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Hundeforum Der Hund
Sabinsche

Keinerlei wegen Futterneid. Noch harmlos?

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Hallo,

 

wir haben seit kurzer Zeit  einen dritten. Knapp sieben Monate alt. Es gab einige Probleme mit der Zusammengewöhnung, aber jetzt ist es schon viel besser. Wir hatten auch eine Trainerin im Haus. Aber heute Abend gab es eine Rauferei zwischen ihm und der Hündin wegen eines Leckerlis, das hinter die Kommode gekullert war. Eigentlich ist er eher immer unterwürfig gewesen, ernsthafte Auseinandersetzungen gab es bislang auch nicht, aber diesmal ging er voll in die Offensive. Und auch sie war ziemlich böse. Ich bin sofort laut dazwischen. Sie haben sich nicht verbissen oder so, aber etzt bin ich unsicher, ob das jetzt eine noch harmlose Keilerei wegen Futterneid war oder ob ich mir doch Sorgen machen muss, dass es zu dauerhaften Problemen kommt deswegen und dass alles, was wir bisher erarbeitet haben wieder dahin ist. Wie ist das bei euch? Gibt's da auch mal Zoff und wenn ja, wie reagiert ihr? Bei den beiden anderen lief es immer recht harmonisch ab, deshalb kenne ich das so nicht und bin doch ziemlich besorgt.

Wer kann mir helfen?

 

Danke

Bine

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Ja, kenne ich. Ist immer eine Frage der jeweiligen Hundecharaktere. Die einen haben ihn, die anderen nicht. Bei einigen ist es die Erfahrung, beim anderen der Charakter.

Aktuell haben wir zwei, die wie Feuer und Wasser sind. Die eine über 12, die andere knapp 2 Jahre alt. Beider TS Hunde. Grundsätzlich verstehen sie sich gut, auch wenn ihr Temperament, nicht nur altersbedingt, völlig auseinander driftet. Sie können sogar nebeneinander aus einem Fressnapf fressen ,wobei es aus dem jeweils anderen natürlich immer um Längen besser schmeckt als aus dem eigenen. Die Jüngere stellt sich auch immer brav an um auch noch die letzten Atome aus dem Natpf der Älteren zu lecken (Ist wortwörtlich so. Wenn die andere noch frisst, wenn die junge schon fertig ist, legt diese sich in gebührendem Abstand dahinter und wartet. Ist die alte Fertig, darf sie an den Napf. Auch wenn der, was ab un an vorkommt, noch halbvoll ist.

 

Aber wehe es geht um Leckerlie, wie Kauknochen oder ähnlichem. Das wird immer in möglichst großem Abstand, vorzugsweise im eigenen Korb gekaut und wenn nicht gefressen auch dort "verbuddelt". Es gehört natürlich zum guten Ton, dass man dann versucht, das angelüllte Ding zu klauen. Und da wird man schon mal böse... und zwar richtig. Manchmal reicht es, wenn eine im Garten in die Nähe des gerade verbuddelten Schatzes kommt.  In der Regel nehmen wir dann das übrig gebliebene weg. Allerdings (und da sind Hunde völlig anders als Menschen) zieht der Sturm kurz auf und ist Sekunden später völlig vergessen... und man kuschelt wieder.

 

Ich kenne zwar Hunde, vor allem unkasrierte Hündinnnen um die Läufigkeit herum, die ihren Mitbewohnerinnen und eigentlich besten Freundinnen, durchaus starkte Verletzungen zugefügt haben. Letzten in einem Streit um ein paar Tropfen Öl, die  beim Umfallen einer Ölflasse auf den Boden getropft sind. Aber das sind Extremfälle bei stark verändertem Hormonhaushalt. Normalerweis sind Hunde aber zwar sehr direkt, wenn es um ihre Ressourcen geht, es sieht meist aber weit schlimmer aus als es wirklich ist. In der Regel lernen sie in einem Sozialverbund auch, mit solchen Situationen umzugehen. Wir sehen zu, dass wir solche Dinge immer gleichmäßig verteilen und zusehen dass Reste möglichst nicht rumliegen. Interessanter Weise kann es sogar vorkommen, dass von einem großen Kauknochen was übrig ist und sich beidedas Teil völlig problemlos teilen. Hat die eine keine Lust mehr rumzukauen, übernimmt die Andere... Ist wohl bei Hunden auch eine Sache der aktuellen Stimmung....

