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tinchen93

Mein Hund knurrt/bellt Nachbarn im Treppenhaus an

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Hallo,

 

ich hab ein Problem mit meinem Labrador Rüden Athos, wo ich sehr dankbar um ein paar Tipps oder Ideen wäre :)

Und zwar knurrt und bellt mein Hund meine Nachbarn im Treppenhaus an. Er wirkt dabei bestimmt ziemlich bedrohlich auf meine Nachbarn, was mir natürlich garnicht gefällt.

Ich hab nun schon ausprobiert, das ich meine Wohnungstür öffne und mich mit meinem angeleinten Hund davor stelle, damit er mal mitbekommt, hey da sind noch andere Leute und das ist normal. Da hab ich dann immer geschaut das er ruhig bleibt und hab es belohnt.

Laufen Leute in unserer Etage herum, bleibt er noch ohne bellen aber wachsam sitzen. Aber sobald sie für ihn zu nahe zu uns kommen, dreht er wieder durch. (also auf ein paar Meter)
Möchte ich das Haus verlassen und es steht plötzlich wer da oder ne Wohnungstür geht auf, schau ich das ich entweder mit ihm gleich nach draußen komme oder eben auf die Seite gehe damit meine Nachbarn an uns vorbei kommen. 
Ich hab auch schon probiert meinen Hund hinter mir zu halten, da versucht er sich an mir vorbei zu drängeln (nicht so einfach für mich bei einem 30kg Hund), fixiert die Person usw.
Auch wenn ich das Haus dann einfach mit ihm verlasse, muss ich in fast raus schleppen. Ein strenges Nein ist ebenso wirkungslos in dieser Situation.

 

Ich hatte anfangs auch beim spazieren gehen Probleme mit Menschen, wenn sie ihn recht angegafft hatten oder sich bückten oder ansprachen, hatte er das gleiche Verhalten.
Das ist nun schon viel besser. Mittlerweile beachtet er andere Spaziergänger nicht mehr, aber draußen ist auch mehr Platz um mit Abstand an Leuten vorbei zu gehen, während unser Treppenhaus halt relativ eng ist.

 

Ich glaube er denkt er müsse da was regeln, ich würde ihm gern zeigen dass es schon gut ist und ihm da nichts passiert und es ganz normal ist, weiß aber nicht ganz wie.

Was meint ihr dazu?
 

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vor 1 Stunde schrieb tinchen93:

Ich hab nun schon ausprobiert, das ich meine Wohnungstür öffne und mich mit meinem angeleinten Hund davor stelle, damit er mal mitbekommt, hey da sind noch andere Leute und das ist normal. Da hab ich dann immer geschaut das er ruhig bleibt und hab es belohnt.

Kündigst du die Leute an und lobst du ihn dafür, daß er die gesehen hat oder versuchst du ihn vom Bellen abzuhalten?

Beim Bewachen und Beschützen- danach hört es sich an- läßt sich gut Teamwork etablieren.

Hund zeigt dir an, Du bedankst dich, benennst die Leute und erklärst sie für ungefährlich. Ein "Alles gut"  sollte der Hund kennen. Dann gibt es Kekse oder was der Hund sonst gerne mag.

Wichtig: Richtig Benennen und nicht voreilig "Alles gut" sagen. Der Hund muß sicher sein, daß du die Person wirklich erkannt hast, wenn nicht , wird er noch deutlich auf die Person hinweisen.

Guck' mal unter Zeigen und Benennen- am besten läßt du dir das von einem Trainer zeigen.

 

Selber gelassen bleiben, und auf der zugewandten Seite laufen, Hund läuft neben dir und kann gucken, aber du managst deine Seite.

Was meinem Hund hilft ist die Leute zu kennen und einschätzen zu können. Also Nachbarn ankündigen und sich freuen- freundlich die Nachbarn begrüßen. Vielleicht kann er draußen ja mal kurz Schnuppern, wenn die Nachbarn das zulassen. Das hilft ungemein die Skepsis herauszunehmen. Für wirklich gute Erfolge und Skepsisabbau benötigt er viele gute oder neutrale Erfahrungen mit den Nachbarn- das dauert und wird abgeklopft..."Dürfen die heute da sein?" "Sind ie auch abends nett?" "Wie sind die, wenn es regnet" "Haben die eine Katze in der Tasche" usw...

Also nicht von vermeintlichen Rückschritten abschrecken lassen.

