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Hundeforum Der Hund
phea

Die ersten Tage mit Lilli

Empfohlene Beiträge

Viele Hunde  verstehen  anfänglich  das Prinzip  Futterbeutel nicht. 

Man kann das gut trainieren ,aber das ist  viel zu früh. 

 

Lasst euch/ ihr Zeeeeeeiiiit !

 

Atme tief durch ,alles ist gut.

 

Manche Probleme  manifestiert man Aktionismus. 

Das Fenster  würde ich  auch  blickdicht  machen.....

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Ich danke euch für die zahlreichen Tipps! Es sind ja wieder ein paar Tage vergangen und in der kurzen Zeit gab es schon viele Auf's und Ab's. 

 

Das mit der Treppe wird langsam schon etwas nervig. Ich trage Lilli abends hoch, das scheint auch okay zu sein. Aber morgens ... bäääh... gehe ich die Treppe runter, will sie unbedingt hinterher, traut sich aber nicht - will ich sie nehmen um sie runterzutragen, flieht sie unter das Bett. Das ist echt doof. Es hilft auch alles gut zureden und motivieren nicht, sie kommt nicht von sich aus zu mir und ich will sie natürlich auch nicht scheuchen. Ich vermute, ihr ist das runter-getragen-werden unangenehm und auf der anderen Seite traut sie sich aber noch nicht, selbst runter zu gehen. Das ist natürlich eine blöde Zwickmühle für sie - für mich allerdings auch. Ich schätze, nächste Nacht wird sie wohl oder übel eine Leine tragen. Allein unten lassen möchte ich sie nicht - dann könnte vermutlich auch keiner Schlafen. 

 

Seit zwei Nächten fängt sie übrigens ganz unvermittelt des Nachts an zu jaulen und zu bellen. Ich vermute, sie hört draußen irgendwas - wenn wir das Fenster zumachen ist wieder Ruhe. Das ist natürlich recht heftig für uns. Ob das schon ein Problem mit mangelnder Auslastung ist? Sie war auch unentspannt die beiden letzten Nächte. Ist häufig aufgestanden, hat sich geleckt (sie leckt sich oft minutenlang im Genitalbereich - ich werde das beim TA checken lassen; sie ist kastriert), hat ständig ihre Liegeposition als auch den Platz gewechselt. Erst wenn ich morgens wach bin, scheint sie sich zu entspannen und ratzt auf ihrem Kissen ein. Ich finde das verrückt. Es wirkt fast so, als hätte sie keine Ruhe, wenn ich schlafe, weil sie dann aufpassen "muss". Ist das realistisch? Ich weiß, dass ein Hund Regeln braucht, um sich zu entspannen und die Verantwortung abzugeben, aber ich glaube, dass ich (gerade für die Anfangszeit) schon recht viele Regeln aufstelle. Und mit der Auslastung ist das eben auch so eine Sache. Sie ist erst eine Woche bei uns und war ja vorher nur um Heim. Sie ist keine riesen langen Spaziergänge gewohnt und ich möchte sie nicht körperlich überfordern. Ich jogge morgens mit ihr gemütlich eine Runde durch den Wald. Das sind vielleicht 20 Minuten oder so. Das ist nicht so weit und nicht so lang und ich habe das Gefühl, die Bewegung tut ihr richtig gut, denn sie ist voll dabei und fokussiert, läuft immer genau neben mir und interessiert sich dann auch nicht für andere Hunde, Büsche oder sonstwas. Mittags sind wir lang im Garten, da kann sie sich (mit Schleppleine) frei bewegen. Und abends gehe ich nochmal eine Runde mit ihr durch eben jenen Wald, diesmal länger weil gemütlich. Ich meine, für eine Woche wäre das schon ein ordentliches Programm. Aber für einen "fertigen" Hund wäre das natürlich nicht genug. Aber ich kann sie ja eben auch noch nicht trainieren um sie ordentlich zu fordern und auf Snacks spricht sie - zumindest draußen - auch noch nicht richtig an. Ansonsten habe ich inzwischen aber tatsächlich etwas gefunden: ausgerechnet die billigen weichen Hundesticks aus dem Supermarkt (in denen wahrscheinlich nur Zucker und Fleischaroma ist) kommen bei ihr an. Ich bin kein Fan davon, aber ich nutze sie, solange wir noch nichts Besseres haben. 

