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Hundeforum Der Hund
Denise88

Hund hat gebissen

Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen..

Mein Mann und unsere Kinder (10j/6j/10m) haben einen labbi-mix.. Die Hündin kam mit 12 Wochen zu uns und ist mittlerweile 2 Jahre. Der Alltag,  die Spaziergänge und alles was dazugehört läuft reibungslos.. mit Artgenossen haben wir auch keine Probleme. Sie ist sehr aufgeschlossen und wirklich lieb..

Unser 6 jähriger und Emma (Die Hündin) hatten von Anfang an immer das innigste Verhältnis.. jeden morgen wenn er aufsteht setzt er sich auf die Couch, Emma legt sich zu ihm und dann wird erstmal gekuschelt .. 

Gestern genauso .. Ich war in der Küche um die schulbrote zu schmieren und hörte Emma aus dem Wohnzimmer so knurrende Geräusche machen wie sie zum Beispiel auch macht, wenn sie mit ihrem Ball Spiel.. Kurz darauf wildes Geschrei von unserem Sohn.. als ich ins Wohnzimmer kam lief ihm Blut übers Gesicht und schnell war zu erkennen das er gebissen wurde .. im Gesicht.. (wir waren direkt Beim Arzt .. tetanus und die Wunde wurde gesäubert musste auch nichts geklebt oä. Werden) ...

Wir können uns nicht erklären warum Emma das gemacht hat und haben keine Ahnung was wir tun sollen .. Unser Sohn hat jetzt panische Angst vor ihr .. 

Hat jemand eine Idee oder einen Tipp was man tun kann? 

Vielen Dank im voraus 

LG Denise 

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Hallo Denise, erst mal willkommen im Forum.

 

GsD ist deinem Sohn nichts schlimmes passiert. In deinem Beitrag lese ich allerdings  mehrere Dinge, die mich stutzig werden lassen.

 

Erst einmal glaube ich nicht, dass Emma grundlos zugebissen hat. Viele Menschen kennen die Hundesprache nicht und wissen daher Signale, die die Hunde geben, nicht zu deuten. Jeder Hund hat eine Individualdistanz, die weder Mensch noch andere Hunde unterschreiten sollten. Hunde zeigen an, wenn diese Distanz unterschritten wird.

Ich könnte mir daher durchaus vorstellen, dass es in der Vergangenheit bereits zu "Missverständnissen" zwischen Kind und Hund gekommen ist, die nicht erkannt wurden.

Die "Missverständnisse" zwischen den beiden können sich so angehäuft haben, dass Emma keine andere Möglichkeit mehr sah als zuzubeißen.

 

Emma's knurren deute ich als Warnsignal, weil ihr etwas im Verhalten deines Sohnes nicht behagte. Als Emma als Welpe zu euch ins Haus kam, war sie natürlich absolut im Spielmodus, genau wie dein kleiner Sohn. Mit 2 Jahren ist Emma jedoch fast erwachsen und fordert dann auch ihre Individualdistanz ein.

Kinder sind von Hause aus distanzlos und sollten daher nach Möglichkeit nicht mit einem Hund allein gelassen werden.

 

Ich an deiner Stelle würde versuchen herauszufinden, was passiert ist. Hat dein Sohn Emma vielleicht stürmisch umarmt? Hat er eine Aktion des Hundes wie z.B. Pfötchen geben zu oft eingefordert? Wollte er mit Emma spielen und sie hat sich abgewendet?

Wenn du das weißt, kannst du versuchen, deinem Sohn zu erklären, wie er sich Emma gegenüber verhalten sollte. Wenn er einen "Leitfaden" im Umgang mit Emma bekommt und es keine wie auch immer gearteten Zwischenfälle gibt, kann dein Sohn evtl. sein Vertrauen zu Emma wiedergewinnen.

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Ich musste auch sofort daran denken, dass dem sicherlich eine Warnung voraus ging... die dein Sohn dann bestimmt nicht richtig zu deuten wusste.

Knurren ist ja z.B. so etwas, selbst wenn man meint es sei ein "Spielknurren" (meiner macht sowas auch beim Spiel, aber da sieht die Körpersprache eben ganz anders aus als wenn er "richtig" knurrt). Oder hat sie dieses Knurren auch sonst schon mal gezeigt, wenn sie mit deinem Sohn kuschelt? Für mich passt das nicht so ganz.

