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Hundeforum Der Hund
Renegade

"Das Problem mit der moralischen Arroganz"

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vor 12 Minuten schrieb KleinEmma:

@Annali, krass, die Reaktion dieser "Tierschützer". Im realen Leben habe ich solche Anfeindungen noch nie erlebt. Hatte gedacht, diese Anfeindungen kämen nur in der virtuellen Welt zustande. 

 

Stimmt, in der virtuellen Welt ist so was ganz normal - traurig eigentlich...

 

So krass ist mir das auch nur dieses eine mal passiert. Aber ich werde sehr oft darauf angesprochen, dass ich ganz offensichtlich einen Rassehund an der Leine habe. Wenn Linnie so daherstolziert kommt mit hocherhobenem Kopf und dem breiten Shiba-Lächeln, dann sieht sie halt einfach aus wie ein arschteures lebendig gewordenes Plüschtier... Aber die meisten, die mich ansprechen, tun das einfach aus Interesse (die wenigsten kennen die Rasse)  und ansonsten völlig wertfrei.

 

Nur einer wollte von mir mal recht provokant wissen, warum ich mir unbedingt „so einen besonderen Hund“ kaufen musste. Dem hab ich dann aber nur gesagt „Weil ich es kann..“ Blöde Anmachen bekommen von mir mittlerweile nen blöden Spruch zurück, da bin schon ich viel selbstbewusster geworden in meinen immerhin 1,5 Hundehalterjahren. :D

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vor 5 Minuten schrieb KleinEmma:

@Annali, krass, die Reaktion dieser "Tierschützer". Im realen Leben habe ich solche Anfeindungen noch nie erlebt. Hatte gedacht, diese Anfeindungen kämen nur in der virtuellen Welt zustande. 

 

Ja, das ging mir auch so. Das ist schon wirklich ein übles Beispiel.

 

Wir sind damals, als wir Enya als Junghündin führten, auf eine Gruppe junger Frauen gestossen, von denen jede 1-2 Hunde "aus der Tötung gerettet" dabei hatten.

Auf unser Nachfragen stellte sich heraus, dass sie diese z.T. noch nicht lange hatten, aber (in der Flußau einer Großstadt) schon mal lustig in den Freilauf entliessen.

Prompt stiessen wir am nächsten Tag auf Suchplakate. Eine "gerettete" Hündin war mit den Umständen wohl nicht zurecht gekommen (vermutlich fehlende Bindung u.a.)

und war verschwunden. Ich weiß nicht, ob sie jemals wieder gefunden wurde.

Für mich war das wieder mal ein Beispiel wieviel Ahnungslosigkeit und Naivität da mitspielt. bei den "Rettern".

Die Mädels beäugten unsere Rasse-Enya auch einigermaßen misstrauisch und verwiesen deutlich auf die Herkunft ihrer Hunde.

Wie hat so ein armer Hund es verdient, so  dilletantisch behandelt zu werden, nach allem, was er im Herkunftsland schon erleben musste, vom Aufenthalt in sog. Tierheimen mal ganz zu schweigen, dann der stressige Transport, nach welchem er in fremde, oft sachunkundige Hände in völlig fremder und verstörender Umgebung abgegeben zu werden?

 

Ich finde so etwas echt übel.

Profilneurotiker gibt es nicht nur in der Rassehunde Szene.

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vor 46 Minuten schrieb Holo:

Ich finds (ui, jetzt mach ich mich unbeliebt) scheiße einen Hund extra für sich züchten zu lassen, wenns gefühlt 3 Meter weiter "denselben" Hund gibt der Not leidet.

 

Dieses Argument stimmt doch gar nicht - ich glaube, das ist dir selbst bewusst.

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vor 9 Minuten schrieb Renegade:

 

Dieses Argument stimmt doch gar nicht - ich glaube, das ist dir selbst bewusst.

Inwiefern stimmt das nicht? 

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Gerade eben schrieb Holo:

Inwiefern stimmt das nicht? 

 

Naja, u.a. die Behauptung, dass ein "extra für einen Käufer gezüchteter Hund" jederzeit durch einen Not leidenden identischen Hund auszutauschen sei.

Man denke nur mal an die Historie beider Hunde. Und das ist nur einer von vielen Aspekten.

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Ja  ich meinte das mit dem drei Metern auch exakt so. Drei Meter. Keinen Meter mehr. Wir stehen alle in Hunden!!! Und Tierschutz Hunde gibt es ja auch nur im Typ "schwer traumatisiert - Tötungsstation". 

