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Hundeforum Der Hund
SamyGinny

Extremer Angst hund

Empfohlene Beiträge

Hallo, wir haben einen ca 1 jährigen Dogge- boxer Mischling. Er ist ein extremer Angst hund und fängt jetzt auch an unsere Möbel an zu knabbern. Das ist alles was in seinem Umfeld rum liegt. Allerdings ist das eigentliche Problem die Angst. Er hat besonders Angst vor fremden Menschen. Das geht so weit dass wenn ein Handwerker zu uns kommt und der ihn nur anspricht er anfängt vor Angst los zu pullern. Mit ihm zu laufen ist daher eine große Herausforderung. Er hat mich bereits einmal weg gezogen. Ich traue mich kaum noch mit ihm raus. Wir waren bereits mit ihm in der hundeschule, allerdings waren die Besitzer sehr grob was nicht wirklich zur Besserung beitragen hat. Wir wissen nicht mehr weiter. Weg geben wollen wir ihn eigentlich nicht. Ich hoffe ihr habt ein paar Tipps für mich. Lg 

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Erstmal willkommen!:)

Erzähl mal ein bisschen mehr.

Wie lange habt ihr den Hund, wie  hat er die ersten Lebenswochen verbracht?

Wie sieht euer Alltag aus?

Wie reagiert ihr auf sein Verhalten und: reagiert ihr früh genug?

Hat er Artgenossenkontakt?

Deinem Hund kannst du Sicherheit bieten, indem du dafür sorgst, daß eine gewisse Distanz zu allem Angsteinflößenden eingehalten wird und indem du Dinge und Menschen über diese Distanz hinweg positiv verknüpfst. Aber du darfst vor allem anfangs diese Distanz nie unterschreiten. ER muß sich erstmal darauf verlassen können, dass dieser Raum frei von Fremdem bleibt und du ihm hilfst.

Das geht natürlich wesentlich überzeugender, wenn du selbst ruhig und sicher bleibst, Dinge benennst, deinem Hund beibringst Bögen zu laufen und ihn Fremdes beobachten und später vielleicht sogar beschnuppern läßt.

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Unabhängig von dem, was dein Hund in seinem bisheigen Leben angsteinflößendes erfahren hat - Doggen sind Mimosen. Mein Bruder hatte zwei. Wenn sich einer der Hunde mal irgendwo erschrocken hat (z.B. auf der täglichen Pinkelstrecke), hat es Wochen gedauert, bis er da wieder her ging und das auch erst nach sehr viel Üben und Überredung.

 

Dass dein Hund die Möbell anknabbert, hat mit Stress zu tun. Das sind sicherlich seine Ängste, aber kann auch zusätzlich noch anderes sein. Kann er alleine bleiben?

 

Ich würde immer nur kleine Runden drehen, auf denen wenig passiert. Immer die selben Strecken, lieben öfter als zu aufregend.

Hunde schule ist nicht sar richtige mit ihm, eher Einzelunterricht, wenn denn der Trainer etwas taugt, da könnt ihr hier fragen.

 

Es gibt auch gute Literatur, da können sicherlich andere mit Titeln helfen.

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Also wir haben ihn seit ca 8 Monaten. Die ersten lebenswochen hat er wohl beim "Züchter“ kaum etwas gesehen er hatte Angst vor Gras unseren Büschen und vor allen jeglichen Geräuschen draußen. Unser Alltag besteht darin dass ich vormittags zu Hause bin wenn mein Freund bei der Arbeit ist und meine Tochter in der Schule. Nachmittags arbeite ich dann bis abends er ist also nicht lange alleine. Wir lassen ihn quasi in Ruhe wenn er Angst hat er kann bei uns Sicherheit suchen wenn er will. Wenn wir draußen sind hat er Kontakt zu anderen Hunden wir fahren auch mit ihm in den auslauf da kann er machen was er möchte und kann auch dementsprechend ausweichen. Aber das mit der Distanz zu allem was ihm Angst macht ist schwierig er hat ja schon Angst wenn ihn ein fremder Mensch nur anguckt dann zieht er ja direkt den schwanz ein und macht sich klein oder flieht wenn es ihm möglich ist. 

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Hallo,

 

inzwischen weiß ich, dass die ganzen Probleme, die unser Hund hatte (inzwischen 2 Jahre alt) auch daher rühren, dass er als Welpe nichts kennen gelernt hat. Was uns geholfen hat, leider nicht in allen Fällen, ist Routine. Routine, Routine.....Der kannte kein Gras, keine Untergründe außer Stein, alles war schlimm. Das hab ich aber alles sehr spät heraus gefunden und konnte mich daher nicht darauf einstellen und hab viel falsch gemacht.


Kleine Minirunden, immer die Gleichen und die erst erweitern, wenn er dort sicher ist und nicht mehr ängstlich. Doppelt sichern finde ich auch wichtig, denn sonst reißt er sich los, wenn er sich richtig erschreckt und dann liegst du flach. Ist mir auch passiert :D
Wir haben hier eine kleinen überschaubaren Park. Es hat 4 Monate gedauert, bis er dort nicht mehr gebellt hat. Da war eine böse Fahne, ganz schlimm. Da knackten die Bäume, ganz gruselig....Ich hab mir dann irgendwann ein Buch mit genommen, mich auf eine Bank gesetzt und gewartet, bis er sich beruhigt hat, sich alles angeschaut hatte, dann eine Runde gedreht, alle Ecken erkundet und seit dem ist es gut, außer es wird da was verändert....dann ist der Ridgeback-Schäfi Mix ganz klein, kriecht auf allen Brustwarzen dort hin und wir schauen uns das Teil an. Schnüffeln und dann ist es gut....wenig reden, mehr bei ihm sein, vielleicht eine Hand an der Seite und er darf dann heraus finden, ob es Gefahr bedeutet, wenn ein Baum umgefallen ist, oder ob das ok ist :D....ist halt so und wenn man darauf eingestellt ist, kann man gut damit leben. Es wird besser!!

Menschen, die er mag, sollten ihm signalisieren, das Streicheleinheiten von Menschen toll sind und ansonsten würde ich Fremden erstmal aus dem Weg gehen, wenn möglich. Später kannst du dir jemanden suchen, der zwar fremd ist, aber Freund werden will. Ich denke das geht alles nur sehr kleinschrittig.

Bei uns ist es immer noch so, dass ihn fremde Situationen und Umgebungen total verunsichern und er braucht dann lange, um wieder runter zu kommen. Dafür bellt er nicht mehr einfach so los, sondern schaut sich um und ist dann auch schnell wieder bei sich.

Geduld, Übung und Geduld...ach ja und Geduld ;)


Falls du möchtest, darfst du mich gerne anschreiben.

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Diese Seite fand ich hilfreich: https://www.angsthund.de/

Könnt ihr mit ihm in entlegene reizarme Gebiete rausfahren? Ist er in eurem Garten oder in der Nähe entspannter? Falls ja, würde ich das als sichere Basis benutzen und von dort aus in ganz kleinen Schritten, die nicht überfordern, die Welt erkunden und mal freundliche (Hundeliebhaber)-Menschen einladen, die er so nebenbei kennenlernen kann (Leckerlis, ein Spielchen). Auch Selbstbewusstsein aufbauen hilft, Lob, Anerkennung, Dinge, die er gut macht, die ihm gelingen, z.B. Apportieren oder Suchspiele, wenn er das mag.

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