Daß er sich schneller abregt , kann man so sukzessive erreichen. Man kann nicht erreichen, daß er nicht mehr wacht und beschützt dazu ist es ihm zu wichtig. Das wäre einerseits unfair anderseits auch sinnlos, über Gewöhnung und Erfahrung wird er langsam sicherer.

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vor 2 Stunden schrieb tinchen93:

Ich glaube er denkt er müsse da was regeln, ich würde ihm gern zeigen dass es schon gut ist und ihm da nichts passiert und es ganz normal ist, weiß aber nicht ganz wie.

Was meint ihr dazu?

 

Ich finde ja das klingt eher nach Unsicherheit, grad auch weil es anfangs  draußen genau so war. Wie du selbst festgestellt hast, ist draußen mehr Platz, im Haus kann er nicht ausweichen, die Leute sind ihm einfach zu nah.

Die Meinung mag unpopulär sein, aber ich finde, daß Hunde bellen und sich äußern dürfen, selbst wenn das auf manche bedrohlich wirkt. Bellen = Kommunikation, das ist kein Fehler des Halters oder des Hundes, sondern der Menschen, die sich mit Hunden nicht auseinander setzen, obwohl sie zum alltäglichen Leben gehören.

Kannst ja erklären "Das ist ihm einfach zu nah" und das ist oft anstrengend, weil es leider genug Menschen gibt, die meinen, Hunde müssen, einfach funktionieren, wird ja von vielen so erwartet.

Meiner Meinung nach kommuniziert dein Hund nur "Bleib mir bitte vom Leib und halte Abstand", außer erklären würde ich da gar nichts machen. Zusehen, daß du deinem Hund vermittelst "Ich Paß auf, daß dir keiner zu nahe kommt" könnte auch sinnvoll sein.

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vor 2 Stunden schrieb tinchen93:

Ich hatte anfangs auch beim spazieren gehen Probleme mit Menschen, wenn sie ihn recht angegafft hatten oder sich bückten oder ansprachen, hatte er das gleiche Verhalten.
Das ist nun schon viel besser. Mittlerweile beachtet er andere Spaziergänger nicht mehr, aber draußen ist auch mehr Platz um mit Abstand an Leuten vorbei zu gehen, während unser Treppenhaus halt relativ eng ist.

 

@gebemeinensenfdazu

Für mich klingt das eher nach "Bleib mir vom Leib, starr mich nicht an und nimm mich bitte nicht zur Kenntnis."

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Wahrscheinlich weil du das so von Suhna kennst- wahrscheinlich genauso wie ich anhand von dem interpretiere, was ich kenne:D.

Unsicherheit bei Wach- und Schutzverhalten gibt es natürlich auch. Ohne Teamwork wird dann grundsätzlich zur bewährten sicheren Methode gegriffen.

Wenn der Hund sich sicher wäre, müßte er den Verdacht nicht weiter melden (was wiederum zemlich davon abhängig ist, wie der Halter regaiert- wenn er nicht reagiert, wird der Hund vehementer).

Warum ich aber trotzdem meine, daß Wach-und Schutzverhalten eine Rolle spielen kann

- der Hund hat mittlerweile gelernt, daß  die Leute auch ohne Eingreifen draußen harmlos sind und sie dürfen mittlerweile starren, sich zu ihm bücken usw. Wenn er es nur nicht mögen würde und Abstand wolle, würde er es wahrscheinlich immer noch einfordern- diese Erkenntnis von draußen hätte er ja auf zuhause übertragen können

 Auch "Draußen" gibt es Engstellen, viele Leute Treppenhäuser, aber

-er zeigt es zuhause. Zuhause muß sicher sein und da starren die Leute nicht an und  bücken sich nicht zu ihm

- er will sich vor seine Besitzerin stellen obwohl sich diese schützend vor ihn stellt.

 

Bei " Labrador" denkt man zwar sofort eher an Unsicherheit, aber auch da gibt es welche, bei denen dieses ursprüngliches Verhalten noch vorkommt.

Hunde denen Eigenschaften abgesprochen werden, weil sie nicht rassetypisch sind, haben es sowieso viel schwerer.

Was die trotzdem interessante Frage aufwirft, wie alt ist der Hund ist und und woher kommt.:)

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Im Profil steht "Labrador-Mix".

Was mich darn erinnert, daß meine Freundin damals auch lange davon ausging, daß ihr schwarzer labradorähnlich aussehender Hund vom Bauernmarkt aus Mallorca ein Labrador- MIx sei, bis sie vom Ca de Bestiar las.

