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Hundeforum Der Hund
Bable

Ein neues altes Problem - Trennungsstress

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Hallo Zusammen, 

 

Mal wieder ich ;) es läuft ja eigentlich inzwischen insgesamt alles recht gut bei uns - naja fast alles: Hund hat wohl Trennungsstress (das Thema kam in meinen anderen Threads ja schon mal kurz auf), mir fällt es extrem beim Herrchen auf. Kommt dieser Abends erst spät heim, wartet er irgendwann regelrecht und das inzwischen ME unter enormen Stress.

 

Simpel gesagt: er zeigt Trennungsstressverhalten während ich da bin - zb. in die Barriere Flur legen und  Scheinruhe. 

 

Habe gerade keine Idee, wie ich dem Kleinen hier helfen kann. Ich bin scheinbar auch kein ausreichender Trost für ihn in dieser Phase  :( 

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Huhu,

Ich habe einen Hund, dem es extrem wichtig ist, dass alle da sind und dass er dabei sein kann. Deswegen empfinde ich(!) das von dir beschriebene Verhalten nicht als problematisch. 

 

Woran erkennst du, dass er Stress hat? Nur das Liegen an strategisch guten Plätzen ist ja kein Stress. Hechelt er, fiept er, läuft er zwischendurch auf und ab? Das fände ich schwierig. Aber sonst.... er weiß eben, dass jemand fehlt. 

 

Vielleicht hat mein Hund auch einfach ein besonderes Sicherheitsbedürfnis, sodass ich abgehärtet bin. :D

Ein paar Beispiele:

Manchmal geht er nicht mit jemand anderem raus oder nur kurz und dreht dann um. Er öffnet selbst Türen, wenn er bei mir sein will. Er liegt oft im selben Raum wie ich. Wenn er nicht weiß, wo ich bin, ruft er mich und ich antworte. Wirklich Stress hat er aber nur, wenn er draußen von mir getrennt wird. Ich empfinde sein Verhalten nicht als störend, weil er dabei nicht aufdringlich ist. Wir reagieren beide - er und ich - ungehalten, wenn jemand uns unabgesprochen trennen will.

 

Trotzdem bleibt er zu Hause super allein und ich kann ihn auch stundenweise bei bekannten Menschen zu Hause lassen. 

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Danke für die Antwort :) naja, er wirkt dabei sehr unentspannt. Reagiert dann mit Bellen und zur Tür rennen auf viele Geräusche, auf die er nicht in der Art reagiert, wenn beide da sind. Insgesamt ist er in „hab acht“-Modus und er tigert oft immer wieder durch die Wohnung. Er hält es ein bis zwei Stunden keine 10 Minuten an einem Platz aus. Zwischendrin wuselt er dann noch unruhig quietschend um mich rum, sitzt neben mir ab und wartet auf eine Bewegung von mir um sofort Richtung Tür zu laufen. Macht er alles nicht, wenn beide da sind. Das in Flur legen ist seit kurzem sozusagen die verzweifelte Schlussphase (da bleibt er dann auch liegen). 

 

Ich gehe relativ spät abends  immer noch eine kurze Gassi-Runde. Natürliche Erleichterungs-Bedürfnisse schließe ich daher aus.  

 

Auch bei mir gibt es die Auffälligkeit, dass ich abends nach der Arbeit extrem „begrüßt“ werde - ist dann minutenlang ein Flummi statt Hund. Ich lasse ihn derzeit so gut wie nie alleine in der Wohnung  (nicht mal 5 Minuten klappen, er rennt mir sofort nach und springt teilweise innen an der Tür hoch ) - während ich arbeite ist er bei meinem Partner mit im Büro und da unauffällig bzw. ruhig. 

