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Hundeforum Der Hund
Ciindy

Hund weggeben ja oder nein?

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)
vor 22 Stunden schrieb Ciindy:

Oder vllt gibt es hier auch ein paar die selber eigene Erfahrungen mit Beagle gemacht haben ob gut oder schlecht...

 

Ich habe eine achtjährige Beaglehündin und kam immer sehr gut mit ihr klar, aber:

- sie musste erst sehr spät und nur wenig alleine bleiben, und sie wuchs außerdem mit einem zweiten Hund auf. Beagle sind Meutehunde und bekannt, dafür dass sie ungerne längere Zeit alleine bleiben!

- ich habe von klein auf sie zwei mal wöchentlich mit Mantrailing ausgelastet. Beagle sind Jagdhunde, und brauchen entsprechend auch meist irgendeine eine artgerechte Auslastung um dann auch zufriedene und entspannte Familienhunde zu sein.

- ich habe mich intensiv mit der Rasse Beagle vor dem Kauf auseinandergesetzt, daher hatte ich auch keine falschen Erwartungen. Beagle sind sehr eigenständige Hunde und nicht ganz so leicht zu erziehen ...

 

Ich frage mich ehrlich gesagt, welcher Züchter Euch einen Beagle-Welpen verkauft hat ... als Einzelhund zu zwei Vollzeit Berufstätigen.

Sucht Euch fürs erste möglichst schnell eine Betreuung tagsüber für Euren Hund, und eine gute Hundeschule die Erfahrung mit Jagdhunderassen hat.

 

Beagle sind tolle Hunde, aber definitiv nicht die einfachste Rasse!

 

 

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6-8 Stunden allein?! In so einer Zeitspanne hätte unserer mit 5 Monaten tagsüber auch nicht stubenrein bleiben können. Auch unseren stubenreinen vorherigen Hund haben wir tagsüber nicht so lange am Stück allein gelassen ohne Gassi dazwischen. 

 

Eine Klaukiste mit „Lieblings-ich-ärgere-Frauchen-Dingen“ (zwischendurch mal Dinge austauschen für das bleibende Interesse) reduzierte übrigens die Zerstörungs-Bilanz sofort und deutlich (reine Langeweile, er ist sehr selten alleine). Ist ihm langweilig, räumt er erst mal diese Kiste aus - meist ist es damit dann auch wieder gut, manchmal kommt er auch mit etwas davon an und wir spielen kurz zusammen damit. Ich denke inzwischen: wenn ein junger Hund das Bedürfnis nach Unfug hat, ist nicht den Unfug verbieten effektiv sondern den Unfug zu kontrollieren. Soll er doch Dinge kaputt beißen wenn er es gerade braucht aber eben die „richtigen“ Dinge. Hat zumindest bei uns geholfen. 

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Am 19.9.2018 um 22:55 schrieb Ciindy:

 

 

Guten Tag, 

Ich weiß dieses Thema ist eig. Sehr unangenehm. 

Ich fang einfach mal an. 

Wir haben einen 5 Monate alten Beagle, es ist unser erster wirklicher eigener Hund.  Es fing sehr gut an mit ihr und wird aber Zeit zur Zeit immer schlimmer. Sie pinkelt überall hin und macht uns alles kaputt, sie hört auf kein einziges Wort mehr. Erziehungsmaßnahmen wirken nicht. 

Ich hasse mich dafür diesen Gedanken überhaupt zu haben, aber um ehrlich zu sein, macht uns dieser Hund zur Zeit das Leben zur Hölle, wir haben einfach Kein Plan mehr, was wir machen sollen und uns liegen die Nerven plank. 

Sie weggeben ist eig. Für mich das schlimmste und ich fühle mich dabei eig. Schlecht. Schließlich wollte ich unbedingt ein Hund und hol mir keinen um ihn dann wegzugeben, nur weil ich vllt nicht mit ihm klar komme.

Aber ich denk mir auch vllt ist es das beste für den Hund? Ich glaub einfach wir können ihr nicht das liebevolle Abwechslungsreiche Leben geben was sie verdient. 

Vllt könnt ihr uns ein paar Tipps geben? Oder vllt gibt es hier auch ein paar die selber eigene Erfahrungen mit Beagle gemacht haben ob gut oder schlecht... Oder vllt gibt es auch Leute die so eine ähnlicber Situation wie ich jetzt auch schon hatten.

Ich freue mich auf antworten. 

 

Viel eigentlich.

Zitat

Schließlich wollte ich unbedingt ein Hund und hol mir keinen um ihn dann wegzugeben, nur weil ich vllt nicht mit ihm klar komme.

 

Das ist kein Argument für einen Hund, weil es dabei um dein Bild von dir geht, um das Versagen, so hat man sich selber nicht eingeschätzt.

Zitat


Aber ich denk mir auch vllt ist es das beste für den Hund? Ich glaub einfach wir können ihr nicht das liebevolle Abwechslungsreiche Leben geben was sie verdient. 

 

 

Da ist der Ansatz, wo du ehrlich mit euch sein musst.

Ist euer Leben wirklich geeignet für einen Hund? Für genau diesen Hund? Generell?

jeder kennt das irgendwie, wenn man pläne macht, stehen doch die optimistischen Vorstellungen im Vordergrund udn Probleme werden eher nicht bedacht. Der Wunsch, der Traum, lässt einen glauben alles geht schon und es wird wunderschön.