 

Von "zeigen und benennen" habe ich schon vorher gelesen. Ich finde das Prinzip gut und wende "benennen" auch bei vielen alltäglichen Dingen an. Wenn sie aber laut bellt möchte ich, dass das Thema schnell erledigt ist - wir haben drei Kinder und die aus dem Schlaf reißen zu lassen, kann und will ich nicht verantworten. Lilli dann auf ihren Platz zu schicken klappt inzwischen aber sehr gut. Sie motzt dann nochmal kurz und findet dann Ruhe. 

 

Und für den Weg zur Kita habe ich tatsächlich das Auto gewählt. Das war eine großartige Idee, denn das macht sie richtig toll. Sie legt sich hin und macht die meiste Zeit keinen Mucks. Leckerlies verweigert sie allerdings, so dass ich vermute, dass sie nicht ganz so entspannt ist, wie sie aussieht. Aber da lässt sich ja sehr gut drauf aufbauen. Wir fahren jetzt jeden Tag nachmittags die kurze Strecke zur Kita.

 

Eine Sache bereitet mir noch etwas Sorge: Lilli ist eigentlich total zutraulich. Wenn wir jemanden treffen - vor dem Ballett meiner Tochter oder die Nachbarn im Garten - dann läuft sie freudig auf sie zu, leckt die Hände ab und lässt sich sehr gern streicheln. Von allen möglichen wildfremden Leuten. Aber nicht von meinem Mann. Das ist total traurig, weil er natürlich auch gerne daran teilhaben würde, einen Hund zu haben. Er hat sich immer für einen Hundemensch gehalten und zweifelt jetzt schon an sich. Lilli geht ihm aus dem Weg und geht auch nirgendwo lang, wo er steht. Ich habe jetzt vorgeschlagen, dass er ihr einfach ab und an ein paar Leckerlies zuwirft, ohne Streicheleinheiten oder sonstwas zu fordern. Habt ihr noch andere Tipps?

 

Sandra

 

P.S.: Ich sage euch: Nicht-ganz-stubenreine Tiere und Staubsaugroboter sind einer sau schlechte Kombination. Lilli hat gestern unbemerkt einen Haufen in eine Zimmerecke gesetzt und während wir im Wald waren lief der Staubsaugroboter durch's Erdgeschoss. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was das für eine Sauerei war. Ich kann das wirklich nicht empfehlen!

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Ihre nächtliche Unruhe könnte daher kommen, dass sie als Straßenhund nachts unterwegs war. 

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wenn Lilli Angst vor Deinem Mann zeigt, lass ihn doch vieles für Lilli machen

 

Z.B.. würde ich ihn beauftragen, ganz alleine für Lillis Futter verantwortlich zu sein, sprich , Lilli bekommt

ihr Futter nur von Deiem Mann.

 

 

die Treppe , ich würde sie bis zum letzten Absatz runter tragen, die letzten Stufen aber alleine bewältigen lassen

Sie also immer die letzten Stufen absetzten und alleine laufen lassen.

(erst eine, dann zwei usw)

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vor 31 Minuten schrieb agatha:

wenn Lilli Angst vor Deinem Mann zeigt, lass ihn doch vieles für Lilli machen

 

Z.B.. würde ich ihn beauftragen, ganz alleine für Lillis Futter verantwortlich zu sein, sprich , Lilli bekommt

ihr Futter nur von Deiem Mann.

 

 

die Treppe , ich würde sie bis zum letzten Absatz runter tragen, die letzten Stufen aber alleine bewältigen lassen

Sie also immer die letzten Stufen absetzten und alleine laufen lassen.

(erst eine, dann zwei usw)

 

Ich habe mal gelesen, mal solle sich zu Beginn ausschließlich um den Bindungsaufbau zur Hauptbezugsperson bemühen. Deswegen haben wir es so gehandhabt, dass es Essen nur von mir gibt (abgesehen von Leckerlies)

 

Das mit der Treppe mache ich genau so, wobei ich erst gestern angefangen habe, sie auf einer Stufe abzusetzen statt ganz rauf zu tragen. Ich bin sehr zuversichtlich was das angeht, aber das hilft mir natürlich nicht auf kurze Sicht.

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Ich  finde  es  total  schön  wie du dich  engagierst. 

Und  drück die Daumen. 

