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Hundeforum Der Hund
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Hallo, wie ich schon woanders geschrieben habe, habe ich seit 3 Tagen einen 9 Wochen alten Mischlingswelpen.

 

Folgende Frage: von anderen Hundebesitzern habe ich "abgeguckt" dass sie noch nicht Tollwut geimpfte Welpen hochnehmen, um so den Kontakt zu anderen Hunden zu vermeiden. Genau das habe ich auch gemacht, zudem ist mein Welpe noch sehr ängstlich. Wir sind nun heute bei unserem Spaziergang 3 anderen Hunden begegnet. 2 Hundebesitzer haben mich z.T. aggressiv angemacht, ich solle meinen Hund nicht hochnehmen. Darunter der Besitzer eines Bullterriers der mit wildem Knurren in Richtung des Welpen zog. Ein anderer Hundebesitzer meinte sie hätte es genauso gemacht, es sei alles richtig.

 

Mir ist klar, das Sozialisation wichtig ist aber unter "kontrollierten Bedingungen", d.h. einmal möchte ich dass mein Welpe vollständig geimpft ist, also auch gegen Tollwut, zum anderen denke ich, dass eine Welpenspielgruppe oder ähnliches besser geeignet sind. Wie aber reagiere ist in 3/4 Wochen auf solche Situationen, also Hunde die sie um das 2-3fache überragen und aggressives Verhalten zeigen?

 

Für ein paar Tipps wäre ich dankbar

lieben Dank

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Um die Tollwutimpfung würde ich mir keine Sorgen machen, es gibt momentan keine Tollwut mehr in Deutschland und will man dieses Land nicht verlassen muss man auch nicht gegen Tollwut impfen.

Da dir die Impfgeschichte sehr wichtig ist - hat er einmal die Grundimmunisierung, muss er nicht jedes Jahr geimpft werden - die Impfungen halten dann bis zu 7 Jahren.

 

 

Es geht um Schutz des Welpen. Es soll in ihm das Gefühl entstehen: bei der Person bin ich sicher, wenn mir irgendwas nicht geheuer ist. Das fördert die Bindung.

Wenn er das Gefühl hat, bei dir sicher zu sein, wird er auch später bei vermeintlicher Gefahr zu dir kommen und nicht das Weite suchen mit den damit verbundenen Problemen.

 

Man kann einen Welpen hochnehmen bei Situationen, in denen er sich unwohl fühlt. Aber dann muss man ihm aber auch Alternativen anbieten, mit der Situation umzugehen oder ihn auch wieder der Situation aussetzen, wenn er lernen soll, es besteht keine wirkliche Gefahr. Es muss zu einem Lernprozess werden.

Auch für einen selbst. Und man darf natürlich selbst nicht ängstlich sein, das überträgt sich auf den Hund und er sieht in Zukunft Gefahren, die bekämpft werden müssen, wo eigentlich keine sind.

 

Anstürmende Hunde, besonders natürlich auch agressive Hunde, kann man abblocken. Das ist eine sehr effektive Methode, die man selbst aber auch üben muss, man muss Sicherheit gewinnen, was möglich ist und wie es am besten funktioniert.

Klappt es, sind die Hunde normalerweise davon sehr angetan.

Entpuppt sich alles als im normalen Bereich, dann aber auch Kontakte zulassen.

Am Anfang mit neuem Hund blocke ich immer sehr viel (vertrauenfördernde Maßnahmen), später ist es dann nur selten wirklich nötig.

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vor einer Stunde schrieb Edith1:

 

 

Mir ist klar, das Sozialisation wichtig ist aber unter "kontrollierten Bedingungen", d.h. einmal möchte ich dass mein Welpe vollständig geimpft ist, also auch gegen Tollwut, zum anderen denke ich, dass eine Welpenspielgruppe oder ähnliches besser geeignet sind. Wie aber reagiere ist in 3/4 Wochen auf solche Situationen, also Hunde die sie um das 2-3fache überragen und aggressives Verhalten zeigen?

