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Hundeforum Der Hund
Nebelfrei

ist euer Hund erwachsen?

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vor 22 Stunden schrieb Nebelfrei:

Ein Beispiel zu kindlich bzw erwachsen. @pixelstallhat ein tolles Video, Lotti und die Feder. Uiuiui, was für ein unheimliches, unberechenbares Ding. Wega findet Federn auch sehr, sehr dubios, riechen nach Tier, benehmen sich aber wie Blätter, ganz traut sie den Dingern nicht über den Weg. Sie weiss aber, dass die nichts tun. Sie kann sie einschätzen.

Ähnliches bei vielem andern Sachen.

Jaro hat vorgestern die erste Feder gefressen....ist er jetzt alt? :P

vor 22 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Und was ist dann ein comiczeichnender Netzwerkadministrator?

 

gespaltene Persönlichkeit? :ph34r:

 

Spaß beseite.....

 

Ich finde es bei Erwachsenen schon schwierig das zu definieren, bzw. eigentlich finde ich es schwierig, zu definieren, wenn ein erwachsener Mensch dies eben nicht ist. 

Ich glaube mein Menschen hat das an sich viel mit Verantwortugsbereitschaft zu tun....aber ist ein 40jähriger Mensch, der keine Verantwortung übernehmen will deswegen kindlich? 

 

Ich denke bei einem Hund hat erwachsen sein, sehr viel mit dem Bewusstsein der eigenen Fähigkeit, dem Lernen aus Erfahrungen und Problemlösungsstrategien zu tun. Aber ist ein Hund der sich aus Angst nicht traut etwas zu tun, obwohl er weiß dass er es kann und es schon getan hat, ohne das etwas passiert ist, deswegen nicht erwachsen? 

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Ich wollte gestern schon etwas dazu schreiben, aber irgendwie habe ich es nicht so aus den Fingern gekriegt.

 

Meine Hunde sind 14 und 9 Jahre alt, wobei wir Fly, die Vierzehnjährige, auch erst mit 2 Jahren bekommen haben. Vom Alter her war sie erwachsen.

Bei ihr war es tatsächlich so, dass sie sich sehr stark an unserem damaligen Rüden orientiert hat. Er war ihr ein und alles und oft hatte ich das Gefühl, sie ging ein bisschen unter und versteckte sich und ihre Fähigkeiten.

Erwachsen, im Sinne von selbständig, wurde sie dann erst, als Lucky starb. Es folgte eine Zeit der Trauer und Fly musste lernen, auf eigenen Füßen zu stehen, wollte sie aber nicht so ohne Weiteres.Sie signalisierte uns, dass sie einen Hund an ihrer Seite brauchte. Die Wende brachte dann der Minos. Mit ihm und im Alter von zwischen 3 und 4 Jahren stieg Fly dann aus ihrem  Schatten und wurde erwachsen. Das war schon echt Klasse, wie die Kleine sich gegenüber Minos mit seinen fünf Monaten verhielt und wie sie ihn mit erzog. :) Und wenn man diesen kleinen Besen kennt, die oft unsichtbar war, bekomme ich heute noch Gänsehaut, wenn sie, wenn Minos mit anderen Hunden spielte, sich einbrachte und ihm das Tempo vorgeben wollte. Hach! :wub:

 

Und dann der Minos. Ich hatte hier im Forum sogar mal gefragt, wann andere Hunde so erwachsen werden, weil bei ihm hatte ich des öftern das Gefühl, drei Jahre reichen ihm nicht. Das war aber auch dem gestundet, dass er durch seine Deprivation gehandycapt erst so viel anderes lernen musste, dass er sich mMn mit sich und seinem "Fertigwerden" noch gar nicht so auseinander setzen konnte. Zurück gedacht hat das locker bis 5 Jahre gedauert.

 

Heute ist er verlässlich, in vielen Situationen von mir einschätzbar und er hat gelernt, sich auf mich zu verlassen. Was ich auch schön von ihm finde ist, dass er uns scheinbar auch als Gruppe wahrnimmt und von sich aus auch auf uns wartet, wenn die Hunde im Freilauf sind und Fly mal wieder bummelt. In jungen Jahren war er da viel mehr drauf aus, sein Ding zu machen. Auch insgesamt kann ich viel laufen lassen und er zeigt mir immer wieder, das was du mir beigebracht hast, ist angekommen.

Früher war er regelrecht panisch, wenn wir ein Pferd auch nur von weitem gesehen haben. Wenn wir heute Pferde treffen, wir haben hier einen Reitweg, der sowohl von Reitern, als auch von Fußgängern genutzt wird, und ich quatsche ein bisschen mit den Reitern, gab es sogar schon die Situation, wo er mit dem Pferd Nüstern an Schnauze stand.

