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Hundeforum Der Hund
annarory

Vernachlässigung Nachbarshund ... zum K....

Empfohlene Beiträge

Hallo liebe Mitglieder,

 

ich muss mich bei euch einmal ein bisschen ausk****.

Es hat zwar direkt mit Hunden zutun, wusste aber nicht, in welche Kategorie es gehört, also findet es jetzt hier im Kummerkasten Platz.

 

Meine direkte Nachbarin hat seit zwei Monaten wieder einen Hund. Wir hatten gehofft, dass sie nach dem Tod ihres letzten Hundes keinen mehr nimmt/will. Ihre Geschichte mit Hunden ist vorbelastet, sie kümmert sich nie ausreichend um sie. Zwei ihrer ehemaligen Hunde sind dann ausgerissen und wurden überfahren, einer starb dabei und ein anderer wurde schwer verletzt. Das war ihr immer komplett egal, es wurde den Hunden keine Träne nachgeweint und schnell für Ersatz gesorgt. Ihre letzte Hündin hatte sie jetzt jahrelang und diese war zum Schluss schon taub und blind. Dennoch hatte sie nie ein schönes Leben. Auch im hohen Alter (blind und taub) wurde sie den ganzen Tag alleine in den Garten gesperrt, auch bei minus 15 Grad und Schneesturm. Es gab kein Lob, keine Streicheleinheiten, keine Spaziergänge, kein gar nichts. Sie hat ihr das Fressen hingestellt und Wasser gegeben, das war alles der Zuneigung.

 

Ja, das zur Vorgeschichte. Jetzt haben wir gehofft, dass sie sich keinen Hund mehr nimmt, weil sie sie ja eh irgendwie nicht gut behandelt und für was hat man dann einen Hund.

Ja, naja... Hoffen kann man vieles... Sie hat einen kleinen Labradorwelpen bekommen. Der kleine Racker ist echt süß.

Und jetzt geht das Spiel wieder von vorne los. Als sie ihn bekommen hatte, war er sicher so um die 3 Monate. Von da an war er mindestens 11 Stunden am Tag alleine in einem abgegrenzten Gebiet im Garten, so eine Art selbstgebauter Zwinger. Jeden Tag fristet er nun sein armseliges Leben in diesem Zwinger, hat keinen Kontakt zu anderen Menschen oder Tieren. Und das als keleiner Welpe. Wenn sie dann nach 11 Stunden mal nach Hause kommt, wird er nicht begrüßt, gestreichelt, gelobt... sondern dann arbeitet sie eben dahin und er bellt sie an, weil er sie begrüßen will, winselt, weil er den ganzen Tag alleine war, und es lässt sie komplett kalt. "Hör auf damit!" "Nein, hab ich gesagt!" Mehr hört man nicht. Der Hund bekommt nie Lob - für nichts.

Ab und zu ringt sie sich auf, dass sie mit ihm am Abend eine kleine Runde dreht (das ist auch immer nur anfangs der Fall bei ihren Hunden) und da wird er an der kurzen Leine beifuß gehalten. Kein Hundekontakt, kein gar nichts.

Ab und zu, wenn er nicht gleich auf sie hört (ist halt noch ein Welpe) wird er körperlich gezüchtigt. Denn dann hört man ihn jaulen oder quietschen. Entweder packt sie ihn am Genick, schüttelt ihn oder keine Ahnung, was sie mit dem armen Kerl macht. Ich sehe das alles nicht, höre es aber über den Heckenzaun.

 

Mir kommt so das K**** . Wieso hat man denn dann einen Hund? Zu einer anderen nachbarin hat sie gesagt, sie kann eben nicht ohne Hunde sein. Toll - aber die Hunde können auf sie verzichten!

 

Ich habe schon an das ortsansässige Tierheim geschrieben, die meinten aber nur, wenn er Futter und Wasser hat, dann wird man nichts machen können...

Das ist ein Baby, Herr Gott nochmal ... wie kann man es so leiden lassen? Der wird doch komplett vernachlässigt, eingesperrt, ignoriert und das jeden Tag stundenlang...

Mir bricht da als Hundehalterin das Herz!!

 

 

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Du könntest dich beim Ordnungsamt beschweren. (Lärmbelästigung) und das Veterinäramt einschalten.

 

Außerdem Anzeige wegen Verstoß gegen die Tierhalteordnung:

§ 2 Allgemeine Anforderungen an das Halten:

"Einem Hund ist ausreichend Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers oder einer Anbindehaltung sowie ausreichend Umgang mit der Person, die den Hund hält, betreut oder zu betreuen hat (Betreuungsperson), zu gewähren. Auslauf und Sozialkontakte sind der Rasse, dem Alter und dem Gesundheitszustand des Hundes anzupassen."

