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polar-chat.de  Der Hund
Annali

Pflegewelpe

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Unsere Linnie ist gerade bei ihrer Züchterin zu Besuch und wird dort während unseres Urlaubs (spontane Kreuzfahrtgelegenheit, geht also nicht mit Hund) in Pflege genommen. Also ist im Moment der Kontakt zur Züchterin (der eh nie abgebrochen ist) sehr intensiv und daraus hat sich nun folgendes entwickelt:

 

Die Züchterin wird in den Wintermonaten ein paar Monate im Ausland sein. Nun hat sie einen Welpen (eine kleine Hündin), den sie wahnsinnig gerne behalten würde, geht aber nicht, weil er nicht mit ins Ausland kann (dafür braucht er ja ne Tollwutimpfung und das wäre zu früh bei ihm, also keine Option). Ergebnis der letzten Besuche dort (man ahnt es schon): Der Welpe kommt für ca. 3 Monate zu uns in Pflege. Ich weiß auch nicht, was mich da geritten hat - aber irgendwie habe ich sofort "HIER" geschrien und mein Mann ist direkt eingefallen... (verdammte Hormonausschüttung, verdammtes kleines dickes Welpenbäuchlein...).

 

Ich hab noch ein bissl Zeit, mich selbst zu verdammen, der Zwerg kommt erst Ende November/Anfang Dezember (bis dahin werden wir ihn noch ein paar Mal besuchen) - also genug Zeit, um meine Schuhe in Sicherheit zu bringen und mich von Möbeln und Tapete zu verabschieden :ph34r:

 

So sehen unsere Rahmenbedingungen aus: Wenn die Kleine kommt, habe ich ein paar Tage frei. Danach kann sie entweder mit ins Büro oder ich mache erstmal Homeoffice (oder irgendwas dazwischen, also z.B. anfangs mal mit Hunden für ne Stunde oder so ins Büro und dann wieder heim). Weitere Option: meine Eltern stehen ebenfalls ganztägig zur Verfügung. Ich kann einen oder beide Hunde jederzeit zu ihnen bringen und sie würden auch jederzeit zu uns nach Hause kommen und dort die Hunde betreuen (Linnie wird sehr oft von meinen Eltern betreut und liebt diese heiß und innig). Als Plan C und D (oder was auch immer) kann mein Mann die Hunde ebenfalls mit zur Arbeit nehmen, meine Schwiegereltern stehen ansonsten auch noch zur Betreuung zur Verfügung.

 

Es wären 1-2 Arbeitswochen im Dezember zu überbrücken (die kann ich zur Not auch komplett im Homeoffice verbringen), dann habe ich erstmal Urlaub bis Anfang Januar. Außerdem habe ich noch 2 Wochen Resturlaub, die ich im Januar und/oder Februar nehmen würde, mein Mann nimmt sich vermutlich im Dezember noch seinen Resturlaub (also gut möglich, dass dann nur noch wenige Arbeitstage im Dezember zu überbrücken wären - steht aber noch nicht genau fest, muss er noch mit den Kollegen klären).

 

Ansonsten gibt es im Grunde keinen Plan. Ich denke schlafen wird die Kleine entweder bei uns im Bett oder im Körbchen mit Linnie - das wollte ich dann spontan entscheiden bzw. den Lütten entscheiden lassen. Futter usw. werden wir mitbekommen, auch sonst alles, was die Kleine so braucht.

 

Meine eigentliche Frage: Ich habe ein bissl die rosarote Vorstellung, dass das schon alles irgendwie laufen wird. Vor allem deshalb, weil Linnie ja jetzt schon bei der Züchterin ist und mit der Lütten zusammen lebt. Also glaube ich, dass das für die Kleine gar nicht sooo schlimm wird und sie sich viel an Linnie orientieren wird. Ist das zu blauäugig gedacht? Habt ihr noch irgendwelche Tipps und Ratschläge für mich? Oder geht es eher in Richtung "Bist du denn wahnsinnig???" (Bin ich vermutlich - schließlich hatten wir noch nie nen Welpen und womöglich mache ich nach 3 Tagen direkt den nächsten Welpenblues-Thread auf :ph34r:) Meine jetzige Gefühlslage: aufgeregt, freudige Erwartung, gehöriger Respekt und ein klitzekleines bissl Bedauern für meine schönen Möbel ist vielleicht auch dabei :D

 

 

 

 

 

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Ich sehe enorme Probleme.....

Wie wollt ihr es denn schaffen, das Wesen nach drei Monaten wieder abzugeben???

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Hahaha.. ich habe mir auch gedacht.. das schlimmste was passieren kann ist, dass ihr ihn nachher nicht wieder abgeben wollt. 