 

 

 

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Hilfe! Es nimmt unangenehme Ausmaße an (Trainer wird hinzugezogen aber vielleicht hat hier auch jemand eine Idee). Folgende Situation:

 

  Frauchen kommt heim, Hund realisiert dies wenn ich in der Wohnung bin und dann juhuuu. Das juhuuu ist ja nun eh schon „gestört“ genug in der Ausprägung aber die Steigerung beim Herrchen treibt mich (und den Rest des Hauses) inzwischen in den Wahnsinn: ich bin abends mit Hund daheim und wie schon beschrieben Unruhe pur beim Hund (stundenlang wird immer wieder bei jedem Geräusch gebellt und die Tür geprüft). Dann hört er Herrchen das Treppenhaus betreten und ab dann herrscht Ausnahmezustand: das hysterische Bellen ist kaum noch abzustellen, ich bin Luft, er springt wie irre und quietschend an der Tür hoch, Herrchen wird angesprungen bevor er überhaupt zur Tür rein ist und dann hüpft er wild bellend ums Herrchen herum. Ca. 15 Minuten später Ruhe: Hund schläft, kein Geräusch interessiert ihn. 

 

Aktuell aufgefallen: 1.verbringe ich den gesamten oder Großteil des Tages mit Hund, fällt o.g. Verhalten oft weg. Er schläft dann oder liegt entspannt rum, abundzu mal ein Wuffer und die Begrüßung von Herrchen fällt eher aus wie bei mir. 2. war er beim Hundesitter, hat also Herrchen und Frauchen den ganzen Tag nicht gesehen, ist es dagegen am schlimmsten. 3. war er tagsüber beim Herrchen, ist das abendliche nervöse Warten meist mittleren Ausmaßes. 

 

Er scheint Herrchen wahnsinnig zu vermissen vor allem wenn ich auch nicht da war? Das erscheint mir unlogisch - ich sehe wohl eher den Wald vor Bäumen nicht.  Wäre daher wirklich dankbar, wenn mir jemand helfen kann, meinen Hund hier richtig zu verstehen :) er leidet ja auch (wie sein Umfeld) unter diesem Warte-Stress. 

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Das ist hier nicht viel anders und bei einem jungen leicht erregbaren , sehr personenbezogenen Hund auch meiner Meinung nach nicht so ungewöhnlich, wenn eine Phase des Abwartens vorausgeht.

Meine will eben, daß alle zusammenbleiben. Je öfter jemand länger weg ist,desto gefeierter wird, wenn er wieder da ist, insbesondere, wenn dann etwas zusammen unternommen wird. Bei mir werden "normale" Wegbleibzeiten nicht gefeiert. Bleibe ich aber länger als gewohnt weg, z.B. über Nacht wird umso mehr gefeiert. Je einschätzbarer die Wegbleibephase, desto weniger Gefeiere (weshalb ich auch ankündige beim Weggehen, wohin ich gehe z.B. Einkaufen).

Wenn der Hund z.B gerade vom Spaziergang wiederkommt oder mit mir im Garten spielt, hält sich das alles in Grenzen, weil kein Erwartungsdruck durch Abwarten entsteht.

Vielleicht ist das ähnlich bei euch, dann würde ich um die Zeit der Wiederankunft etwas mit dem Hund machen (und Weggehen ankündigen).

Wenn es bisher so ablief "Jetzt ist Herrchen da, endlich geht's nach draußen" steigert das die zu erwartende Druckentladung. Was dabei auch eine Rolle sielt:

Wie lange schläft der Hund in der Abwesenheit? Wacht er wegen jedem bißchen auf, ob endlich die Person kommt?

Das steigert den inneren Druck.

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Wenn der Langersehnte, sobald er nachhause kommt, erstmal zum Hund bei seinem Bettchen hinsitzt, nicht zum spielen, nur einfach hinsitzen, evtl ein bisschen  streicheln, 'Hand auflegen', bis der Hund ruhig ist.

Hat bei Wega genützt.

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Zitat

wenn eine Phase des Abwartens vorausgeht.

Diese Phase (nur zum Verständnis: ich bin in dieser Phase beim Hund, er ist nicht allein) ist ja das Problem. Der Hund steigert sich immer weiter rein und baut eine extreme Erwartungshaltung auf - Aber warum tut er das nicht, wenn ich bereits tagsüber viel bei ihm war? 

 

Zitat

Was dabei auch eine Rolle sielt:

Wie lange schläft der Hund in der Abwesenheit? Wacht er wegen jedem bißchen auf, ob endlich die Person kommt?

Das steigert den inneren Druck.