 

Für ein paar Tipps wäre ich dankbar

lieben Dank

Ich würde mir für die Sozialisation vor allem ältere und im Umgang mit Junghunden erfahrene Hunde suchen. Die in den meisten Welpenspielgruppen lernen sie eher wildes rumtoben, aber keine Sozialisation. Das wird dann oft bei erwachsenen Hunden problematisch. 

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vor einer Stunde schrieb gatil:

Um die Tollwutimpfung würde ich mir keine Sorgen machen, es gibt momentan keine Tollwut mehr in Deutschland und will man dieses Land nicht verlassen muss man auch nicht gegen Tollwut impfen.

Da dir die Impfgeschichte sehr wichtig ist - hat er einmal die Grundimmunisierung, muss er nicht jedes Jahr geimpft werden - die Impfungen halten dann bis zu 7 Jahren.

 

 

Es geht um Schutz des Welpen. Es soll in ihm das Gefühl entstehen: bei der Person bin ich sicher, wenn mir irgendwas nicht geheuer ist. Das fördert die Bindung.

Wenn er das Gefühl hat, bei dir sicher zu sein, wird er auch später bei vermeintlicher Gefahr zu dir kommen und nicht das Weite suchen mit den damit verbundenen Problemen.

 

Man kann einen Welpen hochnehmen bei Situationen, in denen er sich unwohl fühlt. Aber dann muss man ihm aber auch Alternativen anbieten, mit der Situation umzugehen oder ihn auch wieder der Situation aussetzen, wenn er lernen soll, es besteht keine wirkliche Gefahr. Es muss zu einem Lernprozess werden.

Auch für einen selbst. Und man darf natürlich selbst nicht ängstlich sein, das überträgt sich auf den Hund und er sieht in Zukunft Gefahren, die bekämpft werden müssen, wo eigentlich keine sind.

 

Anstürmende Hunde, besonders natürlich auch agressive Hunde, kann man abblocken. Das ist eine sehr effektive Methode, die man selbst aber auch üben muss, man muss Sicherheit gewinnen, was möglich ist und wie es am besten funktioniert.

Klappt es, sind die Hunde normalerweise davon sehr angetan.

Entpuppt sich alles als im normalen Bereich, dann aber auch Kontakte zulassen.

Am Anfang mit neuem Hund blocke ich immer sehr viel (vertrauenfördernde Maßnahmen), später ist es dann nur selten wirklich nötig.

 

 

vielen Dank, könntest du vielleicht das "abblocken" erklären, also wie du das machst, ansonsten finde ich das was du schreibst absolut einleuchtend

 

 

vor 36 Minuten schrieb Eifelkater:

Ich würde mir für die Sozialisation vor allem ältere und im Umgang mit Junghunden erfahrene Hunde suchen. Die in den meisten Welpenspielgruppen lernen sie eher wildes rumtoben, aber keine Sozialisation. Das wird dann oft bei erwachsenen Hunden problematisch. 

 

guter Hinweis, danke, daran habe ich gar nicht gedacht, aber das macht total Sinn, wie findet man solche erfahrenen Hunde?

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Auf spaziergängen einfach mal auf freundliche Hunde achten...notfalls auch Halter ansprechen...oft sind Leinenrüpel ohne Leine ganz nette Zeitgenossen. Ansonsten finden sich auch unzählige örtliche Facebook-gassigehgruppen...

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Meine Hunde laufen meistens frei. Und wo sie wollen.

Wenn ich dann etwas anstürmen sehe, was ich nicht eindeutig als harmlos einordne, rufe ich sie zurück, wobei dies in diesem Falle "hinter mir" bedeutet. Was in der Praxis bedeutet, sie bleiben stehen, ich überhole sie, sie bleiben zurück.

Dann stehe ich vor ihnen und mache, kommt der fremde Hund an, einen großen Ausfallschritt nach vorne, gleichzeitig stoße ich auch den Arm mit offener Hand nach vorne - alles in Richtung des Hundes. Sagen muß man eigentlich nichts, die meisten Hunde lassen sich beeindrucken.

