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Hundeforum Der Hund
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Sprache der Hunde- auf "hündisch" kommunizieren

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Ich gehöre ja nun altersmäßig nicht gerade zu den jüngsten Usern hier.

Und so kann ich schon so mehr als auf 40 Jahre sehen, die ich gemeinsam mit Hunden verbracht habe.

Und jetzt lehrt mir doch mein aktueller Hund wieder mal ,dass ich so fast nichts über die Art der Hunde, sich untereinander zu verständigen,weis.

Und ich lerne, dass meine Hunde eigentlich eine eigene Sprache,  eine eigene Art und Weise besitzten, unter ein ander zu agieren und zu kommunizieren.

Netterweise  haben all meine Hunde vorher, aber auch Lucie,nie darauf bestanden, mit mir in ihrer eigenen Sprache zu "sprechen".

Sie konnten und Lucie kann "menschlich" agieren.

Nur Ramse besteht auf sein "hündisch".

 

Seine Körperhaltung, die Richtung seiner Lefzen, die Ohrenstellung, Blicke,

alles ist für ihn nicht so, wie es der Mensch haben will.

 

Ich würde mich sehr freuen,wenn wir hier vieles sammeln könnten,was

uns HUndesprache besser verstehen lässt.

(denkt an Pferde, die haben auch eine eigene Sprache, obwohl sie sich an die menschliche Sprache gewöhnt haben)

 

 

 

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Achja, sollte ich oder  andere nicht eurem Wissen entsprechend hier schreiben, kein Problem, ein Wissensaustausch macht klug, denke ich.

 

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beginne ich mal:::

 

In unserem Park war ich ziemlich verdattert, dass viele anwesende HH nicht wußten, dass folgendes bei der Erstbegrüßung von Hunden  nicht geht.:

 

Das Pfoten -oder Kopfauflegen auf den Rücken des anderen Hundes.

Die frontale Kopf-an Kopf ansicht, ins gegenseitige Auge sehen.

 

Ein Wegschauen, Kopfwegdrehen und eine fast 90 grad Körperstellung ist bei der ersten Begrüßung höfflich.

 

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tja, was bedeutet dieses Wissen nun für uns Menschen?

 

Lucie, die sich ab ihrer Geburt  ein Jahr auf  Straßen in Griechenland durchschlagen und ernähren musste, die kann auch menschlich kommunizieren.(sonst wäre sie verhungert)

Aber Ramse, da hatte meine Tochter eben Pech. Sie sah Ramse bei der Erstbegegnung tief in die Augen und wollte ihn auf seinem Kopf streicheln.

Dumm gelaufen.

Aber Ramse warnte GsD mit einem tiefen Knurren.

Hätte sie ihn ignoriert, nicht reagiert und nicht angesehen,  hätte Ramse sie beschnüffelt und wäre an ihrer Seite zum Anlehnen gekommen.

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Ich muss nicht recht haben mit all dem hier,will ich auch nicht.

Aber schön wäre es, wenn ich von EuremWissen lernen könnte.

 

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Irgendwie verspüre vielleicht nicht nur ich spontan den Drang beim Thema einfach eine Seite mit Beschwichtigungssignalen, eine mit den 4-5 F's und diesen einen Thread mit dem Angucken hier zu verlinken:D...

Ja auch Beschwichtigungssignale sind nicht immer klar als solche zu werten- aber in der Tendenz meist schon, jedenfalls nach meiner Erfahrung.

Die besagt auch, daß Hunde grundsätzlich zwischen Menschen und Hunden unterscheiden - zumindest wenn sie jeweils genug von Menschen und Hunden kennenlernen durften. Da hängt es dann eben von den Erfahrungen ab. Wenn Menschen schon "zu was gut" wahrgenommen wurden, wird ein Herunterbeugen und Streicheln von oben eher in Kauf genommen, als wenn man Menschen nicht freundlich in Erinnerung hat oder als deutlich ignorant. Dann braucht man die eben nicht und läßt sich auch nicht unangenehm anfassen.

Gleiches gilt bei Hunden, die lernen auch mit mehr Erfahrung die Signale des anderen Hundes und dessen Fight, Flight, Freeze, Faint und Fiddle about besser einzuschätzen.