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Hallo,

Vielleicht hilft dir der Thread weiter:

 

 

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Danke für eure Rückmeldungen :)

Also mein Hund ist nun 1,5 Jahre alt, ich hab ihn aus dem Tierschutz mit 9 Monaten geholt, ursprünglich ist er aus Rumänien, Vorgeschichte ist allerdings unbekannt. Da er mit 9 Monaten aber noch kaum was kannte, kanns nicht sehr prickelnd gewesen sein. 😕

 

Ich denke auch das es Unsicherheit ist, mir wurde auch von jedem Trainer bestätigt, dass er ein unsicherer Hund ist.
Die letzte Hundeschule die fürs Erstgespräch bei uns war, hat gemeint er braucht da Führung und man muss ihm zeigen dass es schon gut ist und nix passiert. 
Da die Hundeschule jedoch bedenkliche Methoden zum erziehen nutzt, möchte ich mit denen nicht mehr weiter machen. Ist leider gar nicht leicht ne gute Hundeschule zu finden, zumindest hab ich sie noch nicht gefunden 😐

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Unsicherheit mit 1,5 Jahren ist ja auch nicht so ungewöhnlich.:)

Und in Rumänien auf der (Land-)Strasse ist es doch nun ziemlich anders als hier- d.h. also, daß man jetzt nichtsofort an Deprivationssyndrom oder ähnliches denken muß.

Hat du ihm denn deine Nachbarn einmal freundlich vorgestellt? Begrüßt du deine Nachbarn freundlich?

 

Ich finde, daß man bei einem Rumänen schon davon ausgehen darf, daß noch alle ursprünglichen Verhaltensweisen gezeigt werden.

Beim Zeigen und Benennen mit anschließendem Alternativverhalten bist du aber bei der richtigen Methode egal was die zugrundeliegende Motiation ist. ALso egal ob das "bin mir unsicher, daß die nicht doch Anfassen kommen"oder "bin mir unsicher, ob ich ich hier was tun muss um für unser aller Sicherheit zu sorgen, also tue ich lieber vorsorglich was, das auf jeden Fall klappt" ist.

Zeigen bzw. Anzeigen Lassen /Belohnen und Benennen/zum Ausweichen oder Warten anweisen, Belohnen.

Ein positiv arbeitender Trainer, der mit euch unterwegs ist, wäre da besser als einer, der nur auf dem Hundeplatz arbeitet, weil Hunde ortsbezogen lernen und das Verhalten sich auf daheim beschränkt.

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@gebemeinensenfdazu Nicht nur deswegen, sich runterbücken oder ansprechen und wachen/schützen paßt für mich einfach nicht zusammen, da gibt's ja nichts zu bewachen oder beschützen. Suhna hat nie gebellt, außer wenn jemand plötzlich direkt vor ihr auftauchte, auch bei ihr ist es draußen mittlerweile kein Problem mehr. Na gut, unsere direkten Nachbarn bellt sie an, wenn sie die sieht, aber das ist okay, die sind auch einfach viel zu lärmig den ganzen Tag über.

 

Zitat

- der Hund hat mittlerweile gelernt, daß  die Leute auch ohne Eingreifen draußen harmlos sind und sie dürfen mittlerweile starren, sich zu ihm bücken usw. Wenn er es nur nicht mögen würde und Abstand wolle, würde er es wahrscheinlich immer noch einfordern- diese Erkenntnis von draußen hätte er ja auf zuhause übertragen können

 Auch "Draußen" gibt es Engstellen, viele Leute Treppenhäuser, aber

-er zeigt es zuhause. Zuhause muß sicher sein und da starren die Leute nicht an und  bücken sich nicht zu ihm

- er will sich vor seine Besitzerin stellen obwohl sich diese schützend vor ihn stellt.

Suhna fordert inzwischen draußen auch nicht mehr ein, auch nicht bei Engstellen wenn ich drauf achte, daß sie nicht direkt an den Leuten vorbei muß. Und bei Kontextlernern wie Hunden die Erkenntnis von draußen auf zuhause übertragen, na, ich weiß nicht. Wenn Madame anbellt, dann fast auschhließlich im Haus und mit Wach-und Schutzverhalten hat das bei ihr ganz sicher nichts zu tun. Malamutes sind als Wachhund unbrauchbar (und bei Huskys schaut das ähnlich aus, bevor der Einwand kommt. :P).

Suhna will übrigens auch gern nach vorne, nicht um zu schützen, würd ihr im Traum nicht einfallen, sondern weil sie da alles besser im Blick haben kann. :D

@tinchen93 wird da wohl am besten beurteilen können, was bei ihrem Hund nun die Ursache ist.

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