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Hundeforum Der Hund
KleinEmma

Alte Menschen und Hunde - Rückert-Artikel

Empfohlene Beiträge

vor 39 Minuten schrieb Amaterasu:

Es gibt sehr viele Halter, die sich in ihrem ersten Jahr Hundehaltung mehr Wissen aneignen, als manche mit "30+ Jahren Hundeerfahrung". 

 

Wissen ersetzt aber nicht die persönliche Erfahrung.

Man kann sich viel Wissen aneignen über die unterschiedlichen Rassen und ihre Eigenschaften, und wie man sie halten, erziehen und ggf. ausbilden kann. Aber wirklich begreifen wird man es erst, wenn man diese Unterschiede persönlich erlebt hat (als Hundehalter oder durch längeren engen Kontakt - privat und/oder im Training).

 

 

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Öh, ich ging nicht davon aus, dass Wissen nur Theorie ist...

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Auch jemand der 30 Jahre Hunde hält, hat mal ein erstes Jahr gehabt in dem er sehr viel neues gelernt hat.

 

Hat aber alles nichts damit zu tun, warum viele Tierheime nicht an Ü60 vermitteln, auch da gibt es ja Neuhundehalter und es gibt 45jährige mit 30 und mehr Jahren Hundeerfahrung.

 

Ist aber schon ein Hauptgrund für die Misserfolge vieler Tierheime. Traurig für die Hunde.

Die, die einen Hund möchten Kaufen ihn dann halt sonstwo

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Gerade eben schrieb Amaterasu:

Öh, ich ging nicht davon aus, dass Wissen nur Theorie ist...

 

ja, aber praktische Erfahrung braucht Zeit ... im ersten Jahr Hundehaltung kommt man da meist noch nicht so arg weit.

 

Ich persönlich kam mir z.B. nach den ersten Jahren Hundeerfahrung (in denen ich mich sehr engagiert habe!) schlauer vor als ich es heute - ca 10 Jahre - später von mir sagen würde. Je länger ich mit Hunden zu tun habe, desto mehr begreife ich von der Vielschichtigkeit der unterschiedlichen Individuen ...

 

 

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Die Jahreszahlen waren doch nur beispielhaft und sinngemäß gemeint. Es geht doch auch gar nicht um diese. Eben genau nicht.

 

- - -

 

Ich sprach nicht von guten und schlechten Menschen. Ich sprach nicht davon, dass ältere Menschen ja alle dumm und festgefahren sind. Ich sprach nicht davon, dass junge Menschen alle intelligent und offen sind. Ich würde mich freuen, wenn diese Unterstellungen endlich ein Ende fänden.

 

Schon in meinem ersten Beitrag steht, dass ich nicht pauschalisiere. Ich tue es in keinem einzigen Beitrag. Und doch wird es mir hier immer wieder vorgeworfen. Anstrengend und unfair, sorry. Ach, ich bin einfach raus.

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Cool hier, mag mal was zum „Wissen“ gerne schreiben, da mir das jede Woche begegnet

 

ich höre so oft, ich weiss, hatte schon 4 Hunde oder auf ein Tipp kommt die Antwort, ich weiss, habe ganz viel darüber gelesen.

 

manchmal frage ich dann, wenn du es weisst, warum machst du es dann nicht.

 

das theoretische Wissen genügt oft nicht, man muss es auch umsetzen und umsetzen können. Gelingt nicht jedem.

 

vergleichbar mit der Mathe Klausur, eigentlich kann ich das, aber in dem Moment konnte ich darauf nicht zurück greifen.

 

für mich gibt’s beides , neue HH die sich gut einbringen wollen und können, ältere HH die in Ihrer Ansicht recht gefangen sind, genauso wie junge die Beratungsresisten sind und ältere HH die es ganz toll umsetzen und sich weiter entwickeln wollen

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vor 3 Minuten schrieb Schnüffelmaus:

Ich persönlich kam mir z.B. nach den ersten Jahren Hundeerfahrung (in denen ich mich sehr engagiert habe!) schlauer vor als ich es heute - ca 10 Jahre - später von mir sagen würde. Je länger ich mit Hunden zu tun habe, desto mehr begreife ich von der Vielschichtigkeit der unterschiedlichen Individuen ...

 

 

Danke dir dafür!

Genauso ergeht es mir auch.

Und wenn ich  noch weitere 4 Hunde haben sollte, (was ganz sicher nicht passieren wird), könnte ich immer noch jede Menge dazulernen.

Und am Ende immer noch nicht alles wissen.

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Und noch ein Beispiel

 

mein bester Freund hat mit seinem Labby eine total schlimme Leinenführigkeit. Bei mir geht der Hund recht normal. 

 

Ich kann es ihm 100 mal sagen, er setzt es einfach nicht um, hört kaum zu und ist nicht bei der Sache. Schlimm für mich, für ihn und für den Hund. Aber man muss es halt auch wollen!

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vor 35 Minuten schrieb Amaterasu:

Schon in meinem ersten Beitrag steht, dass ich nicht pauschalisiere. Ich tue es in keinem einzigen Beitrag. Und doch wird es mir hier immer wieder vorgeworfen. Anstrengend und unfair, sorry. Ach, ich bin einfach raus.

 

ich glaube Dir, dass Du nicht pauschalisieren willst,

- ich denke Dein "Rudelführer"-Beispiel war äußerst unglücklich gewählt! ;) 

 

Der klischeehafte "Rudelführer" hatte ja gestern schon die Stimmung mächtig hochgeheizt ...

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Mich stört es immer, wenn bei der Frage, an wen ein Hund vermittelt werden sollte und an wen nicht, nur die Bedürfnisse des Hundes im Mittelpunkt stehen.