Und bitte... selbst wenn Emma die ganze Zeit schon bei euch ist und alle sich super toll verstehen... nicht nochmal einen 6jährigen mit einem Hund allein lassen!

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solange du nicht weißt, was passiert ist, ist es schwer dir etwas zu raten. Ich würde die Kinder und Emma in ihrem Umgang mal ganz genau beobachten und vor allem nicht alleine lassen oder wenn dann notfalls mit Maulkorb. 

 

Wie sieht denn die Wunde genau aus? Hat sie wirklich gebissen oder ist sie vll nur mit einem Zahn unglücklich beim abschnappen hängengeblieben? Ich habe bisher bei meinem jetzigen Hund zwei stark blutende wunden gehabt, weil wir beide uns beim Spielen miteinander ungeschickt angestellt haben und er beide Male mit seinem Fangzahn in mir hängen geblieben ist. 

 

Hast du mal in die Ohren deines Hundes geschaut? Viele Hunde schnappen  gerne mal, wenn sie Ohrenschmerzen haben und dann angefasst werden. 

Möglich wäre auch, dass sich dein Sohn versehentlich auf ein Körperteil von deinem Hund gesetzt hat. 

Eine entartete Spielsituation wäre genauso möglich wie eine Verhaltsstörung beim Hund. 

 

Ohne wirklich glaubhafte Schilderungen ( 6 jährige haben manchmal eine andere Sicht auf die Wahrheit als wir) . ist es schwierig über die Ursache zu spekulieren. 

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Vielen lieben dank Für die Antwort 

 

Wir haben ihn ein paar mal gefragt was genau war ..es war vielleicht eine Minute in der ich in der Küche war kurz vorher setzte er sich hin und Emma ist dann immer die die sich zu ihm legt ..er hat uns des öfteren versichert ,dass Emma raufkam..und das ganze für ihn ohne ersichtlichen Grund passiert sei .. das Knurren geschah während des Vorfalls vorher hat sie das nicjt getan. Die Küche und das Wohnzimmer sind nur durch eine halbe Wand getrennt ,sodass ich dies hätte wahrnehmen können ..

Emma hat sich bisher immer , wenn ihr was nicjt gepasst hat aus dem Staub in ihr Körbchen gemacht.. dort hat sie auch immer absolute Ruhe ..selbst das wissen verstehen und akzeptieren die Kinder.   Unsere Tochter.  10 Monate zieht ihr gerne mal an den Ohren oder der rute. Emma legt sich vor ihr Bett und wenn unsere Tochter "Ei ei" macht was verständlicher Weise noch sehr grob ist geht Emma wenn es ihr zu viel wird .. seit dem welpenalter haben wir immer alles unterbunden wenn sie ihre Zähne einsetzen wollte *beim spielen usw* 

Heut morgen wollte sie wieder zu ihm jedoch hat er das nicht geduldet 

Schwierige Situation 

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Erstmal Willkommen im Forum, warum kann ich dir leider nicht sagen, aber ich kann dir mein Mitgefühl ausdrücken, wir hatten so ziemlich dasselbe Erlebnis mit meiner Hündin und meiner Tochter, und ich weiß wie beschissen sich das anfühlt - das Alter KÖNNTE ein Ansatz sein, meine Tochter war 7, war grade Schulkind geworden, die Kinder sind dann keine Kleinkinder mehr, evtl. lässt dann die Toleranz nach...

 

..ein korrektives Abschnappen bei einem Welpen hätte halt nicht solche Folgen, weil der den Kopf wegdrehen würde, Kinder tun das leider nicht- so kommt es leider oft zu entsprechenden Löchern. 

 

Bei uns erkannten wir mit der Zeit die Ursachen, ich war gestresst, sie war gestresst - zuwenig Ruhe, weil sie nicht alleine blieb und immer mit musste- und angespannt, wir renovierten und letztlich verkettete sich alles unglücklich, bis sich die bereits vorhandene Anspannung bei Uschi so entlud. Sie lief dann 6 Wochen nur mit Maulkorb, auch wenn meine Tochter nicht zuhause war oder wurde unaufällig anders gesichert, damit nicht wieder was passieren kann und ICH entspannt blieb, wenn das Kind reinkam. Insgesamt haben wir an der Führung mit "Lakoko"(Trainingsmethode)  gearbeitet, für mehr Ruhe gesorgt und in dem Fall war es zudem ein vom Vorbesitzer antrainiertes Markerword gewesen, daß sie letztlich wohl auslösen liess ("pass auf") Ich hatte zu meiner Tochter "Pass auf, da musst du noch streichen" gesagt und am Kind vorbei gezeigt, woraufhin der Hund vorsprang und ihr ins Gesicht schnappte.

