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Hundeforum Der Hund
KleinEmma

Alte Menschen und Hunde - Rückert-Artikel

Empfohlene Beiträge

Mein Vater ist gerade 80 geworden, geht 3x die Woche ins Fitness-Studio, fährt jede Woche über 40km mit dem Rad, da bin ich vermutlich unfitter als er ;)
Wenn der sich einen Hund zulegt, hat er meine volle Unterstützung :)

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Mit dem Alter muss man schon gucken, ob man dasselbe leisten kann wie vorher. Die Nachbarn meiner Eltern haben inzwischen den dritten Mali vom selben Züchter. Mit den ersten beiden hatten sie anscheinend Glück und haben zwei recht genügsame Wesen erwischt. Der dritte ist rattendoll. In den richtigen, engagierten Händen ein Traumhund. Ein paar Marotten und etwas überdreht, aber keine ernsthaften Baustellen.  

Mit Mitte bzw Ende 60 sind sie jetzt aber nicht mehr in der Lage und willens, sich umzustellen. 

Meine Eltern sind Anfang 60 und wollen keinen Hund mehr. Sie freuen sich über meinen, der darf auch mal ne Nacht bleiben. Aber mehr auch nicht. 

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meine Oma hatte sich mit 75 einen neuen Hund anschaffen wollen, alle haben gesagt, nimm einen älteren Hund, keinen jungen oder Welpen, denk an den Hund, du bist doch Tierfreund....

 

Sie ist 98 Jahre geworden und war bis 96 alleine im Haus und fit, kein Rolator, keine Gehhilfe, kein Essen auf Rädern etc.

 

Sie hat noch seit dem 75 jährigen 8 Hunde gehabt, sie hätte sich auch noch einen oder zwei Welpen anschaffen können.

 

Kann das irgend jemand vorher einschätzen? Soll ich mit 60 oder 70 Jahren abschalten und aufs Ende warten? Und dann kommen dann noch 30 oder 40 Jahre?

Kann ich mit 30 sagen, dass ich einen Welpen überlebe, oder heute mit gut 50 Jahren ob men Hund mit jetzt 5 Jahren mich überlebt oder ich ihn?

 

Finde die Sichtweise leider recht fragwürdig, verstehe aber den Ansatz!

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Ich kenne leider sehr viele Menschen die sehr schwere Erkrankungen erlebt haben mit kurz vor 60 oder knapp darüber. Das Risiko ist einfach höher als bei jüngeren Menschen. :(Ich freue mich natürlich über jeden fitten und gesunden 80-jährigen, aber ob das die Regel (es wirkt hier gerade so, sorry) ist wage ich tatsächlich zu bezweifeln. Es gibt einen guten Grund warum bei der Erhöhung des Rentenalters viele Menschen auf die Barrikaden gehen. Man hat eben doch das ein oder andere Zipperlein, den Rücken oder anderes, selbst wenn es keine schwere Erkrankung ist. Ich finde die Beschreibung alter Menschen hier im Thread ist natürlich schön, aber so kenn ich es selten. 

 

Deshalb kann ich Orgas dahingehend einerseits gut verstehen. ist eben leider nicht immer so, das sich im Nachhinein jemand findet der sich gut kümmert. 

Aber man sollte eben jeden Fall einzeln betrachten und nicht Regeln aufstellen, ohne Einzelfallbetrachtung in Betracht zu ziehen. Denn ja, fitte Rentner haben viele gute Voraussetzungen und manch nicht so fitter hat vielleicht genug Möglichkeiten das mit Hilfestellung trotzdem gut zu schaffen.

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Ich finde, jemand, der gar nicht mehr laufen kann, sollte keinen Hund zu sich nehmen. Hunde sind für mich Outdoor-Lebewesen und brauchen draußen Input und Bewegung. Um Gesellschaft in der Wohnung zu haben, gibt es wirklich passendere Haustiere. Ansonsten können ältere Menschen auch einiges dafür tun, um die Risiken im Fall von Tod oder Krankheit abzufedern:

 

Thread: Besitzer stirbt: Wie kann man für seine Hunde vorsorgen?

