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Hundeforum Der Hund
Lanya

Keratitis - Erfahrungen gesucht

Empfohlene Beiträge

Hallo Zusammen,

 

Ich hätte gerne einen Erfahrungsaustausch  zur sog. Schäferhundkeratitis.  Gibt es hier um Forum betroffe Hunde  ?

 

Bei Yuri wurde diese Krankheit vor gut 2.5 Wochen  diagnostiziert.  

 

Ich war erst mal vor den Kopf  geschlagen  und musste srotieren und sacken lassen. 

 

Er bekommt momentan  4 x am  Tag Augensalbe. Kontrolltermin  war sehr positiv.

 

Wir sind nun dabei ihm die Brille aufzutrainieren. Samstag ist er eine 2 Stundenrunde damit gelaufen  ohne sie einmal absvhubbern zu wollen.  

 

Ich hoffe das  bleibt  so.  

 

 

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Hallo 

Oh ja... Ich erzähle dir einfach mal die Geschichte meiner weißen Schäferhündin.

 

Wann die Krankheit bei ihr anfing kann ich nicht sagen, es wurde nicht mal erwähnt. Sie wurde mit 7 Jahren einfach in Holland in einer Auffangsstation für Tierschutzhunde abgegeben und ich holte sie einige Zeit später ab. 

 

Was mir sofort auffiel, waren ihre Augen, sie sahen eben komisch aus. Beide Augen waren trüb, hatten einen bräunlichen Schleier, das rechte Auge noch dazu eine Verwachsung, die fast das halbe Auge bedeckte.
Wir gingen zum Tierarzt, der stellte nichts fest, meinte diese Verwachsung wäre nicht schlimm, wahrscheinlich eine alte Beisserei. Der zweite und auch dritte Tierarzt vertrat die gleiche Meinung. Ich glaubte es trotzdem nicht und so suchten wir einen Augenspezialisten für Hunde.

Die Diagnose Keratitis auf dem linken Auge, eine „harmlose Verwachsung“ auf dem rechten Auge.

 

Sie wurde behandelt mit Isopto Max Augentropfen, bekam ausserdem Spritzen direkt ins Auge. Die Trübung verschwand ein wenig, das Auge sah etwas besser aus, statt Isopto Max, bekam sie nun Isopto Dex. Die Freude hielt nur kurzzeitig. Obwohl ich das Auge mit gröbster Sorgfalt behandelte, genau nach Zeitplan die Tropfen 5 Mal täglich gab, fast alle 14 Tage zum Augenarzt ging, sahen bald beide Augen wieder aus wie am Anfang.

 

Die Augenärztin war ziemlich hysterisch, sie schrie rum, bei einem Besuch schrie sie mich im Wartezimmer an, dass ich beim rechten Auge total geschlampt hätte… wie schlecht das aussah. Ich zeigte ihr IHREN Behandlungsplan, wonach ja NUR das LINKE Auge erkrankt sei. Sie schwieg und schrieb einfach dazu: rechtes Auge nun auch erkrankt.

 

Ich behandelte also weiter GENAU nach ihrem Plan, doch eine wirkliche Besserung trat nicht ein. Okay Keratitis ist nicht heilbar, Ziel ist es die Krankheit zum Stillstand zu bringen, aber es wurde eben trotz allem schlimmer! Ich war völlig fertig, nicht mehr nur wegen der Krankheit, sondern auch wegen dem Verhalten der Tierärztin, welches nicht nur jeden Mangel guten Benehmens fehlen ließ, indem sie z.B. während der Behandlung neben mir rumschrie: Verdammte Scheiße! Sondern auch wie sie brutal mit meinem Hund umging. Ihr fiel nichts mehr ein, als ihr wieder und wieder brutal Spritzen ins Auge zu jagen, meine Hündin schrie schon vor Schmerzen und mir reichte es! Ich suchte eine neue Praxis, konnte die Frau nicht mehr ertragen!
Mein Hundi war ja mittlerweile so weit und wollte sich zu Hause die Tropfen schon nicht mehr geben lassen…

 

Ich ging also zu einer neuen Augenärztin, schon mit Grauen nach meinen Erfahrungen. Im Nachhinein ärgerte ich mich, dass ich nicht sofort bei ihr gelandet war, es war ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die Frau war ruhig und nett, sie erklärte erst einmal alles, die Krankheit, die Untersuchungen, die Behandlung, auch mein Hund war plötzlich wieder ruhig und entspannt.
Ich erzählte ihr von den ständigen Spritzen und sie war entsetzt, meinte so etwas macht sie gar nicht, weil das für eine lebenslange Behandlung einfach kontraproduktiv ist den Hund so zu quälen. Ich atmete auf. Sie machte Photos von den Augen, worauf man deutlich viele kleine weisse Punkte sehen konnte, eine Folge von zu viel Cortison durch Übermengen an Isopto Tropfen. Die Behandlung wurde umgestellt, mein Hund bekam nun Optimmune Augensalbe.
Die Krankheit kam endlich zum Stillstand!

 

Beim Besuch in Belgien stellte die Ärztin fest, dass die Verwachsung etwas zugenommen hat am rechten Augen. Sie riet uns bei der nächsten Narkose, die sein MUSS, das vielleicht etwas weglasern zu lassen.