Wir haben dieses Wort dann umkonditioniert und das Ballspiel so gestaltet, daß "pass auf" bedeutete, gleich fliegt der Ball in unerwartete Richtung, so ging der Fokus bei "pass auf" fortan auf mich/den Ball/die Hand... ansonsten hat die Tochter den Hund mit Keksen beim betreten des Raumes vollgestopft und wir sind insgesamt natürlich achtsamer gewesen.

 

Uschi war ein Hund mit relativ kurzer Zündschnur, sie lebte dann noch fast 9 Jahre bei uns und es kam niewieder zu ähnlichen Vorfällen, auch wenn ich sie zu Anfangs auch zur Vermittlung gestellt hatte, was ich als Mutter für absolut legitim halte, letztlich wiegt die Verantwortung für das Kind und dessen Unversehrtheit -egal wer was verpeilt hat- einfach schwerer.

 

Bei euch könnte ich mir vorstellen, daß ihr vielleicht das knurren früher falsch als Spiellaute interpretiert habt und sie immer schon gedroht hat, irgendwann platzt dann auch dem geduldigsten Hund der Kragen.

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vor 18 Minuten schrieb Denise88:

Vielen lieben dank Für die Antwort 

 

Wir haben ihn ein paar mal gefragt was genau war ..es war vielleicht eine Minute in der ich in der Küche war kurz vorher setzte er sich hin und Emma ist dann immer die die sich zu ihm legt ..er hat uns des öfteren versichert ,dass Emma raufkam..und das ganze für ihn ohne ersichtlichen Grund passiert sei .. das Knurren geschah während des Vorfalls vorher hat sie das nicjt getan. Die Küche und das Wohnzimmer sind nur durch eine halbe Wand getrennt ,sodass ich dies hätte wahrnehmen können ..

Emma hat sich bisher immer , wenn ihr was nicjt gepasst hat aus dem Staub in ihr Körbchen gemacht.. dort hat sie auch immer absolute Ruhe ..selbst das wissen verstehen und akzeptieren die Kinder.   Unsere Tochter.  10 Monate zieht ihr gerne mal an den Ohren oder der rute. Emma legt sich vor ihr Bett und wenn unsere Tochter "Ei ei" macht was verständlicher Weise noch sehr grob ist geht Emma wenn es ihr zu viel wird .. seit dem welpenalter haben wir immer alles unterbunden wenn sie ihre Zähne einsetzen wollte *beim spielen usw* 

Heut morgen wollte sie wieder zu ihm jedoch hat er das nicht geduldet 

Schwierige Situation 

 

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Eine Minute und minimale Unachtsamkeit reichen ja manchmal... Leider. Ich bin ehrlich, vor ca. einem Jahr, als unser ganz neu war, haben wir seine Warnsignale auch nicht richtig zu deuten gewusst. Aus dem Grund kam es bei uns auch zu "grundlosem" Schnappen. Es ist und war nie grundlos... und ich glaube nicht, dass ein 6jähriger da immer richtig interpretiert. Lass deine Emma nicht die nächste Hündin sein, die zur Vermittlung steht und ggf. eingeschläfert wird als "bissiger" Hund mit voraus gegangenem Beißvorfall. Hab ein Auge auf die beiden zusammen. Immer. Und schreite ein, wenn es sein muss.

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@Eifelkater 

Auf gar keinen Fall das ist für uns keine Option sie gehört zur Familie und so wie die Kinder manchmal austicken weil sie was quer sitzen haben so wird es bei ihr auch sein. Sie kann nunmal nicht sprechen und du hast recht wenn du sagst die Kinder müssen Signale lernen.. und wenn wir das alles mit einem Therapeuten machen.  Wir finden einen weg ..mit ihr 

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Unsere Hundeschule bietet regelmäßig Kurse für Kinder an, damit sie den Umgang mit Hunden lernen und die Hunde besser einschätzen können. Vielleicht gibt es sowas bei Euch auch? 

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