 

Ich persönlich würde auch vielen Jungspunden auf keinen Fall einen Hund anvertrauen. Alter und Lebensumstände kann man bei Vermittlungen ja leicht überprüfen, aber das wichtigste ist die Einstellung zum Hund und die kann man bei niemandem im Voraus sehen und hat nichts mit dem Alter zu tun. Mit Einstellung meine ich, dass der Hund z.B. nicht kastriert und mit Chemie vollgestopft wird, obwohl der Tierschutz aus medizinischen Gründen dringend davon abrät, und eben nicht bei Trainern landet, die die Rudelstellungstheorie oder Schocktherapien toll finden, oder dass der Hund nicht wieder im Heim landet, weil er nicht mit in den Urlaub kann.

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In meinem Bekanntenkreis sind in den letzten Jahren leider recht viele "junge" Menschen verstorben, man weiß doch nie, wann es einen erwischt.
Die hatten leider oft gar keine Pläne gemacht, was die Hunde angeht 😢
 

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Die Großmutter (bereits mehrfache Urgoßmutter) meines Freundes hat auch einen Hund, allerdings keinen eigenen. Ihr Sohn lebt mit auf dem Hof und ist der eigentliche Besitzer des Hundes, Gassigehen, Diabetesspritzen setzten und Füttern macht aber alles die Oma.

Sie selbst hat klipp und klar gesagt, sie möchte keinen Hund mehr und das finde ich auch sehr beeindruckend. Sie will nicht die Verantwortung dafür tragen das sie irgendwann nicht mehr ist und der Hund dann ins Tierheim muss und davor ziehe ich meinen Hut. Nun kann sich natürlich nicht jeder so eine Situation zulegen, aber ich finde es gut. Ihr würde kein Tierheim oder keine Orga mehr einen Hund vermitteln, sie ist doch schon sehr wackelig auf den Beinen. 

 

Ich kann nur den Kopf schütteln, wenn ich sehe das bei einer 80 jährigen Dame ein Welpe einzieht. Zu oft habe ich in meinem Bekanntenkreis mitbekommen, daß die Leute entweder schwer krank geworden sind, ins Altersheim kamen oder sogar starben und der Hund ins Tierheim wanderte. Meist waren diese Tiere auch noch wenig erzogen und nicht stubenrein- kein gutes Zeichen. 

 

Mit 60 gehen jedoch nicht alle Menschen schon am Krückstock und da kann ein kleiner Hund schon eine gute Lösung sein. Ich finde es zum Beispiel toll wenn ältere Leute die nicht ganz so fit sind sich nicht ganz so fitte Hunde anschaffen. 

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Super finde ich übrigens diese inzwischen weiträumig bekannte Aktion:

 

https://silberpfoten-stuttgart.de/

 

Leider gibt es so etwas in unserer Region noch nicht.

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Also ja, natürlich gibt es ältere Menschen, die sich lieber keinen Hund zulegen sollten, egal ob Welpe oder erwachsener Hund. Es gibt auch jüngere Menschen, die ich lieber ohne Hund sehen würde. 

 

Im Rückert-Artikel geht es ja hauptsächlich um die Pauschalaussage von Tierschützern: Ältere Menschen ab 60 bekommen keinen Welpen oder Junghund. Das finde ich sehr unfair. Jeder Interessent sollte überprüft werden, unabhängig vom Alter. Ob der 30-Jährige sich um den Welpen kümmern würde, steht ja in den Sternen. Vielleicht wäre der 60-Jährige viel besser geeignet, hätte mehr Geduld, wäre mehr draußen unterwegs etc.

 

Plan B finde ich super. Wir haben Gott sei Dank auch ein Abkommen mit Freunden. Aber: Wir sind jeden Sommer mit Wohnmobil unterwegs. Was, wenn uns was passiert? Ich habe zwar einen Zettel im Portemonnaie mit Telefonnummer etc. dieser und anderer Freunde. Aber ob das dann jemanden interessiert, kann ich nicht wissen.

 

 

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Aber es geht ja auch darum, dass viele Orgas "ältere" Leute von vornherein ausschließen, da wird gar nicht mal geschaut, wie fit die sind, oder ob sie einen Plan B haben, das ist doch absurd 🤨

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