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polar-chat.de  Der Hund
Fiona01

"ZURÜCKGELASSEN: Die vergessenen Hunde von Tschernobyl"

Empfohlene Beiträge

Hierzu das Video:

 

https://youtu.be/HicWTP8pVQg

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Da gab's mal 'ne Doku zu, ganz üble Geschichte. Die Hunde durften nicht mitgenommen werden und mußten zurückbleiben, ob die Halter wollten oder nicht. Manche sind deswegen wohl auch dort geblieben.

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Ich beschäftige mich schon lange damit, was in und um Tschernobyl passiert. Da bleiben durfte damals keiner, aber es sind gar nicht wenige, die inzwischen wieder in ihren Dörfern leben. Inoffiziell und auf eigene Verantwortung, aber es wird von den Behörden geduldet. Es gibt z.B. Untersuchungen, was diese Leute auf ihrem Land oder in ihren Gärten anbauen und essen können. Da gibt es ganze Forscherteams, die z.T. selbst in der Sperrzone leben und den Menschen helfen, die dorthin zurückgekehrt sind. Es sind also nicht alle Hunde ganz allein dort, da leben schon auch Menschen.  Was vielen auch nicht bewusst ist - die anderen Reaktoren liefen noch bis vor einigen Jahren. Da waren auch jeden Tag Menschen, die dort gearbeitet haben. Und jetzt ist es eine riesige Baustelle, auf der auch täglich viele Menschen sind. Obendrein kommt in den letzten Jahren immer mehr Tourismus dort auf (ja, wirklich!). Es gibt ganze Reisegruppen, die da hingekarrt werden und sich für einige Stunden in der Sperrzone aufhalten. Das wird auch immer mehr. Es ist also gar kein so verlassenes Niemandsland (mehr), wie man sich das vorstellt.

Aber auch, was sonst mit der Tier- und Pflanzenwelt da passiert ist sehr faszinierend, aber natürlich auch erschreckend. Es sind erste Anpassungen bei Mäusen beobachtet worden. Es gibt inzwischen welche, die leben länger, wenn sie der Strahlung, wie sie in weiten Teilen der Sperrzone herrscht, ausgesetzt sind, als wenn sie keine erhöhte Strahlung haben. Auch manche Pflanzen sind dabei, sich anzupassen. Es ist schön, dass diesen Hunden geholfen wird. Aber ich frage mich, ob das Erfolg haben kann. Kastrationsprogramme sind ja schon in besiedelten Gebieten nur mäßig erfolgreich. Da gibt es ja verschiedene Ansätze. Hunde wieder zurück an ihren Platz, wenn sie kastriert wurden, oder behalten und vermitteln. Aber, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist der aktuelle Stand so, dass wenn man da 20 Hunde rausnimmt, 20 neue nachkommen und die Plätze besetzen. Ich glaube nicht, dass es so funktioniert.

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Was für eine Dreckstechnologie, bis heute. :75_skull: Kann mich noch gut an Tschernobyl und verschiedene andere Störfälle erinnern. Hab mich damals gefragt, ob ich hier in DE gefahrlos im Regen mit dem Hund raus kann, aber musste ja sein. :( Fukushima ist ja auch wieder vergessen.

 

April 1986, Tschernobyl: "Die Wolken mit dem radioaktiven Fallout verteilten sich zunächst über weite Teile Europas und schließlich über die gesamte nördliche Halbkugel. Wechselnde Luftströmungen trieben sie zunächst nach Skandinavien, dann über Polen, Tschechien, Österreich, Süddeutschland und Norditalien. Eine dritte Wolke erreichte den Balkan, Griechenland und die Türkei. Innerhalb dieser Länder wurde der Boden je nach regionalen Regenfällen unterschiedlich hoch belastet."

 

Aber wie immer war schnell wieder alles supi und eigentlich nichts passiert: "Am 15. September 1986 teilte die Strahlenschutzkommission in Bonn mit, die Kontamination der Lebensmittel in der Bundesrepublik durch Radioaktivität sei bis auf wenige Ausnahmen stark zurückgegangen."

https://de.wikipedia.org/wiki/Nuklearkatastrophe_von_Tschernobyl

 

Zu den Hunden:

Ja, da war eine gute Doku über Hunde ... Hier mal die Suchergebnisse, hab sie leider nicht gefunden, aber auch interessant:

https://www.youtube.com/results?search_query=Tschernobyl+doku+hund

 

news.com.au, August 23, 2017: The forgotten dogs of Chernobyl, descended from abandoned pets after the nuclear disaster

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 Es ist schön, dass diesen Hunden geholfen wird. Aber ich frage mich, ob das Erfolg haben kann. Kastrationsprogramme sind ja schon in besiedelten Gebieten nur mäßig erfolgreich....