Manchmal suchen sich die fremden Hunde seitlich dann nach kurzer Zeit einen Weg zu meinen Hunden oder meine kommen selbst aus ihrer Deckung. Das ist meistens ok, weil der Block beim fremden Hund die Geschwindigkeit rausgenommen hat und man oft sieht, dass es in Ordnung ist.

Ist dies nicht der Fall und ich habe weiterhin den Eindruck, der fremde Hund ist nicht ok, dann blocke ich nochmal oder schiebe das Knie gegen ihn, werde auch manchmal laut. Braucht es bei uns hier aber sehr selten.

 

Muss man üben, das bekommt man nicht auf Anhieb hin.

Einen Welpen würde ich bei dieser Aktion auf den Arm nehmen, ist alles ok, dann wieder runter lassen. Er darf sich sicherlich auch zwischen den Beinen verstecken.

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vor 17 Minuten schrieb gatil:

Meine Hunde laufen meistens frei. Und wo sie wollen.

Wenn ich dann etwas anstürmen sehe, was ich nicht eindeutig als harmlos einordne, rufe ich sie zurück, wobei dies in diesem Falle "hinter mir" bedeutet. Was in der Praxis bedeutet, sie bleiben stehen, ich überhole sie, sie bleiben zurück.

Dann stehe ich vor ihnen und mache, kommt der fremde Hund an, einen großen Ausfallschritt nach vorne, gleichzeitig stoße ich auch den Arm mit offener Hand nach vorne - alles in Richtung des Hundes. Sagen muß man eigentlich nichts, die meisten Hunde lassen sich beeindrucken.

Manchmal suchen sich die fremden Hunde seitlich dann nach kurzer Zeit einen Weg zu meinen Hunden oder meine kommen selbst aus ihrer Deckung. Das ist meistens ok, weil der Block beim fremden Hund die Geschwindigkeit rausgenommen hat und man oft sieht, dass es in Ordnung ist.

Ist dies nicht der Fall und ich habe weiterhin den Eindruck, der fremde Hund ist nicht ok, dann blocke ich nochmal oder schiebe das Knie gegen ihn, werde auch manchmal laut. Braucht es bei uns hier aber sehr selten.

 

Muss man üben, das bekommt man nicht auf Anhieb hin.

Einen Welpen würde ich bei dieser Aktion auf den Arm nehmen, ist alles ok, dann wieder runter lassen. Er darf sich sicherlich auch zwischen den Beinen verstecken.

 

:) vielen lieben Dank, super erklärt - Du hast einen separaten Befehl für das "zurück bleiben"? Wenn ja wie hast du das trainiert?

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Es gibt natürlich den Befehl "Fuß". Da gehen sie neben mir und drängen meist nach vorn (meine sind nicht so genau erzogen, dass da etwas wirklich korrekt ausgeführt wird).

Wenn ich dann "zurück" sage, müssen sie neben bis hinter mir gehen. Die Grenze habe ich aufgezeigt, indem ich die Leine vor mir geschwungen habe. Das hat funktioniert. Sie akzeptieren nun - ohne Leineschwingen - "zurück" ist eher hinter mir.

Es braucht ja aber auch nicht lange, bis die jeweilige Situation vorbei ist. Und dann habe ich in der Regel nichts dagegen, dass sie sich selbständig machen.

 

Sehe ich eine wirklich schwierige Situation auf uns zu kommen (der dritte im Bunde, Carlos, kennt im Prinzip keine Befehle, darauf kann ich mich bei ihm nicht verlassen)

wird angeleint. Ganz konsequent. Drei sind sehr unübersichtlich. Mit zweien ging das besser.

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Hier gibt es auch "hinten " .

trainiert.....im weitesten Sinn ;)

An stark verengten  Stellen geübt  und mit dem Wort verknüpft,Lekkerlie ...und irgendwie ist es dann klar :) .

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(bearbeitet)

:)

:) vielen lieben Dank,für die Antworten

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