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Hundeforum Der Hund
Michelle003

Impulskontrolle - Übungen

Empfohlene Beiträge

vor 23 Minuten schrieb Renegade:

Was spricht dagegen, den Hund, wenn man auf der Bank sitzt während eines Spaziergangs, an einer Leine zu haben?

 

gar nichts, geht auch dann so.

 

ich bin ein Freund von Abwechslungen, bei mir wird weder 3 Stdt am Stück gelaufen, oder 50 mal ein Ball geworfen oder 1 Std auf der Wiese geübt.

 

Mal so , mal so, dann wieder anders, mal Gas geben, mal nix machen, mal einfach auch nur mal schauen, dann wieder was verstecken, so in der Art.

 

Ist natürlich nicht allgemeingültig, aber so habe ich halt auch gute Erfahrungen gemacht. Ganz nach dem Motto, bei meinem HH ist immer was los, ich bin gerne dabei, kann aber auch mal alleine bleiben, bald ist er /sie ja wieder da und wir machen tolle Dingen dann gemeinsam, ich schweife ab.

 

@Zurimor 

 

das mag sein dass es auch anders laufen kann, wäre ja auch kein Drama, würde dann darauf reagieren, aber das spannende haben wir vorher ja auch gemacht, jetzt gebe ich dann einfach mal vor, dass ich es gerade so ganz gerne machen würde. Geb dir gerne recht, klappt bestimmt nicht immer, genau dieser Ansatz paßt gur zum Jagdersatztraining dann auch, man kann es dennoch üben und so aufbauen, zumindest ganz oft.

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Femo macht genau das, was du schreibst. Er beschäftigt sich kurz in der Umgebung und guckt dann, was ich mache. Manchmal “fragt“ er, ob wir endlich weitergehen. Wenn ich mich unterhalte oder mit dem Baby beschäftigt bin, legt er sich meist ab. Ein Trugschluss, er sei entspannt. Da er nix anderes zu tun hat, fängt er an zu wachen. Ist in der Ausprägung nicht schlimm. Kommt dann aber ein anderer Hund um die Ecke, wird der lautstark vertrieben. Muss man wissen. 

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@Freefalling 

 

wie reagierst du dann, oder besser gefragt, was würde er machen wenn du ihn für anzeigen verbal belohnst, fein gemacht, ein anderer Hund, den sehe ich auch, wir bleiben aber hier, so in der Art. Nach dem Motto, anzeigen, schauen, alles o.K. aber attackieren oder hinlaufen ist nicht erwünscht.

 

Bekommt du Femo dann abgelenkt oder ruhig?

 

Das würde ich gerne mit meiner Hündin mal sehen wie es dann laufen würde, ich glaube ich muss mal in deine Region kommen.😀

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vor 8 Minuten schrieb Freefalling:

Kommt dann aber ein anderer Hund um die Ecke, wird der lautstark vertrieben. Muss man wissen. 

 

Klar, das ist bei Enya nicht anders. Sie versucht nicht, zu vertreiben (glaub' ich), aber natürlich ist es mit der Ruhe dann vorbei.

Ich finde aber, dass man dies als Ablenkungsreiz durchaus einbauen kann. Passiert eben...und dann könnte man mit der "Ruheübung" wieder weitermachen.

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Ich versuche das bei Peanut auch, klappt auch immer besser. Aber er kann nur kurz ruhig bei mir bleiben, dann wird es ihm zu langweilig. Naja... die Phasen werden länger :) Es geht besser, wenn es irgendwas zu beobachten gibt. Die Tage saßen wir vor einer Pferdeweide auf einer Bank, war spannend den Pferden zuzusehen, aber eben ganz in Ruhe.

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vor 1 Minute schrieb Renegade:

Klar, das ist bei Enya nicht anders

 

logisch, kein Hund wird jetzt einfach teilnamslos da nur liegen, schauen ist doch o.K., kurzes anzeigen und bellen finde ich auch, aber dann ist gut, andere gehen weiter, wir sitzen weiter, wenn es passt, können die dann ja auch kurz toben, man kann doch immer alles anpassen, muss ja nicht in Stein gemeißelt sein, je nach Situation halt.

 

 

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@AnjaBla 

hätte dir gerne 5 Daumen hoch gesendet, ist doch super, muss doch nicht 20 Minuten dann sein. Wenn es am Anfang nur kurz klappt, ist es doch ein perfekter Anfang, Die Zeiten werden automatisch größer werden. Pferdekoppel, Rinder Ziegen ist doch schon mal ein so riesen Impuls, wenn man hier etwas Ruhe , das Wort "Kontrolle" ist hier blöd, einbauen kann super.

