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Zwei und mehr Hunde

Empfohlene Beiträge

benno0815   
Am 11.7.2018 um 22:10 schrieb Wolkenbruch:

Hallo liebe Schwarmintelligenz :),

 

mich würde mal interessieren wie ihr zu eurem Zweit(oder auch Dritt- Viert-...)Hund gekommen seid.

Woran habt ihr das fest gemacht? (Also, z.B. wolltet ihr unbedingt einen Zweiten, dachtet ihr es wäre für euren Ersten von Vorteil...)

Worauf habt ihr besonders geachtet? (Z.B. Rasse, Sympathie)

Wie war der Altersunterschied zwischen Erst- und Mehrhund?

Findet ihr es, generell betrachtet, besser einen Welpen zu einem vorhandenen Hund zu setzen oder doch lieber ein älteres Tier?

Und wie seid ihr überhaupt auf die Idee gekommen? :)

 

Liebe Grüße,

 

ich hoffe auf viele Erfahrungswerte!

Hallo Wolkenbruch,
bei meinem jetzigen Duo habe ich beide Hunde gleichzeitig bekommen.
Aruna lebte in einer Pflegestelle, sie hatte ich ausgesucht.
Sikari kam etwas später auf dieselbe PS und Aruna hat sie ausgesucht ;)
Meine Ansprüche hatten damit nichts zu tun, Aruna sollte sich aussuchen, mit wem sie zusammenlebt ;)
Aruna ist geschätzt 7, Sikari 3 Jahre alt.
Ich liebe beide heiß und innig :wub:
Beide Hunde mögen sich sehr, verstehen sich großartig und sind ein super Team.
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Amaterasu   
vor 12 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

:huh: Es geht mir dabei um ein Konkurrenz- Kriterium das im Artikel zentral beleuchtet wird, nicht ob er für oder gegen Mehrhundehaltung ist- mich interessieren generell Argumente mehr als Urteile. Der Artikel fokussiert dieses Kriterium Ressourcenknappheit und deshalb habe ich mich darauf bezogen. Es läßt sich eben normlerweise schlecht auf Familienhundhaltung übertragen.

 

Ja, aber der einzige, der überträgt, bist du... Sei's drum.

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Zurimor   
(bearbeitet)

 

vor 10 Stunden schrieb mikesch0815:

Besser ein gutes Einzelhundedasein als das erzwungene Zusammenleben mit einem Artgenossen, der einen nervt. Das wichtigste Grundrecht eines Hundes sollte nämlich ein stressfreies und gutes Zuhause sein.

 

Ich kannte mal so ein Fall in einem anderen Forum, wo jahrelang niedliche Zusammenlebfotos gepostet wurde, in Wahrheit aber die beiden sich nicht grün waren und gegenseitig bei jeder Gelegenheit an die Gurgel gingen. Sowas ist unfair beiden Hunden gegenüber und einfach nur maßloser Egoismus.

 

so weit

Maico

Suhna: "Genau! Die Würde des Hundes ist unantastbar. Das Volk der Nordnasen bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Hunderechten als Grundlage jeder hündischen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.smilie_girl_029.gif.59e36292cc400fb15ea48aed05659dea.gif"

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Hoellenhunde   

Meine Hunde sind sich nicht immer grün. Deshalb habe ich die Möglichkeiten geschaffen, dass sie sich auch aus dem Weg gehen können, ihre Einzelbeschäftigungen bekommen, jeder "seins" hat - Freiräume, aber auch gemeinsame Zeit. 

 

Das hat die Zwistigkeiten auf ein Minimum reduziert. Sie mögen sich, könnten aber gut ohne einander. Wir finden es in Ordnung, aber das Optimum ist es nicht. Dazu müsste ich einen der beiden abgeben. 

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Sockensucher   
Am 11.7.2018 um 22:10 schrieb Wolkenbruch:

Hallo liebe Schwarmintelligenz :),

 

mich würde mal interessieren wie ihr zu eurem Zweit(oder auch Dritt- Viert-...)Hund gekommen seid.

Woran habt ihr das fest gemacht? (Also, z.B. wolltet ihr unbedingt einen Zweiten, dachtet ihr es wäre für euren Ersten von Vorteil...)

Worauf habt ihr besonders geachtet? (Z.B. Rasse, Sympathie)

Wie war der Altersunterschied zwischen Erst- und Mehrhund?

Findet ihr es, generell betrachtet, besser einen Welpen zu einem vorhandenen Hund zu setzen oder doch lieber ein älteres Tier?

