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Hundeforum Der Hund
Theo1901

Eigener Hund zeigt Aggressionen gegenüber Halter

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Guten Tag,

 

Ich habe mich hier angemeldet, weil ich seit einiger Zeit ein bisschen Probleme mit meinem Collie Rüden habe. Theo ist jetzt 2,5 Jahre alt und nicht kastriert. Er ist alles in allem ein lieber Hund, manchmal ängstlich jedoch zu Menschen sehr sozial und lieb. Er verträgt sich mit allen Hündinnen, mit kastrierten Rüden und auch teilweise mit unkastrierten. Es gibt da nur einen Hund in unserer Nachbarschaft, da wird mein sonst so lieber sprichwörtlich zur Bestie. Eine französische Bulldogge gleiches Alter wie Theo, kennen sich seit sie klein sind. 

 

Nun zu meinem Problem. Am Anfang hat er ihn einfach nur angebellt und an der Leine gezogen. Mittlerweile rastet er so aus dass ich ihn da kaum halten kann und im Eifer des Gefechts springt er an mir hoch und schnappt, dass meine Jacke schon zerrupft war. Ich erkenne diesen hund dann nicht mehr wieder. Anfangs war ich so schockiert dass ich wie gelähmt war. Das zweite mal habe ich mich gewehrt und ihm eine mit der leine drüber gezogen. Schluss endlich flog noch mein Schlüsselbund. Ich wusste einfach nicht wie ich ihn unter Kontrolle bringen sollte. Jetzt hat sich bei mir allerdings eine Angst manifestiert die ich einfach nicht haben will, weil ich mit ihm doch locker spazieren gehen will und keine Angst vor ihm haben will. Theo hat bis dato noch kein böses Wort von mir gehört. Vielleicht war das auch nicht immer richtig. 

 

Habt ihr auch solche Erfahrungen gemacht und wie seid ihr damit umgegangen? Mich macht das ziemlich fertig gerade. 

 

Liebe Grüße

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Wie lange hast du Theo schon? Habt ihr eine Hundeschule oder einen Trainer? - Auf keinen Fall ihn mit der Leine schlagen oder Schlüsselbund werfen bzw. andere Formen von Gewalt gegen ihn anwenden. Das zerstört die Bindung zwischen euch, produziert bei ihm Angst vor dir und baut Vertrauen ab. Deine Angst überträgt sich auch auf ihn - so entsteht u.U. schnell ein Teufelskreis. Gehorsam aus Angst heraus ist nicht gut.

 

Kannst du nicht als ersten Schritt einfach einen anderen Weg gehen, diesem Hund ausweichen und in euer Gassi - Gehen Ruhe reinbringen?

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Vielen Dank für deine Antwort, ja ich weiß dass Gewalt keine Lösung ist, ich habe das Schlüsselbund nicht auf ihn geschmissen sondern neben ihn, dass er sich erschreckt. Ich gebe zu, ich war kopflos, geschockt und wusste in der Situation nicht weiter. Ich versuche schon jeden Tag diesem Hund auszuweichen, aber ich weiß dass es mir nicht immer gelingen wird. Wir haben eine sehr gute Bindung. Ich habe Theo seit er 2 Monate alt ist. Er kann ja auch mal äüßern, wenn er wen nicht mag oder sonstiges aber er soll dann nicht MICH angehen, das geht meiner Meinung nach gar nicht. Eine Hundeschule gibts hier nicht. Und einen guten Trainer sucht man hier auch vergebens. 

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Ähnliche Problematik mit meinem :) Aber wir haben das inzwischen einigermaßen im Griff.

Versuch dem anderen soweit wie möglich aus dem Weg zu gehen und finde heraus, welcher Abstand noch in Ordnung ist, also vergrößere ihn sobald deiner sich anspannt. Loben solange "nichts" passiert und nur wahr genommen wird. Irgendwann wird der Abstand dann kleiner.

Und... versuche nicht zwischen deinem Hund und dem "Feind" zu sein, habe ich auch versucht, weil das bei anbellen von Passanten oder Radfahrern o.ä. super geklappt hat. Das tut nur weh und gibt blaue Flecken, wenn nicht mehr.

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Eine ähnliche Situation wie deine Erste hatte ich mit meinem Hund auch mal. Wir waren mit dem Rad unterwegs, Fricco an der Leine neben mir. Sein "Lieblingsfeind" (der sonst nur hinterm Zaun war und daher bei Meinem nur mäßige Reaktion auslöste) kam angeflitzt und die beiden sind sofort wütend aufeinander los. Im Eifer des Gefechts biss Fricco mich in den Unterschenkel. Ich hab seine Leine weiter festgehalten und bin stur weitergefahren, war nicht einfach, Fricco wollte ja weiter auf den anderen los. Dessen Halter hat ihn eingesammelt. Ich hatte nicht den Eindruck, dass Fricco MICH meinte, er hat vor lauter Aufregung halt wild um sich geschnappt und mich dabei getroffen. Ich habe dann lange Zeit den Weg an dem bewussten Grundstück gemieden. Wenn wir uns später mal irgendwo begegnet sind, sind wir uns weiträumig aus dem Weg gegangen.

 

Auch bei deinem Hund glaube ich nicht, dass er wirklich bewusst gegen dich aggressiv war. Er ist mit 2,5 Jahren nun erwachsen und vermutlich anderen Rüden gegenüber nicht nur freundlich gesinnt. Du solltest versuchen, dem anderen möglichst weiträumig aus dem Weg zu gehen.

