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Hundeforum Der Hund
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Unsicherheit beim Thema Barfen

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Hallo Lieber User,

 

da ich Heute mal wieder beim Tierarzt war und wie immer gefragt wurde was sie denn zu fressen bekommt ( Barf )...  wurde mir mal wieder wie von jedem Arzt mitgeteilt das das mit Vorsicht zu genießen sei und vor allem bei einem Hund im Wachstum. Da ich ja jetzt schon bei 4 oder 5 verschiedenen Ärzten war ( 1. und dann gewechselt in eine Klinik, dort bekommt man ja immer mal wen anderes ) ...

 

Ich Frage mich warum Tierärzte so gegen das Barfen sind? Haben sie Angst das es dann keine Patienten mehr gibt? 🤔

Die Argumentation bezüglich des Wachtums kann ich ja verstehen, dass man das genau berechnen muss und auch alle 4 Wochen neu.... abgestimmt auf die Rasse, Größe Aktivität usw...und ich lieber meinen Plan aus dem Barfshop mal gegenprüfen lassen soll, weil die Leute aus dem Barfshop meistens nach Profit den Plan erstellen um Ihre Sachen zu verkaufen.

Aber ganz ehrlich? Wenn ich Trockenfutter oder Nassfutter füttere rechnet mir das doch auch keiner Extra aus und gebe einfach die Portion die auf der Packung steht, egal welche Rasse es ist und muss mit dem Leben was es für Inhaltsstoffe gibt. Es gibt ja nicht für den Welpen/junghund ein extra angepasstes Trockenfutter/Dosenfutter. Ich verstehe die Argumentation nicht.

 

Allerdings beschäftigt mich jetzt die Aussage das da viel mehr berechnet werden muss ein wenig. Wirklich viel berechnet oder viele Fragen gestellt hat unsere Dame aus dem Barfshop bisher nie. Wir bekommen alle 4 Wochen einen neuen Plan, auch mal eine Änderung als sie eine Blasenentzündung hatte. Aber richtig Närstoff oder Mineralien wurden nie ausgerechnet.

 

Sie bekamt am Anfang halt die 6% Ration mittlerweile mit 8 Monaten 5% Ration. Quasi 70% tierisch und 30%pflanzlich.

 

Derzeit bekommt sie 375g Fleisch und 75g Gemüse bei einem Gewicht von 10kg. ( Cocker-Mix es weiß keiner was noch drin steckt ) Sie ist draußen sehr agil und rennt viel rum.

 

Das wird auf 2 Mahlzeiten am Tag mittlerweile aufgeteilt.

 

Mittlerweile gebe ich folgende Fleischsorten und sie verträgt alle: Rind, Lamm, Hähnchen, Fisch - Reichen die 4 Sorten? ( Alle gewolft und abgepackt)

Gemüsesorten: Möhren, Fenchel, rote Beete, Zucchini ( wollt evtl noch Chinakohl jetzt anfangen ) - Alles gekocht und püriert. Nur klein gehäkselt mag sie irgendwie an manchen Tagen nicht so gerne.

Obst gebe ich eigentlich gar nicht. Ab und zu mal eine Kartoffel

 

Dann gebe ich noch einen halben Teelöffel Öl von CDvet hinzu und 3 Meßlöffel von den Mineralpulver CDvet am Tag.

 

Dann bekommt sie noch zwischendrin 2-3 Esslöffel CDvet Fit Crock als Leckerli am Tag.

 

Die Fleischsorten gebe ich nach meinem persönlichen Gefühl immer im Wechsel... z.B. 

Montags: Rind mit Pansen

Dienstags: ganzes Hähnchen gewolft

MIttwoch: Rindmuskelfleisch

Donnerstag: Lamm mit Innereien

Freitags: Fisch.... usw.

 

Ist da jetzt irgendwie richtig ihr Mineralbedarf ausgerechnet oder ist das zu oberflächig?

 

Bin am überlegen mir jetzt noch eine Zweitmeinung von einen Institut oder Ernährungsberater einzuholen und sie mal gegenüberprüfen zu lassen, habt ihr da eine Empfehlung für mich?

ich würde es mir einfach nie verzeihen wenn sie wegen mir Probleme bekommen würde, obwohl ich es nur gut meine. :(

 

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Achso was vielleicht noch wichtig ist: Das Fleisch ist von relativ vielen Händlern aus dem Barfshop. Also mal Badische Barfmanufraktur, Tarus, Lico Nature, Die Futtermacher und Bunz hätte ich jetzt z.B. da.