 

Aberziehen kann man das wohl kaum, da es sich dabei um einem Reflex handelt, der automatisch einsetzt, wenn die Futterressource bedroht scheint und der, wie ich schon schrieb, je nach Hund anders gelagert sein kann. Und auch, wenn es wohl in den Genen vieler Menschen verankert ist: Man muss auch nicht alles verändern oder konditionieren. Ein Hund soll ja auch noch ein Hund bleiben. Einfach versuchen solche Situationen von Vornherein zu vermeiden, dann klappts schon.

 

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Bei leckerem Futter hört der Spaß einfach auf. Ist hier auch so , allerdings mit den Katzen. Die dürfen Jaro normalerweise nach Herzenslust verprügeln. Aber wehe eine Katze kommt in die Nähe wenn es mittlerweile Rohfleisch oder Knochen gibt, oder ich ihn aus der Hand füttere. Dann muss die Katz echt schnell sein, damit sie nicht auch mindestens ein Loch im Pelz hat. 

 

Noch lässt er sich durch ein "nein" dann aber wieder runterfahren und notfalls doch die Katze mit an den Napf/die Knochen. Wenn dann kriegen natürlich alle etwas. 

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Die Kröte und der Dicke sind Ok miteinander, auch bei Futter. Sie ist überhaupt gar nicht Futterneidisch und lässt sich alles abnehmen, er ist eigentlich schon Futterneidisch, aber sie ist so vorsichtig das es nie Ärger gibt. 

 

Die beste Freundin von der Kröte ist da anders, die ist schnell sehr heftig wenn es um Ressourcen geht. Die Konsequenz daraus ist, dass es halt nie zusammen Kekse/ Spielzeug / Futter gibt sondern nur in getrennten Räumen. 

Wenn es doch Mal kracht, war das bis jetzt immer eine Angelegenheit von Sekunden und dann sofort wieder gut. 

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Futterneid haben wir hier auch, Haku ist aber noch so klein, die kuscht, dennoch ( oder grade deswegen) versuche ich Lotti damit keine Erfolge hat, da mache ich es so wie bei den Ömmchen ( Uschi war da auch "kompromisslos") Ich sammele alles, was übrig bleibt (oder gehortet wird)  sehr demonstrativ mit Ansage ein, und lege es sichtbar ausser Recihweite, da ist es für alle Tabu aber auch sicher, will sie es wiederhaben, bekommt sie es auch, aber nur wenn sie es auch frisst.

Letztlich geht es darum, das ICH das Futter "verwalte", und das sollte ja nicht zu Lottis "Nachteil" geschehen, ich bin quasi die "Bank", die auf ihre Sachen aufpasst, dann muss sie das selbst nicht machen. Das scheint auch für sie so ok zu sein, hat sie was unterm Kissen vergraben, hat sie damit deutlich Stress, muss es ständig umpacken und neu verbuddeln etc. bekommt einfach keine Ruhe, lege ich es hoch, ist alles Tutti, manchmal gibt sie mir inzwischen die Sachen von sich aus, das sehe ich mal als Kompliment ;) .

 

Deweiteren Füttern wir jegliches streng getrennt, beim Training allerdings auch extra zusammen da ist es das mit den Leckerchen auch kein Problem, ich bin aber immer bereit einzugreifen, sollte Lotti da den Versuch eines Raubes starten. Lotti ist halt eine Handaufzucht aus dem Tierheim, Schüssel rein und wer nicht kämpft bekommt nix...

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Hier bin ich auch der Aufpasser und Zuteiler.

Bei drei Hunden gibt es eigentlich nur Kausachen, die schnell wieder verschwunden sind.

Jetzt habe ich ausnahmsweise etwas, worauf sie länger kauen müssen. Ca. 20 min.

Ich gönne es ihnen, aber ich muss sehr aufpassen. Ich muss im Raum sein, dann passiert nichts. (Bisher). Eine Ausnahme aus der Anfangszeit.

Gestern gehe ich aus dem Wohnzimmer zur Waschmaschine. Komme zurück und finde eine mich!!! anknurrende Phoebe auf ihrem Stuhl, die 2 anderen Hunde stehen bedröppelt im Raum. Kaum war ich offensichtlich zur Tür raus, hat sie sich alles unter den Nagel gerissen und gebunkert und die anderen lassen es zu. Dabei hat sie die schlechtesten Zähne und braucht am längsten.

Phoebe weiß, dass ich alles wieder verteile. Sie lässt es sich auch ohne Probleme abnehmen.

Aber: insgesamt eine sehr ungute Situation. Die nächsten Kauteile werden wieder schneller vertilgbar sein.

 

Übrigens: es geht bei uns nicht, dass ich die Hunde jeweils auf andere Räume verteile. Da stehen dann die ausgesperrten mit ihrem Kauteil im Maul vor ihren Türen und wollen wieder ins Wohnzimmer und dort kauen.

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