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Vielen Dank für eure Antworten, schön zu wissen, dass man nicht alleine so dasteht. Trotzdem wundere ich mich, ihr kommt dem Hund ja eigentlich entgegen wenn ihr Wege meidet oder dem anderen ausweicht. Genau das möchte ich eigentlich nicht. Ich habe eigentlich gedacht, dass das ein Problem der Unterordnung ist bei Theo. Er denkt, er muss da die große Fresse haben und wenn die Alte nicht mitspielt, dann schnappe ich mal ein bisschen. Er soll doch eigentlich merken, okay, da ist mein Erzfeind, aber ich hab hier eh nichts zu melden an der Leine, das regelt Frauchen. Habt ihr mal mit Strafen gearbeitet? Ich habe eigentlich nie mit Strafe oder Schimpfen gearbeitet, das war denke ich mein Fehler, der Hund hat mich nicht ernst genommen. 

 

Irgendwie glaube ich heut zu Tage wird öfter drüber nach gedacht, was der Hund alles bekommen soll und kriegen soll als einfach mal weniger zu geben. Ich glaube, ich habe da ganz schön versagt in der Hinsicht😕

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vor 3 Minuten schrieb Theo1901:

 Trotzdem wundere ich mich, ihr kommt dem Hund ja eigentlich entgegen wenn ihr Wege meidet oder dem anderen ausweicht. Genau das möchte ich eigentlich nicht. Ich habe eigentlich gedacht, dass das ein Problem der Unterordnung ist bei Theo.

 

Aber welchen Sinn sollte es haben, solche Konfrontationen bewusst einzugehen? Um deinen Hund zu zwingen, nett zu bleiben? Das wird nicht funktionieren, und es könnte durchaus sein, dass er dann tatsächlich aggressiv dir gegenüber wird, da du ihn hinderst, den Konflikt auszutragen. Wie willst du das auch anstellen?

 

Bei meinem Hund hat eine Begegnung mit demselben Hund, als beide frei liefen, ganz anders ausgesehen. Da haben sie sich nur einen Moment lang wütend angebellt und dann einander den Hintern zugedreht und sich dann mit anderen Dingen beschäftigt.

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Dein Hund adressiert seinen Frust um.

Das ist erstmal kein besonders seltenes Verhalten, auch wenn der Collie als Rasse da eher selten dazu neigt. Es gibt andere Rassen die wesentlich stärker dazu prädestiniert sind, ihren Frust umzulenken und dann die erste Person (oder auch Hund) zu attackieren, die ihnen vor die Schnauze kommt.

 

Das hat nichts mit Ressourcen, Unterordnung oder ähnlichem zu tun und deshalb wird dir Strafe auch nicht helfen, da wieder rauszukommen.

Richtig eingesetzt kann sie natürlich helfen, das verhalten abzubrechen, aber die Grundproblematik, dass dein Hund enormen Stress in der Situation hat und den ableiten muss/will, tangiert Strafe nicht. Natürlich kann (und sollte!) man dem Hund verbieten, seine Zähne an Menschen einzusetzen, egal aus welchem Grund, doch selbst wenn dir das in der Situation gelingen sollte, wird sich der Stress auf anderem unschönen Weg entladen.

 

Such dir einen guten Trainer, der mit euch an der Stresstoleranz deines Hundes arbeitet und sichere ihn so lange mit einem Maulkorb, damit er dich nicht mehr annagen kann.

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Ja sicher, du kannst auch recht haben. Ich meine auch nur, das Verhalten mir gegenüber. Von mir aus kann er den anderen anbellen, das würde mich gar nicht groß stören, mich nervt die Respektlosigkeit mir gegenüber. Und das Hochspringen und an meiner Jacke zerren war Trotz und Wut, dass er da jetzt sofort hinwollte. Und das meine ich, das geht nicht. Er muss nicht zu jedem Hund nett sein, das weiß ich, es sind Tiere. Aber er sollte mich repektieren, und wenn ihm die Situation noch so ankotzt. 

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vor 32 Minuten schrieb Theo1901:

Vielen Dank für eure Antworten, schön zu wissen, dass man nicht alleine so dasteht. Trotzdem wundere ich mich, ihr kommt dem Hund ja eigentlich entgegen wenn ihr Wege meidet oder dem anderen ausweicht. Genau das möchte ich eigentlich nicht. Ich habe eigentlich gedacht, dass das ein Problem der Unterordnung ist bei Theo. Er denkt, er muss da die große Fresse haben und wenn die Alte nicht mitspielt, dann schnappe ich mal ein bisschen. Er soll doch eigentlich merken, okay, da ist mein Erzfeind, aber ich hab hier eh nichts zu melden an der Leine, das regelt Frauchen. Habt ihr mal mit Strafen gearbeitet? Ich habe eigentlich nie mit Strafe oder Schimpfen gearbeitet, das war denke ich mein Fehler, der Hund hat mich nicht ernst genommen. 

 

Irgendwie glaube ich heut zu Tage wird öfter drüber nach gedacht, was der Hund alles bekommen soll und kriegen soll als einfach mal weniger zu geben. Ich glaube, ich habe da ganz schön versagt in der Hinsicht😕

 

Vergiß so einen Schmarrn ganz schnell!

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