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Hundeforum Der Hund
Renesis

Jagdersatztraining

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Ich denke so langsam kann man sagen das wir das Problem relativ gut in den Griff bekommen haben.

Was haben wir gemacht?

Waldintensität herunter geschraubt, erstmal nur ein kleines Stück in den Wald und auf dem Weg lustige Spiele gespielt (zerren, kämpfen, Käse verstecken). Dann langsam immer ein kleines Stück weiter in den Wald. Außerdem sind wir von Futterdummy auf eine Frisbee umgestiegen (in der man ebenfalls Futter rein tun kann). Das hat den Vorteil das sie zum einen weiter fliegt und in der Regel nicht gleich liegen bleibt, sondern noch ein Stück rollt. Das ist deutlich lustiger.

Dann hab ich angefangen die Frisbee auch immer mal dann zu werfen sowie sich Zorax zu mir rum dreht und zu mir schaut. Seit dem macht er das natürlich öfter, d.h. er achtet noch mehr auf mich. Eines Abends hab ich auf einem Feld bemerkt wie Zorax ganz aufgeregt den Spuren nach ist, da hab ich ihn einfach mal machen lassen (dachte das ist ne gute Desensibilisierung und ich hab ihn ja trotzdem im Blick). Nach kurzer Zeit hab ich versucht ihn ab zu rufen - und es hat tatsächllich geklappt. Dann weiter machen lassen, wieder abgerufen...

Als wir soweit waren habe ich es einfach mal riskiert und habe ihn beim Ausreiten in den Wald mitgenommen.

Da ich auch keine Lust mehr hatte ihn ständig davon ab zu halten ins Unterholz zu schlüpfen (für alle beteiligten lästig) hab ich einfach mal los gelassen und ihm vertraut. Die Erkenntnis daraus war, dass ich ihn zwar manchmal nicht mehr sehen kann aber er trotzdem in einem doch relativ engen Radius bleibt und hier und da immer wieder von der Seite auf den Weg zurück kommt. Und wenn er zu mir schaut dann wird ab und an mal ein Käsewürfel vom Pferd geworfen, genauso wenn ich ihn rufe und er gleich angesprungen kommt. Ach was bin ich stolz auf meinen Jung! ;)

Ab und an bekommt er zwar immernoch hier und da eine interessante Spur in die Nase und verfolgt sie auch. Aber er entfernt sich trotzdem nicht übermäßig weit und kommt dann wieder.

Klar könnte es sein das er mal Wild aufstöbert, aber beim Ausreiten sind wir eh zu schnell unterwegs als das er dann noch genug puste hätte da lange hinterher zu rennen.

 

Am ‎09‎.‎12‎.‎2018 um 10:14 schrieb gatil:

Ich habe es immer bewusst vermieden, etwas zu üben, wo die Chance hoch ist, dass es erstmal nicht klappt.

Jagdhund auf einer Spur soll Blickkontakt halten und bleiben..... das geht erstmal schief. Und welche Konsequenzen hat das dann? Für den Hund oft keine- wie auch.

Da würde ich zu Übungen im normalen Alltag raten und dann langsam in die schwierigen Situationen

 

Das hört sich in einem Forum zwar gut an aber ist meiner Meinung nach nicht praxistauglich. Denn wie schnell und wie oft kommt man in Situationen wo man den Hund einfach rufen MUSS! Da kann ich auch nicht sagen, ok die Wahrscheinlichkeit ist zu gering das er hört, also lass ich ihn z.B. die anderen Leute belästigen.

Warum muss es Konsequenzen haben wenn er nicht hört? Was macht man sich denn damit kaputt? Meine Meinung und Erfahrung nach - Garnichts.

Klar, Du hast schon recht das man alles mögliche erstmal entspannt im Alltag üben sollte. Aber man kann nicht alles üben und schon garnicht so viel bevor man sich traut den Hund endlich mal von der Schleppleine zu lassen (Nebenbei kann er an der Schleppleine einige Dinge nicht erlernen die er im Freilauf aber braucht).

Denke ganz ganz oft wird den Hunden Ignoranz unterstellt wenn sie nicht hören. Das ist aber nicht fair denn in den meisten Fällen bekommen sie es garnicht mehr mit das sie gerufen werden da die Umwelteinflüsse (oder ein Umwelteinfluss) zu groß ist.

Das habe ich am deutlichsten aus unserem "Jagdproblem" gelernt. Wenn ein Hund der sonst immer sehr gut auf einen achtet und total gerne mit macht auf einmal im Wald verschwunden ist kann das nichts mit Ignoranz zu tun haben. Wer glaubt von seinem Hund ignoriert zu werden sollte mal auf die Körpersprache des Hundes achten. Was passiert denn wenn der Hund es geschafft hat sich von etwas interessantem ab zu wenden und man ihn ruft? Man sieht wie der Kopf schlagartig rum geht und er total freudig angesprungen kommt als wäre nichts gewesen.