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vor 3 Stunden schrieb agatha:

Aber Ramse, da hatte meine Tochter eben Pech. Sie sah Ramse bei der Erstbegegnung tief in die Augen und wollte ihn auf seinem Kopf streicheln.

Dumm gelaufen.

Da wollte ich noch hinzufügen: Er liebt sie ja mittlerweile, hast du geschrieben. D.h. er ist lernfähig , was Verhaltensweisen angeht. Je mehr gute Erfahrungen mit einer Person bestehen, desto eher lassen sich solche schlechte Angewohnheiten verschmerzen.

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Tja, ich bin nun der Ansicht, dass wahrlich nicht alle Hunde auf die gleiche

Weise kommunizieren, da wird es dann schwierig allgemeingültige Regeln

aufzustellen. Einige Rassen sind ja, aufgrund menschlicher Verzüchtung,

gar nicht in der Lage einige, für eher ursprüngliche Hunde selbstverständliche,

Mimiken zu zeigen.

 

Ich komme mal mit einem Beispiel:

Vorgestern habe ich beobachtet, dass ein Elo-Rüde, total zugewachsen,

Schwanz über dem Rücken tragend, von einer Husky-Hündin eingemust wurde,

obwohl ich keine Aggression des Rüdens gesehen habe.

Was nun gar nichts heißen muss.

Aber selbst meinen sehr freundlichen Hund störte irgendwas,

er versteifte sich und bekam eine ganz kleine Bürste bei Ansicht des Elo,

so dass ich ihn lieber zu mir gerufen und bei Fuss gehen lassen habe,

bevor sich ein Streit entwickelt.

 

Ich bin nicht glücklich, mit von Menschen aufgestellten und nun für alle Hunde zu gelten habenden

Kommunikationsregeln.

 

Ich treffe regelmäßig einen viel zu dicken Mops,

und vielleicht schaffe ich es mal ein Video von Spock und diesem Hund zu drehen.

Ernsthaft, mein Hund sieht mich dann immer ganz unglücklich mit dem Gesichtsausdruck,

"der versteht nicht ein Wort", an.

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Ich glaube auch, die hündische Kommunikation ist teilweise sehr Rasse bezogen. Und nicht jeder Hund kann mit der jeweiligen Kommunikationsform etwas anfangen. Jaro schlabbert furchtbar gerne das Maul anderer Hunde ab. Der irische Setter hier findet das extrem grenzwertig und man merkt deutlich, dass er damit nichts anfangen kann. Seine Huskyfreundin und der sehr reservierte Huskymix finden das aber völlig akzeptabel. Jaro ist beim Huskymix auch der einzige der ungestraft mit seinem Zerrspielzeug und seinem Herrchen spielen darf. Bei allen anderen gäbe das Blutvergießen. 

 

Sehr wenige Hunde werden an der Leine auch angewufft oder verbellt, manche angewinselt oder angemault. Warum konnte ich bisher nicht ausmachen.  Bei 99% aller Hunde sagt er aber keinen Mucks. 

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vor einer Stunde schrieb Eifelkater:

Jaro schlabbert furchtbar gerne das Maul anderer Hunde ab.

Das ist doch ein klarer Fall von kommunikativer Unsicherheit- als Welpe geht das noch durch, als Junghund muß er sich das abgewöhnen, weil er da mit Hunden , die ihn noch nicht lange kennen Ärger kriegen wird. Das ist Welpengeste und hat gar nix mit "rassebezogener" Kommunikation zu tun. Die Hunde , die das tolerieren machen das, weil sie Welpen ganz gerne oder konkret deinen Hund ganz gerne haben und ihn schon länger kennen. Durch diese Schule des Zurechtgewiesenwerdens mußten schon einige Hunde, sehr spätreife Rassen wie die Retriever (von den Flats kenne ich das, daß sie das sehr lange machen) brauchen da eben länger- die sind auch viel länger welpenhaft.

Meine Hündin kann so etwas nicht leiden, dann wird laut gegrummelt und die hat kein Problem mit Welpen und Junghunden. Aber genau das ist wirklich unhöfiches Verhalten.