 

Sie hat derzeit auch glaub ich Probleme mit Sodbrennen? Also in den letzten Wochen hat sie manchmal in der Früh vor dem Fressen weißen Schaum erbrochen. Jetzt gerade aber komischerweise auch. Der Tierarzt meinte noch eine weile beobachten. Am Anfang hatte ich das gar nicht, irgendwann kam es alle 2-3 Wochen vor. Jetzt würde ich schon sagen 1x wöchentlich. Komischerweise kann ich aber keine Uhrzeit fest machen. Mal erbricht sie 8 Uhr. Am Wochenende kann es aber auch mal 10Uhr Fressen geben und da passiert nichts.

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Die Warnung ist absolut begründet. Sogar ehemals barfbegeisterte TÄ sind mittlerweile von ihrer Euphorie runtergekommen, weil Menschen ohne Sinn und Verstand barfen. 

 

Rationsüberprüfungen sind zwingend (!) notwendig.

 

Ihne nachrechnen zu müssen:

In deiner Ration ist mir viel zu viel Fleisch.

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Ich würde das unbedingt bei einer seriösen Futterberatung (Tierarzt für Diätetik) berechnen lassen, im Wachstum sollte man wirklich gar keine Experimente machen, gerade wenn das Kalzium:Phosphor Verhältnis leichtfertig gehandhabt wird, kann das zu schwerwiegenden lebenslangen Problemen führen, aber auch andere Punkte sind wichtig, die man als Laie gar nicht überschauen kann. 

 

70% Fleisch & 30% pflanzlich sagt wirklich gar nichts aus, der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen kann völlig unterschiedlich sein, pauschal ein Mineralpulver dazu zu geben führt da nicht zwingend zu einer auch nur annähernd ausgewogenen Ration. Während ausgewachsene Hunde mitunter noch sehr lange mit unausgewogenen Rationen leben können, trifft dies auf Hunde im Wachstum definitiv nicht zu. 

 

Gut gemeint ist nicht gut gemacht und selbst ein qualitativ minderwertiges Alleinfuttermittel ist besser als schlecht gebarft. Und leider zeigte eine Studie, die Barfrationen überprüft hat, dass quasi alle irgendwo Mängel aufweisen... 


Das Sodbrennen kann übrigens wirklich daher rühren, dass der Hund den hohen Anteil an (rohem) Fleisch nicht gut verträgt... 

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vor einer Stunde schrieb Coco2018:

Bin am überlegen mir jetzt noch eine Zweitmeinung von einen Institut oder Ernährungsberater einzuholen und sie mal gegenüberprüfen zu lassen, habt ihr da eine Empfehlung für mich?

ich würde es mir einfach nie verzeihen wenn sie wegen mir Probleme bekommen würde, obwohl ich es nur gut meine. :(

 

Ich würde es auch überprüfen lassen, gerade im Wachstum ist es doch wichtig dass die Zusammensetzung (Calcium/Phosphor-Verhältnis etc. ...) stimmt.

Das gibt Dir dann Sicherheit, dass Deine Maus gut versorgt wird.

Im Welpen/Junghundealter können Fehler in der Fütterung eben doch viel schneller zu gesundheitlichen Problemen führen, als beim erwachsenen Hund.

Ich füttere meine Hunde ja auch seit vielen Jahren überwiegend frisch,

aber mein Welpe (jetzt 5,5 Monate) bekommt bisher Fertigfutter (TroFu) weil mir ein gewissenhaftes Barfen im Welpenalter zu aufwendig ist. 

(meinen letzten Welpen hatte ich im ersten Jahr teilgebarft ...)

 

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Mhh bedeutet das jetzt generell das Barfen gar nicht so gut ist sondern man lieber Trofu/Nassfutter geben sollte?  Wenn es wirklich so viele Probleme damit gibt.

 

Ich habe jetzt eine E-Mail an Napfcheck.de geschickt, habt ihr Erfahrung mit denen? Vielleicht können die mir weiterhelfen. Weil irgendwie ist mir ihre Berechnung einfach zu leicht.

 

Aber im Trofu ist ja eigentlich auch nichts extra berechnet für jeden Welpen angepasst. Daher war ich bisher immer der Meinung das man theoretisch mit beiden etwas falsch machen kann.

