Jump to content

Hilfe! Mein Chihuahua hat eine Alles-Phobie!

Empfohlene Beiträge

lauraella97   
(bearbeitet)

Hallo,

ich bin mittlerweile mit meinem Latein am Ende, deswegen hoffe ich hier Hilfe zu finden. Es handelt sich um meinen fünfjährigen Chihuahua Rüde.
Er ist im Umgang zuhause sehr liebenswürdig, frech, keck und aufgeweckt. Er mag es, viel zu toben und zu rennen, er ist ein sehr sportlicher Hund. Nun ist es aber so, dass er sich fremden Menschen gegenüber sehr distanziert verhält, sehr vorsichtig und ängstlich, was an sich nicht mein Problem ist. Dazu kommt aber noch, dass er extrem schreckhaft ist. 
Seitdem er ein Welpe war, hat er sich schon immer vorsichtiger benommen und war auch eher der ängstliche Typ Hund. Jedoch ist es so, dass er gern mit anderen Hunden gespielt hat, auf Menschen auch mal ein bisschen zugegangen ist und im Freien hat er sich auch immer sehr gefreut zu toben. 
Das war so, bis er ca. zwei oder drei Jahre alt war.

Dann aber hat das Ganze eine "Wende" genommen. Er will seitdem nicht mehr raus. Ich muss ihn "einfangen", damit er Gassi geht. Ich habe einfach keine Ahnung, wieso er sich seitdem so sträubt dagegen. Außerdem hat sich seine Angst ins Unermessliche entwickelt. Er zerrt an der Leine mit eingezogenem Schwanz, schaut nur durch die Gegend, um zu kontrollieren und rennt einfach nur schnurstracks Richtung Zuhause. Bei fremden Menschen will er mittlerweile nur noch die Flucht ergreifen. Ich sehe an seinem Blick, dass er am Liebsten einfach nach Hause möchte und einfach pure Angst hat. Ich muss ihn ja schon "zwingen" Gassi zu gehen. Das war früher gar nicht so.
Beim Tierarzt war ich auch schon, es ist alles ok. Ich frage mich immer und immer wieder, wieso er solche Angst entwickelt hat. Es ist nie was besonderes vorgefallen. 
Er hat damals sogar mit etwas größeren Hunden gespielt. Mittlerweile rennt er einfach weg oder bei Rüden verhält er sich aggressiv und knurrt und die Angst scheint auf einmal weg. 
Ich weiß nicht, was ich tun soll. Zuhause lässt er fast schon den Macker raushängen, weil er schon frech ist und ausgefuchst. Aber draußen ist es jedes Mal eine Katastrophe!
Auf der einen Seite geh ich trotzdem mit ihm raus, aus Hoffnung, dass sich sein Verhalten legt. Auf der anderen Seite ist schon ein 5-Minuten-Spaziergang für ihn eine absolute Stresssituation. 
Eben war ich mit ihm auf dem Weg, um etwas abzugeben. Ein Feuerwehrauto fuhr vorbei (es war wirklich sehr laut) und er ist fast durchgedreht. Er wollte wegrennen und war total verängstigt.
Vielleicht sollte man dazu sagen, dass er meistens sofort auf den Arm genommen werden möchte oder, wenn ich es nicht zulasse, einfach abhauen will.
Es macht mir einfach keinen Spaß und ihm ganz sicher auch nicht. Ich habe es auch schon mit Leckerlis probiert, die nimmt er aber vor lauter Angst und Aufregung nicht.
Ich dachte, dass es vielleicht nur eine Phase war oder er vielleicht noch mehr Gewöhnung braucht, aber es wird immer schlimmer. 

Ich hoffe auf hilfreiche Antworten, 

liebste Grüße,

Laura

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
mikesch0815   

Mal die Schilddrüse checken lassen?

 

so weit

Maico

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Tina+Sammy   

Die Schilddrüse war auch mein erster Gedanke.

 

Hinzu kommt, dass dein Hund vielleicht irgendwann bemerkt hat, dass er kleiner, zarter und auch schwächer ist als so ziemlich alle Lebewesen um ihn herum.

Da muss noch nicht mal eine bestimmte Situation vorgefallen sein. Manchmal reicht auch die Summe vieler kleiner Sachen.

Gibt es bei euch in der Nähe eine Hundeschule, die speziell Kurse für kleine Hunde anbietet?

Ich habe in meiner Zwergengruppe immer mal wieder solche Angstminis.

 

Wie du ja schon bemerkt hast, ist es für deinen Hund alles andere als schön, mit so viel Angst durch das Leben zu gehen.

Dass er zu Hause ein "Macker" ist, spricht eigentlich dafür, dass er draußen eine blöde Erfahrung gemacht hat.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Colomba   

Wo geht ihr denn so spazieren? Also was ist das für ein Umfeld?

Fürs erste würde ich ihn wohl einige Strecken tragen und irgendwo absetzen, wo nicht viel los ist. Ggf. kannst du sein Körbchen mitnehmen oder sonst irgendwas, das er mit Entspannung verknüpft. Wie gesagt: Tragen, absetzen, sich dort erstmal nicht viel bewegen sondern an einem Ort bleiben und den positiv verknüpfen. Da dann einfach rumsitzen und sich die Welt angucken. Scheint, als sei er mit so vielen Eindrücken überfordert. Wenn er dort lockerer wird, nach einigen Tagen, Wochen,... kannst du dort z.B. ein kleines Spiel mit ihm anfangen.

Außerdem ist evtl ein Hundekumpel/-kumpeline gut, wenn die mal zu Besuch kommt, die beiden dort zusammen spielen können und er sich ein Stück weit an diesem Hund orientiert (und eben auch wieder positiv verknüpft) kann das draußen eine Hilfe sein.

Ich würde auch dahingehend arbeiten, dass du ihn nicht mehr einfangen und zum Losgehen zwingen musst. Z.B. kannst du auch mal drinnen Halsband/Geschirr und Leine anlegen und es passiert dann gar nichts sondern ihr spielt nochmal was etc., ihn mal in der Nähe der Haustür füttern, im Flur füttern... Es ist wichtig, dass er irgendwann selbst die ersten Schritte macht und ein Stück Kontrolle über die Situation hat und darüber was mit ihm passiert.

Nimm dir draußen Zeit, lass ihn nicht verängstigt ziehen. Bleib stehen, hock dich dazu, gib ihm Körperkontakt, mach ihm Angebote für alternatives Verhalten, wobei er selbst aktiv werden muss.

Das sind alles nur Ansätze. Für detailliertere Anleitungen, hol dir besser einen Trainer dazu.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
denny   

Colomba, ein sehr guter Gedanke.

Das Verhalten des Chi's erinnert mich fast an Welpenverhalten, die ihre sichere Burg, sprich ihr neues Zuhause, nicht verlassen möchten.

Auch die Idee mit dem Körbchen finde ich super, weil man dann die Wohlfühloase gleich mit nimmt.

 

Ein kleiner Tipp zum hochheben des Hundes. lauraella, sprich ihn vorher an, damit er darauf gefasst ist, hochgehoben zu werden. Einen Chi packt mal sich mal eben unter den Arm. Bei einem Bernhardiner geht das nicht. ;) Daher ist das Hochheben bei Chi's häufig negativ besetzt und führt zu Abwehrreaktionen.

Wollte nicht klugscheissern, aber vielen Kleinhundebesitzern ist diese Tatsache nicht bekannt.:)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.