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Hundeforum Der Hund
Selky

Junghund bellt Familienmitglieder an

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Hallo, wir sind neu im Forum! Unsere Hündin (6 Monate) aus Ungarn ist seit 4 Wochen bei uns. Sie bellt fremde Menschen an. Sobald sie merkt, dass diese sie ignorieren hört sie auf... Nur bei meinem Mann ist es mittlerweile anders. Sie geht bellend auf ihn zu und hat ihre Schnauze an seiner Hand, seinem Bein... Und ist dabei sehr aufgeregt. Wir sind mit ihr in der Hundeschule. Die Trainer rieten zum Schönfüttern...was das Bellen, zumindest bei meinem Mann, bisher eher verstärkt hat. Manchmal bellt sie auch meine Tochter an, was in diesem Fall eher Spielaufforderung zu sein scheint - sich für mich aber auch komisch anfühlt. 

Bei fremden Menschen, die ins Haus kommen, hole ich sie zu mir und lasse sie sich neben mich setzen, mittlerweile beruhigt sie sich dann recht bald und döst ein. Aber bei Familienmitgliedern ist das schwieriger... Was würdet ihr mir raten? 

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Etwas wenig Info, aber erstmal willkommen im Forum!

Kannst du die Situation etwas näher beschreiben?

Gibt es Auslöser?

Wie gestaltet ihr den gemeinsamen Alltag?

 

Generell haben fremde Leute einen anderen Status- gerade in dem Alter ist sich der Hund unsicher, was er mit denen machen soll- wie soll er die einordnen? Muss er mit denen interagieren? Hält er sie lieber erstmal auf Abstand?

Dazu würde passen, daß sie sich beruhigt, wenn ignoriert wird.

Ansonsten ist Bellen Kommunikation- wie sieht denn ihre Körpersprache (Mimik,Haltung, Gang,Rute,Ohren) dabei aus?

Hat sie Artgenossenkontakt? Die Möglichkeit irgendwo schon frei zu laufen? Ist die Zahnung schon durch? Hat sie irgendwelche Schmerzen?

Will sie spielen und wie spielt ihr?Was hat denn die Hundeschule vermutet?

Das sind einfach ganz viele Fragen.

 

Unsicherheit könnte eine mehr oder weniger große Rolle spielen- der Hund ist ja erst vier Wochen  bei euch und weiß noch nicht, wie er sich euch mitteilen soll.

Gegenkonditionieren braucht Zeit- überhaupt ist gutes Training mit dem Hund (besonders in diesem Alter) eher eine Sache von Monaten als Wochen oder gar Tagen- besonders nach so einem radikalen Umbruch.

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Anfangs gab es bei fast allen Menschen Gebell. Das ist sehr viel weniger geworden, vermutlich, weil sie merkt, dass sie nicht intereragieren muss.  Sie bleibt bei Menschen grundsätzlich lieber auf Abstand  -  außer bei mir und den Kindern und zwar von Anfang an. Kinder bellt sie übrigens fast gar nicht an. 

Wenn Menschen zu uns kommen, dann sage ich immer, sie sollen den Hund ignorieren und bloß nicht versuchen zu streicheln, denn meist kommt sie irgendwann von selbst, sehr vorsichtig, und will schnuppern. 

Meinen Mann bellt sie plötzlich, aus dem Nichts, an. Er sitzt z. B. auf dem Stuhl in der Küche, sie geht zu ihm stellt sich dicht vor ihn hin, wedelt aufgeregt mit dem Schwanz und bellt sehr laut, recht hoch, teilweise mit knurren dazwischen. Bei Spaziergängen, macht sie das nicht. Auch weniger, wenn er sich durch das Haus bewegt. Streicheln kann er sie gar nicht. Versucht er auch nicht mehr. 

Grundsätzlich ist sie neugierig, und schon recht sicher geworden, für die kurze Zeit, die sie bei uns ist. Sie sucht ja auch den Kontakt, aber wenn das dann in anbellen mündet, ist es ziemlich doof.  Zumal ich eben finde, dass es mehr wird... Vielleicht weil sie nicht weiß, wie sich ihm gegenüber verhalten soll. 

Ansonsten ist sie absolut "problemlos", sie hat Freilauf, ausgewählten Artgenossenkontakt. Mit anderen Hunden ist sie grundsätzlich gut sozialisiert, da bellt sie auch nicht. 