Ein Hund , den sie schon getroffen hatte, hat das auf einmal ganz exzessiv gemacht. Sie wollte spielen, er wußte nicht wie er mit drei Hunden gleichzeitig spielen sollte und hat glaube ich auch aus Stress so exzessiv Schnauzen geleckt, Erst hat sie versucht mit dezenten gesten den gerade einmal zwei Monate jüngeren Hund zu bremsen. Wurde völlig übergangen. Er kam immer wieder an und ist hin und her und hat Schnauzen geleckt, die Halter "amüsiert":(, bis es ihr irgendwann so gereicht hat, daß sie ihn laut deswegen angeschnauzt hat.

Vielleicht kannst du deinem Hund helfen aus dem Verhalten herauszufinden.

 

Ein Auslandshund, der mit 6 Jahren nach D kam , mag keine brachycephalen Rassen. Mein Hund hat null Probleme einen Mops zu verstehen, weil sie sie früh kennengelernt hat. Sozialisation darf man nicht unterschätzen, auch nicht, daß viel auf olfaktorischer Basis läuft und die checkt der Mensch halt nicht so.

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Ich bin in einigen Huskygruppen unterwegs. Da wird das als völlig normal unter Huskies bezeichnet. 

 

Sammy der Huskymix mag eigentlich gar keine anderen Hunde....Junghunde gleich gar nicht. Warum auch immer, Jaro hat er als seinen Sidekick akzeptiert. 

Bei Laika ist es auch defintiv keine Unsicherheit. Beim irischen Terrier könnte es dagegen schon Unsicherheit, der ist einer der wenigen intakten und sehr dominanten Rüden hier. Bei seinem Schäferhund" freund"  der ihn ständig nur auf den Rücken schmeißt und in die Kehle beißt ( wir haben deswegen fast gar keinen Kontakt mehr...blöderweise finden beide Hunde das doof) macht er das nie. 

Bei Hunderudeln gibt es auch nur sehr selektives Schnauzenlecken.  Bei dem Flatcoatrudel hier wird nur die jüngste Hündin abgeschleckt. 

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Emma und ich haben unsere ganz eigene Kommunikation und manches Mal gibt es da ganz gehörige Kommunikationsstörungen. Ich will nicht immer so wie Emma und sie nicht immer so wie ich :lol: Dies zeigt sich in ihrer Körpersprache, will sie absolut nicht in die Richtung gehen, die ich vorgebe, bleibt sie stehen, verweigert und legt sich eventuell "ganz ruhig" hin und dann geht bei 35 kg nix mehr. Ich bleibe dann stehen, wende ihr den Rücken zu - Blickkontakt darf dann bei Emma nicht sein - und dann überlegt sich Madame, ob es vielleicht nicht doch sinnvoll und eventuell später sogar lohnend wäre, mit mir zu gehen. Leckerli bekommt sie in diesem Zusammenhand aber nie, erst viel später in einer ganz normalen Situation. Wenn sie partout nicht meine Strecke laufen möchte, bringe ich sie ins Haus und das findet sie nicht gut. Ich verstehe allerdings nicht, weshalb sie an manchen Tagen einfach in eine andere Richtung möchte.

 

Manches Mal reagiert sie auch auf meinen Ton: Ich werde dann lauter und deutlich ungehalten und dann geht's in der Regel. Finde ich aber nicht so schön, ist wirklich nur ne Notlösung. Ansonsten klappt die Kommunikation meist: Ball wird gebracht -> spielen, vor den Futternapf legen -> Hunger, aufs Sofa kommen -> Kuscheln, den Kopf auf den Schoß legen, Blick nach oben und leichtes Fiepen -> ich muss mal, bitte geh' mit mir raus, Frauchen schnattert mit Fremden -> Hinlegen und demonstratives Gähnen / mein Gott ist das mal wieder langweilig.

 

Wenn Emma mit den Kindern therapeutisch arbeitet, ist die Sprache meist ritualisiert, da sie gezielt auf Symptome reagiert (Reaktion ist erlernt und spontan).

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