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Hundeforum Der Hund
Amidala

Wenn Sicherheit zur Gefahr wird

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Hallo ihr Lieben, 

Eigentlich läuft ja wirklich schon lange alles super mit padme. Aber es gibt ein Problem, dass ich nicht wirklich in den Griff bekomme. Und das sind leider Autos. 

Padme war ja eine sehr unsichere, teilweise sehr ängstliche Hündin. Da fiel mir schon auf, dass sie immer bei vermeintlicher "gefahr" zu meinem Auto zurück rannte und da auf mich wartete. Das konnte durch hundebegegnungen, oder auch menschen, die mal die Hand ausstrecken ausgelöst werden. 

Es war natürlich nicht toll, aber ich war ehrlich gesagt froh, dass sie zum Auto lief, statt wegzulaufen oder auf Straßen zu rennen. Sie wusste auch immer wo wir stehen. 

Mittlerweile ist das weglaufen kein Problem mehr. Wir machen unsere Spaziergänge ganz normal. Bei unsere üblichen Strecke  (die  wir fast jeden Tag laufen) weiß Ich, dass ich sie allerdings an einem bestimmten Punkt auf dem Rückweg wieder Anleinen muss. Ansonsten passiert es nämlich, dass sie an Tempo zulegt und irgendwann komplett auf durchzug stellt und ab zum Auto rennt. Nicht schön, denn ich kann die Situation nicht einsehen und nicht mal das allerbeste leckerli hilft. Sie hört wirklich gut, aber selbst der Notfall Rückruf ist ihr hier egal. Das gilt leider für all unsere Strecken. Kennen wir uns aus, weiß ich ab wann ich Anleinen muss. Kennen wir uns nicht aus, wird es verdammt gefährlich. Denn da wird das Auto auch mal auf Parkplätzen gesucht oder an Straßenrändern wo wir gar nicht stehen, die ich nicht sehen kann, padme aber schon hört. Und ich hab Angst, dass sie irgendwann vor ein Auto rennt. 

Letztens war ich im Wald und es kreuzte sich ein Weg  (Ich dachte ein Waldweg). padme rannte plötzlich los, um die Ecke, kein Abruf  ging mehr und dann sah ich das Auto, was den vermeintlichen waldweg langfuhr. Ich also losgerannt und da stand sie an einem parkenden Auto und hat es angeschnüffelt um zu gucken ob es unser Wagen ist. 

Ich bekomme das nicht raus. Ich glaube, dass hat sie einfach verknüpft. Auto heißt Sicherheit. Und da renn ich hin.

Ich habe mit Fuß gearbeitet (ohne leine) und den Abstand verkleinert ab dem sie zum Auto laufen durfte  (kontrollierte situation, das Auto war die Belohnung für gutes Verhalten). Ich habe angeleint  bis wir am Auto waren. Aber die Situation verbessert sich nicht. 

In der Nähe von Parkplätzen und Autos wird gesucht!

Ich finde keine Lösung. Hat jemand Vielleicht Ideen oder Tipps für mich? Wäre wirklich dankbar, wenn ich das irgendwie hinkriegen würde.

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Die einzige Lösung, die ich sehe geht nicht über mehr Gehorsam, sondern über mehr Sicherheit.

Man müsste ergründen, warum sie auf den Spaziergängen immer noch das Gefühl hat, sie müsste sich in Sicherheit bringen, es reicht ihr mit vermeintlicher Freiheit.

Da haben der Hund und du zwei unterschiedliche Sichtweisen auf eure Spaziergänge.

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@gatil: das selbe habe ich mir auch schon überlegt.

Jetzt ist es So, dass es bei Strecken, die sie  ja ziemlich gut kennt, durchaus vorher schon die Möglichkeit gibt zum Auto zu laufen. Sie denkt aber erst daran, wenn wir schon relativ nah sind. Würde sie sich unwohl oder unsicher fühlen, würde sie dann nicht eher los? Ich bin mir halt auch echt unsicher was diese Situation angeht, weil ich den Auslöser nicht wirklich verstehe. Es gibt hier z.b. einen wald. Ein weg der strikt grade aus zum parkenden Auto geht. Sie sieht den Wagen rennt aber erst ab einem bestimmten Radius hin.

Auch körpersprachlich habe ich nicht das Gefühl, dass sie unsicher ist oder in den Momenten Sicherheit braucht. Und ich weiß ja durchaus, wann und wie sie unsicher ist, oder Unsicherheit zeigt. 