In der Hundeschule sagen sie, dass sie recht Umweltsicher ist, aber noch sehr unsicher mit Menschen. Allerdings hat sie da beim letzten Mal die Trainer schon nicht mehr angebellt, was mich hoffen lässt, dass sie vielleicht doch schneller lernt :)

Wir machen mit ihr Suchspiele und im Garten bringt sie gerne mal ein Ball oder was sie so findet. Sie rennt gern und mag gerne Körperkontakt - zu mir und meinen Kindern (10 und 13). 

Zahnwechsel bin ich unsicher ...  Auf den ersten Blick, und nach Gefühl würde ich sagen, noch nicht abgeschlossen. Woran erkenne ich das genau? 

 

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vor 1 Stunde schrieb Selky:

Zahnwechsel bin ich unsicher ...  Auf den ersten Blick, und nach Gefühl würde ich sagen, noch nicht abgeschlossen. Woran erkenne ich das genau? 

Manche Leute finden die ausgefallenen Zähne im Zerrseil wieder, bei unserer könnte man es recht gut sehen- also die neuen Zähne , die durchstießen und die Milchzähne haben gewackelt. Bei Zerrspielen könnte man da gut nachfühlen. Man merkt es auch daran, daß Kaugegenstände ziemlich beliebt sind.

 

Was einem unsichern Hund hilft ist Ausweichen Lernen, d.h. Bögen Laufen oder einfach am Wegrand Schnuppern oder sich Hinsetzen. So kann sie die Leute aktiv dazu bringen, sie zu ignorieren. Ansonsten klingt das doch schon sehr gut draußen.

 

Beim Vater kann es natürlich sein, daß sie negative Erfahrungen mit Männern gemacht hat oder deinen Mann mit irgendwas Negativem verknüpft. Das kann auch ein Zahnschmerz gewesen sein. Dadurch, daß ihn das Bellen dann auch verunsichert kann sich die Verunsicherung verstärken.

Zuhause  Ignorieren hilft da u.U. wenig- dem Hund kann das erst recht komisch vorkommen, wenn dein Mann in solcher Nähe mit euch interagiert aber mit ihr nicht.Angenehme Reize mit dem Vater verknüfen ist schon der richtige Ansatz- das kann aber muß nicht Futter sein.

Jedesmal wenn dein Mann auftaucht passiert etwas Schönes- ein Ausflug z.B. oder du kündigst ihn freudig mit einem Superleckerlie an (oder beides).  Außer ein bißchen lächeln und gelassen bleiben muß er erstmal nichts machen. Evtl. könntet ihr zusammen Ball spielen oder er kann sie zum Zerrspiel einladen. Sie muß sich nicht Streicheln lassen.

Wenn erstmal der Druck weg ist, wird das bestimmt besser.

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@gebemeinensenfdazu vielen Dank für deine hilfreichen Tipps! Ja, Kausachen sind gerade ganz weit vorne. 

Ich denke auch, dass sie einfach Zeit braucht - es ist ja wirklich eine kurze Zeit, die sie bei uns ist. 

Ja, mein Mann wurde selten so gefeiert, wie im Moment, wenn er nach Hause kommt, damit sie merkt, dass er zu uns gehört und das wir uns freuen.

Aber ich bin unsicher, wie ich agieren soll, wenn sie sich meinen Mann ggü so verhält. In der HS habe ich den Tipp bekommen ihr die Hände umzulegen, um sie zu beruhigen und ihr als Signal leicht(!) in die Seite zu zu "kieksen" wenn sie bellt und zu loben wenn sie ruhig ist. Aber ich habe eher das Gefühl, dass das ihre Aufregung steigert, als ihr etwas verständlich zu machen, zumal ich in den Situationen oft nicht im Raum bin. Ein "Lass das" und "Sitz" wirkt kurz - aber wie gesagt, sucht sie den Kontakt immer wieder von sich aus, was ja grundsätzlich auch toll ist... Würde es dann nicht immer so laut werden. Meine Sorge ist dass sich genau dieses unerwünschte Verhalten meinem Mann ggü verfestigt, weil wir u s irgendwie missverstehen. 

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So wie das klingt, würde ich versuchen statische Situationen zu vermeiden. Nicht Schubsen- unangenehmer Reiz-leuchtet ein (und steht dem Gegenkonditionieren per Füttern entgegen.

das geht schwer per Ferndiagnose, aber ich schätze ich würde versuchen zu splitten- als mich kurz dazwischenstellen "Nee laß mal, der ist lieb" ,  ihm gegenüber eine freundliche Geste (also über die schultern streicheln oder sowas und den Hund dann mitnehmen.Evtl. auch mit einer Spieleinladung gegenkonditionieren.