Deshalb bin ich der Meinung das es keine Konsequenzen braucht wenn der Hund nicht auf den Rückruf hört und das man sich damit auch nichts kaputt macht.

Das einzige was hilft ist den Hund mit den Umweltreizen besser vertraut zu machen so das sie ihn nicht mehr so stark in den Bann ziehen können (desensibilisieren), dann klappt alles andere auch wieder.

Und wenn er mal nicht hören kann dann ist es besser dran zu bleiben und zu versuchen die Aufmerksamkeit des Hundes wieder zu erlangen als einfach nichts zu machen.

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Das hast du schön erklärt und super das ihr euren Weg  gefunden habt/

 

Meine Meinung dazu, du hast die Angst von Beginn überwunden, du hast jetzt mehr Vertrauen in den Hund aber auch in dich, da es klappt, der Hund hat mehr Freiraum, dass geniesst er und kommt jetzt gerne,

du bist stolz auf deinen Hund, aber auch auf dich. Sehr schön so.

 

So funktioniert die Spirale und du wirst weiter merken, dass deine Sicherheit und das gegenseitige Vertrauen sich weiter festigt und selbst wenn die Situation mit Wild in Zukunft mal kommen wird, wirst du deinen Hund rufen können. Dadurch wird das Ganze immer mehr verfestigt, du machst dir immer weniger Gedanken weil es ja klappt, du bist dir sicher.

 

Super, weiter so, freue mich für euch.

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Ich  lass meine Hunde nicht ins Unterholz ,dort wohnen Wildtiere  .

 

Steine in 3 ,2 ,1....

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vor 58 Minuten schrieb Renesis:

(desensibilisieren), dann klappt alles andere auch wieder.

Und wenn er mal nicht hören kann dann ist es besser dran zu bleiben und zu versuchen die Aufmerksamkeit des Hundes wieder zu erlangen als einfach nichts zu machen.

Dasklappt hier ganz ähnlich.

Allerdings glaube ich schon, dass Hunde oft den Abruf noch wahrnehmen, sie wollen dann eben beides vereinbaren. "Ja- gleich..."

Und ich glaube es ist schwer vermittelbar, warum das jetzt und sofort sein muss, weil das Andere viel dringender Überprüfung erfordert als das Zurückkommen zur Bezugsperson, auf die man sich sowieso verlassen kann. Das gilt für den Fall, dass der Hund tatächlich gleich kommt. Ist er wirklich weg, hat er komplett ausgeblendet.

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vor einer Stunde schrieb Renesis:

Das habe ich am deutlichsten aus unserem "Jagdproblem" gelernt. Wenn ein Hund der sonst immer sehr gut auf einen achtet und total gerne mit macht auf einmal im Wald verschwunden ist kann das nichts mit Ignoranz zu tun haben. Wer glaubt von seinem Hund ignoriert zu werden sollte mal auf die Körpersprache des Hundes achten. Was passiert denn wenn der Hund es geschafft hat sich von etwas interessantem ab zu wenden und man ihn ruft? Man sieht wie der Kopf schlagartig rum geht und er total freudig angesprungen kommt als wäre nichts gewesen.

Deshalb bin ich der Meinung das es keine Konsequenzen braucht wenn der Hund nicht auf den Rückruf hört und das man sich damit auch nichts kaputt macht.

Das einzige was hilft ist den Hund mit den Umweltreizen besser vertraut zu machen so das sie ihn nicht mehr so stark in den Bann ziehen können (desensibilisieren), dann klappt alles andere auch wieder.

Und wenn er mal nicht hören kann dann ist es besser dran zu bleiben und zu versuchen die Aufmerksamkeit des Hundes wieder zu erlangen als einfach nichts zu machen.

 

Wenn das so bei Dir klappt und Euer Jagdproblem mittelfristig weiter kleiner wird (und nicht zum Aufstöbern und Hetzen von Wild führt!) dann ist das doch wunderbar. :) 

 

Beweist für mich aber, das Dein Hund wirklich keine besonders ausgeprägten jagdlichen Interessen hat sondern eher aus Langeweile oder Spaß ein wenig am Wild interessiert ist.

Bei vielen Jagdhunden ist es nämlich wirklich so wie @gatil schreibt, dass einmal auf der Spur der Hund gar nichts anderes mehr wahrnimmt und jeder weitere eigenmächtige Ausflug das Problem rapide verschlimmert. Da ist "Vertrauen in seinen Hund" dann schlichtweg kontraproduktiv ...