Und die tollste Sache in der Beziehung, die mir einfällt ist, wo wir quasi als Sicherheit bei einem unsicheren Pferd eingesetzt wurden, und als Vorgänger dem Pferd klar gemacht haben, hier ist nichts Schlimmes. So wendet sich das Blatt. :) 

 

 

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Interessantes Thema, hatte noch keine Zeit zu antworten..

 

Erwachsen? Nein, noch lange nicht würde ich sagen... :lol:

 

Aber ich merke, wie Nyla mit ihren 2,5 Jahren deutlich erwachsener geworden ist. Und bisher hat jede Läufigkeit einen deutlichen Schritt zur geistigen Reife gebracht!

 

Sie vertraut mir inzwischen zu 100%. In Situationen, die sie unsicher machen, sucht sie aktiv meinen Blick und Bestätigung. Sie fährt weniger schnell hoch, und wenn, dann kann man sie relativ schnell wieder runterfahren. Sie nimmt sich auf Gassigängen auch mal die Zeit, gemütlich neben mit her zu schlendern und nicht die ganze Zeit in Hochgeschwindigkeit im 20 bis 50 m-Radius um mich herum zu pesen und die Gegend zu checken..:3_grin:

Sie bellt immer noch viel (und leider immer noch sehr hochfrequent:ph34r:), das wird sich vermutlich auch nicht mit zunehmendem Erwachsenwerden ändern. Sie bleibt ein generell sehr mitteilungsfreudiger Hund.

Sie ist in vielen Situation souveräner. In manchen auch selbstbewusster, was es nicht immer leichter macht:2_grimacing:.. das jugendliche Fiddeln bei Fremdhund-Begegnungen ist retrospektiv schon recht angenehm gewesen. Inzwischen ist sie (v.a. bei Hündinnen) auch gerne mal zickig und "übergriffig" im Sinne von Kopf auflegen, Pfote auflegen, wenn diese das (zu recht) kommentieren, keift sie sie an. Ich versuche das im Vorfeld bereits zu managen, damit sie nicht mal auf eine Gleichgesinnte trifft und es richtig Zoff gibt...:ph34r:.

Ihre aktuelle Läufigkeit ist deutlich "erwachsener" als die davor. Sie flirtet gezielter und ihre Stehtage dauern länger, sie weiß worum es geht und ich muss deutlich mehr aufpassen als in den Läufigkeiten davor. Andere Hündinnen werden eher angezickt als sonst während der Läufigkeit angeflirtet (es sei denn sie sind ebenfalls läufig!).

Insgesamt muss ich sagen, dass ich bisher froh bin, dass sie unkastriert ist. Ich befürchte, dass sie sonst aus ihrer hyperaktiven Sturm-und-Drang-Jugend nie richtig herausgekommen wäre. Und da war sie schon zeitweise seeehr anstrengend und hat meine Geduld (und die meiner Mitmenschen) oft auf eine harte Probe gestellt:D. Das ist sicherlich noch ein längerer Weg, bis ich einen souveränen, wirklich erwachsenen Hund habe, der seine eigenen Emotionen und Impulse selbst noch besser im Griff hat und eigene Alternativen zu ihren ventilartigen Ausrastern findet. Aber ich bin mit der bisherigen Entwicklung sehr zufrieden, und ein bisschen Chaot darf sie auch bleiben, irgendwie liebt man ja auch die Schrullen an seinem Hund:P...

 

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@Myri Wega ist kastriert und dennoch über die Jahre erwachsen geworden.

 

Das mit erwachasener werden bei jeder Läufigkeit erinnert mit etwas an die Geschichten, dass Kinderkrankheite , die Kinder in der Reifung fördern.

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vor 1 Minute schrieb Nebelfrei:

@Myri Wega ist kastriert und dennoch über die Jahre erwachsen geworden.

 

Das mit erwachasener werden bei jeder Läufigkeit erinnert mit etwas an die Geschichten, dass Kinderkrankheite , die Kinder in der Reifung fördern.

Ich denke schon, dass der Zeitpunkt einer Kastration grundsätzlich einen Einfluss haben kann... Der Grundcharakter eines Tieres spielt sicherlich auch eine wesentliche Rolle. Ich wollte hier auch auf keinen Fall eine weitere Welle der Kastrationsdiskussion lostreten (die dann den eigentlichen Thread wieder sprengen würde), sondern nur meine ganz subjektiven Eindrücke zu Nylas Entwicklung erläutern ;)...  und da waren für mich halt nach jeder Läufigkeit ein deutlicherer Schritt zum 'erwachsen werden' erkennbar als in dem Rest des Jahres :). Und auch die aktuelle Läufigkeit ist irgendwie deutlich 'erwachsener' als die anderen zuvor...  

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