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Hundeforum Der Hund
Spires

Stubenreinheit!! Hilfe

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Es klingt für mich irgendwie so, als sei der Hund bisher nie regelmäßig raus gekommen, würde gar keine richtigen, regelmäßigen Spaziergänge kennen...

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Ein typischer Fall für einen Hund, der sein ganzes Leben offenbar zu lange allein gelassen wurde und daher keine andere Möglichkeit hatte, sich zu lösen, außer im Haus :(
Mir stellt sich zuallererst die Frage, warum sich Deine Freundin überhaupt diesen Hund anschaffte?

Nutzt jetzt auch nichts mehr, das Kind ist ja bereits in den Brunnen gefallen...

Die einzige Möglichkeit, ist noch mal wie mit einem Welpen komplett ein Stubenreinheitstraining zu beginnen. D.h. alle 2 Stunden mit dem Hund rausgehen, ihn loben, wenn er draußen macht. Ihn zu bestrafen, wenn er drinnen macht, bringt null komma nix. Das versteht der Hund schlicht nicht. Jahrelang war es O.K. jetzt nicht? Wenn Du ihn bestrafst, wird er versuchen, sich da zu lösen, wo es niemand mitbekommt, das löst das Problem nicht.
Vor allem bedeutet es aber, dass ihr ihn nicht mehr stundenlang allein lassen könnt. Ihr müsstet also eine Fremdbetreuung für ihn finden, wenn ihr arbeiten geht.
Seid ihr dazu bereit?
Darüber hinaus sollte der Hund auch tierärztlich durchgecheckt werden. Hat er vielleicht noch einen Harnwegsinfekt? Diabetes? Schilddrüsenunterfunktion? etc.
Ist der Hund kastriert? Möglicherweise leidet er auch unter Inkontinenz. Auch dies kann der Tierarzt abklären.

Versuche, gemeinsam mit Deiner Freundin vernüftig zu diskutieren, versucht gemeinsam Lösungen zu finden. Der arme Hund kann am wenigsten dafür, versucht ihm zu helfen, Deine Freundin hat das Problem verursacht, jetzt muss sie helfen, es zu lösen.

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Vergiss den Ansatz mit der Strafe bitte! :) es mag für Hundeneulinge logisch und einfach klingen, aber langfristig bringt es nichts. Ich bin kein Profi, aber auch ich würde wie bei einem Welpen vorgehen - einiges wurde dahingehend schon erklärt aber falls du dazu noch Fragen hast nur zu :) 

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vor 16 Stunden schrieb Spires:

...

Ja die Freundin bestrafen ich auch jedesmal wenn er hin gemacht hat und ich ins Bad möchte und nicht kann auch auf nacht, 

wecke ich Sie auf das Sie es sauber machen soll 😁✌️so ist sie auch irgendwie eingespannt das sie da voll und ganz mit hilft. 

Aber es muss ja auch eine Strafe geben das man ihn schimpft und vielleicht 2 Std in seine Box ein sperrt (er hat so eine transportbox und ein schlafkorb beides benutzt er als schlaf platz) das er ein Zeichen bekommt das was er macht nicht ok ist? 

 

 

Dieser Hund hat 13 Jahre lang gelernt, dass es ok und sogar gewünscht ist, dass er das Badezimmer als Toilette benutzt. Er musste täglich viele Stunden allein sein, was für ein soziales Tier eine echte Qual ist. Ein jahrelanges Verhalten soll neu überschrieben werden. Und das in einer Atmosphäre von Schimpfen und sogar Strafen. Eure Streitereien zwischen den Menschen sind allein schon massiver Stress für den Hundeopi. 

Du darfst sicher sein, dass diese Veränderungen, die dem Hund abverlangt werden für ihn so klar sind, wie es für Dich wäre, wenn Dir jemand auf chinesisch zubrüllt, was er von Dir will. Sein gesenkter Kopf und das schnelle Vorbeilaufen sprechen da eine deutliche Sprache. Keineswegs verweigert er böswillig den "Gehorsam". Er hat schlichtweg keine Ahnung, wie er sich verhalten soll. Vielleicht ist ihm gar nicht klar, dass man Pipi und co eine Weile einhalten kann? Er konnte sich doch Zeit seines Lebens unmittelbar erleichtern. 

Das allerwichtigste ist zunächst mal, dass Ihr Menschen ruhig und gelassen werdet. Kein lautes Wort mehr zu dem Hund und zueinander zu dem Thema. Es wird schwer genug sein, dass der Kleine Opi Euch wieder vertraut. 

Mit einem Welpen geht man alle 90 bis 120 Minuten raus und lobt den Erfolg. Auch nachts. Und hat über Monate Geduld. Das könnt Ihr schon gar nicht leisten, weil Ihr teilweise länger weg seid, als der Kleine jemals einhalten kann. Mit dieser Widersprüchlichkeit kann ich mir kaum vorstellen, dass der Hund lernen kann, dass ausschließlich erlaubt ist, sich draußen zu lösen. Er wird es weiterhin drinnen machen müssen. 