:)

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Ich seh das Problem auch eher darin das Kleinteil nach 3 Monaten wieder herzugeben. Ich könnte das definitiv nicht , nach 3 Monaten gehörte Newton genauso sehr zu uns wie die beiden älteren. Selbst mit der Einstellung nur zur Pflege würde ich grandios scheitern und mein Herz verlieren.

Zusätzlich ist so ein Welpe grade in den ersten Wochen  ein Fulltime Job , ob ich den Aufwand aus bloßer Nettigkeit betreiben würde weiß ich nicht. Einen erwachsenen Hund zu betreuen ist ja doch ein anderer Aufwand als einen Welpen.

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Wir. Wollen. Bilder. 

 

Mehr hab ich nicht zu sagen. :D

 

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Ich würde die Erziehungsziele in dieser Zeit ( gerade das Bett schlafen) vorher mit der Züchterin abstimmen. 

Ansonsten vorher noch einen Großeinkauf an Küchentüchern und Putzmitteln tätigen......und vll schon mal probeweise jede nacht alle zwei Stunden aufstehen...:)

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Zum Thema Orientierung am älteren Hund

Sammi war ein eher unsicheres hundekind und der Ortswechsel mit 4 Monaten  hat das nicht unbedingt verbessert.

Sie hat sich, obwohl sie mit dem Dicken nicht im selben Haushalt lebt, sehr stark an ihm orientiert ( nachdem sie dann begriffen hat, dass er zur Familie gehört und sie nicht fressen wird).  Das hat ihr viel Sicherheit und Selbstbewusstsein gegeben ( auf den ersten größeren Spaziergängen ist sie non stop hinter ihm her geschlichen).  

Sie imitiert ihn aber ganz gerne mal ( sie wacht zum Beispiel nicht, er schon, und wenn er anschlägt bellt sie mit) und er ist in der ersten Zeit mit ihr tatsächlich unverträglicher gewesen. Nach dem  Motto ' wenn der Junghund Schiss hat, wird der andere schon was gemacht haben!'. Als sie älter und selbstbewusster wurde ist sie für ihn aber sehr nervig geworden. Als Hauptbezugshund für sie  hat sie ihn einfach sehr gefordert. Wenn er sie sieht, probiert er manchmal um zu drehen oder ab zu biegen und einen anderen Weg zu nehmen (an manchen Tagen freut er sich auch, aber...). 

 

Ich weiß aber nicht wie eure Linie da so drauf ist. Ich würde nur im Hinterkopf behalten, dass ein Welpe vielleicht als nett und niedlich, ein Junghund dann aber als so angenehm wie ein wiederkehrender Wadenkrampf empfunden werden kann. 

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Auf jeden Fall mit dem Züchter absprechen, was die Trainingsziele sein sollen, wie gearbeitet werden soll, und was der Hund für den Alltag beim Besitzer braucht (manche wollen zB dass der Hund lernt in einer Box zu sein) uuuunddd natürlich unbedingt schriftlich festhalten ,wer für Kosten aufkommt jeglicher Art.

 

Das schwierigste bei meinen "Aufzuchthunden" war immer, zu klären, ab wann ich zum  TA "darf", wie weit ich  selbst entscheiden  darf, und wer das zahlt.

Das ist zT echt schwierig. Bei Welpen  passiert idR ja nicht sooo viel,  was viel kostet, aber abklären sollte man es trotzdem. Auch  bzgl Haftung/Haftpflichtversicherung,  und auch wg der Hundesteuer, die angemeldet und gezahlt werden muss.

 

Ein nicht so ungewöhnliches Szenario ist zb, dass man von einem anderen Hund angegriffen wird, und der Pflegehund gebissen wird.

Und jetzt? Klar, zum Tierarzt. Aber zu  welchem? Und wenn es nicht "schlimm" aussieht, möchte der Besitzer vielleicht, dass der Halter erst Mal selbst herum probiert? Wenn es schlimm aussieht,  bis zu welchem Geldbetrag lässt man behandeln? 

 

Welpen können mega  anstrengend sein. Meine Kleinste ist ein Fulltimejob. Wo sie geht und steht: solange sie wach ist hinterlässt sie eine Schneise der Verwüstung. Man glaubt gar nicht, was man alles zu Hause hat, was so ein Welpe zerstören kann.

Fußleisten sind super zum  Abreißen, Boden  ist  super zum  Rausreißen, sie reißt Gardinen von den Wänden, zerfleddert Bücher in Reichweite, kaut Türrahmen, Regale und die Wand an. Ich bin  nur dabei,  ihr hinterher zu rennen und aufzupassen, dass sie meine Wohnung nicht in Trümmer legt, UND sich nicht selbst umbringt,  weil sie zB witzig fand, eine Glasscherbe mitzutragen und ggf runter  zu schlucken (guuuut dass wir ein freundliches "aus" üben).