Und wie seid ihr überhaupt auf die Idee gekommen? :)

 

Liebe Grüße,

 

ich hoffe auf viele Erfahrungswerte!

Hallo Wolkenbruch

Danke für deinen Thread, ich habe versucht die Fragen zu beantworten und habe da eine intensive Zeitreise gemacht in mein Leben mit Hunden.

Die Textwand, die dabei entstand würde den Thread sprengen, denke ich. Da ziemlich viele Hunde mein Leben begleitet haben und jede Geschichte etwas anders war.

Ich denke ich habe ziemlich viele unterschiedliche Modelle von Mehrhundehaltung/Gruppen erlebt und ich kann mir kein Leben mit nur einem oder zwei Hunden vorstellen.

Der Reichtum, den meine Hunde leben, könnte ich nicht missen. Wobei zu unserer Familie noch drei Katzen, zwei im Haus freilebende Kaninchen und Ponys auf dem Grundstück gehören. Und die Beziehungen untereinander sind alle anders und persönlich.

Wenn die Beziehungen sehr innig sind, hat das natürlich auch den Nachteil, das der Verlust eines Partners sehr tiefgreifende folgen haben kann. Als meine Border mit fast 16 eingeschläfert werden musste, wäre mir meine eine junge Hündin fast hinterhergestorben und ist auch nie wieder der Hund geworden, wie vor ihrem Tod. (Davon abgesehen, dass sie den Tierarzt, der damals in unser Haus gekommen ist ernsthaft angegangen ist).

Dennoch,  mit den beiden Junghunden dauerte ihr "letzter Sommer" noch fast vier Jahre und diese drei Hunde waren das perfekte Team, eine solche Harmonie und Kompetenz hatte ich vorher nie und hinterher auch nicht. Sie fehlt uns unendlich und wir brauchten eine ganze Zeit um wieder ein Gleichgewicht zu finden.

Ich wüsste auch nicht, wie ich meiner jetzigen Dritthündin, die drei Jahre seit ihrer 6. Lebenswoche keinen Hundekontakt gehabt hatte, kaum Menschenkontakt und nur immer die selbe kleine Gassirunde, jemals ihre eigene Sprache hätte richtig beibringen sollen, ohne die Unterstützung meiner anderen Hunde.

Gerade in ... schlechten Zeiten. Wie sich umeinander gekümmert wird, in Krisensituationen zusammen gehalten, wie jeder seine Talente und Schwachpunkte hat und sie sich gegenseitig unterstützen, aber auch herausfordern in ihren Schwächen. als sich meine Jüngste nach dme Tod aufgegeben hatte, kümmerte sich die andere hingebungsvoll, putzte sie, animierte sie, brachsogar Futter für sie hoch, damit sie endlich wieder fraß.

In den letzten Sieben Jahren sind zwei eigene und fünf fremde Welpen bei uns großgeworden, völlig unsozialisierte schwierige Hunde, einfache Hunde, komplizierte Hunde ... alles wird leichter und feiner in Gesellschaft, aber dazu braucht man eben auch soziale Hunde, die den Kern bilden und einen reichen Erfahrungsschatz haben. Zu meinen beiden Aussiemädchen kann ich jeden Hund kombinieren und er wird davon profitieren. Ob meine Hunde davon profitieren außer Erfahrung ist nochmal was anderes. Meine Pflegehündin hätte ich nie freiwillig zu den beiden kombiniert und auch wenn sie zu einem tollen Team zusammengewachsen sind, das hat gedauert und dass sie körperlich einfach nicht mithalten kann, die Tatsache bleibt nunmal. Und da habe ich am anfang schon bereut ja gesagt zu haben, hätte dann aber verpasst, wie es sich aus diesem schlechten Start entwickeln konnte und die Kleine macht immer noch Entwicklungssprünge. Aber einen unsozialen Hund mit einer Menge Baustellen und einer offensiv aggressiven Art zu integieren ... ist halt nicht, was man mit Absicht macht, wenn man das Wohl der Ersthunde im Blick hat.

Wenn mir das Leben also nicht einfach wieder einen Hund vor die Tür stellt, werde ich wieder wie bei meinen Mädels nach ihrem Beuteschema suchen. Hündin, Hütehund, sozial veranlagt, nach Möglichkeit mit ausgesucht.

