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polar-chat.de  Der Hund
Bable

Ein neues altes Problem - Trennungsstress

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vor 37 Minuten schrieb Bable:

Ablenkung funktioniert übrigens allerdings nur bedingt. Und abends drei Stunden den Hund bespaßen könnte das Problem nur verlagern?

 

Ich meine gar nicht, sich irgendwas als Ablenkung auszudenken, sondern einfach die eingefahrenen Strukturen unterbrechen. Das Problem ist doch, dass er schon Stunden vorher beginnt, sich auf den Moment zu freuen, wenn dein Freund durch die Tür kommt, oder?! Ich könnte mir vorstellen, dass er ganz genau weiß, wann er kommt, oder?! Also z.b. immer gegen 19 Uhr oder immer dienstags und donnerstags Abend... 

 

Das ist ja grundsätzlich auch in Ordnung, dass er sich freut. Ich wollte darauf hinaus, dass er quasi nicht mehr wissen "darf", wo das Wiedersehen stattfindet, um eben das Ritual des Wartens aufzuweichen. Vielleicht hilft das schon?! Angenommen, du beginnst jetzt ab sofort, jedes Mal mit ihm 10 Minuten vorher rauszugehen, um deinen Freund an Ecke XY zu treffen. Dann wird er wohl das erste mal ziemlich perplex sein. Beim zweiten Mal vielleicht auch noch. Nach zwei Wochen hat er aber den Dreh raus und wird so lange hibbelig sein, bis du endlich mit ihm rausgehst. Das wäre dann wieder so eintönig, dass sich wieder ein (neues) Ritual gebildet hat. Das gilt es (in meiner Theorie) zu vermeiden. Du könntest also auch mal einfach so rausgehen, eine Runde um den Block gehen, ohne deinen Freund zu treffen. Der kommt dann eine halbe Stunde später "plötzlich" nachhause. Solange bis du merkst, dass sich wieder Routine und damit aufgeregtes Warten einschleicht. Dann wieder was neues ausdenken, deinen Freund ein paar Tage mit dem Auto von der Arbeit abholen o.ä. 

 

 

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(bearbeitet)

@Lissy-und-Missy das mit der Ablenkung war nicht auf deinen Beitrag mit der Ritualisierung bezogen :) aber danke trotzdem für die detaillierte Beschreibung :) auf jeden Fall hilfreich im Gedankenkarrusell ;) 

Bei mir weiß er, wann ich etwa komme und wird dann ca. eine halbe Stunde vorher unruhig. Herrchen kommt eher unregelmäßig heim und ich würde fast behaupten: wenn er bis zu einer bestimmten Uhrzeit (zu der er aber so gut wie noch nie kam, also weiß ich gerade nicht woher das kommt) nicht da ist, geht es los. Das werde ich aber nochmal genauer beobachten. 

 

@Nebelfrei habe ich schon versucht - manchmal bleibt er dann zumindest kurz ruhig. Manchmal hilft es gar nicht. 

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vor 1 Stunde schrieb Bable:

 

@Nebelfrei habe ich schon versucht - manchmal bleibt er dann zumindest kurz ruhig. Manchmal hilft es gar nicht. 

 

Wieder aufs Bettchen, sich dazusetzen, Hand auflegen, evtl ruhig streicheln.

Immer wieder, immer wieder, bis er es verinnerlicht hat.

Das dauert, braucht Geduld, mehr als nur 1-2 Wochen...

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Alle meine Hunde habe, als sie jung waren, Phasen gehabt,

in denen sie besonders stark auf mich oder auf meine Frau gewartet haben.

 

Ich habe versucht diese Warterei mit Spiel, Beschäftigung oder mit andere Hunde treffen,

usw., zu durchbrechen,

weil gerade bei Arbeitshunden aus der Abfolge

"Warten-Anspannung-Eintrudeln-Spannungsabfall und Freude über den Heimkehrer=Glückshormonausschüttung"

schon mal eine dauerhafte Sache werden kann.

Es gibt nun mal Hunde, denen es besser gefällt angespannt zu warten,

als zu schlafen.  Bei manchen Hunden bekommt man den Eindruck, dass sie denken,

dass angespanntes Warten zum Berufprofiel gehört.