 

Ein  Fragezeichen  mach ich  an die  Vermittlung  von  Lilly an euch. 

Es ist  mit Sicherheit  eine  Riesenherausforderung ,für  Hundeanfänger mit  Kindern. 

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vor 11 Minuten schrieb black jack:

Ein  Fragezeichen  mach ich  an die  Vermittlung  von  Lilly an euch. 

Es ist  mit Sicherheit  eine  Riesenherausforderung ,für  Hundeanfänger mit  Kindern. 

 

Tatsächlich? Was für einen Hund hättest du denn an uns vermittelt? Einen fertig erzogenen, älteren Hund vermutlich? Es ist tatsächlich so, dass ich unbedingt einen "unerzogenen" Hund haben wollte. Also, keinen "falsch erzogenen", sondern eben einen, der noch nichts weiß (was wir so als Wissenswert erachten..). Durch mein Psychologiestudium habe ich mich zwangsläufig viel mit klassischer und operanter Konditionierung beschäftigt und ich habe ein sehr großes Interesse an der Materie. Ich wollte mir also bewusst die Arbeit machen und eben keinen "fertigen" Hund aufnehmen. Der leichte Weg liegt mir auch nicht und ich brauche immer (mindestens) ein Projekt.

 

Es ist eine Herausforderung und ich wollte auch eine Herausforderung. Es wäre doch irgendwie falsch, mir aufgrund von pauschalen Annahmen über meine Person keinen Hund zu geben, oder? Ich glaube, dass ich der Sache ganz gut gewachsen bin, gebe aber zu, dass es wirklich sehr anstrengend ist. 

 

Nichtsdestotrotz gebe ich deiner subtilen Kritik zum Teil Recht. Das Tierheim hat sich in der Tat sehr wenig für unsere Verhältnisse und Vorstellungen interessiert und uns Lilli sehr leichtfertig mitgegeben. Ich sehe das sehr kritisch, da ein Tier so in ganz andere Hände als die unseren geraten könnte. Lilli hat Glück, dass sie an jemanden geraten ist, der sich viele Gedanken macht und eher 15 Trainer und Tierpsychologen bemühen würde, als sie wieder abzugeben. Im Gegenzug bin ich dankbar, dass Lilli eine sanfte und gutmütige Persönlichkeit hat - sie ist mit Sicherheit alles andere als an schwieriger Hund. Meine Unerfahrenheit ist sicher ein Problem, aber daran arbeite ich jeden Tag sehr intensiv.

 

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vor 1 Stunde schrieb phea:

 

Ich habe mal gelesen, mal solle sich zu Beginn ausschließlich um den Bindungsaufbau zur Hauptbezugsperson bemühen. Deswegen haben wir es so gehandhabt, dass es Essen nur von mir gibt (abgesehen von Leckerlies)

 

Das mit der Treppe mache ich genau so, wobei ich erst gestern angefangen habe, sie auf einer Stufe abzusetzen statt ganz rauf zu tragen. Ich bin sehr zuversichtlich was das angeht, aber das hilft mir natürlich nicht auf kurze Sicht.

Das mit dem Bindungsaufbau zu einer Person hat ja im Wesentlichen super geklappt

Der Ehemann ist dann ,wie gewollt, nicht eine "Bindungsperson"

 

Wieso beschwerrst Du Dich dann???

 

 

 

 

 

 

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vor 2 Minuten schrieb agatha:

Das mit dem Bindungsaufbau zu einer Person hat ja im Wesentlichen super geklappt

Der Ehemann ist dann ,wie gewollt, nicht eine "Bindungsperson"

 

Wieso beschwerrst Du Dich dann???

 

 

 

 

 

 

 

Öh, ne, ich hatte nicht vor mich zu beschweren, sondern ich habe nach Tipps gefragt, damit Lilli meinem Mann nicht ausweicht und sich nicht vor ihm fürchtet (so es denn so ist). Sie ist anderen Menschen gegenüber sehr zutraulich, ohne dass sie eine Bindung hätten aufbauen müssen.

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Zwischen  einem  unerzogenen  Hund und dem was du an Verhalten  deiner Lilli schilderst ist  aber  ein  großer  Unterschied. 

Als meine  kleine Tochter  ein Jahr  war bekamen wir zb eine Hündin  aus Griechenland,war aber schon  in D.

 

Menschenfreundlich,neugierig und unerschrocken :) .

 

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