Man kann auch mitten ins unerwünschte Verhalten gegenkonditionieren. Das lenkt um und ändert auf dauer das miese Grundgefühl.

 

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Noch mal ein anderer Ansatzpunkt:

Wie ist denn dein Mann so allgemein zu ihr (wenn er nicht angebellt wird)? Und wie verhält er sich wenn er angebellt wird? Ist er ehr der reservierte Typ, also einer der seine Gefühle nicht so offen zeigt / zeigen kann? Wie begrüßt er sie wenn er nach hause kommt? Wie redet / kommuniziert er mit ihr? Lustig, Freundlich, oder ehr in einer Stimmlage...?

 

Wenn ich euer Hundetrainer wär, fände ich es total interessant mir das mal an zu schauen - wie das bei den beiden so abläuft und würde das so ziemlich als erstes machen.

Und da könnte man dann evtl. auch einen Zusammenhang zu den anderen Leuten finden und wüsste dann evtl. auch erstmal worauf sie so reagiert.

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Mein Mann ist ihr gegenüber eher neutral... Er spricht sie freundlich an, wenn er nach Hause kommt, aber er macht kein "Tamtam", keine Babyhundedprache oder so. Das findet sie vielleicht auch ungewöhnlich, sonst kennt sie einfach eher Frauen :). In den ersten Tagen hat er ihr dann immer etwas aus der Hand zu Fressen gegeben. Das macht er zwar  immer noch, aber unregelmäßig. Im Grunde gehen sich die beiden meist aus dem Weg. Manchmal geschehen von beiden Seiten Annäherungsversuche... Aber so ganz wissen wahrscheinlich beide nicht, was sie miteinander anfangen sollen. Vielleicht ist eine zarte Spielaufforderung eine gute Idee! In der Hundeschule war mein Mann mit, da lief es ganz gut. Aber das war eben auch eine andere Situation. Wir werden einen der Trainer wohl mal nach Hause bitten. 

Für Lotti, so heißt unser Hund, ist ja auch nicht nur die Familie neu, sondern auch das Leben in einer Wohnung, das spielt vermutlich auch mit eine Rolle. 

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Ach ja, jetzt ist es oft so, dass er sich entweder selber zurück zieht und die Tür zumacht wenn er angebellt wird, sie rausschickt, oder, wenn ich da bin, will, dass ich den Hund aus der Situation hole  (dass mach ich tatsächlich oft durch splitten) weil es für ihn mittlerweile ziemlich blöd und ihre Stimme auch ziemlich laut ist - aber an der Stelle fürchte ich, dass sich da etwas Negatives verfestigt... 

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vor 8 Stunden schrieb Selky:

Ach ja, jetzt ist es oft so, dass er sich entweder selber zurück zieht und die Tür zumacht wenn er angebellt wird, sie rausschickt, oder, wenn ich da bin, will, dass ich den Hund aus der Situation hole  (dass mach ich tatsächlich oft durch splitten) weil es für ihn mittlerweile ziemlich blöd und ihre Stimme auch ziemlich laut ist - aber an der Stelle fürchte ich, dass sich da etwas Negatives verfestigt... 

Irgendwie müßt ihr euch den Stimmungs-Downer dabei verkneifen glaube ich, so schwer das in der Enttäuschung auch fällt.

 Wie gesagt- ich würde versuchen, die statische Situation aufzulösen, deinem Mann empfehlen aktiv die Stimmung zu verändern z.b. "Was ist los Kleine, ich weiß was- wir könnten spielen"  (Geht Spielzeug Holen- Bietet es an) oder "Komm wir gehen raus"- (Zieht sich an- Bietet es an in den Garten zu gehen oder nch draußen mit Leine). Oder "Guck mal was Leckeres, Such " (Was Leckeres fliegt in eine Richtung und sie muß suchen).

Idealerweise bist du anfangs immer dabei und machst diese Vorschläge- also immer , wenn das überhaupt situativ passt. Weggehen ist ja nicht unbedingt schlecht, aber es verfestigt etwas die Routine, daß dieser Typ regelmäßig vertrieben werden muß und sie soll ja erkennen, daß der eigentlich ganz gut zu gebrauchen ist.;)

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