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Hundeforum Der Hund
ElsbethMcGregor

Unser Weg? - Grundsätzliches

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Hunde sind eben verschieden und ob sie Kontakte, egal zu Hunden oder Menschen, wünschen, müssen und sollten sie selbst entscheiden dürfen. 

Meine älteste Hündin, fast 14, hat sich ihr ganzes Leben nie für andere (fremde) Hunde interessiert und noch niemals mit einem fremden Hund gespielt. Sie läuft leinenlos, wir wandern auch oft mit Hundegruppen, sie ignoriert grundsätzlich alle Hunde und möchte von diesen auch nicht angespielt werden. Zu Hause in ihrer eigenen Gruppe spielt und tobt sie mit jedem Hund, auch heute noch. 

Meine Jüngste möchte keinen Kontakt zu Menschen, also sorge ich dafür, dass sie das auch nicht muss. 

Grundsätzlich sollte ein Hund schon Artgenossen kennen (lernen), kommunizieren können, aber wenn er den direkten Kontakt nicht möchte, sollte man das akzeptieren. 

Lass dich nicht verrückt machen, was andere sagen, biete selbst deinem Hund viele tolle gemeinsame Erlebnisse. Gerade in so Auslaufgebieten trifft man des öfteren die HH, welche ohne "Spiel"  mit Artgenossen ihren Hund nicht mal ausgelastet bekommen, zeigt für mich deren Unfähigkeit... 

Beobachte deinen Hund, lerne ihn lesen und höre auf dein Gefühl. 

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Der Brackel hat ca 1,5 Jahre gebraucht, bis er angefangen hat mit "Menschenspielzeug" wie Bällen, Stofftieren etc zu spielen. Sie kannte sowas einfach jahrelang gar nicht und wusste damit nichts anzufangen. 

 

Andere Hunde braucht sie auch nicht undbedingt, sie hat ein paar ausgewählte Hundekumpel, aber auch die nerven nach einiger Zeit. Ich respektiere das, ist ihre Entscheidung. Auch bei Fremdhunden, ich sehe mittlerweile meistens ob sie Lust hat und agiere dann entsprechend. Das hat aber lange gedauert, sie ist ja auch mein erster Hund.

 

Freilauf ist die größte Last auf meinen Schultern. Wenn es irgendwie geht, würde ich das an deiner Stelle machen. Ich habe den Brackel 2-3 Wochen laufen lassen, als ich dachte, wir wären bei 80%. Waren wir aber nicht und werden wir auch nie sein. 

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@ElsbethMcGregor

Wenn dein Hund jagt oder nicht sofort auf ein Signal reagiert, heißt das nicht, dass ihr keine oder nicht genügend Bindung hättet. Wenn die Gassigebiete so voll sind, suche vielleicht abgeschiedenere Gegenden aus. 

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Freilauf schön und gut, aber man kann einem Hund auch an der Leine ein wunderbares Leben gestallten. Es muss ja keine Meterleine sein, die man verwendet. Hera läuft an der 15 Meter Schleppleine und nein, sie verhält sich an dieser nicht anders als im Freilauf.

 

Auch ich würde ihr das nur zu gern ermöglichen, aber ein Hund mit großem Jagdtrieb, ist eine Gefahr für sich und für andere. Daher finde ich es absolut verantwortungsbewusst einen solchen Hund NICHT abzuleinen. Da kann ich tatsächlich nicht verstehen warum da ein schlechtes Gewissen gemacht wird. 

Wenn der nächste Beitrag lautet, der Hund ist in ein Auto gerannt bei der Jagd, kommt der erhobene Finger, wieso man den Hund nicht gesichert hat. 

 

Ja, man kann trainieren, je nachdem wie groß die Motivation ist jagen zu gehen, kann das schon mal dauern. Zudem muss bedacht werden ob man im wildreichen Gebiet wohnt, ob ein gefahrloses Ableinen möglich ist....

Dazu kommt ob der Hund, wenn man ihn bekommt eine Vorgeschichte hat, überhaupt bereit ist mit dem Menschen zu arbeiten z. B. 

 

Meine Hündin durfte jetzt zwei Jahre lang fast tgl frei laufen, da sehr wenig Wild dort war. Hier konnte sie das Wild auch anzeigen, wir haben ja trainiert. Jetzt ist hier sehr wildreiches Gebiet, sie bleibt jetzt erstmal an der Leine. Ich muss die Gegend kennenlernen, und sie muss erstmal wieder zuverlässig aufnahmefähig sein. Dann VIELLEICHT, kann sie auch hier wieder an bestimmten Stellen frei laufen.