Auch wenn natürlich meine Aufgabe als Mensch nicht zu unterschätzen ist und ich bei der Kombination von Hunden auch darauf achte, dass keiner überlastet wird und geht es wirklich in die Aggressivere Auseinandersetzung, wissen meine Hunde, dass sowas ich übernehme. Aber das kommt nun wirklich selten vor und ist dann tiefergehenden Baustellen geschuldet. Im Moment hab ich zum Beispiel zwei extreme Stock/Spielzeugjunkies dabei, die wie der Teufel es wollte zur genau gleichen Zeit einen Tennisball entdeckten und wollten. Ich hatte an dem Problem schon gearbeitet  und sie hatten sich super gemacht, aber das war für beide einfach zuviel Blingboah. Für so eine ernstere Rauferrei (immer noch ohne Blutvergießen, sonst würden einer/beide Maulkorb tragen), da werd ich angekuckt, da geht keiner dazwischen, bei kleineren Unstimmigkeiten, wem denn wohl der Stock gehört, durchaus.

Jedenfalls sehe ich einen immensen Unterschied zwischen Einzelhunden und Hunden, die mit mehr Hunden großgeworden sind. Teilen zu können, zu kooperieren, Kompromisse zu finden, mit denen sich alle wohlfühlen. Die ganze Gruppe im Blick zu haben, nicht nur Eigeninteressen, das muss eben gelernt werden und da zuzusehen, wie Hunde dort hineinwachsen und ihren Gemeinschaftsinn entwickeln und das jede Kombination wieder mitunter erstaunliche Facetten in den Hunden hervorbringen. Da wird der Rüpel auf einmal zum an die Hand nehmenden großen Bruder und Vorbild. Die Alte Dame wieder zum Jungspund, der Kasper zum ernsten Beschützer, der desinteressierte Schnüffler zum Gentleman. Die Strenge zur sanften Füherin für die Rollihündin. die Labradorhündin, der keiner was zutraut, zum Streitschlichter. Unendlich viele Geschichten von beeindruckenden und berührenden Erlebnissen, wo Hunde für Hunde da waren. Aber klar, es gibt auch immer mal wieder Konflikte, das ist das Leben. Gerade wenn eben ein neuer Einzelhund kommt und erstmal verstehen muss, dass das ein anderes Leben ist.

Das sind nicht alles meine Hunde, und bei manchen ist es ganz gut, dass sie nur stundenweise hier sind, andere könnten und würden sofort einziehen, aber alle haben gemeinsam, dass ihnen die Beziehungen nicht egal sind und sie alle davon profitieren. Nicht jeder von jedem Hund gleichermaßen, aber insgesamt. Und das ist eine ganz andere Art zu leben als mit einem oder zwei Hunden.

Einige Jahre habe ich mit zwei Hunden recht normal gelebt, wie das auf dem Lande so üblich ist. Sie verstanden sich sehr gut, wir waren aber alle so in unserem Trott eingeschlafen und viele der sozialen Fähigkeiten und Bedürfnisse lagen brach. Als der Welpe dann einzog und mit ihr und der Welpenspielstunde neue Freunde hinzukamen, sind sie wie in einen Jungbrunnen gefallen, ich hatte sie mit dem betulichen Leben zu Rentnern gemacht, die selbst wenn mal ein Hund auftauchte, keinen Bock mehr drauf hatten. Das war mir eine Lehre und ich werde weiterhin versuchen ,das Leben meiner Hunde reich zu gestalten und ihnen Möglichkeiten zu geben neue einzigartige Beziehungen zu knüpfen und mich jeden Tag zu freuen, was sie alles lernen können und was in ihnen steckt. Auch wenn es nur ist, das sie in Gemeinschaft mit mir durch die Lande ziehen und jeder er selbst ist und gleichzeitig eben Teil einer Gemeinschaft. Wie vielen Hunden allein das manchmal einfach guttut, sie Ängste abbauen und Selbstbewusstsein entwickeln, ist immer wieder berührend. Wo der Mensch erst hinterher in den Folgetagen bemerkt, wieviel da eigentlich beim "einfach miteinander laufen und schnüffeln und sonst nix" passiert ist.

Daneben hat natürlich auch noch jeder Hund seine spezielle Beziehung zu mir und das genieße ich auch sehr, das Privileg zu haben, dass so viele Hunde Lehrer, Schüler und einfach Gefährten und Freunde für mich sind.

Ich kann mir jedenfalls kein anderes Familienmodell für mich vorstellen und hoffe, dass noch viele Hunde in unser Leben stolpern werden und uns längee und kürzere Wegstrecken begleiten. :)

 

 

 

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