Jump to content
Hundeforum Der Hund
Gast

Wie seht Ihr Australian Cattle Dogs??

Empfohlene Beiträge

vor 8 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Aber BC haben z.B. normalerweise kaum bis gar keine Wach-und Schutzambitionen , bellen typischerweise kaum und sind Hütespezialisten.


Kenne ich wirklich ganz anders. Bewachen tun sie hier alle, bellen auch (ein Kläffer war nur eine, aber gerade beim Bewachen bellen sie alle). Und auf dem eigenen Grundstück waren doch mehrere bissig gegenüber Außenstehenden. Allerdings habe ich noch nie einen BC hier als Hütespezialist wahrgenommen.

 

Außer natürlich die, die ich bei einem Schäfer kennen gelernt habe, der ausbildet. Das sind schlichtweg völlig andere Hunde, null zu vergleichen. Ich erinnere mich noch, als er den einen, recht jungen, Hund rausgelassen hat (reine Zwingerhaltung da er viele Hunde ausbildet), hat der angefangen Menschen und Steine zu hüten... In wie weit das genetisch ist, mit der massiven Langeweile und Reizarmut der Zwingerhaltung zusammenhängt oder der bisherigen Ausbildung, kann ich nicht sagen. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

OT:

Es ist definitiv kein Zuchtziel im Sinne des Rassestandards und Melden ist nicht gleich Territorium verteidigen.

Mag sein, daß da (oder bei uns:B)) wirklich lauter Ausnahmen wohnen, aber ich kenne die nicht als sonderlich bewachend und als beschützend, überhaupt nicht- im Gegenteil sie sind Menschen gegenüber meist sehr aufgeschlossen - z.T. fast schon anbiedernd. Angstaggression könnte da vielleicht auch eine Rolle spielen

vor 2 Stunden schrieb Maddy:

 waren doch mehrere bissig gegenüber Außenstehenden

das darf man dann nicht mit Territorialverhalten verwechseln. Ein territorialer Hund stellt und verbellt und beisst nicht sofort- er sorgt dafür , daß zuhause alles autorisiert und regelkonform abläuft. Territorialmotivation und Schutzmotivation müssen auch nicht aneinander gekoppelt sein-dann ist der Hund mehr resssourcenmotiviert, wenn es ihm nicht um den Personenschutz geht.

Vielleicht liegt es auch an unterschiedlichen Maßstäben- ich hab' ja einen sehr typischen Schutz-und Wachhund und ich finde die BC hier (und da hüten die wenigsten) in dem Punkt wirklich nicht besonders ambitioniert.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich kenne keinen einzigen ACD. Reine Hüter sind auch nicht mein Fall. BCs mag ich nicht so. Ich empfinde sie auch als “anbiedernd“. Die BCs, die ich kenne, sind alle sehr nett, sehr unterwürfig, aber haben alle ausnahmslos einen kleinen oder größeren Knall. Aber welcher Hund hat den nicht? ;)

 

Femo würde vielleicht auch treiben, aber dabei könnte auch ein Schaf zu Bruch gehen. Wir testen es nicht. ;)

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Wenn jemand über die Border Collies schreibt, sie seien nicht wachsam, demütig, sehr menschenfreundlich,

nicht für den Schutz von irgendwas geeignet, dann stimmt das.

 

Und wenn jemand schreibt, dass er BCs kennt, die durchaus wachsam seien, auch aufpassen und bellen würden,

 dann stimmt das auch.

 

Je nachdem, ob sich das alte Farmhund-Blut noch bemerkbar macht,

oder nicht. Auch beim Border Collie sollte man bedenken, wo die Ursprünge

der, eigentlich noch sehr jungen, Rasse liegen.

 

Border Collies waren nicht immer reine Schafhunde, sondern sie waren einst Allrounder,

eben typische "Arme-Leute-Universalhunde",

die alle Tiere einer Farm bewegen mussten, die auf der Farm aufzupassen hatten,

die das Vieh beschützen sollten, die als Apportierer zur Wilderei mitgenommen wurden,

und was dergleichen Aufgaben mehr waren.

 

Irgendwann kamen die Hütehund-Turniere auf, und aus meiner Sicht haben

sie der Rasse sehr geschadet. Die Welpen von erfolgreichen Hunden waren auf einmal

teurer, als ein ausgewachsener, bewährter Schafsbock.

Einige Hunde kamen in der Zucht viel zu oft zum Einsatz.