 

Das Hera überhaupt mal wieder von der Leine darf, hätte ich übrigens nicht erwartet. Den Durchbruch erziehlten wir mit gemeinsamen jagen. Ich empfehle hier das Buch “Wege zur Freundschaft“ von Ulli Reichman und das trainieren eines Superpfiffs.

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@Missyble: ich glaube keiner will hier ein schlechtes Gewissen einreden (war zumindest nicht meine Absicht). Natürlich geht es an der Leine, aber wie du selbst sagst: eigentlich schade wenn es so ist. 

Hier wird gesagt der Hund hat einen schwachen jagdtrieb. Spricht für mich für einen händelbaren Abruf mit ein wenig Training. Natürlich muss man selbst entscheiden, ob man dazu bereit ist oder nicht. Deswegen die Empfehlung es in einem gesicherten Bereich auszuprobieren um zu schauen wie die Interaktion läuft. Aus Prinzip den Hund an der Leine halten, weil man nicht weiß ob, wenn, warum, wie.... empfinde ich als nicht optimal (ich persönlich). Sind ja nur Ratschläge von den anderen.

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Ein bißchen lese ich da heraus, daß es dir ein wenig recht wäre, sollte sie keinen Kontakt wünschen- dann müßtest du auch nicht mit den Leuten länger interagieren... Kann ich zwar je nach Person gut verstehen, aber handhabe es trotzdem anders. Hunde spiegeln auch ein wenig das eigene Verhalten.

Im Freilauf hat mein Hund (und nicht nur meiner) wesentlich mehr Möglichkeiten: Wie soll man z.B. eine Rennspieleinladung an der Leine machen? Geht nicht. Die paar m sind nicht überzeugend- außerdem kann es sein, daß ein Hund schon schlechte Erfahrung beim Schleppleinenspiel mit verwickelter Leine gemacht hat.

Oder ausreichend Bogen laufen? Auch schwieriger, immer ist da ein Mensch, den man entweder einwickelt oder der einfach mitten in der Interaktion herumsteht, d.h. es geht nicht nur um die Hunde , die meisten Hunde verhalten sich dann auch irgendwie dem Menschen gegenüber, was meine Hündin dazu anregt erstmal zu splitten.

Sie kann auch Kontakte an der Leine, weil wir das schon imer so gehandhabt haben- aber das ist dann nur Schnüffeln, einmal herumgehen -fertig, weil beide Hunde wissen, daß sie einer EInschränkung unterliegen.

 

Wenn ihr mal Hallo Schnüffeln und "Hauptsache kein Stress" als Kommunikation reicht ist das ja auch voll in Ordnung. Es geht ja auch nicht ums Spielen. Ich habe es wirklich schon oft gemerkt, daß viele Hunde es schätzen, wenn ein anderer Hund sich für das eigne Schnüffelinteresse interssiert,  sich beide Hunde zwischendurch durch Minimalgesten verständigen oder sie einfach ein wenig Gesellschaft um sich herum  zu haben, auch wenn das ganz unspektakulär aussieht. Bei nur zwei Hundebegegnungen läßt sich da finde ich noch keine Aussage treffen.

 

Freilauf würde ich definitiv aufbauen, da muß man einfach die eigenen Zweifel überwinden, die richtige Gegend finden und attraktiv positiv trainieren- das klappt schon.

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Ich differenziere da auch. Wenn jemand einfach keine Lust hat, zu üben um Freilauf zu ermöglichen, finde ich das nicht gut.

 

Hier ist es halt zum Beispiel die Kombi Jagdtrieb/Vorgeschichte/Rasse/Waldgebiete/Angsthund die es für mich nicht möglich macht, meiner Verantwortung als Hundehalter gerecht zu werden und gleichzeitig Freilauf zu gewähren.

 

Ein eingezäuntes Grundstück hab ich mal angemietet, da hat der Brackel aber nichts gemacht, was er an der Schlepp nicht auch könnte. Richtig wildes ausgelassenes Spielen würde ich ihr am meisten gönnen, aber darauf hatte Madame an dem Tag keine Lust. 

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Meiner interessiert sich auch sehr für Kaninchen. Wir üben an der Leine mit Zeigen und Benennen (klappt gut) und einem Stoppsignal (ausbaufähig). Wir haben auch einen Superrückruf.

Ich hab keinen Jäger, das ist vielleicht ein Unterschied. Aber ich lasse ihn in für mich sicherem Gebiet laufen. 