 

Ich "freue" mich immer wieder, wenn ich in irgendwelchen Post zu einem bestimmten Thema, in einem so mal eben hingeworfenen Nebensatz solchen Blödsinn lese. Ich weiss zwar nicht wo Du den Quatsch her hast, aber ja, wir sollten wohl unsere, über viele Jahre dauernde Arbeit in Ländern wie Ungarn, Rumänien, etc. einstellen. Zwar konnten wir die Population von wildlebenden und ausgesetzten Hunden in unserem Wirkungsbereich diesen Ländern so stark reduzieren, dass wir in dort beginnen konnten RICHTIGE Tierschutzarbeit zu leisten, statt nur den Mangel zu verwalten, aber wenn Du es sagst.... Wahrscheinlich sollte man auch die Kastrationsprogramme für freilaufende Katzen einstellen... dann gäbe es zumindest weit weniger Wühlmäuse. 

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Die TNR-Programme funktionieren ja (nach sehr, sehr vielen Jahren), deshalb macht man es ja an vielen Stellen inzwischen so. Das beinhaltet aber eben auch, dass die Tiere zurückkommen, wenn sie kastriert wurden. Was halt nicht funktioniert ist, die Tiere einfach aus ihrer Umwelt zu nehmen und ins Tierheim oder anderswo zu bringen. Dann besetzen die Nachkommen der immer noch vorhandenen fruchtbaren Tiere in der Regel sehr schnell die frei gewordenen Plätze. Ich weiß nicht, wo Du darin Blödsinn siehst, aber google hilft und spuckt mehr als genug Studien zu dem Thema aus. Am besten mal die englische Suche betätigen. Und in Tschernobyl machen sie doch genau das. Sie nehmen von den geschätzten 1000 Hunden ein paar weg und die Plätze werden frei. Das hilft für die Gesamtpopulation eben nicht viel. Man müsste schon die ganze Population auf einmal wegbringen oder kastrieren und das wird wohl kaum funktionieren.

Btw. ist das Gebiet nicht hermetisch abgeriegelt, Tiere finden Wege hinein und hinaus. Selbst, wenn man alle Hunde auf einmal aus der Sperrzone schaffen könnte, kämen aus dem Umland schnell wieder neue, da die "Zone" für viele Tiere (offenbar auch Hunde) gute Lebensbedingungen bietet. Dass sie da u.U. verstrahlt werden, wissen die Tiere nicht.

Aber wenn Du meinst, Du weißt es besser.. dann nur zu. Man kann sich aber auch in weniger unfreundlichem Ton austauschen. Das bringt dann vielleicht auch mehr Gehör für die Eigene Ansicht. ;)

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@Herdifreund Mit mäßig erfolgreich spricht Ivy wohl von all den Welpen die entstehen weil die Hundehalter in diesen Ländern auf ihre läufigen Hündinnen die ja doch nicht selten tagsüber (läufig, intakt oder nicht) frei und ohne Aufsicht herumlaufen. Es also per se keine freilaufenden Hunde sind. Deswegen gibt es unter anderem immer noch viele Hunde aus diesen Ländern.

Freilebende Hunde zu kastrieren deckt einen Bereich ab, aber leider nicht alles. :) So war es wohl gemeint schätze ich.

 

Equiwent oder auch equitana hat ein Kastrationsprogramm für Hunde mit Besitzer. Falls das jemanden interessiert.

 

Edit:

Okay Ivy meinte doch was anderes. :) Dann seht meinen Beitrag einfach als Zusatz.

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Noch heute, 2018, wirft Tschernobyl in D seine Düsteren Schatten. In Bayern dürfen an einigen Stellen Wildschweine nicht in den Verkehr hebracht werden, weggen erhöhter Strahlenbelastung.

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Schreckliche Vorstellung den Hund zurück lassen zu müssen. 

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