 

Wenn der Hund dann weiter will, hibbelig wird, weiter gehts, was neues tolles machen, ist doch schön so.

 

Hab das beim Apport oft so, viele meinen der Hund hält das Apportel mal eben zu Beginn 30 sec im Maul, ne macht er nicht, auch hier freue und belohne ich doch schon, wenn er es zu Beginn anstubst, evtl. kurz aufnimmt, dann wieder fallen lässt, ist doch ein ganz normaler Vorgang. Später wenn sie evtl. gelernt haben was sie machen sollen und daran Spaß haben, halten sie es auch 2 Minuten im Maul.

 

schreib hier zu viel, sorry, ich finde das Thema einfach schön und recht Themenübergreifend.

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Ich finds auch interessant und wichtig, gerade bei impulsiven Hunden wie Peanut. Pferde z.b. hat er anfangs sofort angekläfft, da macht mich sowas wie die Tage echt stolz auf ihn und gibt auch mir das Gefühl, dass ich nicht alles verkehrt mache :P Anfangs ging warten etwa 3 Sekunden gut, inzwischen kann ich so auch mal in Ruhe eine rauchen. Zwischendurch, wenn er eine Bank sieht, zeigt er auch an, dass wir dort gerne kurz Pause machen können. Wird natürlich drauf eingegangen.

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vor 28 Minuten schrieb AnjaBla:

und gibt auch mir das Gefühl, dass ich nicht alles verkehrt mache

 

das geht mir gerade quer und macht mich traurig.

 

das höre ich so oft, und am besten kommt dann noch ein Trainer wo es dann klappt, warum auch immer, ist aber der falsche Ansatz. Ist eher dann noch mehr demotivierend denke ich.

 

man sollte jeden noch so kleinen Ansatz nehmen wo irgendetwas klappt und sich darüber freuen, auch wenn direkt danach was vielleicht mal wieder völlig schief läuft.

Immer die kleinen Dinge genießen und ausbauen, nicht das andere zu sehr an sich ran lassen.

 

Kleines Beispiel von mir und meinem Hund. Ich lasse heute  meine Luna so lange sitzen wie es eben dauert mit einer neuen Aufgabe oder Spielidee, sie schaut mir ruhig zu und wartetet darauf, was jetzt wohl kommenm mag. Sie holt 3 oder 5 Apportel nacheinander, wir gehen auf dem Feld oder im Wald, wo immer es geht ohne Leine. Das ist heute!

 

Vor ca. 5 Jahren war das völlig anders, ein Hibbelhund als Welpe und Junghund, Leine ab bedeutete "und tschüß" bis irgendwann mal , vielleicht! Ich habe nicht nur einmal gedacht, boa, dieser Hund schafft mich, wir waren auf den Hundeplätzen immer die Letzten die wieder angeleint waren, bis zum nächsten mal halt, und tschüß.

Nicht nur einmal habe ich gedacht, man, das lernt die nie, und die schoß hinter allem und jedem her, selbst Blätter, Vögel, Fliegen, egal, lieber natürlich Jogger, Fahrradfahrer oder Rehe. Hätte mir damals jemand was von Impulskontrolle erzählt, ich glaube ich hätte ihn ausgelacht.

 

Verrückter Weise kenne ich das Gefühl noch sehr gut, was mich auch daran gehindert hat, locker an all die Dinge zu gehen, ich hatte eher Frust und die Faust in der Tasche geballt. Dieser Hund macht mich wahnsinnig. Ich glaube so geht es sehr vielen auch. Deshalb bin ich halt heute so wie ich bin und versuche halt diese Spirale zu durchbrechen, den HH die geballte Faust zu nehmen und die Lockerheit zu erklären, klar ist das schwer das zu verändern. Alles was dann kommt macht einfach nur Spaß, da sich die kleinen und großen Erfolge nach und nach einstellen.

 

Und ja, es klappt auch nicht bei jedem HH und auch nicht mit jedem Hund, das mag sein, aber es kappt sehr sehr oft mit dieser Art und Weise. Eine große Portion Lockerheit und auch innere Ruhe, es muss nicht alles perfekt sein, wir wollen doch Freude haben als Teamplayer, eigentlich nicht mehr und nicht weniger.

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vor 4 Stunden schrieb Siobhan:

Ich denke, es geht um die Frage der Übertragung in den Alltag. Bloß weil mein Hund 5 Minuten mit dem Leckerlie vor der Nase sitzen kann heißt das ja nicht, daß er sich draußen nicht gleich auf jeden Hamburger stürzt. Auch für die Hunde ist Training was anderes als Alltag. 