Hab mich wohl blöd ausgedrückt :) DAS ist das Verhalten, was mir Sorge macht. Die Begrüßungssituation ist für mich „nur“ die Folge daraus (da entlädt sich eben die aufgebaute Anspannung ), wollte es aber der Vollständigkeit halber mit beschreiben. Von schlafen kann man nicht reden, ich bin froh, wenn er ruhig liegt und nicht bellend zur Tür rennt oder liegend und knurrend die Tür fixiert. 

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vor 9 Stunden schrieb Bable:

Aktuell aufgefallen: 1.verbringe ich den gesamten oder Großteil des Tages mit Hund, fällt o.g. Verhalten oft weg. Er schläft dann oder liegt entspannt rum, abundzu mal ein Wuffer und die Begrüßung von Herrchen fällt eher aus wie bei mir. 2. war er beim Hundesitter, hat also Herrchen und Frauchen den ganzen Tag nicht gesehen, ist es dagegen am schlimmsten. 3. war er tagsüber beim Herrchen, ist das abendliche nervöse Warten meist mittleren Ausmaßes. 

 

Er scheint Herrchen wahnsinnig zu vermissen vor allem wenn ich auch nicht da war? Das erscheint mir unlogisch - ich sehe wohl eher den Wald vor Bäumen nicht.  Wäre daher wirklich dankbar, wenn mir jemand helfen kann, meinen Hund hier richtig zu verstehen :) er leidet ja auch (wie sein Umfeld) unter diesem Warte-Stress. 

 

Also es ist ja immer sehr schwierig Tipps zu geben, wenn man nicht die Situation vor Augen hat, aber ich versuche es trotzdem mal... 

 

Wenn dir die oben zitierten Abfolgen schon so auffallen, kann man wohl davon ausgehen, dass hier schon fest verankerte Rituale entstanden sind. Rituale sind ja im Grunde nicht verkehrt und können auch sehr, sehr nützlich sein, um z.b. Sicherheit zu vermitteln, aber wenn sie, wie hier, dazu führen, dass sich der Hund immer doller hineinsteigert, dann würde ich versuchen, die Rituale zu unterbrechen. Wie das konkret passieren kann, kannst nur du dir "ausdenken". 

 

Als Beispiel: Wenn du weißt, dass heute Abend die Hölle losbricht, wenn dein Freund nachhause kommt, dann sprecht euch vorher ab, dass ihr euch draußen zwei, drei Ecken von zuhause entfernt "ganz zufällig" trefft. Macht das ein paar Tage hintereinander. Dann wieder neue Situation finden... zum Beispiel holst du ihn von der Arbeit ab. Zwischendurch mal ein Tag, an dem er einfach nachhause kommt usw. Vielleicht kann man so die Erwartungshaltung und Aufregung mildern... 

 

Ich könnte mir vorstellen, dass so auch die Intensität der Wiedersehensfreude etwas abnimmt, eben weil er keine Gelegenheit mehr hat, sich da hineinzusteigern. 

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Ablenkung funktioniert übrigens allerdings nur bedingt. Und abends drei Stunden den Hund bespaßen könnte das Problem nur verlagern? Ich hab ein paar Mal direkt bei beginnender Nervösität ein kurzes „Dressur“-Programm mit ihm gemacht (Platz, Sitz, Bleib und Zeugs, was ich nicht zwangsläufig brauche, er aber aufmerksam und gerne mit macht). Dies (wenn richtig dosiert) scheint ihn runterzufahren (Hund war danach auffällig entspannt und verfiel nicht großartig in Wartemodus - hatte mich daher auch schon gefragt, ob das Warten auch teilweise eine Aufgabe sein könnte, die er sich sucht. Kann das sein? Außer mir „arbeitet“ keiner gezielt mit dem Hund, was er aber scheinbar gerne macht und braucht). 

 

Mit der Frage „wie das Ritual unterbrechen“ werde ich mich auch noch intensiver befassen und nach Lösungsansätzen suchen :) 

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vor 4 Minuten schrieb Bable:

Und abends drei Stunden den Hund bespaßen könnte das Problem nur verlagern?

 

Eben nicht Bespassen! Runterfahren zuhause, zb nur neben ihm sitzen, Hand auflegen.

 

Den Spass nach draussen verlegen, und nicht 'bespassen', da soll der Hund aktiv sein, nicht passiv

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