Dann stellte ich fest, dass das rechte Auge sich mehr und mehr wölbte, Hund oft das Auge zukniff und beim salben Schmerzen zu haben schien. Das Auge wurde immer dicker und trüber, ich machte also sofort wieder einen Termin. 

Die Untersuchung des linken Auges war wieder gut, die Krankheit stand, aber das rechte Auge…
Der Augeninnendruck wurde gemessen, war viiiiel zu hoch, Ultraschall wurde gemacht, sah ganz schlecht aus, die Pupille auch nicht mehr erkennbar etc… Das rechte Auge war blind und irgendwas war dahinter...


Fazit: Das rechte Auge war nicht mehr zu retten, es musste operativ entfernt werden, dabei wurde ein Tumor hinter dem Auge gefunden. 

Um so mehr achtete ich natürlich penibel auf das zweite Auge, beim geringsten Sonnenstrahl oder einfach grellen Licht NIEMALS ohne Brille nach draussen! Starke Reflektionen wie zum Beispiel am Wasser oder Sonne auf Schnee möglichst meiden. Ansonsten 2x täglich Optimmune Salbe, anfangs alle 3, später alle 6 Monate zum Augenarzt und die Krankheit hat sich bis zu ihrem 13. Lebensjahr wirklich nicht verschlechtert. 

Man sollte eben wirklich gewissenhaft sein, dann ist damit gut zu leben. 

 

Viel Glück euch. 💛

 

Wir hatten diese Brille, war damit sehr zufrieden. 

 

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Danke für deinen zum Teil nicht so schönen Erfahrungsbericht.

 

SO eine Brille hatte ich kurzfristig  für den Urlaub.  Wir waren  an der See und ich wollte ihn nicht ungeschützt  lassen.  

 

Optimmune  bekommt Yuri auch. 2 x Täglich und um Moment noch Dexamytrex.  Erst als Tropfen und jetzt als Salbe.  

 

 

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Also bei uns hat Optimmune sehr gut geholfen und sonst, nun ja die Brille ist eben wirklich wichtig und irgendwann gehört sie eben ganz normal dazu wie Halsband und Leine... Auch, wenn man sich an die blöden Sprüche der Leute erstmal gewöhnen muss. 

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Ja das  ist schlimm.

 

Sogar aus dem Bekanntenkreis kommen Sprüche.  Und damit tu ich mir echt schwer 

 

 

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Daran gewöhnt man sich aber. Am Anfang habe ich mir noch die Mühe gemacht es jedem ausführlich zu erklären, irgendwann hat man da keine Lust mehr drauf. An blöde Sprüche war ich auch schon gewöhnt, hatte davor einen Hund im Rollstuhl. 

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Am 24.9.2018 um 07:13 schrieb Lanya:

Hallo Zusammen,

 

Ich hätte gerne einen Erfahrungsaustausch  zur sog. Schäferhundkeratitis.  Gibt es hier um Forum betroffe Hunde  ?

 

Bei Yuri wurde diese Krankheit vor gut 2.5 Wochen  diagnostiziert.  

 

Ich war erst mal vor den Kopf  geschlagen  und musste srotieren und sacken lassen. 

 

Er bekommt momentan  4 x am  Tag Augensalbe. Kontrolltermin  war sehr positiv.

 

Wir sind nun dabei ihm die Brille aufzutrainieren. Samstag ist er eine 2 Stundenrunde damit gelaufen  ohne sie einmal absvhubbern zu wollen.  

 

Ich hoffe das  bleibt  so.  

 

 

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Hallo, ich möchte einmal meine Geschichte zu dieser Krankheit erzählen.  Meine yorki terrier wurde vor einem Jahr diese keratitis diagnostiziert.Er ist 4 jahre alt. Er hatte auch sehr aggressives kratzen an den Lefzen, der Arzt meinte eine futtermittelallegie, er müsste jeden Monat eine spritze bekommen. Und 2xvtäglich diese optimune Augensalbe. 

Ich dachte das kann nicht sein.  Es solle jeder sein Geld verdienen aber nicht auf Kosten der Tiere,  ich belas mich mit Futterumstellung,  Ausschluss Diät,  und ich kann sagen nach 4 wochen war die keratis vollständig weg und der juckreiz wurde weniger und ist nach der 12 Woche total weg. Ich Barfe jetzt seid dem dem

Und dörre seine leckerli kaustangen aus pute und Rind selbst.  Ich bin happy und mein hund erstmal.

Also mein Rat,  versucht Futter ohne künstliche Zusatzstoffe. Belest euch aber bitte gründlich wenn ihr mit Barf beginnen wollt.  Ein Versuch ist es auf alle Fälle wert. 

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Dann war es keine Keratitis (Autoimmunerkrankung).  Bei dir hört es sicht nach Allergie an, da hilft natürlich eine Ernährungsumstellung bei Futtermittelallergenen.

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Am 28.9.2021 um 16:22 schrieb gebemeinensenfdazu:

Dann war es keine Keratitis (Autoimmunerkrankung).

 

Eine Keratitis kann es durchaus gewesen sein. Nicht jede Keratitis ist eine Schäferhundkeratitis. ;)

 

 

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In diesem Thread soll es aber ausdrücklich um die Schäferhundkeratitis, gehen, siehe Eingangspost. Da paßt eher der Bericht vom Yorkshire Terrier nicht zu. :)

 

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