 

"Einem einzeln gehaltenen Hund ist täglich mehrmals die Möglichkeit zum länger dauernden Umgang mit Betreuungspersonen zu gewähren, um das Gemeinschaftsbedürfnis des Hundes zu befriedigen."

 

https://www.gesetze-im-internet.de/tierschhuv/BJNR083800001.html

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Ich habe hier mal bei uns in der Seitenstraße die Haltung eines Labradors an der Kette im Garten beim Tierheim angezeigt. Sie kamen innerhalb 2 Tagen. Da hatte der Hund schon einen Zwinger bekommen mit Schutzhütte. Wurde alles genau kontrolliert. Entsprach letztendlich den geltenden Vorschriften.

Und die müsste deine Nachbarin auch einhalten und das müsste kontrolliert werden vom Tierschutz.

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Macht das bei euch echt das Tierheim? Beim uns ist dafür das Ordnungsamt zuständig.

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Der Tierschutzverein betreibt bei uns das Tierheim und hat die Kontrolle hier übernommen.

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Das zitierte Tierschutzgesetz ist deutsches Recht... im österreichischen Tierschutzgesetz ist das leider nicht so dezidiert verankert :( Da habe ich schon nachgesehen. Bei uns gibt es defacto auch nicht die Möglichkeit das Veterinäramt direkt einzuschalten. Dafür ist die jeweilige Bezirkshauptmannschaft  zuständig und dort findet man keine Kontaktdaten (E-Mail, Telefon) der Zuständigen. Dort habe ich vor Jahren schon einmal eine Meldung wegen landwirtschaftlichen Nutztieren gemacht und habe alles per Mail geschildert und gebeten, dass sie es innerhalb ihrer Bezirkshauptmannschaft an die jeweilige Veterinärabteilung weiterleiten, da es keine Kontaktdaten gibt. Und ich bekam nie eine Antwort und es hatte sich auch danach nichts geändert bei der gemeldeten Person.

Bei uns sind Tierschutzvereine und Tierheime dafür nicht zuständig und fühlen sich auch nicht zusätndig. Sie wüssten sicher entsprechende Ansprechpersonen, leiten aber nichts weiter oder nennen auch keine weiteren Personen, bei denen man die Meldung/Beschwerde einreichen soll...

 

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vor 9 Stunden schrieb annarory:

Ab und zu, wenn er nicht gleich auf sie hört (ist halt noch ein Welpe) wird er körperlich gezüchtigt. Denn dann hört man ihn jaulen oder quietschen. Entweder packt sie ihn am Genick, schüttelt ihn oder keine Ahnung, was sie mit dem armen Kerl macht. Ich sehe das alles nicht, höre es aber über den Heckenzaun.

Was ist, wenn du in diesem Moment klingelst und sie zur Rede stellst, dich mit anderen Nachbarn zusammentust? Daß dieses Leid kein Mensch mitansehen und -hören kann? Irgendwie muß doch auch in Österreich ein Tierhalteverbot verhängt werden können- um welchen Bezirk handelt es sich denn?

@Gusarund @mimimi wohnen doch auch da- vielleicht wissen die mehr darüber?

Von einer einmaligen Abweisung nicht abschrecken lassen. Nur Hartnäckigkeit zahlt sich bei so etwas aus, gerne konzertiert mit der unmittelbaren Nachbarschaft.

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Über die Tierhaltung in Österreich kann ich nicht wirklich viel sagen. In Wien kenne ich keine tierschutzrelevanten Vorkommnisse. Momentan bin ich in Ungarn, was da als normale Hundehaltung gilt möchte ich gar nicht beschreiben.🙁

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vor 4 Stunden schrieb Gusar:

Über die Tierhaltung in Österreich kann ich nicht wirklich viel sagen. In Wien kenne ich keine tierschutzrelevanten Vorkommnisse. Momentan bin ich in Ungarn, was da als normale Hundehaltung gilt möchte ich gar nicht beschreiben.🙁

 

Stimmt, und da kann man auch nicht wirklich viel machen. 🙁

Man kann nur vorsichtig und diplomatisch versuchen kleine Änderungen anzustoßen.

Aber, wenn in DD ein ausländischer Nachbar bei mir klingelt und mich belehren will würde mir das auch sauer aufstoßen.

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vor 25 Minuten schrieb schlenki2:

Man kann nur vorsichtig und diplomatisch versuchen kleine Änderungen anzustoßen.

Das scheint ja schon etliche Hundeleben lang passiert zu sein und nichts gebracht zu haben.

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