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Hundeforum Der Hund
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Tier bei Euthanasie allein lassen?

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vor 15 Minuten schrieb KäptnKörk:

Sie Sache mit dem schlechten Gewissen verstehe ich nicht so richtig,

wenn ich von meinem Tun überzeugt bin, bekomme ich kein schlechtes Gewissen.

Dachte ich zumindest.

 

Naja, wer ist schon immer davon überzeugt, was er tut?

Ich bin bestimmt nicht jemand, der sehr auf die Meinung anderer Wert legt. Aber ich bin (fast) immer im Zweifel, ob das was ich für andere, tue richtig ist.

Soll ich mehr oder weniger, seltener oder öfter... schlaflose Nächte ohne Ende.

Wenn dann nachträglich jemand kommt und sagt, dass ich alles falsch gemacht habe, trifft mich das schon.

Dinge die für mich falsch gelaufen sind, egal. Aber wenn anderen wegen einer Entscheidung von mit alles daneben geht...

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Zitat

Naja, wer ist schon immer davon überzeugt, was er tut?

 

Das ist dann wohl ein Vorzug des fortgeschrittenen Alters.

Gemeinhin bin ich mit meinen Handlungen völlig im Reinen.

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vor 7 Minuten schrieb KäptnKörk:

 

Das ist dann wohl ein Vorzug des fortgeschrittenen Alters.

Gemeinhin bin ich mit meinen Handlungen völlig im Reinen.

 

Also bleibe ich ewig jung :D

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vor 50 Minuten schrieb KäptnKörk:

 

Das ist dann wohl ein Vorzug des fortgeschrittenen Alters.

Gemeinhin bin ich mit meinen Handlungen völlig im Reinen.

Dann ist mein Alter noch nicht fortgeschritten genug.

 

Wenn ich nur an den Tod von Yerom denke.

Morgens noch scheinbar gesund, dann  baut er immer mehr ab, so dass wir zur Tierklinik waren

Dort alles ok .

Und abens stirbt er  jämmerlich in meinen Armen.

 

Mache ich mir Gedanken, ob ich diesen Tod hätte verhindern können.

Gerade jetzt bräuchten wir den Therapiehund so dringend.

 

Vieler meiner Katzen musste ich beim TA einschläfern lassen,aber immer in meinen Armen.

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Ein Tierarzt kann ja nicht immer von einer Minute auf die andere die Praxis und das laufende Geschäft alleine lassen

um zu einem Patienten zu fahren.

 

Da nutzt dann auch jahrelange Freundschaft nichts. Da fahre ich dann halt hin um meinen Hund nicht länger leiden zu lassen.

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Ich bin ja auch mit meiner Tierärztin befreundet und weiß von ihr, dass es auch hier Menschen gibt, die ihre Tiere zum Sterben/ Euthanasieren einfach in der Praxis abgeben :(
Das gibt es leider auch bei uns.

Ich fand es für meine Tiere gar nicht schlimm, dass ich in Tränen aufgelöst war, ich denke, in dieser Situation war für sie die vertraute Person, im Arm gehalten zu werden am wichtigsten. Warum sollen sie nicht spüren, wenn wir traurig sind? Ich glaube auch sie wissen, dass es ein Abschied ist.

Ich bin sehr dankbar, dass meine Tierärztin zu uns nach Hause kam, meine Hunde hatten keine Angst, sie waren ganz entspannt, das war mir auch immer sehr wichtig.

Auch für Tierärzte ist das übrigens eine sehr große Belastung.

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vor 43 Minuten schrieb benno0815:

meine Hunde hatten keine Angst, sie waren ganz entspannt, das war mir auch immer sehr wichtig.

 

Das ist auch für mich der entscheidende Aspekt.

Zum Glück war das auch bei Jolly und Selma so. Sie waren aber beide auch so alt und hinfällig geworden, dass ihnen der Spass am Dasein abhanden gekommen war.

Sie wollten nicht mehr, ich glaube, dass sie daher auch sehr ruhig waren, als der Moment der Euthanasie gekommen war.

Anders wird das aussehen, wenn ein Hund einen schweren Unfall hatte oder anderweitig so schwer verletzt wurde, dass die tierärtzliche Kunst nichts mehr ausrichten kann.

Dann ist es wohl am TA, den Hund, falls nötig, erst einmal medimentakös zu "beruhigen" und schmerzfrei zu bekommen..

 

So einer Situation wohnt für mich der größte Schrecken inne, ich wünsche mir sehr, dass mir (und meinem Hund erst recht nicht)  so etwas erspart bleibt.

Natürlich habe ich mir bei den beiden in ihren letzten Monaten lange gewünscht, sie mögen eines Tages tot in ihrem Bettchen liegen...friedlich eingeschlafen...

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Es ist nicht das erste mal das meine Hunde mich weinend erlebten. 

 

Mich zusammenreißen ?

Insofern das ich nicht hysterisch werde aber weinen und traurig sein ..ist doch ok. ..

"Auch in schweren Zeiten. ..."

 

Das gehört zum Leben dazu. ...

 

 

 

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Ich rate im Zweifel und beim ersten Mal, wenn es absehbar ist, Freunde mit dazu zu nehmen, die der Hund auch kennt und mag. Die haben genug Abstand und man kann jederzeit an sie delegieren, wenn die Gefühle einen übermannen und alles zuviel wird. Ich habe sehr friedliches Einschläfern erlebt und eher hässliches, was einem noch lange nachgeht. Ich habe hier gelesen, dass ein kämpferisches Pferd im Beisein der Besitzerin am Boden lag und anfing zu galoppieren. Trotzdem und gerade deshalb will ich dabei sein, auch wenn es nicht hilft. Ärzte habe ich da sehr routiniert erlebt, die bleiben cool und wissen in jeder Situation, was zu tun ist, aber junge Azubi-TA-Helfer sind dann auch am Schlucken und verunsichert, auch im Umgang mit den Besitzern. Das Töten übt man ja nicht und den Umgang mit Menschen in Extremsituationen, außer beruflich, auch nicht. Wir lernen stattdessen, wir sollen nicht töten, schon gar nicht die geliebten Familienmitglieder. Wenn das Leiden aber zu schlimm wird, möchte man helfen und muss als Halter plötzlich ran, entscheiden und durchführen.

 

Das alles ist schon sehr speziell und tabuisiert, finde ich, aber man kann als Mensch auch daran wachsen: Entscheidungen treffen, zu ihnen stehen, mit den Fehlern dabei umgehen, schwere Situationen durchstehen. Vom ungeübten Haustierbesitzer erwartet man etwas, was in unserer Kultur eigentlich nur Ärzte, Krankenhauspersonal, Rettungssanitäter oder Altenpfleger gelernt haben. Aber man kann den Umgang mit Töten, Sterben und Beerdigen tatsächlich lernen. Ich finde, das ist ein wichtiger Teil des Lebens, der einem beibringen kann, das normale Leben auch etwas anders zu sehen.

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vor 14 Minuten schrieb Laikas:

Vom ungeübten Haustierbesitzer erwartet man etwas, was in unserer Kultur eigentlich nur Ärzte, Krankenhauspersonal, Rettungssanitäter oder Altenpfleger gelernt haben. Aber man kann den Umgang mit Töten, Sterben und Beerdigen tatsächlich lernen. Ich finde, das ist ein wichtiger Teil des Lebens, der einem beibringen kann, das normale Leben auch etwas anders zu sehen.

 

Rattenhaltung ftw! :D

Jaja, mein Humor ist manchmal recht schwarz, aber mit Ratten lernt man das tatsächlich.

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