Es passiert immer mal wieder, dass uns da doch ein Kaninchen begegnet. Oft kann ich ihn abrufen, zweimal hat ihm schon das Anzeigen gereicht. Wenn er doch hinterhergeht, kann nichts passieren, weil keine Straße direkt in der Nähe ist und mein Hund wiederkommt, wenn das Kaninchen verschwunden ist. Also nach max. 30 Sekunden. 

Um das Ganze zu verhindern, müsste ich ihn permanent anleinen. 

 

Was für uns gefährlich ist:

freies Feld (Hasen, Rehe und er ist schnell)

Dämmerung oder Dunkelheit

Gebiete, in denen er schon gejagt hat

 

Er läuft also nur am helllichten Tag auf Wiesen und eingeschränkt im Wald frei. Im Wald freilich nur, wenn das Wild nicht permanent auf dem Weg steht und da passe ich sehr gut auf, habe ihn und die Umgebung immer im Blick. 

Es kann sein, dass ich ihn alle paar Minuten anleine. Er hat einen recht großen Radius, da muss man aufpassen. Dazu kommt seine Schwierigkeit mit anderen Hunden, seine Abneigung gegen Pferde. Er will rennende Menschen (Kinder) stoppen und jeden Mülleimer ausräumen.

 

Trotzdem kriegt er bis auf wenige Ausnahmen jeden Tag Freilauf. Ich kenne ihn gut genug und weiß, wann ich ihn prophylaktisch ansprechen muss, wie ich selbst gehen muss, damit er nicht in die Nähe eines Problembereichs kommt. Es passieren natürlich immer mal Dinge. Er plündert einen Mülleimer, rennt doch mal zu einem Hund, verfolgt doch mal ein Kaninchen. Dafür haben wir den Notfallruf, der (fast) immer funktioniert.

 

Du hast einen ganz anderen Hund, das ist klar. Aber mit Sicherheit gibt es für euch auch mögliche leinenfreie Situationen.

 

Sei froh, dass der Hund sich nicht für Bälle interessiert. Das ist hier Problem Nr 1 im Freilauf.

 

 

 

 

 

 

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vor 25 Minuten schrieb Freefalling:

Sei froh, dass der Hund sich nicht für Bälle interessiert. Das ist hier Problem Nr 1 im Freilauf.

In Kombination mit Schreien und Rennen wohl mit Abstand das größte- mittlerweile( mit sehr viel Gegenkonditionierungstraining, Benennen und Ritualisierung) geht sie auf Ersatzangebote ein wenn ein Zaun dazwischen ist oder der Abstand groß genug- früher war der Hund im Flash (anonsten gibt es viele Parallelen im Verhalten).

 

Wie jagt die Hündin denn- auf Sicht, Spur oder beides? NICHT in der Dämmerung ist bei beidem zu empfehlen. Meine jagt gerne auf Spur, die sind in der Dämmerung wesentlich frischer - umso jagdmotivierter ist der Hund, selbst wenn keine Kaninchen zu sehen sind.

 

Rückschläge wirst du auf jeden Fall erstmal haben, wenn der Hund bisher nur an der Leine war- er muß ja erstmal ganz viel nachholen... Wird der Freilauf selbstverständlicher wird auch der Rückruf besser.

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Dankeschön erstmal für euere Antworten. Ich habe schon nach geeigneten Freilaufgebieten gesucht, ich würde einfach für meine Sicherheit gerne mal in ein umzäuntes Gelände gehen, dazu müssten wir ein Stück fahren und es wäre grundsätzlich Samstag Mittag möglich. Ich werde mal anrufen und das ganze in Angriff nehmen, wenn die Temperaturen erträglicher sind 🙃

 

Hier ist es tatsächlich weitläufig so hasenlastig, dass wir auf jedem Spaziergang ca. 3 - 5 Langohren sehen, die Herausforderung ist mir dann tatsächlich für den Start beim Freilauf  zu groß 🐰

 

Das mit den Kontakten behalte ich im Auge, aber bis jetzt hat es einfach nicht gepasst und ich will mich da auch nicht von den HH hier missionieren lassen, da sich die Hunde hier hauptsächlich hetzen und eben nicht von den Haltern abrufbar sind, auf Elli zuschießen und sie darauf negativ reagiert. 

 

Natürlich ist mir bewusst, dass sie an der Leine nur eingeschränkt reagieren kann, aber die Lösung ableinen und im Zweifelsfall ist sie über alle Berge, ist nicht die von mir bevorzugte.

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