Also bleibt in Eurem Fall nur noch die Möglichkeit, es ihm drinnen richtig beizubringen. Ich weiß ja nicht, wie groß das Katzenklo ist. Unsere Hunde bewegen sich auch beim K… Im Baumarkt gibt es große Schalen (mindestens 1Meter mal 1Meter), die man mit Zeitung auslegen könnte. Die könnten reichen. Dann begrenzt Ihr von allen Seiten diese vielleicht in einer Ecke stehenden Schale mit beispw Wäschekorb oa, lasst nur einen kleinen Eingang frei. Ihr begleitet den Hund einige Wochen JEDES Mal zu seiner Toilette, wenn Ihr zu Hause seid und achtet drauf, dass er drin bleibt. Macht er es richtig, wird er liebevoll belohnt. Macht er es in Eurer Abwesenheit nicht richtig, wird kommentarlos sauber gemacht. Mehrfach täglich muss die Zeitung gewechselt werden. 

Ich wünsche Euch wirklich Erfolg! Packt es gemeinsam an. Und entwickelt Verständnis, Geduld, Großzügigkeit und Liebe füreinander und für den Hund. So einen Stress hat niemand verdient...

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Warum muss ein Hund offenbar sein ganzes Leben in der Wohnung verbringen und ein Katzenklo benutzen? Ich kenne Leute, die von ihrer schmalen Rente mehrere Gassigeher bezahlen, damit der 20cm große Minihund regelmäßig und täglich vor die Tür kommt und dort seine Geschäfte erledigt und Auslauf und Anregungen bekommt. Das sollten zwei berufstätige Menschen doch erst recht organisieren und bezahlen können. Es gibt auch noch andere Möglichkeiten wie Pensionen, Hundehorte, Familie oder Freunde, um dem Hund ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Kleine Hunde haben die gleichen Lebensbedürfnisse wie große Hunde. Das Leben draußen gehört unbedingt dazu.

 

Ihr könntet jetzt anfangen den Hund artgerecht zu halten. Auch alte Hunde können lernen. Trainiert die Stubenreinheit wie bei einem Welpen und sorgt dafür, dass er 6-8 Stunden (oder wie er es mit seiner Nahrung und Gesundheit braucht) nach dem Essen raus kann, um Kot abzusetzen. Mit dem Urinabsetzen müsst ihr ihn eben beobachten und nach seinem Bedarf dafür sorgen, dass er raus kann. Ich finde ein Katzenklo für Hunde nur in Ordnung, wenn die Gassigänge z.B. alle 2-3 Stunden nötig sind - Tag und Nacht - durch Inkontinenz oder Krankheit und das auf Dauer. Eventuell auch noch als Notbehelf bei Welpen, aber sicher nicht als normale Lösung für das gesamte Hundeleben.

 

Und nein, bestraft ihn bitte nicht. Bringt ihm bitte mit hundegerechter Kommunikation, schonend und einfühlsam bei, wie ihr es jetzt haben wollt. Lebensumstände können sich ja nun mal ändern. Zur Box: Es ist zwar gerade Mode, Hunde zu Erziehungszwecken in eine winzig kleine Box einzusperren, aber das ist nach unserem Tierschutzgesetz außer zu Transportzwecken verboten, weil es zu Recht als Tierquälerei gilt. Hunde sind hochsoziale, empfindungsfähige Lebewesen, die auch einige Emotionen mit Menschen gemeinsam haben. Bei Menschen gilt es ebenfalls als Folter, wenn man sie stundenlang in einen Sarg oder eine Kiste einsperrt und sie auch noch zwingt ihre Notdurft zurückzuhalten. Menschen können flüchten, aber Hunde bleiben trotz schlechter Behandlung, weil sie es nicht anders kennen, als sich an ihre Menschen und ihre soziale Gruppe zu binden. Deshalb sind die Hundehalter komplett dafür verantwortlich, den Hunden ein anständiges, artgerechtes Leben ohne solche völlig abseitigen Bestrafungen zu ermöglichen. Wenn man ein artgerechtes Leben nicht ermöglichen kann, dann schafft man sich eben keinen Hund an oder vermittelt ihn notgedrungen weiter.

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@Spires: Ich verstehe es absolut, wenn das Gepinkel und die Kackerei in der Wohnung Dich an Deine Grenzen bringt.

 

Puh... wie andere schon schrieben: er hat es so gelernt und über Jahre gemacht.

 

Klar, auch alte / ältere Hunde lernen noch. Meine elfjährige Hundeomi, die zuvor vier Jahre im Tierheim war, hat sehr schnell begriffen, dass ich sie immer rechtzeitig rauslasse und dass sie sich nicht mehr in ihrem Heim lösen muss. Da gab es eben die Umstellung von Zwinger auf Wohnung.

Aber Euer Kleiner hat über so viele Jahre gelernt, sich in der Wohnung zu lösen.

 

Inwieweit ist denn Deine Freundin, die Hundehalterin, bereit, was zu ändern?

Ich bin auch dafür, eine Betreuung für den Kleinen zu suchen. Je älter er wird, desto weniger wird er acht Stunden einhalten können.

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