 

Typisches Rassehund Halter Argument?   Da müsste ich ja länger suchen, und hm, die sind ja bestimmt alle Verhaltens gestört...

 

Das ist genau das was ich ständig höre wenn ich sage " Nein die ist kein xyz, das ist ein Multimix aus Rumänien..."

 

-" ja aber die hat ja gar keine Angst! Da haben sie aber Glück gehabt!" 

 

 

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vor einer Stunde schrieb sibylle49:

Für mich kommt immer nur ein Hund aus einer VDH/FCI - Zucht in Frage

 

Nein, so rigoros sehe ich das nicht.

Umsomehr als ich mir schon dessen bewusst bin, dass Hundezüchter keine selbstlosen Engel sind, sondern (sehr oft) durchaus nach marktwirschaftlichen Abwägungen handeln.

Und der FCI und der VDH sind ihre Vertreter - auch und besonders auf dem Gebiet des letztgenannten Beweggrunds.

 

Züchten zum Wohl und dem Erhalt der Rasse?

Naja...Klingt auf alle Fälle schon mal gut.

Für den, der es glaubt.

Die - ich nenne es mal ganz salopp die "Hundekiste" - ist ein so geldträchtiges Unternehmen mit allem Drum und Dran, dass man, egal wo, schon ganz genau hinschauen sollte.

Sofern einem der Blick überhaupt erlaubt wird. Und um das einzuschränken, gibt es ganz subtile Methoden.

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vor 8 Minuten schrieb Holo:

Ja  ich meinte das mit dem drei Metern auch exakt so. Drei Meter. Keinen Meter mehr. Wir stehen alle in Hunden!!! Und Tierschutz Hunde gibt es ja auch nur im Typ "schwer traumatisiert - Tötungsstation". 

 

Typisches Rassehund Halter Argument?   Da müsste ich ja länger suchen, und hm, die sind ja bestimmt alle Verhaltens gestört...

 

Das ist genau das was ich ständig höre wenn ich sage " Nein die ist kein xyz, das ist ein Multimix aus Rumänien..."

 

-" ja aber die hat ja gar keine Angst! Da haben sie aber Glück gehabt!" 

 

 

 

Ich denke, dass man weder da noch dort pauschalisieren darf.

Ich sage nicht (siehe meinen Post von eben) TS Hund ist Mist, ein Rassehund ist das einzig Wahre.

Deine Schlussfolgerung ist mir dennoch ein wenig zu simpel...

 

Doch im verlinkten Artikel geht es ja nicht um die Herkunft der Hunde, sondern darum, wie diese von ihren Haltern "verkauft" werden.

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Ich habe ja eigentlich einen Barsoi im Tierschutz oder einen Rückläufer gesucht. Zum Glück sind Barsois im Tierheim sehr selten. Ajan war mit seinen 7 Monaten ja wenigstens ein "übrig gebliebener" Hund mit kleinen Schönheitsfehlern.;)

Ein bisschen schlechtes Gewissen habe ich schon, dass es kein Tierschutzhund ist. Blöd angemacht wurde ich deswegen noch nie. Die "moralische Arroganz" ist allerdings schon manchmal spürbar.

Früher wurden eben die Hundehalter mit Mischlingen und Tierheimhunden mitleidig belächeld. So nach dem Motto: "Na ja, die können sich halt nichts anderes leisten." 

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Ja  wir sollten das Thema vielleicht fallen lassen. 

 

Mich nerven auch diese angsthund trullas ( trotzdem darf ihr hund nämlich meinen nicht beißen? Warum ist der im Hundepark ohne Maulkorb, wenn er aus Angst zupackt?) und generell das ich ständig Lebensgeschichten von irgendwelchen wackeldackeln erzählt bekomme. Es interessiert mich wirklich nicht, ob ernesto-gonzales in Spanien damals über seinen wassernapf gestolpert ist und deswegen jetzt wasserscheu ist. 

 

Ob man die Hundehalter Szene jetzt noch mehr spalten kann als sie schon ist... Ich meine anders als so Hobbies wie Töpfern ist Hunde Haltung auch unter Hunde Haltern kontrovers diskutiert. Und während der reitsport durch die Kosten relativ homogen ist, ist Hundehaltung Verhältnismäßig erschwinglich. Ich kann mir schwer vorstellen, dass unter Hundehaltern jemals sowas wie Konsens geherrscht haben soll. 

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