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Hundeforum Der Hund
phea

Die ersten Tage mit Lilli

Empfohlene Beiträge

Ich meinte eher sowas wie den Umgang mit Stress, fremde Situationen etc. Unsere Hündin hat vieles gelernt innerhalb der letzten 10 Monate. Aber ich schätze sie so ein, dass sie neue Situationen immer erstmal ängstigen oder zumindest stressen werden. 

 

Oder als Beispiel: ich habe keinen Führerschein und fände es toll, wenn sie entspannt Bus fahren könnte. Wir haben es kleinschrittig geübt, sie steigt auch ohne Probleme ein, aber die Fahrt als solches stresst sie immens. Und obwohl wir es immer wieder üben, wird es nicht besser. Dabei führt in anderen Situationen die immer wiederkehrende Konfrontation dazu, dass sie lernt, mit der jeweiligen Situation umzugehen.

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Also wenn ich mal nachdenke, wie lange Leni gebraucht hat für solche Dinge - fürs entspannte Straßenbahn fahren ca. 2 Jahre. Mit dem Auto fährt sie bis heute nur sehr ungern, bis sie da das erste Mal eigenständig hinein gesprungen ist brauchte sie auch mindestens 1 Jahr, in dieser Zeit hat sie jedes Mal beim Fahren gebrochen. Durch die Küche zur Küchenzeile ist sie erst nach ca. 4 Jahren gegangen, weil mir da an ihrem Einzugstag der Mülleimerbeutel herunter gefallen ist und sie sich sehr erschreckt hatte. 

Und für das absolut souveräne Verhalten an sehr stark befahrenen Straßen, insbesondere beim Vorbeifahren von LKWs auch ungefähr 4 Jahre.

Nur mal so als Beispiel, in welchen Zeitfenstern wir uns bewegt haben.

Jetzt ist Leni 6 Jahre und ich würde sagen, dass sie so seit 2 Jahren ihren und unseren Familienalltag absolut sicher bewältigt und sich nur durch Weniges aus der Ruhe bringen lässt. Beziehungsweise sie mir vertraut und mir in gruseligen Situationen folgt.

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Dann kann ich ja noch Hoffnung haben, dass es irgendwann in ein paar Jahren besser wird. 🙂

 

Ich hatte mich dann nach ein paar Wochen gefragt: Tue ich es ihr weiter an oder belasse ich es dabei, dass sie einfach nicht gerne fährt und versuche, dies zu vermeiden? Aber es klingt ja danach, dass es durchaus besser werden kann.

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@MaggieClair Geduld, Geduld, Geduld - das Wichtigste bei ängstlichen Hunden (und manchmal ganz schön schwierig). 

Und die Herausforderung zu erkennen, was man fordern kann und sollte, ohne den Hund zu überfordern. 

Ich habe mir damals überlegt, was für unser Zusammenleben wichtig ist, habe damit angefangen und andere Sachen zurückgestellt. 

Beispielsweise musste Autofahren von Anfang an sein, die erste Straßenbahnfahrt haben wir erst nach einem 3/4 Jahr gemacht.

 

Gebt euch Zeit, das wird! 

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Hallo hallo! Es sind jetzt mehr als 2 Wochen rum und ich dachte, ich mache nochmal ein abschließendes Resümee für diesen Thread. 

 

Ich würde sagen, wir haben uns schon richtig gut eingegrooved. Lilli und ich, wir lernen beide jeden Tag viel dazu und wir werden beide auch stetig gelassener. Einzig Hundebegegnungen finde ich zur Zeit ziemlich ätzend, weil ich im Wald häufig "herrenlosen" Hunden begegne und im Umgang mit fremden aufdringlichen Hunden einfach nicht geübt bin. Ich finde das auch ehrlich gesagt traurig, wie wenig Hundehalter auf andere Halter und ihre Hunde Rücksicht nehmen. Aber gut, das ist ein anderes Thema (und ich werde mich daran gewöhnen müssen). 

Das mit der Treppe war zwischenzeitlich richtig blöd. Sie wollte sich nicht mehr hoch oder runter tragen lassen, aber alleine unten bleiben fand sie auch schlimm. Mein Mann hat dann einige Tage unten im Wohnzimmer geschlafen, damit Lilli nicht jault. Dann ist er am Wochenende wieder hoch gezogen und wir haben Lilli einfach selbst entscheiden lassen: Unten schlafen und jaulen, oder überwinden und hoch laufen. Schon in der ersten Nacht hat sie nach 3-stündiger Zerrissenheit ihren Mut zusammengenommen und ist zu uns hoch gekommen. Seither stellt die Treppe überhaupt kein Hindernis mehr für sie dar. 

Ich habe auch endlich annehmbare Leckerlies gefunden, die ihr zusagen, und sie spricht auch immer häufiger draußen auf Belohnungen an. Sogar "Sitz" und "Hier" läuft schon verlässlich (drinnen und draußen ohne Ablenkung). 

Mit den Kindern klappte es von Anfang an sehr gut. Lilli reagiert auf deren Wildheit überraschend gelassen. Letztens musste ich sie mit auf einen Kinderspielplatz nehmen, weil es dort ein Treffen der neuen Schulklasse meines Sohnes gab - ich war stolz wie Bolle: Sie legte sich etwas Abseits hin und war völlig unbeeindruckt von den umherrennenden Kindern, die manchmal recht nah an ihr vorbei sausten. 

