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Sinn und Unsinn von "Anfängerrassen"

Empfohlene Beiträge

vor 7 Minuten schrieb Eifelkater:

Genau darum geht es ja... Du und Hoellenhuende versucht das rassebedingte Verhalten zu beeinflussen. Andere Leute sagen eben: Kann ich eh nicht ändern, die Rasse ist so....

 

Hm, also ich hab's gefördert. 

Und wirklich geändert hat es keiner von uns? ^_^

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Ich denke, es hängt auch viel davon ab, was man überhaupt will. Möchte ich einen nordischen Sturrkopf, der eine eigene Meinung hat und diese nicht einfach so fallen läßt ohne überzeugt zu werden, dann ist der "will to please"-Retriever einfach der falsche Hund für mich, auch als Anfänger. Paßt einfach nicht zu meinen Vorstellungen was ich von einem Hund will und würd man dann wohl auch nicht mit glücklich werden. Deswegen find ich den Ansatz möglichst eine einfache Rasse/einen einfachen Hund auch für Anfänger nicht unbedingt den richtigen Ansatz, kommt ganz auf den Halter an.

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Ich glaube der Anfänger hat meist eine völlig falsche Vorstellung von Sachen wie will to please. Den gibt es ja s.Thread aus verschiedenen Gründen...So ganz ohne Überzeugen kenne ich eigentlich nicht, Vorschußleistung , Bestechlichkeit , Suchtverhalten usw. trifft es schon eher. Gibt da massig verschiedene Richtungen in der Kooperativität.

Der Anfänger übersetzt wahrscheinlich mit "will gefallen". "So etwas" wollte ich natürlich nicht- rein identitär. Allerdings kam ich dann drauf, daß ich gerne Beschäftigung mit meinem Hund habe, für die sich beide gemeinsam begeistern können. Außerdem finde ich Kooperatiion immer netter als z.B. Konkurrenz.

Die Tierheim Gassi-Hunde gaben mir einen ziemlich guten Überblick darüber was passen könnte. So hat mein Herz ein bißchen Platz geschafft für einige Hunde mehr als die Ca de Bestiar, die ich wirklich sehr lieb hatte.

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Es ist schon erstaunlich was aus dem "die sind einfach so" gemacht wird.

 

Ich habe eigentlich nur an solche Dinge gedacht, und das machen sie alle (habe so ca. 40 bis 50 der Rasse kennengelernt):

- hängen grundsätzlich mit der Schnute in der Tasche, Jackentasche etc. wo die Leckerlis erschnuppert werden

- bleiben beim Essen des HH in seiner Nähe (nein, sie betteln nicht, sie passen nur auf, ob was runterfällt)

- springen jeden an, der sie gebührend beachtet (nein, sie haben gelernt, dass das unerwünscht ist, stellen sich also nur auf die Hinterbeine, außer vll. Junghunde, die das erst noch lernen müssen

- freuen sich über jeden Hund, dem sie begegnen (je jünger umso lautstärker, mit Erwachsenwerden lernen sie ja, dass Mensch das nicht so toll findet)

- haben eine sehr enge Beziehung zu "ihrem" Menschen

- haben mit allen ihrer Rasse sofort eine Beziehung ohne Mobben oder Raufereien (ja, auch in Gruppen von 20 oder mehr von ihnen)

- es gäbe vermutlich noch viel mehr zu beschreiben, aber ich will euch nicht langweilen

 

All dies mag natürlich auch auf andere Hunde zutreffen. Ich fand es einfach bemerkenswert, dass alle, die ich kennenlernte, einfach - genau so waren.

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Kann ich bestätigen. 

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vor 5 Stunden schrieb Fricco:

Es ist schon erstaunlich was aus dem "die sind einfach so" gemacht wird.

 

Ich habe eigentlich nur an solche Dinge gedacht, und das machen sie alle (habe so ca. 40 bis 50 der Rasse kennengelernt):

- hängen grundsätzlich mit der Schnute in der Tasche, Jackentasche etc. wo die Leckerlis erschnuppert werden

- bleiben beim Essen des HH in seiner Nähe (nein, sie betteln nicht, sie passen nur auf, ob was runterfällt)

- springen jeden an, der sie gebührend beachtet (nein, sie haben gelernt, dass das unerwünscht ist, stellen sich also nur auf die Hinterbeine, außer vll. Junghunde, die das erst noch lernen müssen

- freuen sich über jeden Hund, dem sie begegnen (je jünger umso lautstärker, mit Erwachsenwerden lernen sie ja, dass Mensch das nicht so toll findet)

- haben eine sehr enge Beziehung zu "ihrem" Menschen

- haben mit allen ihrer Rasse sofort eine Beziehung ohne Mobben oder Raufereien (ja, auch in Gruppen von 20 oder mehr von ihnen)

- es gäbe vermutlich noch viel mehr zu beschreiben, aber ich will euch nicht langweilen

 

All dies mag natürlich auch auf andere Hunde zutreffen. Ich fand es einfach bemerkenswert, dass alle, die ich kennenlernte, einfach - genau so waren.

Du hast damit meinen Hund beschrieben:D, bis auf das Ankläffen anderer Hunde, was meiner Meinung nach viel damit zu tun hat, inwiefern man Begegnungen zuläßt.

Temperamentvolle und gut beutemotivierte Hunde sind eben so.

