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Hundeforum Der Hund
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Hund will bellend Kindern hinterher

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Hallo zusammen,

unsere Hündin ist jetzt 10 Monate alt, sie ist total verschmust, verträgt sich mit allen Hunden und reagiert auf fremde Menschen eher etwas ängstlich und zurückhaltend.

Das einzige "Problem" sind Kinder: sobald Kinder laut und schreiend auf uns zu kommen oder an uns vorbeilaufen, fängt sie an zu knurren und will ihnen hinterher jagen. Sie lässt sich dann auch nicht mit Leckerlies ablenken, habt ihr vielleicht Tipps für uns?

Wir hatten erst überlegt, an einen See zu fahren, bei dem immer viele Kinder sind aber mittlerweile glaube ich, dass sie so viele auf einmal nur überfordern würden.

 

Über ein paar hilfreiche Antworten würden wir uns freuen 😊

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Ein paar mehr Infos zum Hund wären gut. 

Welche Rasse , evtl. Bild und vor allem, woher hast du sie, wie ist sie, in der Zeit bevor sie bei dir war, aufgewachsen??

Tipps habe ich im Moment noch nicht, nur den einen, pass gut auf deinen Hund auf und geh solchen Situationen vorausschauend an, vielleicht ausweichen.

 

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Sie ist ein Rottweiler, wir haben sie mit 10 Wochen vom Züchter bekommen, sie ist mit beiden Elternteilen und den Geschwistern bei der Familie im Haus aufgewachsen, allerdings hatten die keine Kinder. Wir haben sonst keine Probleme mit ihr, sie ist sehr gehorsam. Sie reagiert nicht aggressiv auf fremde Menschen, sie lässt sich nur nicht von Ihnen streicheln, was ich aber nicht schlimm finde. Sobald sie Menschen kennt, will sie alle abschlecken und auf den Schoß. Nur bei Kindern haben wir dieses eine Problem..

 

Das Bild ist ca. 4 Wochen alt, sie hat 38 Kilo. Da sie so groß ist haben die Kinder verständlicherweise gleich Angst und schreien noch mehr, was sie natürlich nur verrückter macht.

Bella5.jpg

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vor 55 Minuten schrieb bella0411:

fängt sie an zu knurren und will ihnen hinterher jagen. Sie lässt sich dann auch nicht mit Leckerlies ablenken, habt ihr vielleicht Tipps für uns?

Sie will dann sehr wahrscheinlich die Kinder vertreiben, weil sie die als potentielle Gefahr betrachtet.

Abstand halten- cool bleiben, Zeigen, Benennen, Ausweichen, Belohnen- auf lange Sicht Desensibilisieren- ganz wichtig: der Hund muß sich darauf verlasen können, daß ihr die Kinder auf Abstand haltet.

Das dauert.

Wenn der Abstand groß genug ist, kann man bei Sichtung mit Futter belohnen.

Bei uns geht es situativ, wenn ein größerer Abstand nicht möglich ist mit Zerrspielzeug gegenzukonditionieren. Draußen benötigen wir das mittlerweile nur noch selten, weil sich doch langsam herausstellt, daß die auch fern bleiben ohne daß man sie verbellen muß. Wenn wir das noch brauchen dann hauptsächlich in der Kombination Rennen und Schreien , vor allem wenn Angst im Spiel ist. Das riecht sie sofort- ängstliche Tiere neigen nunmal zum beissen , also will sie die vorsichtshalber lieber vertreiben.

Wenn die Kinde einen Hund dabei haben, hat sie wenig Probleme mit denen- sie hat abgespeichert, daß bisher Kinder ängstlich oder aggressiv reagieren, wenn die keinen Hund haben.

Läufigkeitsphasen wirken sich auch etwas auf dieses Verhalten aus.

Vielleicht kannst du ja auch bei eurem Hund solche Muster erkennen.

 

Was bei uns immer gut ist, sind angstfreie offene Kinder. Einzeln, erstmal auf Abstand , mit Spieleinladung zum Wasserstrahlspiel akzeptiert sie die gerne auch bei uns im Garten.

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@gebemeinensenfdazu Vielen Dank, das werden wir beim nächsten Mal direkt testen. Aber jetzt, wo ich Ihre Tipps hier lese: sie reagiert tatsächlich entspannter, wenn die Kinder auf der anderen Straßenseite und nicht direkt neben uns laufen.

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Bei so etwas ist es nie schlecht, wenn ein guter Trainer da mal drüberguckt- also einer, der mit positiver Verstärkung arbeitet und euch Zeigen und Benennen http://markertraining.de/zeigen-und-benennen-wie-vokabellernen-die-kommunikation-verbessert/

zeigen kann.