Abends bellen macht sie gar nicht mehr. Grundsätzlich bellt sie nur noch sehr selten (etwa bei manchen Hundebegegnungen). Es ist schön zu sehen, wie entspannt sie geworden ist und es gibt mir das Gefühl, dass ich genügend Souveränität ausstrahle und es im Großen und Ganzen richtig angehe. 

 

Alles in Allem läuft es super rund. Ich glaube, wir sind ein gutes Team und ich bin froh, dass langsam ein Alltag einkehrt. 

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Das klingt toll! Weiter so. 👍 😀

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@phea Das freut mich sehr, dass es so gut klappt bei euch und das in ziemlich kurzer Zeit! 

Und ganz besonders der entspannte Umgang mit den Kindern. Meiner Meinung nach das Allerwichtigste im Zusammenleben in einer Familie. Somit könnt ihr alle gemeinsam die Welt entdecken und fest zusammenwachsen :)

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Alle zwei Meter absetzen, heftiges Knuddeln, enormes Loben. Weiter. Unglaublich - ich glaube, jeder andere Hund hätte mich gebissen. Zurück bei seinem Käfig hatten wir ja nun noch immer kein Halsband, draußen konnte ich nichts machen, also habe ich ihn auf die Balustrade gehoben und einfach reingeschubst und das Gitter geschlossen und dann von außen meine verknotete Leine wieder gelöst, während er sich kneten ließ.   Als nächstes habe ich das Halsbandproblem gelöst, ein zweites vom Besucherhund mit verwendet, zwei Leinen angebracht und auf gings. Türe auf....... Hund will nicht raus. Lässt sich nicht überreden. Bis ich, draußen stehend, wieder in die entgegengesetzte Richtung geschaut habe, da springt er plötzlich ohne zu zögern über die Mauer. Und so blieb das auch - wenn man ihn direkt anschaute, tat er nie, was jetzt der nächste Schritt gewesen wäre, erst, wenn man sich abwendete.   Wir gingen dann spazieren. Jetzt weiß ich, was kreiseln ist. Es macht einen verrückt. So schnell kann man die Leinen gar nicht wieder entdrehen, wie er sich damit fast stranguliert, ich hatte schon selbst einen Drehschwindel, weil ich mich so oft mitdrehen musste. Puh! Ich ging langsam in eine Richtung, er wollte nicht, ich gab dem nach bis er wieder nicht mehr in eine Richtung wollte, irgendwie kamen wir aber vorwärts. Irgendwann war auch er so kaputt, dass er freiwillig in seinen Käfig sprang.   Zweiter Spaziergang. Er kam ohne Probleme mit mir mit. Weniger kreiseln. Keinerlei Interesse an Leckerlies. Nur am Knuddeln.   Der zweite Tag: Erster Spaziergang weniger Kreiseln, wir kamen dahin, wo ich hin wollte. Kamen Autos, drehte er enorm auf. Ebenso bei den Herden, wenn sie sich näherten. Der zweite Spaziergang noch besser. Auf dem Rückweg begegneten wir Jaques,einem Tervueren, dem Besucherhund, mit dem er sich schon im Jahr davor mehrfach geprügelt hatte. Alle dachten damals noch, wie schön es wäre, wenn die beiden Sommerfreunde sein könnten..... Es hatte geheißen, Jaques macht gar nichts. Ich blieb also stehen, Apollo fest im Griff. Was macht Jaques? Läuft direkt zu uns hin und steht 20 cm vor uns. Apollo geht ihn geifernd an und Jaques steigt ein. Er wurde dann von seinem Halter eingesammelt und wir hatten zwei zum Glück unversehrte, nur vollgesabberte und ein wenig gerupfte Hunde. Da hatte ich dann auch eine andere Seite von Apollo kennengelernt.   Der dritte Tag: Spaziergänge wurden immer leichter. Es war den Künstlern dort klar geworden, dass die Konstruktion der Türe zum Zwinger keine dauerhafte Lösung bleiben konnte und es wurde eine neue gebaut an anderer Stelle, ohne hinderliche Mauer. So hatte ich Apollo 4 Stunden an der Leine, da sein Käfig offen war. Am Anfang gingen wir einen langen Spaziergang, dann setzte ich mich auch einmal auf einen Stuhl im Park. Er war anstrengend, drehte sich immer wieder um meinen Stuhl. Schließlich setzte er sich doch - o Wunder - und irgendwann lag er ruhig neben mir. 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      in Hundeerziehung & Probleme

    • 16 Jahre = 5.820 Tage = 140.000 Stunden...

      ... vermutlich so lange stand Miss Sophie angekettet an einer Stelle in einem dunklen Stall. Die letzten zwei Jahre war sie dort ganz alleine. Nun hat das Veterinäramt sie beschlagnahmt. Es wäre für sie ein Leichtes gewesen, sie einfach zum Schlachter zu geben. Aber sie baten uns um Hilfe. Wir haben uns daher dazu entschlossen, alles dafür zu tun, dass Muss Sophie die Welt außerhalb ihres Stalls kennen lernt. Sie soll frische Luft atmen, die Sonne spüren und Gras schmecken können. Miss Sophie ist in einem schlechten Pflegezustand. Sie hat Milben und sich daher wund und blutig gekratzt. Durch das Schubert hat sie kahle Stelle. Im Nacken hat sie eine wulstige Narbe durch eine früher eingewachsene Kette. Ihr noch vorhandenes Fell ist dick mit Kot und Urin verklebt. Wir hoffen sehr, dass wir ihr nochmal ein schönes Leben bieten können und genügend Paten finden.   Ich berichte euch weiter von ihr.  

      in Andere Tiere


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