum wird das eigentlich immer nach Belieben umgemodelt?

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vor 14 Minuten schrieb Hoellenhunde:

Warum wird das eigentlich immer nach Belieben umgemodelt?

 

was meinst Du damit...?

 

Sorry,

ich krieg manchmal zu schnell Kopfkino (stelle mir dann gleich Affen statt Spürhunde beim Zoll vor um am Flughafen illegale Lebensmittelimporte aufzuspüren)

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