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Hundeforum Der Hund
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Tier bei Euthanasie allein lassen?

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Bin kein Fan von dem, was da zum Teil im Netz rumgegangen ist und finde es schlimm, wie da versucht worden ist, Leuten ein schlechtes Gewissen zu machen. Ich könnte selbst niemals nicht dabei sein, ABER ich respektiere auch, dass Menschen, wie hier im Thread schon gesagt wurde, da extrem unterschiedlich sind. Was bringt es dem Hund oder der Katze, wenn der Besitzer sich so gut er es versucht nicht zusammenreißen kann, heult, sich evtl. sogar übergibt? Ich habe diese Diskussion auf einem englischen TA-Blog verfolgt, wo von solchen Sachen berichtet wurde. Auch von Leuten, deren Leben es gefährdet hätte, anwesend zu sein, aufgrund ihres psychischen Zustandes - die jetzt wieder durch solches übertriebenes Schlechtes-Gewissen-Machen gefährdet werden. TÄ aus englischsprachen Ländern haben bei der Diskussion Stellung bezogen und erklärt, dass die Tiere, wo die Besitzer rausgehen, meistens in einem Zustand sind, wo sie eben nicht panisch nach dem Besitzer schauen, oft kaum noch mitbekommen, wer sie hält oder ihnen ein Leckerlie gibt. Es kommt ja auch auf die Situation an.

 

Ich bin jemand, der sich zusammenreißen kann und danach in absolutes Heulen und wirres Zeug reden ausbricht. Wenn mir das aber schon vorher passieren würde... ich glaube, da hätte auch der Hund in den meisten Fällen nichts von. Und mich hat das Ganze damals enorm belastet. Nicht so sehr, wie wen ich nicht dabei gewesen wäre, aber ich kann völlig verstehen, dass manche Leute da psychisch absolut nicht mit umgehen können. Und das weiß man auch nicht unbedingt groß im Vorfeld. Es kann ja auch sein, dass gerade noch andere extrem schlimme Dinge im Leben der Person passieren und sie einfach am Ende ist.

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Kann schon sein, aber ich könnte mir niemals vorstellen, meinen Hund einfach dem Tierarzt zu übergeben, wenn der letzte Blick noch mir gilt.

Ich glaube, daß ist man seinem besten Freund einfach schuldig und da sollte man die eigenen Befindlichkeiten hinten anstellen.

Dafür ist nachher genügend Zeit.

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Da das Thema ja allgemein auf "Tier" gehalten ist: Bisher hatten wir bzw ich nur eine Euthanasie. Notfalls wegen schwerer Vergiftung. 

Es war die Katze meines Freundes, er selber war arbeiten und hatte gerade frei, als ich ihn als Telefon bekommen hab. Als wir dran waren hab ich damals extra gefragt ob wir nicht noch fünf Minuten warten könnten, bis mein Freund da ist (Katze war schon bewusstlos). Auch weil ich es so wichtig finde, das Tier nicht allein zu lassen. Die TÄ damals hat ziemlich frech gesagt, dass sie nicht wartet und das böse Mittel direkt ins Herz gesetzt. Ich war völlig fertig weil das einfach so unglaublich kaltherzig war und gemacht wurde. Wie in einem schlechten Film kam mein Freund kurz danach rein. Er war ebenso sauer und hat lange nicht verstehen können/wollen, dass ich nicht schuld daran bin, dass sie einfach eingeschläfert hat.

 

Was ich daran in der Situation mit am schlimmsten fand, war das Bezahlen. Das hat sich so beschissen angefühlt, für diese Abfertigung und das Töten zu bezahlen.

 

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Schuldgefühle und schlechtes Gewissen, das einem von andern aufgedrückt wird, vergiften das Leben und nützen keinem etwas.

Ausser den Superheiligen.

Besser ist es genau zu überlegen, womit man am besten weiterleben kann.

 

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Ich war bisher bei jedem Tier dabei, und werde das auch weiter tun. Anders kann ich es mir auch gar nicht vorstellen. 

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Ich hab mal einen Hamster nicht begleitet. Ich konnte das nicht. Aber der hatte auch keinen Bezug zu mir, war sehr scheu. Ich glaube nicht, dass meine Anwesenheit geholfen hätte.

