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Hundeforum Der Hund
Laikas

Hundeausbildung nach CANIS - Pro und Contra

Empfohlene Beiträge

vor 8 Minuten schrieb Tyrshand:

 

 

Ich hab leider keine Zeit für mehr.

Danke, dass Du Dir soviel Mühe gemacht hast 👍

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@Tyrshand 

Danke für Deine differenzierte Antwort!

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Diese grundsätzliche Einstellung, dass der Hund zu funktionieren hat, wie Mensch sich das vorstellt fühlt sich für mich so an, als wäre der Hund eine Maschine, die genau auf einen bestimmten Ablauf eingestellt wird. Degradiere ich einen meiner Hunde zum reinen Befehlsempfänger, machen die ziemlich schnell dicht. Wer will denn schon so behandelt werden? Freiwillige Kooperation kommt in so einer "Erziehung" überhaupt nicht vor. Ich würde sogar sagen, dass man als Mensch sich eine Beziehung zum Hund mit solchen Methoden recht schnell auf immer verbaut. Zu einer Beziehung ist jemand, dem man zum Scheuklappentragen aus Selbstschutz gezwungen hat, kaum noch fähig. Ein Mensch, der in solchen Rastern denkt, auch nicht. Er handelt ja nur aus seiner eigenen Perspektive. 

Mir tun die Hunde so Leid, die so behandelt werden. Und die Menschen irgendwo auch. Die verpassen eine Menge.

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vor 11 Minuten schrieb Julika:

Diese grundsätzliche Einstellung, dass der Hund zu funktionieren hat, wie Mensch sich das vorstellt fühlt sich für mich so an, als wäre der Hund eine Maschine, die genau auf einen bestimmten Ablauf eingestellt wird. Degradiere ich einen meiner Hunde zum reinen Befehlsempfänger, machen die ziemlich schnell dicht. Wer will denn schon so behandelt werden? Freiwillige Kooperation kommt in so einer "Erziehung" überhaupt nicht vor. Ich würde sogar sagen, dass man als Mensch sich eine Beziehung zum Hund mit solchen Methoden recht schnell auf immer verbaut. Zu einer Beziehung ist jemand, dem man zum Scheuklappentragen aus Selbstschutz gezwungen hat, kaum noch fähig. Ein Mensch, der in solchen Rastern denkt, auch nicht. Er handelt ja nur aus seiner eigenen Perspektive. 

Mir tun die Hunde so Leid, die so behandelt werden. Und die Menschen irgendwo auch. Die verpassen eine Menge.

Ich glaube, dass Problem heute ist einfach, dass Hunde zum neuen Statussymbol geworden sind. Kinder sind alle auf dem Gymnasium, Haus ist gebaut...Pferd zu teuer, also muss der perfekte Hund das Familienidyll untermalen. 

Guck dir doch mal die Klientel in solchen Hundeschulen so an. Mehrheitlich gut situiert und wenn etwas nicht von alleine läuft gibt es Nachhilfe, Psychologen oder eben Hundetrainer die Ecken und Kanten abschleifen sollen. 

 

Dazu kommt: heute nicht in eine Hundeschule zu gehen, kommt ja schon der Vertreibung aus dem Paradies nahe. Selbst unsere zweite Vorsitzende ist der Meinung, dass ein Hund unbedingt in eine Hundeschule gehört.....wenn die wüsste. :lol:

 

In meiner Jugend war eine Hundeschule etwas exotisches. okay...die Erziehungsmethoden damals waren weitaus aversiver, aber die Anforderungen an Hunde in der Regel auch nicht so hoch. Da hatte man einen Hund zum gassigehen, bisschen Einbrecher Prävention und ab und zu hat man sich dann mal sportlich betätigt. Ansonsten hat man sich mit anderen Hundebesitzern auf der Dorfwiese getroffen und war da schon stolz, wenn der Hund "sitz" gemacht hat oder der Rückruf saß.  Wenn früher wie heute gegolten hätte, dass Hunde nur frei laufen dürfen, wenn der Rückruf 100% sitzt, wären wohl 99% aller Hunde dauerhaft an der Leine gegangen. :lol:

 

Damals waren aber auch die anderen Hundehalter sehr viel lockerer. Da hat sich keiner drüber aufgeregt, wenn dem Hund auf die Pfoten gelatscht wurde, weil er den falschen angesprungen hat oder die Schnauze in der Leckerlie gefüllten Tasche vergraben wollte . Klar nicht schön für den Hund, aber dafür konnte eben auch über die Piste gewetzt werden, wo heute der Hund nicht mehr von der Leine gelassen wird.....

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Ich kann nicht viel dazu sagen außer: meine erste Hundeschule orientierte sich in der Welpenerziehung u.a. an CANIS. Meine persönliche Erfahrung: klingt für einen Laien erstmal alles logisch und innerhalb weniger Wochen hatte ich nur noch Probleme mit unserem Welpen. Im Detail, was ich erlebte und was ich inzwischen denke:

 

1. Beißhemmung erlernen durch Gegenschmerz: Variante 1:  so fest zurückzwicken,  dass der Welpe quietscht. Variante 2: Klaps auf die empfindliche Nase. Variante 3: diverse Abwandlungen des Schnauzengriffs.  Wenn man etwas nach denkt, ist das doch total verquer, seinem Hund bewusst weh tun zu wollen - Auge um Auge, Zahn um Zahn?! Und wenn alles nichts hilft und der Welpe mehr beißt als zuvor dann gibt es da noch den Nackengriff. Und der lässt sich tatsächlich noch steigern: Nacken und hinten am Rücken. Man muss schon sadistisch veranlagt sein, wenn man den jämmerlich in Todesangst schreienden und sich windenden Welpen so packen kann ohne sich dabei schlecht zu fühlen. Zu guter Letzt wird der Hundehalter noch „manipuliert“, dies alles zu tun: dieser muss sich schließlich durchsetzen und sich Respekt verschaffen. 