Wie gesagt: das dauert.

Wenn's nicht klappt- immer Abstand vergrößern. Nächstes Mal größeren Abstand Wählen.

Bringt eurem Hund "Seite" oder ein anderes Ausweichsignal bei.

Schutzverhalten ist stark intrinsisch verankert, der Weg geht über gemeinsame Kooperativität dabei- helft ihr. Auf keinen Fall maßregeln oder verbieten- dann macht sie das irgendwann alleine und im schlechtesten Fall läßt sich das dann nicht über eine Leine managen. Außerdem würde es nur dazu führen, daß Kinder noch schlechter belegt werden als sie sowieso schon sind. Nur falls ihr an jemanden geratet, der meint das wäre eine gute Methode.:(

Die Skepsis legt sich erst nach sehr vielen positiven Erfahrungen und dem Vertrauen darin, daß ihr richtig mit den Kindern "umzugehen" wißt.

Also daß der Hund merkt, daß ihr die Kinder gemerkt habt und einen Plan, nämlich "Ausweichen und anschließend Spiel und Futter Party" habt.

Das Futter und das Spiel dient der Umlenkung- nicht der Ablenkung.

Sie soll die Kinder sehen und anders verknüpfen lernen.

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@gebemeinensenfdazu Sie wechselt automatisch schon die Seite, sodass sie nicht mehr direkt an den Kindern vorbei gehen muss, sondern ich zwischen ihr und diesen bin. Ich versuche immer gar nicht viel auf sie einzureden, sondern sie sitzen zu lassen und locker zu warten, bis alle weg sind. Manchmal klappt es gut, manchmal weniger, kommt immer auf die Art der Kinder an. Werden aber jetzt erstmal die Taktik mit dem Abstand umsetzen 🙂

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vor 2 Minuten schrieb bella0411:

@gebemeinensenfdazu Sie wechselt automatisch schon die Seite, sodass sie nicht mehr direkt an den Kindern vorbei gehen muss, sondern ich zwischen ihr und diesen bin. Ich versuche immer gar nicht viel auf sie einzureden, sondern sie sitzen zu lassen und locker zu warten, bis alle weg sind. Manchmal klappt es gut, manchmal weniger, kommt immer auf die Art der Kinder an. Werden aber jetzt erstmal die Taktik mit dem Abstand umsetzen 🙂

ich lasse meinen Hund immer HINTER  mir laufen oder absitzen.

Ich übernehme die "Arbeit", mein Hund soll sich auf mich verlassen.

Wenn mein Hund sich entspannt, dann gibt es Leckerlis und wir beschäftigen uns mit anderem.

Mein Hund wird Kinder wohl nie mögen, aber er ignoriert sie, geht ihnen aus dem Weg, wenn es ihm zu viel wird.

 

Die Moglichkeit, sich Abstand zwischen den Kindern und sich schaffen zu können, empfindet mein Hund als sehr gut für ihn.

 

 

Mein Hund nimmt alle Hilfen sehr gerne an, um seine Unsicherheit gegenüber rummwuselnden  Kindern ablegen zu können.

 

Benennen, Zeigen, ihm sagen, was er jetzt tun soll, findet er toll.

 

Wenn wir am Kindergarten vorbei gehen, läuft er gerne an meiner Seite, wechselt extra auf die von den Kindern abweisende Seite.

ER läuft dann an meinem Knie.

 

Sind wir ruhig vorbei, will er sich gerne noch mal umdrehen, alles betrachten.

(macht er auch, wenn wir an gut besuchten Spielplätzen vor bei gehen).

 

 

 

 

 

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Sie läuft von alleine entweder seitlich von mir oder hinter mir, selbst ohne Leine macht sie das 70% der Zeit. Wenn ich ihr den Freilauf anbiete, entfernt sie sich maximal 5 Meter von mir weg. Wenn uns die Kinder dann entgegen kommen, ist sie auch neben mir aber im letzten Moment will sie dann hinterher und bellt oder knurrt. Sie soll sich nicht mit allen Kindern anfreunden, ich möchte einfach nur, dass sie sie ignoriert und man entspannt an ihnen vorbei kann.

 

 

 

 

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Mein Hund empfindet die Leine als ein ihm Sicherheit gebende Verbindung.

 

Eigentlich hat er das Knurren und Verbellen ganz gelassen, seit dem ich ihm die kommenden Kinder ansage.

Dieses ruhige , aber selbstbewußte Einwirken meiner Stimme beruhigt ihn absolut.

 

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