Aber vielleicht übersehe ich da wirklich was eklatantes. 

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Hallo,

 

ich hatte jetzt beim Lesen deines Textes das Gefühl, dass Padme nicht aus Unsicherheit oder Angst zurückrennt, sondern weil sie entscheidet, wann euer Spaziergang für beendet erklärt wird und genau das signalisiert sie mit ihrem Zurückrennen, könnte das sein?

 

Ich würde jetzt wirklich konsequent für eine Zeit eine Leine dran lassen (kann ja auch eine längere sein), um  aus dieser Schleife herauszukommen, dass sie sich verselbstständigt.  :) 

 

 

 

 

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Ich finde auffällig, daß sie da nicht nur bei eurem Auto schnuppert, bzw., daß sie sich den Weg nicht merkt.

Meine kürzt auch mal ganz gerne ab auf dem Rückweg und die Abstände werden größer, sie läßt sich aber beschäftigen gegen Belohnung- bei mir jedenfalls.

(Meinem Mitbewohner ist sie mal konsequent im Abstand von 15 m nach Hause gelaufen und hat sich nicht anleinen lassen). Bei ihr ist es aber ein "So jetzt pasiert eh nix mehr groß, dann gucke ich lieber zuhause nach dem rechten und will was essen".

Bei euch glaube ich auch, daß Angtstress oder Überreiztheit eine Rolle spielen kann, aber nicht muss- den Rückruf würde ich nicht dafür verbrauchen wollen.

Wenn ihr ein Suchspiel mit etwas wirklich leckerem auf eurem Rückweg einbaut oder sonst ein tolles Spiel, kannst du das mit ihr machen und danach anleinen.

Ich würde das ritualisieren, so daß ihre Erwartungshaltung auf das Spiel gelenkt wird und es nur auf dem Rückweg passiert.

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Auch schon ein Gedanke der mir gekommen ist. Manchmal denke ich, vielleicht ist es auch der Tagesablauf? 

Sie zieht zum Beispiel auch ab einem gewissen Punkt, wenn wir mach Hause laufen. Wenn wir auf unserer Straße sind, möchte sie gerne zum Haus (meist so drei vier einfahren vorher). Wenn wir zurück sind bekommt sie meist sofort ihr Essen. 

Ganz ehrlich, ich habe auch überlegt ob es Hunger ist. So doof das klingen mag. Nach dem Motto. Oh, da kommt das Auto, jetzt geht's nach Hause und es gibt fressen. Sie steht halt auch immer schon recht aufgeregt vor der Tür, rennt meist in die Küche und wartet bis ich das Essen hingestellt habe... 

Aber ich hab keine Ahnung. 

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vor 3 Minuten schrieb Amidala:

Sie zieht zum Beispiel auch ab einem gewissen Punkt, wenn wir mach Hause laufen

Das macht meine auch.:) Ich würde es einfach versuchen mit etwas wirklich Leckerem.

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@gebemeinensenfdazu: finde ich eine gute idee. Werde ich auf jedenfall ausprobieren. 

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Vielleicht muss ich noch dazu sagen, dass mit Beschäftigung auch durchaus funktioniert, dass sie bei Bekannten wegen bei mir bleibt. 

Aber (und das ist der springende punkt) ich muss ab einem gewissen Abstand damit anfangen. Bei Strecken die ich kenne, kein Problem, bei wegen die ich nicht kenne durchaus ein Problem. 

Das mit fremden Autos veranlasst mich halt immer zu Gedanken, die auch @gatil hier hat. 

Gehen wir weiter, ist sie aber wieder im "normalen" Spaziergang Modus. Da hab ich nicht das Gefühl sie würde abbrechen wollen 🙄

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Ich weiß von deinem Hund gar nichts. Woher habt ihr sie und wie lange habt ihr sie?

Mich erinnert das an manche Hunde die wir  oder Bekannte fanden, die ausgesetzt wurden - und das scheinbar mittels Auto. Bei uns wurde z.B. eine Hündin ausgesetzt, die förmlich schrie, wenn sie ein Auto hörte oder sah. Dann wollte sie sofort loslaufen. Und sie konnte nicht schnell genug ins eigene Auto kommen.

Bei Lili, die wir im Januar aufnahmen, war es ähnlich. Hörte oder sah sie ein Auto, lief sie direkt los. Parkende Autos wurde beschnüffelt. 

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