 

Wer kommt für SOWAS auf? Steinchen und Sand gefressen, TA nötig. Eigentlich ist der Halter Schuld, weil er nicht aufgepasst hat, zahlt dann der Besitzer auch?

 

 

Ich wills Dir nicht madig machen,  aber es gilt ganz häufig  "bei Geld hört die Freundschaft auf", tatsächlich. Da solltet Ihr ganz ganz klare Verhältnisse schaffen, die möglichst viele Eventualitäten abdecken.

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Hui, erstmal: Danke für eure Beiträge. 

 

Also... 

 

@Holo Das gibt mir ja erstmal Hoffnung, dass mein Plan aufgeht, dass sich die Lütte an Linnie orientiert. Linnie liebt alle kleinen Hunde (Welpen und Junghunde) und "bemuttert" sie auch und nimmt sie unter ihre Fittiche - das macht sie auch mit fremden Junghunden oder Hundewelpen, denen wir begegnen. Was das Zusammenleben mit einem anderen Hund angeht: Auch das ist völlig problemlos, solange der Hund nicht älter als ca. 12-15 Monate ist. Ab einem Alter von ca. 1 Jahr, will Linnie mit dem anderen Hund aber nix mehr zu tun haben (also nicht mehr zusammen leben). Sie ist bei sämtlichen Hundebegegnungen auf der Straße völlig unkompliziert und begegnet grundsätzlich jedem Hund mit freundlichem Desinteresse, wie ich es immer nenne. Aber zu Hause duldet sie keine anderen Götter - äh Hunde - neben sich, jedenfalls nicht sobald die älter als ein Jahr sind. Das war übrigens der Grund, weshalb die Züchterin Linnie überhaupt abgegeben hat. Nachdem sie über ein halbes Jahr lang ihr Haus zweigeteilt hatte, hat sie eingesehen, dass Linnie auf Dauer nur als Einzelhund glücklich ist... Von daher denke ich, dass wir da keine Probleme bekommen. Die Kleine wird ja mit 6 Monaten wieder zurück zur Züchterin gehen. Und natürlich wird sich jetzt schon bei der Züchterin zeigen, wie sich Linnie und die Kleine verstehen. 

 

 

 

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@gatil, @Regenmacher und @Monique G. 

 

Also, für die Rückgabe der Kleinen habe ich Plan A, Plan B und Plan 😄

 

Plan A: Der Welpenblues hält die ganzen 3 Monate an

 

Plan B: siehe meine obige Antwort an Holo - Linnie kommt mit erwachsenen Hunden in ihrem Haus nicht klar und hätte spätestens nach 9-12 Monaten die Schnauze voll von der Kleinen und würde sie höchstpersönlich vor die Tür setzen. Das ist übrigens auch der Grund, weshalb sich die Züchterin überhaupt keine Sorgen macht, dass sie die Kleine zurückbekommt... 

 

Plan B ist also eine bombensichere Sache. Plan C dient eigentlich nur dazu, Plan B wieder auszuhebeln: Wir verkaufen unsere Doppelhaushalte und kaufen uns an einem fernen unbekannten Ort ein Doppelhaus (also beide Hälften), damit Linnie und die Lütte (haha, ich fürchte sie hat ihren Spitznamen bei mir schon weg) jeweils angemessen in ihrem eigenen Haus wohnen können. Der Garten wird natürlich durch ne hohe Mauer getrennt und mein Mann und ich können dann ja wöchentlich umziehen :ph34r:

 

Ist also alles sehr ausgereift und gut durchdacht ... oder so ähnlich. Ich halte euch dann im neu zu eröffnenden Thread "Warum ich verzweifelt bin..." auf dem Laufenden!

 

Zum Freundschaftsdienst: Ja, wir nehmen da schon recht viel auf uns. Aber das ist ok. Wir sind auch mit der Züchterin und ihrer Familie befreundet und haben da schon engeren Kontakt. Es ist auch ein bisschen eigene Grenzen ausloten. Als wir uns entschieden hatten, dass wir einen Hund wollten, dachten wir eigentlich an einen Welpen. Geworden ist es dann Linnie, die schon "fertig" war, sie hat sich so völlig unkompliziert in unser Leben eingefügt, nicht mal ne kaputte Socke hatten wir je zu beklagen. Jetzt haben wir die Gelegenheit die Welpenzeit zu erleben (und hoffentlich durchzustehen) - es überwiegt schon die Freude!

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