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Initiative Lebenstiere e.V. geht neue Wege - wir starten ein Weideprojekt mit Heckrindern/Auerochsen

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Ich habe hier in der letzten Zeit nicht viel geschrieben. Das lag einerseits daran, dass ich mehr Zeit für mich brauchte und auch daran, dass vor etwas mehr als einem Monat ein Freund, den ich durch die Rinderrettung kennenlernen durfte, sehr plötzlich und auch tragisch verstorben ist. Nun aber möchte ich euch berichten, was sich in den letzten Wochen bei uns getan hat, denn nach der "Schockstarre" und den Herrausforderungen, die an uns durch den Tod gestellt wurden, müssen wir nun aktiv werden. Immerhin haben wir nun noch mehr Verantwortung.

Ich stelle hier den Post ein, den wir gestern so auf Facebook veröffentlicht haben:

 

Nun ist es über einen Monat her, dass unser Klauenpfleger und Freund Yakwilli nicht mehr da ist. Noch vor seinem Tod hat er uns die Verantwortung für seine geliebten Heckrinder/Auerochsen anvertraut. Damit kam nun viel auf uns zu. Neben der emotionalen Komponente – er fehlt noch immer sehr – mussten wir viel organisieren. Wo sollten wir 13 Heckrinder so schnell unterbringen? Woher sollten wir nach dem trockenen Sommer weiteres Heu her bekommen? Wie sollen wir die Versorgungskosten für die Tiere stemmen? Wir haben viel gegrübelt, uns beraten und nicht nur eine Träne verdrückt, doch wir sind einer Lösung so nah, dass wir Euch nun mehr darüber berichten möchten.

Wir haben ein 11 Hektar großes Gelände mit Wald und Bach hier in der Nähe gefunden, wo die gesamte Herde den Winter verbringen kann. Außerdem haben wir Kontakte zum Biosphärenreservat Rhön knüpfen können. Wir bekommen dort ab dem Frühjahr ein großes Naturschutzgebiet zur Beweidung für die Auerochsen. Dort können sie einen Beitrag zur Landschaftspflege im Rahmen des Naturschutzes und zugunsten der Artenvielfalt leisten. Damit gehen wir neue Wege. Bisher kennen wir kein einziges, vergleichbares Naturschutzprojekt in Deutschland mit geretteten Rindern, die weder geschlachtet noch zur Zucht eingesetzt werden.
Auch die Überlegung, woher wir Heu bekommen könnten, hat uns lange beschäftigt. Wir telefonierten sogar mit Landwirten in Osteuropa. Über Umwege haben wir dann sogar in nur rund 50 km Entfernung noch gutes Heu gefunden. Der Transport zu uns stellte uns dann vor die nächste Herausforderung. Über unseren Tierarzt haben wir dann jemanden gefunden, der uns das Heu holen konnte. Ganze 3000€ mussten wir für Heu und Transport bezahlen. Wir hatten einfach keine andere Wahl, denn uns fehlte die Vorbereitungszeit. Dazu kommen weitere Versorgungskosten für die Unterbringung der Tiere. Auch vor dem Umzug zu uns, sind bereits Kosten entstanden, bei denen uns zum Glück unsere Freunde der Stiftung Hof Butenland sehr geholfen haben.

Wir haben die ganze Herde sehr ins Herz geschlossen. Trotzdem wissen wir noch nicht, ob wir als kleiner Verein alle Heckrinder auf Dauer versorgen können. Die Finanzierung von so vielen weiteren Tieren ist eine echte Herausforderung, zumal auch einigen unserer anderen Lebenskühen noch Paten fehlen. Aber Yakwilli zuliebe, wollen wir es irgendwie schaffen. Yakwilli hat so viel für unsere Lebenstiere getan. Wir können und wollen ihn und seine Tiere nicht im Stich lassen.

 

 

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Mein Beileid für den Verlust. :( Ich glaube, du hattest Yakwillis Arbeit mal erwähnt als die alte Kuhdame Sophia aus schlechter Stallhaltung bei euch eintraf.

Ich wünsche euch ganz viel Glück für die Zukunft! Das mit der Beweidung im Biosphärenreservat Rhön klingt doch schon ganz hoffnungsvoll.

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