 

Wir machen es aber auch, weil ich einfach finde daß Selbstbeherrschung noch nie geschadet hat, gerade bei Brienne, die so sehr impulsiv ist. 

 

Achso. :) 

Na das man auch Alltagssituationen erst üben muss, dass ist immer so. Gibt auch genügend Hunde die in der Hundeschule/im Hundeverein wunderbar ihre Übungen machen können/wunderbar an der Leine laufen/sich gut konzentrieren können, zu Hause funktioniert dann aber nichts mehr. Das ist natürlich nicht Sinn und Zweck, aber Hund weiß ja nicht automatisch das die Übungen in der Schule daheim auch gelten sollen. Man muss es zu Hause auch üben. 

 

Genauso mit Impulskontrolle. Man kann ähnliche Situationen üben und das macht es meiner Meinung dann schon einfacher, aber automatisch passiert das nicht. Ich finde schlicht das man die Übungen für die Impulskontrolle so kreieren kann dass sie "einfacher" sind für den Hund, als direkt die Alltagssituation. 

Beispiel mit dem Hamburger: Etwas draußen unverhofft zu finden, dass man so absolut nie zu fressen bekäme ist natürlich aus Hundesicht ein absoluter Jackpot und den will man schon haben. Hat er zu Hause schon gelernt das man für das widerstehen von Wienerle oder anderen Jackpots, Belohnungen bekommt und kann das schon, dann ist die Chance das er lernt das man Essen, welches draußen liegt, auch liegen lässt etwas leichter. Aber man kann ja auch draußen im Garten oder ähnliches solche Übungen einbauen und die Brücke zum Hamburger wird immer kürzer. Bis er es auch in solchen Situationen lernt. 

 

@agatha 

Ramse reagiert doch nicht aus Ungeduld heraus, sondern aus Unsicherheit. Da würde ich versuchen nach Übungen zu suchen, die das Selbstbewusstsein stärken. Das hat meiner Hündin jedenfalls viel geholfen und auch wenn sie immer ein Hund vom Typ "ängstlich" bleiben wird, ist der Alltag viel einfacher geworden und vieles das damals noch richtige Angst ausgelöst hat ist heute okay. Wir sind gemeinsam platschen und später schwimmen gegangen (Angst vor Wasser), wir haben verschiedenste Untergründe gemeistert (Angst vor Geraschel und ungewohnem), haben ein paar Agilitydinge ausprobiert (Unsicherheit bei Höhe, Angst vor dem bewegenden Tunnel, ...), haben andere Geräte die wackelig sind über die man drüber gehen muss benutzt, wir haben Gäste eingeladen und irgendwann waren die nicht mehr beängstigend sondern interessant (Angst vor Fremden), .....

Trotzdem bleibt manches trotzdem. Die Angst vor Fremden fiele Ramse dann auch nicht einfach weg, aber vielleicht würde es ihm helfen. 

 

 

Ich finde die Haltung "das schaffe ich/mein Hund nie" immer ein bisschen schade. Klar ging mir das auch schon durch den Kopf -klar- , aber ich finde das eigentlich alles an Lernen besser klappt wenn man auch daran glaubt das es funktionieren wird, jedenfalls eines Tages funktionieren wird. 

Wenn ich mich an meine Schulzeit zurückerinner, ich hatte ja schon Lehrer die mir erklärten dass das mit dem Französisch wohl nie klappen wird und das Abi sei bei mir auch nur ein Hirngespinst. Das hat mich wahnsinnig demotiviert, denn man merkt es ja ob an einen geglaubt wird oder ob man schon abgeschrieben ist. Ich habe aber sowohl das eine als auch das andere gemeistert, etwas später mit anderen Menschen die an mich geglaubt und mich motiviert haben. Deshalb bilde ich mir eben ein, dass ich wenn ich mit meinem Hund übe, immer wieder Phasen des "wir kriegen das schon noch hin" "das klappt bestimmt" brauche um auch den Hund bei der Stange zu halten. Aber das nur als persönliche Einstellung, die ich versuche umzusetzen.

Mein Hundetrainer meinte immer, man soll versuchen beim Hundetraining auch mal zu lächeln. Das hebt die Stimmung und wir sind hier ja nicht beim Zahnarzt. Da könnte er den verbissenen Gesichtsausdruck noch verstehen. ;) Nach dem Satz haben wir auch alle bisschen geschmunzelt.

 

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