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Hundeforum Der Hund
Sabinsche

Kontrollwahn in den Griff bekommen

Empfohlene Beiträge

Hallo, 

 

Gestern war eine Hundetrainerin bei uns, weil Greta Stress mit unserem Neuzugang hat. Laut ihr hat Greta es sich zur Aufgabe gemacht, als Wachhund zu fungieren. Sie sieht sich als Sicherheitsbeauftragte, die alles kontrollieren will. Der andere bereits vorhandene sieht sich als mein persönlicher Bodyguard. Aber er hätte jetzt von Haus aus kein großes Problem  mit dem kleinen, aber Gretas Kontrollwahn überträgt sich jetzt auf ihn. Und ich bin Personal, das alle Wünsche sofort erfüllt. Also, man nimmt mich nicht für voll.

So, jetzt mein Problem. Wir sollen sie auf ihren Platz schicken, aber da bleiben sie nicht. Besonders der kleine hört noch gar nicht.  Der will ständig hinter mir herlaufen. Auch sollen sie nicht gemeinsam aufs Sofa, aber da will er ständig hoch. 

Wie bekomme ich das alles geregelt? Ich soll sie ignorieren, wenn sie zu mir kommen. ICH soll bestimmen, wann geknuddelt, gespielt oder gefressen wird. Aber es ist ja ständig Stress, ich kann da nix ignorieren. Immer bin ich mit ihnen beschäftigt.

Kann mir jemand weiterhelfen.? Ich bin echt verzweifelt.

 

Danke

Bine

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Wenn die Trainerin das so erklärt hat, würde ich mir eine andere suchen.

 

Den Threadtitel finde ich eigentlich sehr bezeichnend "Kontrollwahn" zusammen mit "in den Griff bekommen"... es geht ja nicht darum, wer wen mehr oder besser kontrolliert.

Eigentich geht es wirklich fast ausnahmslos um " sich sicher Fühlen". Daraus machen Menschen leider häufig ein "der Hund will mich kontrollieren" und kommen dann mit Dominanzquatsch an.

Ich würde das anders angehen.

Entspannung verbreiten, Vertrauen erzeugen, positiv Verstärken.

Das Abchecken dient der eigenen Absicherung und nicht dem Wunsch andere zu kontrollieren.

Also: kein Hund erleidet Einbußen. Raum Lassen. Wnn einer was kriegt, soll der andere auch was kriegen. Auch mal Einzelspaziergänge machen mit dem Ersthund. Cool und freundlich bleiben, Anspannung herausnehmen und anderen Trainer suchen.

Das klang wirklich nicht besonders gut.

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Ich rate auch dazu, die Aussagen der Trainerin

1. nicht für richtig zu erachten

2. nicht umzusetzen

3. die Anregungen von Gebemeinensenfdazu zu übertragen.

 

Zum Neuzugang:

Das Verfolgen ist kein Kontrollwahn, der meint, der Hund will dich zu seinem Personal machen. Im Gegenteil - das Verfolgen ist Verlustangst, sie hält sich an dich, weil sie dich nicht verlieren will, denn sie hat schon mal etwas verloren (ihr erstes Zuhause, auch wenn es keins war, die Pflegestelle, was auch immer). Ich habe hier zwei Hunde, die, bevor sie zu uns kamen, schicksalsbedingt ihr Zuhause verloren hatten und zum Teil auch anderweitig kurzfristig unter gebracht waren. Was für ein Unterschied zu den Hunden, die ich von klein auf hatte und die nie ihr Zuhause verloren hatten. Es dauerte Monate, bis das Geklammere, das Verfolgen und das Abschlecken aufhörte.

Sie wären beide unabhängig voneinander am liebsten in mich rein gekrochen. Erst sehr viel später wurde auch mein Mann beachtet - heute ist er Kissys Favorit.

 

Also - unbedingt die Nähe geben, die da jetzt gebraucht wird, desto eher wird dieses Bedürfnis befriedigt und desto eher vergeht die Angst.

Du musst diese Zeit jetzt einfach als dazugehörig erachten, es wird nicht schlechter, da will keine die Kontrolle (so eine echte Scheißaussage), da will einer Sicherheit. Und dann wird es besser.

Lass keinen der beiden Hunde zurückstehen, füttere beide gleichzeitig, dann bekommen sie das Gefühl, es lohnt sich, dass der andere da ist.

Sitz mit dem neuen und auch dem alten, wenn er es will, auf dem Sofa. Kissy hatte mich stundenlang sehr nass (igitt) abgeschleckt, auf einen Rat von hier habe ich es an den Beinen zugelassen. Es würde Unsicherheiten nehmen und die Bindung stärken. Irgendwann war es genug. Heute tut sie es fast nie.

 

Wenn der Althund "kontrolliert" und auch maßregelt, dann hier ruhig bleiben. Sich körperlich dazwischenschieben, ablenken. Deutlich machen, dass du zuständig bist. Ausgleichen, Schönfüttern. Es muss sich für den älteren Hund lohnen, dass der Jüngere da ist.

Wie man das bei euch umsetzen kann, weiß ich nun nicht. ich denke auch, es darf auf keinen Fall zum Aufdrehen von einem der Hunde kommen, dann eskaliert es sicherlich.

Immer Ruhe bewaren. Vielleicht Hausleine an einen oder an beide, nicht viel Reden, eher Ablenken, Füttern.

 

Insgesamt mehr Geduld haben. Es muß auch erst zusammen wachsen.

Der Gedanke, einen Trainer zu kontaktieren ist ja nicht schlecht. Aber meiner Erfahrung nach sehen Trainer schnell Probleme und übertreiben in der Beschreibung der Auswirkungen. Davon leben sie.

Ruhe bewahren. Das überträgt sich dann am ehesten auf die Hunde.

