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Hundeforum Der Hund
tinchen93

Ängstlicher Hund gegenüber von fremden Menschen und aggressiv gegenüber Hunde

Empfohlene Beiträge

vor 23 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Ein Ansatz, der auf die Dauer mehr bringt, ist wirklich Hundesichtungen freudig zu belohnen, den Hund als für's Hingucken loben und alles fördern, was er als Alternativen zum Ausrasten macht. Wenn er schnüffelt- Kekse verstreuen, wenn er sitzt- loben Keks- wenn er Ausweichen will- mitgehen- Keks. Wenn er spielen will- mitspielen Keks usw.

Er muß sich auseinandersetzen dürfen und darf auch eigene Alternativstrategie entwickeln- immer mit genügend Abstand, damit er ihn nicht einfordern muß.

Ablenkung hält von Auseinandersetzung ab und erschwert af Dauer einen sicheren Umgang, er soll feststellen dürfen, daß deeskalative Strategien in verschiedenen Problemsituationengut funktionieren.

Ich habe aber in solchen Situationen oft das Gefühl, das er nicht nur mal hinschaut sondern bereits starrt. Wenn ich ihn dann anspreche, reagiert er auch nicht bzw. wirkt es auf mich als wäre er schon in den Startlöchern. Das möchte ich dann auch nicht belohnen.
Kommt natürlich auch auf den Abstand drauf an. Ich lass ihn schon hinschauen, teste aber immer aus ob er noch ansprechbar ist und dann gibt es ein Leckerli usw.

Ich werde es das nächste mal mit genügend Abstand auf jeden Fall mal ohne ein Sitz probieren 😉

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(bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb tinchen93:

wirkt es auf mich als wäre er schon in den Startlöchern. Das möchte ich dann auch nicht belohnen.

Du belohnst dann nicht, du gegenkonditionierst- sorgst auf Dauer für Desensibilisierung des Reizes und förderst das Schauen. Wenn du ihn ablenkst, desensibilierst du nicht.

Erst nach der Desensibilierung ist der Hund überhaupt in er Lage , das als Belohnung zu verbuchen. Momentan ist er zu erregt für diese Überlegung. Da wirkt das Futter nur wie in ploetzlicher angenehmer Reiz inmitten von unangenehmen, wirkt ihnen also entgegen und macht perspektivisch ansprechbarer.

Du kannst auch mitten in das unerwünschte Verhalten hinein gegenkonditionieren- es holt den Hund (rechtzeitig mit genug Abstand eingesetzt) aus seinem Film heraus.

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vor 20 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Du belohnst dann nicht, du gegenkonditionierst- sorgst auf Dauer für Desensibilisierung des Reizes und förderst das Schauen. Wenn du ihn ablenkst, desensibilierst du nicht.

Ich muss mich gleich mal für den Tipp bedanken 😀

Hab das gestern und heute ausprobiert und wir hatten auch wirklich mal positive Erfahrungen gemacht :)
Heute ist er dann sogar einfach dagestanden und hat dem anderen Hund nachgeschnüffelt und nachgeschaut ohne das er sonstige Laute von sich gab oder in die Leine zerrte. 
Ich hab ihn sehr gelobt und Leckerli gegeben. Die rührt er aber zum Teil nicht, wie wenn er sie gar nicht bemerken würde 🤨

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Vielleicht ist es für ihn belohnender , wenn er nachschnüffeln und schauen darf. Weiter so.

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Hallo Miteinander :)
ich hab mir gedacht, ich schreib mal wies grad bei uns läuft, vllt kann das auch mal wem anderen helfen ;)

Wir haben endlich eine nette Trainerin gefunden, die mit positiver Bestärkung arbeitet.
Wir haben nun alle Menschen und Hunde geclickert und belohnt, natürlich immer mit genug Abstand. Also Click für Blick.
Bei Menschen haben wir sehr schnell Erfolge gemerkt. Mittlerweile bellt er nicht mal mehr unsere Nachbarn im Treppenhaus an, soweit wir ein paar Meter Abstand haben.
 

Bei Hunden ists nun so, auf die meisten Hunde (sowohl Hündinnen als auch Rüden) freut sich mein Hund total, möchte sofort hin spielen usw. Da hat er kaum Selbstbeherrschung. Kommts zu Kontakt, weil zB seine Hundebekanntschaft zu uns rüber kommt, lass ich ihn absitzen, bis sie da sind. Das kann er nun schon gut :)
Aber kaum sieht er einen Hund den er super toll findet, sitzt er schon, hat ja gelernt wenn er brav sitzt kommt der Hund rüber 😅
Passiert das aber nicht, hüpft er auf, läuft auch noch in die Leine oder fängt total zu quietschen an.
Wir machen da grad ein paar Impulskontrolle Übungen, bzw. Trainieren mit unserer Hundetrainerin mit ein paar Hunden, auf die er so reagiert, Hundebegegnungen.
 

Ich hab ja auch geschrieben, dass er gegenüber anderen Hunden aggressiv reagiert. Das ist auch Unsicherheit, bzw. Drohverhalten, der andere Hund sollte ja nicht näher kommen.
Auch hier halten wir viel Abstand, klickern jedes Verhalten, das nicht negativ ist. Auch schon mit Erfolg, die Distanz, die wir einhalten müssen, wird bereits kleiner.
 

Zusätzlich baue ich gerade das Handtarget auf, um ihn einfacher aus schwierigen Situationen zu führen. Manchmal passiert es leider, das genau sein Rivale um die Ecke kommt und plötzlich da steht. 😐
Aber zum Glück nur sehr selten, er sollte ja im besten Fall dieses Knurr-Drohverhalten gar nicht mehr zeigen müssen, um nicht noch mehr in das Verhalten zu fallen.


Wir machens auch von den Gassi Zeiten grad so, Morgens geht ich wenn nicht ganz so viel los ist. Also statt das ich ne Zeit wähle wo grad alle gehen, geht ich wenn 1-3 andere Hunde unterwegs sind. Das reicht zum Üben, sonst wirds zu viel.

Nachmittags gehe ich öfters fürs Üben gezielt zum Parkplatz, da ist immer ganz schön was los. Je nach seinem Gemütszustand bzw. wie viele Hunde und vor allem welche Hunde da an uns vorbei laufen geh ich dann auch gleich mal wieder heim, damit es nicht zu viel wird.

 

Abends fahren wir meistens ein Stück weg und haben dafür komplett unsere Ruhe. Da Treffen wir in der Regel weder Hunde noch Menschen, können somit in Ruhe an langer Leine Gassi gehen.
 

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