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@Renesis

 

Ich meinte auch nicht, dass etwas, was nicht funktioniert,  Konsequenzen haben muss, im Gegenteil. Aber dadurch, dass es keine hat,  entwickelt sich etwas Ungutes. Also lässt man es. 

Ich bin eh gegen Schleppleinen und würde, hätte ich eine Problematik wie bei dir und deinem Hund, genau so versuchen, wie es bei euch gelaufen ist.

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Schleppleinen finde ich auch nicht toll, aber damals hat sie mir geholfen. Also, sie war wahrscheinlich eher für mich ein gutes Hilfsmittel. Als Emma - keine Ahnung - 6-7 Monate alt war, rannte sie plötzlich los und spurtete einen Hügel hoch. Ich hatte sofort - ob ich wollte oder nicht - meine Podenca vor Augen. Hilfe! Nicht nochmal so eine "Jagdsau" - so oder ähnlich dachte ich. Fortan wurde ich hektisch, so innerlich, aber sicherlich auch äußerlich, wenn Emma von 0 auf 100 losrannte. Mein Rückruf klang viel zu schrill.

Durch die Schleppleine war meine Ruhe wieder da und ich konnte Emma mit Ruhe beibringen, nur zu gucken (kaninchen, Fuchs und Co.). Vielleicht wäre das auch ohne Schlepp gegangen. Sie ist ja gar nicht wie  meine Podenca. Aber damals war es gut und die Schleppleine konnte ich auch wieder relativ schnell in die Schublade packen.

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@Schnüffelmaus Ja zum Glück hat er keine all zu großen Jagdambitionen und macht das mehr aus Spaß. Aber das hab ich mir ja von Anfang an gedacht, weil ist ja schließlich nen Rottweiler ;)

Denke mit einem richtigen Jäger wäre ich noch lange nicht so weit gekommen. Obwohl ich auch da denke das Desensibilisieren viel helfen kann.

 

@KleinEmma

Ja das ist das Problem von Leinen allgemein, es ist mehr eine Sicherheit für den Menschen. Wobei ich finde, sobald sie zum Einsatz kommt (gespannt wird) läuft etwas schief. Also eigentlich sollte alles ohne Leine funktionieren und sie nur als "Schmuck" dienen wenn man sie vom Gesetzgeber her anlegen muss (Idealfall). Oder als zweite Sicherheit dienen in brenzligen Situationen. Aber meistens wird sie dann ja doch als körperliches Erziehungsgerät genutzt wenn man andere Hundehalter in freier Wildbahn so sieht.

 

@gebemeinensenfdazu

Ja das kann schon sein aber auch da wird der Reiz schwächer wenn er nicht mehr völlig neu ist und nach und nach wird das dringende Überprüfen müssen nicht mehr so wichtig wenn eine tolle Aktion mit der Bezugsperson winkt. Auf der anderen Seite mag ich es ebenfalls wenn der Hund nicht wie ein Uhrwerk funktioniert sondern in bestimmten Situationen auch selber entscheiden kann und darf. Also auch das lernen wann ists wichtig (an der Stimmlage der Bezugsperson zu erkennen) und wann kann man noch fertig schnuffeln - aber klar, da stimme ich mit ein, das ist hohe Schule für Hunde.

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vor 6 Stunden schrieb Renesis:

Ja das ist das Problem von Leinen allgemein, es ist mehr eine Sicherheit für den Menschen. Wobei ich finde, sobald sie zum Einsatz kommt (gespannt wird) läuft etwas schief. Also eigentlich sollte alles ohne Leine funktionieren und sie nur als "Schmuck" dienen wenn man sie vom Gesetzgeber her anlegen muss (Idealfall). Oder als zweite Sicherheit dienen in brenzligen Situationen.

 

Da würd ich widersprechen, wenn man einen richtigen Jäger hat, ist das nicht nur Schmuck und es läuft auch nichts schief wenn die Leine mal gespannt ist.

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(bearbeitet)

Sehe ich anders. Oder willst Du mir erklären das alles gut so ist wenn der Hund bei Wildsichtung in der Leine steht und zerrt? Also ich finde schon das da ein Problem ist. Das bedeutet das Du noch weiter mit Deinem Hund arbeiten musst. Klar, kann sein das man das nie in den Griff bekommt und die Leine im Wald immer dran bleiben muss (und man immer daran arbeiten muss). Aber einfach Leine dran und das als Lösung des Problems ansehen wenn der Hund weiterhin in der Leine steht wenn Wild auftaucht ist für mich der falsche Weg. Ich meine es ist doch für beide total blöd. Daher läuft da auf jeden Fall was schief.

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