Natürlich ist diese Sicht gerade bei Leuten in Tierschutz-Organisationen sehr verständlich, aber wie überall gilt auch da: man sollte sich regelmäßig seine Betriebsblindheit bewusst machen. Und selbstverständlich ist der Hund der schutzbedürftigere Teil der Mensch-Hund-Beziehung (extra fett für diejenigen, die immer nur die Hälfte lesen), da er eben die wenigsten Entscheidungen für sich selbst treffen darf.

 

Die Vermittlungskriterien für „Ältere“ müssen darum (nicht trotzdem) m.M.n. die gleichen sein wie für jüngere Interessenten. Sie sollten jetzt die physischen, mentalen (schließt die passende Einstellung mit ein) und praktischen (Finanzen, Umgebung, meinetwegen Plan „B“, …) Bedingungen erfüllen müssen, so wie alle anderen auch. Und natürlich sollten keine verhindernden Änderungen der Lebensumstände bereits absehbar sein –das ist der Punkt, in dem ältere Menschen im Schnitt tatsächlich sogar Vorteile ggü. jüngeren haben.

 

Aber jedes mögliche zukünftige Risiko für die Haltung des Hundes ausschließen zu wollen, ist doch stellvertretend für den Hund nicht weniger egoistisch als der Wunsch des Menschen, einen Hund haben zu wollen. Den individuell passenden Hund haben zu wollen.

 

Letztes Wochenende habe ich mich erst mit u.a. Ehrenamtlichen des hiesigen Tierheims über einen achtmonatigen Husky-Mix (vermutlich) unterhalten, für den sich ein älteres Ehepaar interessierte. „Älter“ wurde dabei nicht näher definiert –war ja auch nur eine Plauderei, die sich hauptsächlich um den tollen Hund drehte. Spontan habe ich da auch erst mal gesagt, dass die sich doch besser ein etwas genügsameres Kaliber aussuchen sollten. Aber später habe ich nochmal darüber nachgedacht: Wenn es nun um ein sportliches Ehepaar, meinetwegen schon Ende 60, geht, das einen Begleiter für seinen aktiven Lebenswandel sucht, was sollen die denn dann mit einem Mops? Wenn die in fünf Jahren vielleicht doch nicht mehr so sportlich sind, dann bedingt das wohl auch Veränderungen für den Hund.

Wenn man das für unzumutbar hält, lässt man dann nicht ein kleines Bisschen die Verhältnismäßigkeiten außer Acht?

Wir dürfen nicht vergessen, dass wir hier von tiefgreifenden Einschnitten im Leben der Menschen reden. Wegen einer mit zunehmendem Alter statistisch evtl. höheren Wahrscheinlichkeit solcher Einschnitte verhindern zu wollen, dass im Ernstfall auch ein Hund davon betroffen ist, ist schon eine ziemlich heftige Form der Diskriminierung. Selbst wenn der Hund dann wieder im Tierheim landet, kommt er damit im Vergleich zum Menschen (der mit erheblichen Beeinträchtigungen konfrontiert wird und seinen Hund verliert) doch noch ziemlich glimpflich davon! (Okay, wenn der Mensch einfach nur stirbt, kommt er wohl besser weg.)

 

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Und was hier auch nur von wenigen Leuten erwähnt wurde, ist der positive Effekt des Hundes auf die Gesundheit gerade älterer Menschen. Gibt es eine Statistik darüber, wie viele ältere Menschen gerade nicht zum Pflegefall werden, weil sie einen Hund haben? Falls nicht: mir reicht da meine Beobachtung. Man sieht es doch immer wieder, dass mit dem Wegfall von Aufgaben und Verantwortung der absteigende Teil des Astes betreten wird.

Ich wünschte, meine Mutter hätte sich mit Mitte 70 einen Hund zugelegt (allerdings hatte sie es nie so mit Tieren). Dann hätte sie jetzt, knapp zehn Jahre später, garantiert weniger Zipperlein. Die Verantwortung für sich selbst ist ihr nicht Grund genug, um regelmäßig den A/$%& hoch zu kriegen und die Füße vor die Tür zu setzen, die Verantwortung für ein Tier wäre es garantiert (die langjährig einprogrammierte Selbstlosigkeit der Mütter halt).

 

Vielleicht sollten die Tierschutz-Organisationen mit Altersbeschränkung mal diametral umdenken: Nicht älteren Interessenten die Hunde verweigern, sondern aktiv auf sie zugehen, für die Segnungen der Hundehaltung werben. Sich selbst als Plan „B“ anbieten, damit nicht wie von @Schnüffelmaus beschrieben Menschen auf Hunde verzichten, die ihnen eigentlich noch viele Jahre ein schönes zu Hause bieten könnten.

Ich bin mir sicher: Wenn man mal nicht an den einzelnen Hund denkt sondern an die Gesamtheit der zu vermittelnden Hunde, wäre das im Durchschnitt eine Verbesserung. Ja, wenn ein dreijährig vermittelter Hund mit zehn Jahren zurückkommt, ist er sicherlich schwerer vermittelbar. Aber für 7 Jahre war wieder einer raus aus dem Zirkus und hatte ein schönes zu Hause (und kann dann als alte-Leute-erprobt beworben werden…). Und wenn nur jeder zweite oder sogar nur  jeder dritte Hund bis zu seinem Lebensende bei seinen neuen alten Menschen bleiben kann –ist das schlecht? Klingt für mich eigentlich ziemlich gut.

 

Eine Verbesserung für die Menschen wäre es auf jeden Fall. Für den einzelnen wie auch für die Solidargemeinschaft -wäre evtl. auch ein Ansatz:

  • Hund auf Rezept
  • Kein-Hund-Steuer für Rentner

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