 

2. Stubenreinheit durch Box. Hä? DAS fand ich zu keinem Zeitpunkt logisch. Dass der Welpe erst nach einiger Zeit organisch fähig ist, die Blase zu kontrollieren fand ich dagegen sehr hilfreich. Das sagte mir aber nicht die Hundeschule sondern das WWW. Box war gemeinsam mit Hausleine aber eh DAS Mittel der Wahl. 

 

3. auf die Seite legen. Sinn? Mir bis heute nicht ganz klar. Die sanfteren Welpen weinen nur erbärmlich, die weniger sanften beißen wild um sich. Und wenn man wieder den Verstand einschaltet: über den Körper greifen lassen (!), die Beine weggezogen bekommen und am Boden liegend festgehalten werden - Misstrauen und Kampf vorprogrammiert. Warum etwas tun, wogegen sich der Welpe verzweifelt wehrt?! 

 

4. Ruhe lernen durch Anbinden. Naja, irgendwann gibt der Welpe halt auf. Entspannt ist er dadurch wohl eher weniger. Frage mich inzwischen sogar, ob durch solche Methoden Trennungsängste verstärkt werden. 

 

5. Nein und Aus: na klar, da wird direkt wieder in die Achseln gezwickt. Kapiert der Welpe auch sofort. Wenn’s blöd läuft  macht er es nur kein zweites Mal mit und dann tut es dem Menschen weh. Ein Hund ist doch nicht total blöd. Das Wirre daran: der Hundehalter wird gelobt, wenn er ohne Zaudern ordentlich zu zwickt. Möchte man wirklich lernen, seinem Hund weh zu tun?

 

6. bitte Halsband statt Geschirr: da kann man den Hund besser festhalten ohne dass er mit den Zähnen an die Hand rum kommt weil ihm das gerade nicht passt - klar, der Welpe weiß ja auch nicht ob ihm vielleicht gleich wieder die Beine weggezogen werden, er in seine Achseln gezwickt wird oder am Nackenfell gegriffen den Boden unter den Füßen verliert. Abgesehen davon, dass ein wendiger Welpe sich eh wenig davon beeindrucken lässt, ob Geschirr oder Halsband.

 

Das waren jetzt mal die wesentlichen negativen Punkte, viel mehr kann ich auch nicht berichten (reicht gefühlt auch schon): ich wechselte die Hundeschule. Bevor mein Hund endgültig sein Grundvertrauen in mich verlor. Bevor er völlig handscheu wurde. Bevor wir Gegner statt ein Team wurden. 

 

Das Schöne ist: Hunde verzeihen viel, WENN man ihnen die Möglichkeit dazu gibt (vor allem indem man Abstand von solchen Methoden gewinnt) :) 

 

ps: ich hoffe, dass mein zeitweiliger Sarkasmus im Text rüber kommt ;) 

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Unglaublich, dass die heute noch mit sowas durchkommen! Danke für deinen ehrlichen Bericht. Ich kann mir vorstellen, dass man sogar als kompletter Hundeneuling da schon zweifelt. Aber wenn die "Fachleute" zu solchen Maßnahmen raten denken sicher viele, dass die wissen was sie tun.😡

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@Gusar genau da liegt das Problem - man weiß es ja nicht besser und es ist vom Prinzip her logisch. Ein weiteres Problem ist denke ich, dass diese Methoden grundsätzlich funktionieren: der Hund zeigt ja durch die Bestrafung zügig das gewünschte Verhalten. Für viele gibt es somit keinen Grund zu hinterfragen (in meinem Fall war der Welpe besonders sensibel aber ebenso äußerst selbstbewusst und entsprechend wehrhaft und ich einfach überhaupt nicht der Typ für diese Art der Erziehung, da kollabiert das System dann natürlich relativ schnell ). 

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Die sind leider gut im Bauerfangen; sieht man ja schon an dem unberechtigten Interesse in diesem Thread.

 

Canis steht für HundeUNverstand. 

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@Tyrshand:  Danke für deinen ausführlichen Kommentar. Ich hab den Artikel nur kurz überfolgen und dass hat mir schon gereicht. 

 

@Bable: ich bin gerade ehrlich tief erschüttert was ihr zwei da durch gemacht habt. Und sowas nennt man dann "Hundeschule"  in der man sich eigentlich erhofft fachkundige Hilfestellung zu erlangen. Zumal wir reden hier von einem Welpen. Wie abgestumpft muss  man heute eigentlich sein um sowas durch zu ziehen?? ich finde es super toll von dir, dass du mittlerweile andere Wege gehst und nicht stur den Versprechungen geglaubt hast. 

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