Der berühmte Supreme-Champion Wiston Cap wurde von seinem

Besitzer John Richardson gerne als Deckrüde eingesetzt, um seine

Pub-Besuche zu finanzieren. Er war sehr oft in Pubs.

Und dieser Hund war zwar ein exzellenter Schafhund,

aber sehr, sehr schwierig im Umgang.

Dieser Hund hat derart oft gedeckt, dass er die Rasse ganz extrem beeinflusst hat.

In den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts gab es Züchter

die damit geworben haben, Hunde ohne Wiston Cap Blut zu züchten.

Als Beispiel möchte ich anführen, dass eine befreundete Trainerin vor Kurzem einen BC

gekauft hat, dem ein guter Freund von mir 21-mal Wiston Cap in der Ahnentafel

nachgewiesen hat.

 

Ich selbst mag weder die anbiederische noch die hektische Bodenlenk-Raketen-Version

des Border Collies, und auch nicht die  weichgespülte, der man nicht jede Schafrasse

zumuten mag.

 

Aber es gab, und gibt wohl auch heute noch,

coole, toughe Farmhunde unter den BCs, die kernig mit allen geforderten Aufgaben zurecht kommen,

und zu Silvester das Herrchen beruhigen und nicht umgekehrt.

 

Ich hatte vor weit über 30 Jahren solch ein Exemplar.

Der hat übrigens einem Herrn saftig ins Gesäss gebissen,

als dieser sie an einer Bushaltestelle umarmen wollte

und war ein absolut nervenstarker Vierbeiner, dem jede Unterwürfigkeit oder Anbiederei abging.

 

Es gibt eine Menge Literatur zu dem Thema. Falls jemand Interesse hat,

einfach eine PN schicken.

 

Ich habe leider nicht so viele Fotos von meinem Chap,

der hier bei uns tatsächlich einen legendären Ruf hat,

aber hier sieht man immerhin wie groß dieser Hund war.

 

607497496_BunteHunderunde1.jpg.9e6c8e340444652d260b405bb57eb87b.jpg

 

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Die Geräuschangst, die ja den BC oft zugeschrieben wird, haben wir hier leider auch häufig, inklusive Ömchen😓 Und da scheint auch echt nichts zu helfen, außer der Altersschwerhörigkeit... Aber sonst sind/waren es hier tatsächlich eher Allrounder. 

Anbiedernd ist genau eine Hündin, aber die ist auch trotz Menschenbezogenheit reiner Zwingerhund und krallt sich dann, wenn sie draußen ist, alles an Aufmerksamkeit, was sie bekommen kann. Alle anderen sind doch zurückhaltend Fremden gegenüber und auch Bezugspersonen gegenüber längst nicht so aufdringlich wie sehr viele andere Hunde hier (Labbis, Sokas, Bullis, Gesellschaftshunde...). Keiner ist Menschen gegenüber gleichgültig oder desinteressiert, aber eben auch nie aufdringlich. 

 

Ich vermute aber, alle BC hier in der Gegend kommen eben aus ähnlichen Quellen (teilweise weiß ich auch, dass sie aus der gleichen Quelle kommen oder zumindest verwandt sind/waren) und das sind sicher keine VDH Züchter. Vom Typ her ist es auch schwer zuzuordnen, sie haben nicht die Optik und das Fell eines Show Borders, aber auch nicht die Mentalität der Arbeitslinie... Der Trend zum BC ist aber ohnehin vorüber, die meisten sind inzwischen steinalt oder verstorben. Angefangen hatte das so vor ca 20 Jahren, da hatte dann der halbe Ort BC, DIE Rasse bei den Reitern (und wir haben hier gefühlt mehr Pferde als Menschen). Ömchen (aus einem weiter entfernten TH) ist doch etwas anders als der Schlag hier, sowohl von der Optik als auch vom Wesen... 

 

Das Spektrum bei BC ist halt riesig, ich erlebe sie nicht als homogene Rasse. Ich denke da muss man sich einfach jeden Hund  genau anschauen. Ich selbst würde prinzipiell wieder gerne einen BC nehmen, stelle es mir aber schwer vor, da ich im Einzelfall abwägen müsste, ob der Hund mit meinen Lebensbedingungen glücklich wird. 