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Bei solchen Entscheidungen gibt es einfach kein Richtig oder Falsch. Man muss selbst entscheiden, da man auch mit dieser Entscheidung weiterleben muss. Ich bin z.B. sehr froh, dass mein Mann letztes Jahr bei uns im Haus in seinem Bett recht friedlich eingeschlafen ist. Wir hatten uns einmal gegenseitig versprochen, dass keiner von uns alleine in einem Krankenhaus sterben soll. Dieses Versprechen wäre in Portugal kaum einhaltbar gewesen. So war sein Tod schlimm, aber auch friedlich für uns, ich konnte Abschied nehmen, bei ihm sein bis zuletzt. Das hinterlässt ein gutes Gefühl, ich habe ihn nicht allein gelassen.

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Ich bin auch der Meinung, dass niemand urteilen darf, wenn jemand nicht dabei sein möchte.

Ich denke, dass niemand sein Tier einfach beim Tierarzt zum Einschläfern abgibt und wieder geht. Vielleicht ist das in den USA so, wer weiß. Meistens wird ja wohl ein anderer Mensch dabei sein, den das Tier gut kennt. 

 

Ich muss zugeben, dass ich ein großes Problem mit Einschläfern habe. Es ist so, als würde man Gott spielen und den Zeitpunkt des Lebensendes bestimmen (müssen). Empfinde ich als ganz schrecklich. 

 

Für Emma wünsche ich mir, dass sie ohne Einschläferung sterben kann (hoffentlich erst in 10, am besten erst in 15 Jahren). Ich kenne nur zwei Hunde, die friedlich und ohne Spritze zuhause gestorben sind. 

 

Unsere beiden vorigen Hunde sind zuhause eingeschläfert worden. Ich bin wirklich sehr dankbar, dass unsere TÄ zu uns nach Hause kommt. Bei Kimba habe ich es nicht geschafft, bis zum Schluss dabei zu bleiben. Ich war den ganzen Tag bei ihr und habe mich für sie schon die ganzen Stunden zusammen gerissen. Als es dann soweit war, war ich nicht mehr in der Lage, mich weiterhin zusammen zu reißen. Mein Mann ist bei ihr geblieben. Sie starb in ihrem Körbchen.

 

Es war und ist aber für mich kein gutes Gefühl, nicht dabei gewesen zu sein. Deshalb bin ich bei Lucky bis zum Schluss dabei geblieben. Ob es ihm geholfen hat? Ich weiß es nicht, denn ich konnte die Tränen nicht zurück halten. Auch er starb zuhause, auf der Terrasse, weil er nicht mehr ins Haus wollte (er legte sich bereits Tage vorher immer schon unter einen Baum und wollte dort bleiben).

 

Unsere TÄ ist Gott sei Dank sehr einfühlsam. Beide sind ganz friedlich eingeschlafen. 

 

Vielleicht sollte man sich vorher darüber Gedanken machen. Ich will darüber aber noch gar nicht nachdenken. Hoffe aber, dass es nicht passieren wird, wenn wir mit Wohnmobil unterwegs sind und ich hoffe, wie oben geschrieben, dass nicht ich Gott spielen muss, sondern sie ohne Hilfe sterben darf. 

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Man kann sich ja viele Gedanken darüber machen aber ob es dann am Ende dann wirklich so kommt weis ja niemand.

 

Ich habe mir immer geschworen, dass meine Hunde zu hause gehen dürfen. Dort wo sie sich wohlfühlen und geborgen sind.

 

Aber es kann immer anders kommen als man denkt. Ein Hundemäuschen wurde auf meinem Schoß liegend (ich saß im Auto) eingeschläfert

und der andere direkt in der Klinik.

Alleine gelassen hätte ich sie niemals, auch wenn ich daran zerbrochen bin dass sie gehen mussten.

 

In Deutschland ist es denke ich auch normal, dass eine vertraute Person den Hund begleitet.

Wie es in anderen Ländern aussieht.. naja, scheinbar unter gewissen Umständen anders, kann ich mir schon vorstellen.

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Selbstverständlich muss jeder seinen eigenen Weg finden,

mit dem Ableben seines Tieres umzugehen.

 

Ich war bei allen Tieren bei ihnen, als es zu Ende ging.

Kann es mir für mich auch nicht anders vorstellen.

Wenn denn ein Tier eingeschläfert werden musste,

passierte es bei uns auf dem Grundstück, bei meinem ersten Hund war es auf der Schafweide.

 

Wir sind schon lange mit unserem Tierarzt befreundet,

der würde auch nachts um 2 kommen.

Was bei einer Katze sogar schon mal nötig war.

 

Sie Sache mit dem schlechten Gewissen verstehe ich nicht so richtig,

wenn ich von meinem Tun überzeugt bin, bekomme ich kein schlechtes Gewissen.

Dachte ich zumindest.

 

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