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Uhhh, das erinnert mich an meine erste Hundeschule: zeigen, wer der Chef ist und unbedingt durchsetzen und bloß nicht kontrollieren lassen. Ein halbes Jahr später und gedanklichem Reset wird mir oft gesagt, dass der Hund mir auf der Nase rumtanzt und ich nicht zulassen darf, dass er seinen Willen durchsetzt. Ich frage inzwischen dann, was der Hund denn will - nämlich nichts: Der hat ME einfach Bedürfnisse, Instinkte und erlerntes Verhalten. Und da muss man ansetzen in der „Verhaltensänderung“. So ist meine Laienmeinung. Ich würde mir einen Trainer mit viel Erfahrung suchen, der/die das Hundeverhalten in Kontext setzt und dieses situativ lesen kann, die Hunde ansich einschätzen kann und nicht nur das Problemverhalten betrachtet. 

 

 

vor 8 Stunden schrieb gatil:

Der Gedanke, einen Trainer zu kontaktieren ist ja nicht schlecht. Aber meiner Erfahrung nach sehen Trainer schnell Probleme und übertreiben in der Beschreibung der Auswirkungen. Davon leben sie.

 

 

Kann ich von meinem jetzigen Trainer überhaupt nicht sagen, im Gegenteil. Der ist noch entspannt, wenn ich schon den Teufel an die Wand male ;) Denke, da gibt es solche und solche. 

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@Bable

Dann hast du Glück gehabt!

Natürlich gibt es das auch. Aber leider trifft man mehr die andere Sorte.

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Hast Du mal auf Deine Körpersprache geachtet??

 

Wenn meine Hunde auf ihre Decke /Platz sollen, drehe ich mich mit meiner vollen Vorderfront zu ihnen, ausgestreckte Hände mit offenen Handflächen. Zeige auf Decke.

Ein Wort: "Decke" und ich "dränge" sie dort hin. 

("dränge" ist ein doofes Wort, aber ich schicke sie vor mir her auf ihre Decke).

In meiner Hosentasche sind zwei Kaukochen/Geweihstangen oder ähnliches.

Stehen sie auf ihren Decken, gibt es die Kaudinge.

 

Will ich die Hunde zu mir locken, stehe ich mit dem Rücken zu ihnen, sehe sie nicht an, zeige von ihnen weg.

Rufe mit tiefer Stimme, "Komm, koommmm".Oder so.

Will ich sie vor mich schicken, drehe ich mich seitlich,sehe sie nicht an und zeige mit den Händen dahin, wo sie hin sollen.

 

Will ich sie wegschicken, stehe ich wieder frontal vor ihnen ,.....

 

Ich kann mit meiner Körpersprache meine Hunde in der Wohnung einfach aus vollem Lauf stoppen.

 

Dieser Beitrag sollte nur mal ein Beispiel dafür sein,wie ich Hunde lenken kann.

 

 

 

 

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Am 26.10.2018 um 13:26 schrieb Sabinsche:

Hallo, 

 

Gestern war eine Hundetrainerin bei uns, weil Greta Stress mit unserem Neuzugang hat. Laut ihr hat Greta es sich zur Aufgabe gemacht, als Wachhund zu fungieren. Sie sieht sich als Sicherheitsbeauftragte, die alles kontrollieren will. Der andere bereits vorhandene sieht sich als mein persönlicher Bodyguard. Aber er hätte jetzt von Haus aus kein großes Problem  mit dem kleinen, aber Gretas Kontrollwahn überträgt sich jetzt auf ihn. Und ich bin Personal, das alle Wünsche sofort erfüllt. Also, man nimmt mich nicht für voll.

 

 

Danke

Bine

Allein die Wortwahl zeigt die Unprofessionalität dieser "Trainerin". Das sind Hunde, keine Menschen, sie mit Berufsbezeichnungen zu versehen, ist schon verdammt lächerlich :huh:
Such Dir eine vernüftige/n Hundetrainer/in und lass Dir Ausbildungsnachweise/ Fortbildungsnachweise vorab zeigen, erkundige Dich nach der Methodik vorab, bevor Du sie/ihn zu Dir einlädst.
Sorry, aber das ist echt haarsträubender Blödsinn, was Dir hier aufgetischt wurde.

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Ich schließe mich den anderen an....erkläre der Hundetrainerin, dass du sehr wohl Chef bist und schicke sie in die Wüste.

 

Das ein neuer Hund dir hinterher dackelt ist völlig normal. Zum einen ist es Trennungsangst, zum anderen bist du halt der neue Sicherheitschef.....denn muss man auch erstmal kennen lernen. 

 

Das der alte Hund es erst mal doof findet, dich und sein Heim mit einer neuen Nase zu teilen....normal. Es ist auch normal das der Althund gucken muss, warum dich der neue Hund so spannend findet.....könnte ja sein, das du ihn heimlich die Leckerlies des Althundes fütterst. :lol:

 

Mach dir kuschelige Fernsehabende mit beiden zusammen auf dem Sofa. Führe was neues, total geniales zum futtern ein,  neue Spiele auf der Gassirunde, öfter Gassigehen....es muss für den Althund einen Mehrwert haben, dass ein Newbie im Haus ist. 

 

Und natürlich bestimmst du wann es Futter gibt....oder bedienen sich deine selber am Kühlschrank? 

Wer zum knuddeln ankommt, wird kurz gestreichelt und dann auf später vertröstet, wenn ich nicht knuddeln kann. 

Gespielt mit mir wird ausschließlich draussen, drinnen ist Ruhezone. Wer alleine spielen will, oder miteinander...bitte schön, solange es nicht über tisch und Bänke geht. Ich hab hier zwar keinen Zweithund, aber drei Katzen die durchaus mal mit Hund spielen....

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