 

Dafür scheinen bei uns in der Gegend massiv gestresste, nicht alltagstaugliche Aussies stark vertreten zu sein. Die habe ich durchweg als unangenehm erlebt. Aber auch da - die könnten alle aus einer Quelle stammen, so ist das zumindest oft, wenn hier eine Rasse im Trend ist. Also mag ich da nicht über die ganze Rasse urteilen.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich habe bisher noch keinen Cattle live kennengelernt. Nur einmal habe ich in Frankreich eine Frau mit 3 Cattle Dogs gesehen. Über die Hunde kann ich aber gar nichts sagen, außer dass sie wohl gut erzogen waren. Sie liefen frei, Frau sah mich mit Emma kommen, ein Pfiff und alle drei Hunde kamen zu ihr und blieben auch dort - alles leinenlos.

 

BCs sehe und treffe ich im Sommer sehr sehr oft in Frankreich (Bretagne). Ich kann nicht behaupten, dass diese Hunde irgendwie durchgeknallt sind. Nur ein Exemplar fiel durch Dauerbellen auf. Man hörte ihn immer schon kommen und das Gebell blieb den ganzen Spaziergang über bestehen. Er bellte seine Besitzer an, wirkte dabei völlig nervös. Was mit dem Hund war, weiß ich nicht. Es sah aus, als würde er darauf warten, dass sie einen Ball o.ä. werfen. Haben sie aber nie getan. Wer weiß, vielleicht haben es die Vorbesitzer gemacht (Vermutung).

Ansonsten erlebe ich die BCs dort zwar als aktiv und sportlich, aber sonst als tolle Begleithunde. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Kenne nur 2 Cattles. Ich mag Stehohren, also optisch gefallen sie mir eigentlich ganz gut. Charakterlich sind die zwei ziemlich ähnlich. Der eine hat in meiner Straße (Stadtrandlage damals) gewohnt und lief immer frei, war aber absolut rüdenunverträglich. Dafür Familie mit Kleinkind und wie gesagt, immer frei auch an der Straße. Der hat also im Grunde schon gehört, er wich nur immer anderen Hundehaltern aus oder leinte dann an. Bevor ich Tetsu hatte dachte ich es wäre ein komplizierter Hund, im Nachhinein denke ich das nicht mehr. Ja, er war speziell, aber nichts, was mir nicht zusagen würde.

Der zweite (der hat aber nichts mit dem ersten zu tun) ist mittlerweile echt gut mit anderen Hunden, was aber wohl langes Training gekostet hat und Hauptaugenmerk wohl auf Impulskontrolle gelegt. Alles in allem aber toller Hund, wie ich finde, horcht, macht Tricks, läuft frei, ist sehr auf Besitzer fixiert, war aber wohl in jüngerem Alter eben mit anderen Hunden auch eher knifflig.

Aber auch der mit Kleinkind alt geworden.

 

Also mein winziger Eindruck von der Rasse ist bei weitem nicht so "heftig"/kompliziert, wie sie gerne dargestellt werden. Gerade was die Kooperation mit Besitzer angeht und das Einfügen innerhalb der Familie (mit Kindern) klappt zumindest bei den beiden, die ich kenne, ja ganz gut.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Meine Nachbarin zwei Gärten weiter hat zwei... Gassi gehen habe ich die in 7 Jahren genau einmal. Seit neuestem hat sie noch einen jungen Rüden im AMstaff Format dabei, der hat den Maschendrahtzaun schon so zerfetzt beim Ausflippen, daß er den Kopf durchbekommt ..der davor getackerte Hühnerdraht bringt es jetzt auch nicht sonderlich. Der davor ist ausgebrochen und überfahren worden, aber sie ist die größte Hundekennerin -mindestens-weil sie "Arbeitshunde" hat... OA ist auch dran, weil der Rüde schon Hunde angegriffen hat als er freikam...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Der Zaun sieht jetzt so aus, Halterin ist seit gestern darüber informiert, Hunde waren heute morgen trotzdem draussen, gab grosses Geschrei, mehr weiß ich nicht.... 

20181007_111219.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ach, diese "wir haben ja ein großes Grunstück Hundehaltung" ist einfach unerträglich!

Das bekommt nun gar keinem Hund. Den etwas selbständigeren, aktiveren Vierbeinern

allerdings wohl noch etwas weniger. Aber da muss man auch gar keine Vergleiche ziehen,

das ist einfach nur Sch....ße. Und wenn dann eines Tages ein unendlich isolationsgefrusteter Hund in seiner

ausweglosen Verzweiflung irgendwen tackert, bitte, bitte das unfähige Herrchen/Frauchen, gerät die
Rasse, statt des Menschen, in Verruf.

Ein guter Freund von mir hat mal gesagt, dass für ihn die Hunde die bei solch einem Leben zuerst

zulangen, die Liebsten seien.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×
×
  • Neu erstellen...