Ich hab jetzt gelesen 6-8 Stunden allein und dann putzt du erstmal. Sie wird nicht lernen Stubenrein zu werden, weil sie nicht 8 Stunden einhalten kann, sie lernt also gerade wie ein Zwingerhund, mach drinnen, du hast keine Alternative. Das wird also Dauerthema bleiben, egal wie alt sie ist, weil sie jetzt jeden Arbeitstag lrnt, man macht drinnen rein. Sie kann es nicht lernen.

Zitat

 

Hundeschule hab ich mich auch schon informiert, da ich bevor ich über so ein Thema wirklich nachdenke, alles mögliche probieren wollte, aber das einzige was möglich ist, ist Einzelunterricht und so doof wie es auch klingt aber das würde uns zu teuer werden, da es wahrscheinlich noch t nur bei 3 Stunden oder so bleiben würde.

 

 

Das ist ein echtes Problem, den ein Hund kostet schnell unglaublich viel mehr Geld als ein paar Einzelstunden. Das klingt nicht nur doof, das klingt nach völlig unüberlegter Hundehaltung. Einmal Pfote aufgeschnitten, muss genäht werden, natürlich an einem Wochenende, da sind 200 Euro ruck zuck weg. Wenn er jetzt alles zerkauen und zerstören kann, wenn sie es schluckt und es stecken bleibt. Bauch OP 1200 Euro aufwärts ...

Und dann ist auch kein Geld für eine Betreuung drin, die ihr eigentlich dringend bräuchtet. Der Hund hat die ganze Nacht geschlafen, selbst wenn ihr sie auslastet, wird sie nicht acht stunden durchschlafen. Sie wird weniger schlafen, denn sie wird älter und es fängt die Dunkle Jahreszeit erst an. Bit du dann also auch bereit nach dem Putzen von Kot und urin in den Regen, Herbststurm Schneematsch hinaus, im Dunkeln?

Lernt sie überhaupt Artgenossen kennen?

Deine Geduld ist jetzt shcon am Ende und die "lustige" Pubertät kommt erst noch.

 

Zitat

Aber ich denk mir auch vllt ist es das beste für den Hund? Ich glaub einfach wir können ihr nicht das liebevolle Abwechslungsreiche Leben geben was sie verdient. 

 

Da steht kein eigentlich dabei. Hir spricht dein Gewissen und deine Liebe für deinen Hund. Jetzt ist sie noch niedlich und mangelnde Stubenreinheit und Lust was kaputt zu machen normal. Wenn sie das noch weitere Monate Trainiert und es sich weiter verfestigt, wird es immer schwieriger sie in ein anderes zuhause zu vermitteln und die wird weiter Zeit alleine verbringen, wo sie nciht alleine sein dürfte.

Du schreibst, euer Leben ist die Hölle, ihr Leben auch und sie zeigt es euch deutlich, wie sehr sie gestresst ist durch die Zeit allein.

Man möchte immer zum durchhalten raten, aber hier gehts nicht um durchhalten, sondenr um nicht änderbare Lebensbeingungen, die allen das Leben schwer machen.

Such ihr ein Zuhause, wo sie die Zeit bekommt, die sie einfach braucht. Schenk ihr das liebevolle abwechslungsreiche Leben, das sie verdient. Da hat dein Herz und deine Vernunft gesprochen.

Ihr seit damit echt nicht alleine, ich war schon oft Notnagel für Menschen, die sich das mit Welpe und Arbeiten viel leichter vorgestellt haben. Kaputte Türen, viel Angst, Zerstörung, reinmachen. Sie haben dann halt mich gefunden, oder ich sie, weil ich in der Nachbarschaft wohne, selber drei Hunde habe und ich immer sage, einer mehr oder weniger. So sind tolle Freundschaften entstanden. In der Regel findet man aber solche Leute für Kost nix nicht. Vielleicht könntet ihr Dogsharing versuchen. Also jemanden finden, der einen Hund nicht ganz allein halten kann und deshalb gerne umsonst aufpasst. Das bedeutet aber Anpassung von verschieden Erziehungszielen und es ist auch nicht so leicht damit klarzukommen, das der Mensch, der den Hund tagsüber betreut, dann auch die Hauptbezugsperson wird. Aber das sofort herzaubern, einen Menschen, der das mitmacht, und ob das klappt? Besser wäre ihr jetzt eine neue Familie zu schenken, so schnell wie möglich.

 

Ihr wisst dann nun, was Hundehaltung und Welpenhaltung ausmacht. Schenkt einem Hund ein Zuhause, wenn die Finanzielle Lage so entspannt ist, das Tierarzt, eventuell Hundeschule und Betreuung, wenn ihr arbeitet, euch nicht schreckt, wählt einen deutlich älteren Hund, der nach dem Morgengassi schon nochmal sechs Stunden verpennen okay findet, so dass ihr euch dann wirklich auf die Schönen Seiten konzentrieren könnt.

 

Zitat

Aber ich denk mir auch vllt ist es das beste für den Hund? Ich glaub einfach wir können ihr nicht das liebevolle Abwechslungsreiche Leben geben was sie verdient. 

Das zuzugeben und danach zu handeln, ist viel tapferer, als mit ach und krach auf kosten der Kleinen "durchzuhalten".

 

 

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      in Hunderudel


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