Es ist eben auch sehr viel selbsterfüllende Prophezeihung bei der Charakterwahrnehmung. Man sucht sich einen Hund aus, weil einem die Charakterzüge gefallen und findet sie sofort in diversen Verhaltensmustern, die andere Leute mit anderen Vorlieben anderen Charakterzuschreibungen zuordnen würden. Und diese Leute habn meist auch eine ähnliche Herangehensweise in der Erziehung. Gerade bei Kooperativität ist faire Erziehung Grundvoraussetzung, denn"Gehorsam" aus Entzugserscheinung oder Angst ist keine Kooperativität. Rassetypische Verhaltensweisen grenze ich von Charakterzuschreibungen ab, bei letzteren wirken zu große Individualfaktoren.

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vor 6 Stunden schrieb Fricco:

Es ist schon erstaunlich was aus dem "die sind einfach so" gemacht wird.

 

 

Ear ja gar nicht auf dich bezogen. Aber den Satz kann man eben auch unterschiedlich verwenden.

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vor 7 Stunden schrieb Renegade:

 

Nee, bitte - nicht solche Verallgemeinerungen...! :( Das ist mir zu platt.

Dann hast du eben die falschen Leute befragt.

Hundeerfahrene Leute zeichnen sich nicht zuletzt dadurch aus, dass sie neuen Erkenntnissen und Lernerfahrungen offen gegenüber stehen.

 

Und wirklich interessierte und lernbereite Hundeanfänger zeichnen sich für mich dadurch aus, dass sie nicht schon dadurch alles besser wissen, weil sie die falschen selbsternannten (!) Hunderfahrenen getroffen haben.

Die Einstellungen, die du hier zum Besten gibst, sind ja nun wirklich mehr als überholt!

 

Oh, da ist mir jetzt ehrlich gesagt zu viel hineininterpretiert in meine Aussage bzw. missverstanden:

 

Das war überhaupt nicht allgemeingültig gemeint, ich habe diese Leute auch nicht befragt, sondern bekam diese Ratschläge ungefragt, einfach weil sie zum Bekannten-/Verwandtenkreis gehören. Das gehört zum Dasein als Hundeanfänger einfach dazu, dass man ständig und von jedem belehrt wird, ist echt so! Ich glaube frischgebackenen Eltern geht es mit Erziehungsratschlägen oft ähnlich.

 

Meine sinnvollen Informationen habe ich mir in Büchern und Foren wie diesen geholt. Leute, die ich zufällig treffe zu befragen ist tatsächlich nicht mein Ding. Ich halte mich durchaus für einen lernbereiten und interessierten Anfänger und glaube auch nicht, dass ich alles am besten wüsste.

 

Ich wollte damit halt einfach nur ausdrücken, dass viele Menschen mit Hundeerfahrung sich eben nicht weiterentwickelt haben und immer noch an diesen überholten Einstellungen festhalten. Oder an dem, was sie im Fernsehen lernen, von Milan & Co. 

 

Das, was ich an geballtem Hundewissen hier im Forum finde, ist nicht repräsentativ für das, was mir im täglichen Leben begegnet - zumindest ist das die Erfahrung, die ich gemacht habe. 

 

Um jetzt noch mal den Bogen zum eigentlichen Thema zu schlagen: Ein Hund muss es in Anfängerhänden nicht unbedingt schlechter haben als in erfahrenen Händen.

 

Heißt aber natürlich nicht, dass Erfahrung nix wert wäre. Da sehe ich es durchaus auch ein Stück weit vergleichbar mit dem Autofahren oder im Job - mit der Zeit begegnen einem so viele Situationen, da lernt man jedesmal dazu und wird souveräner im (Hunde-)Alltag. Und auch ganz wichtig: Hunde lesen können, also die Körpersprache und Mimik verstehen und richtig deuten, das ist als Anfänger unheimlich schwer. Da nützt auch alles Bücher lesen nix, theoretisches Wissen ist einfach zu abstrakt um es sofort in die Praxis umsetzen zu können. Das bringt nur die Zeit und die Erfahrung - aber auch hier gilt natürlich: manche lernen es nie...

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Das geht nicht nur Anfängern so...es reicht, wenn Leute dich für einen Halten......

 

- "ich hab hier noch ein Welpenbuch....das kannst du haben...ist wirklich gut und hat mir immens weitergeholfen"....GU Ratgeber von 200x

- "du musst unbedingt in eine Hundeschule....da lernen die Hunde Sozialverhalten und du lernst wie man den Hund erziehst"

- "du brauchst unbedingt einen Kennel, damit der Welpe Ruhe lernt"

- " Ein Welpe darf nur Welpenfutter bekommen, Barf geht gar nicht"

- " Katzenfutter ist schädlich für Hunde"

- Du darfst den Hund nicht frei laufen lassen, bevor er nicht zuverlässig hört"

-"Der Hund darf nicht den ganzen Tag fressen zur Verfügung haben"

-" Du darfst keinesfalls länger als ein paar Minuten mit ihm spazieren"...

 

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vor 18 Minuten schrieb Annali:

Das war überhaupt nicht allgemeingültig gemeint, ich habe diese Leute auch nicht befragt, sondern bekam diese Ratschläge ungefragt,

Das ist glaube ich entscheidender dabei als die Hundeerfahrenheit. Das sind einfach Aufdringliche und Geltungssüchtige, die eben auch sonst einen besonderen Hang zur Dominanztheorie haben.

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