Mitunter hilft es, wenn man bei dem Vierbeiner das Selbstbewusstsein stärkt.

Dafür  gibt es viele Möglichkeiten.

 

Ich war nie ein Fan großer Feierei mit dem Flohträger, wenn man heimkommt.

Ds Weggehen ohne Hund, auch das Alleinbleiben werden daurch nur schwieriger.

 

Bei all meinen Hunden hat sich die Anspannung bei der Warterei nach der Pubertät gelegt,

ich wünsche Euch, dass Ihr einen Weg findet, dieses Probelm zu lösen.

 

 

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@KäptnKörk

Zitat

 

Das finde ich eine sehr gute Erklärung.

 

"...weil gerade bei Arbeitshunden aus der Abfolg

"Warten-Anspannung-Eintrudeln-Spannungsabfall und Freude über den Heimkehrer=Glückshormonausschüttung"

schon mal eine dauerhafte Sache werden kann..."

 

Bable vermutete ja auch schon etwas in der Richtung.

"...hatte mich daher auch schon gefragt, ob das Warten auch teilweise eine Aufgabe sein könnte, die er sich sucht. Kann das sein? Außer mir „arbeitet“ keiner gezielt mit dem Hund, was er aber scheinbar gerne macht und braucht). .."

 

Meine Terrier neigten besonders in der Jugend, wo sie noch in irgend einer Form auf der Suche nach ihrer Aufgabe im Leben waren, dazu, bei Nichtausgelastetsein, geistig und/oder körperlich, sich Aufgaben zu suchen, die bei mir nicht sehr beliebt waren.

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Danke euch allen für die vielen Anregungen :) erste Lösungsideen entstehen bereits bei mir :) 

 

wichtig ist mir einfach immer, erst das Verhalten des Hundes zu verstehen und dann eine passende Lösung zu entwickeln :) auffälliges Verhalten „nur“ zu unterbinden finde ich tatsächlich auch schwieriger - zumindest ich bin dazu komplett unfähig ;) 

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Als etwas OT Anekdote:

 

Das Zeitgefühl meiner Hunde sagt Ihnen, dass es jetzt ca. kurz vor 22 Uhr sein muss.

Das ist für sie definitiv Schlafenszeit.

Sobald ich mich irgendwann ungefähr in diesem Zeitraum auch nur bewege, geschweige dann den Computer schließe oder auch der Tatortabspann läuft, stehen hier drei Hunde und verlangen, hoch ins Schlafzimmer geführt zu werden. Alleine gehen sie nicht.

Je länger ich aufbleibe, desto intensiver wird das Drängen, Meckern, Aufmirrumklettern, Fiepen. Ich befehle sie zurück auf ihre Decken. Beim geringsten Geräusch stehen sie wieder da.

 

Gewisse Dinge sind ihnen echt wichtig.

Und können echt nervig sein.

Da hilft auch keine Auslastung. Höchsten eine, die einen komatösen Zustand hervorruft.

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@gatil so OT finde ich persönlich das jetzt nicht, denn dadurch kommt bei mir wieder ein Puzzleteil dazu (irgendwann ist es hoffentlich komplett ;) ). Habe mir nochmal einige Situationen durch den Kopf gehen lassen und stelle fest: wenn Herrchen tagsüber weggeht bzw. Nicht da ist, zeigt der Hund dieses Verhalten nicht. Es geht um den späten Abend. 

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Vielleicht will er auch schlafen (gehen), kann aber nicht, weil Herrchen noch nicht da ist?

So simpel vielleicht?

 

Jeder Hund, den ich bisher hatte, samt den Hunden meiner Kindheit, war Frühinsbettgeher. 22 Uhr war da meist eine Grenze. Nur diese drei hier sind allein durch ihre "Interessengemeinschaft" massiv.

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Aktueller Stand: Aufgabe. Nach einer Woche weiterer Beobachtung, Analyse, Rückblick auf die letzten Monate und Rücksprache mit meinem Trainer ist es vorwiegend das. Der Kleine wird zukünftig als Arbeitshund „eingestuft“ und seine (und meine, ich hab nämlich keine Ahnung davon) Ausbildung/Erziehung wird sich ändern ;) 

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