 

Was ich aber sagen muss, wir haben BLutabgenommen ganz am Anfang als wir sie bekommen haben, da war sehr viel im Ungleichgewicht ( da bekam sie Josera junior)... und jetzt nach 2 Monate Barfen haben wir nochmal Blut abgenommen weil sie eine Nacht komplett durchgebrochen und Durchfall hatte, nur aus SIcherheit wegen Vergiftung. Und da waren viele Werte viel besser geworden. ( zumindest die die sie getestet hat in dem Zusammenhang, CA und Ph war da natürlich nicht dabei. )

 

Oh man... wir barfen jetzt seit April so wie sie es sagt... 😕  sie ist ja jetzt mittlerweile 8 Monate... vielleicht hab ich schon alles kaputt gemacht. Jetzt fühl ich mich echt schlecht.

 

 

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Was mir nicht so recht gefällt an dem Plan  -

 

hat da mal jemand vernünftig das Ca/Ph- Verhältnis ausgerechnet?

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Also ich hatte die Dame in den Shop mehrfach drauf angesprochen, weil mir besonders das Ca/Ph Verhältnis im Wachstum ja wichtig war, sie meinte das ist gut für einen junghund angepasst und das sie dieses Micromineralpulver 3x Esslöffel am Tag, Eigelb 1x die Woche und 2-3x in der Woche einen Hühnerhals.

 

Ob sie das jetzt im stillen Kämmernchen richtig was ausgerechnet hat.. keine Ahnung. an den Hühnerhälsen und Eigelb ändert sich aber seit Monaten nichts. Nur das Pulver ist von 4 Esslöffel, mal auf 2,5 ... dann jetzt wieder auf 3 gestiegen.

 

Wenn ich mir da jetzt als Beispiel einen Barf-Plan aus dem Internet anschaue für Junghunde bis 10kg ... steht da z.b fast jeden Tag nur Hähnchenhälse 250g und 125g Fleisch oder inneren. Das wäre ja massiv mehr Hühnerhälse als bei mir 2-3x die Woche einen.

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Wieso schreibst Du immer, dass im Trockenfutter nichts berechnet  ist?

 

Es unterliegt Bestimmungen, welche Bedarfswerte ein Futter decken muss,  um  sich "Alleinfuttermittel" nennen zu dürfen. Wenn es diese nicht erfüllt,  heißt es "Ergänzungsfuttermittel", und muss, wie der Name schon sagt, ergänzt werden.

 

Die Futtermittelhersteller stellen also das Fertigfutter bedarfsdeckend her,  nach den  wissenschaftlich erhobenen Daten, welche Nährstoffe einem Welpen wann zur Verfügung stehen müssen. Es gibt eine Toleranz (glaube, 80% muss es immer MINDESTENS decken), an die sich die Hersteller halten müssen. Mit einem guten Welpen-Fertigalleinfutter kann man nicht allzuviel falsch machen in der Aufzucht. Bei den allermeisten stimmen Ca:P-Verhältnis ganz gut und was einem an Inhaltsstoffen zusagt ist ja  variabel.

 

 

Also doch, Fertigfutter ist durchgerechnet. Nicht auf  DEINEN speziellen  Welpen  im Besonderen, aber das macht der Barf-Errechner ja  auch nicht.

Einen Welpen barfen würde ich mir nicht zutrauen, bzw doch, aber es wäre mir viel zu aufwendig. Das gäbs hier  nur mit Futterplan  und  kontrolliert mit Wachstumskurve.

 

In  meinen Augen ist auch das Barfen erwachsener Hunde nicht bedeutend  unaufwändiger, wenn man es ausgewogen  und "gescheit" machen möchte, bloß sind die für Fehler toleranter und ein Mangel oder eine Überversorgung beeinflussen  idR nicht so schnell das gesamte restliche Leben.

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vor einer Stunde schrieb Coco2018:

Also ich hatte die Dame in den Shop mehrfach drauf angesprochen, weil mir besonders das Ca/Ph Verhältnis im Wachstum ja wichtig war, sie meinte das ist gut für einen junghund angepasst und das sie dieses Micromineralpulver 3x Esslöffel am Tag, Eigelb 1x die Woche und 2-3x in der Woche einen Hühnerhals.

 

 

Klingt alles irgendwie nicht so überzeugend, ich würde den Bedarf DRINGEND mal überprüfen lassen.

 

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