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Hundeforum Der Hund
hanninanni

Wieviel Freilauf?

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Mich beschäftigt zur Zeit die Frage nach der Länge von Mottes Freilauf. 

 

Auf Grund einer gesundheitlichen Zwangspause von 3 Tagen war Motte beim Gassi gehen wieder in alte Verhaltensweisen verfallen. Sprich sie ist wieder an uns hoch gesprungen, hat in die Leine gebissen und wie wild dran rum gezerrt und geschüttelt. Dank unserer Erfahrung in so einer Situation sind wir recht schnell wieder da raus gekommen und wissen das ganze mittlerweile deutlich besser einzuschätzen. 

 

Was ich aber nun festgestellt habe ist das Motte, als sie wieder Freilauf hatte, nach einer Stunde etwa nicht mehr ansprechbar war. Das soll heißen, sie hat nicht mehr auf den Rückruf reagiert, sondern war total auf das rum fliegende Laub fixiert und war wie im Tunnel. Ich war froh das die Schleppleine noch dran war, denn sonst hätte ich gestern Ewigkeiten warten können bis Motte zu mir gekommen wäre. 

Bevor Motte so abgeschalten hatte, hatte sie ganz viel Spiel und Spaß mit ihren Hundekumpels. 

 

Kann es sein, daß das mit dem Blätter jagen eine Übersprungshandlung war? Also das die raschelnden und rum fliegenden Blätter einfach ein zu starker Reiz war?

Wie gesagt gepowert hatte sie schon mit ihren Kumpels und auch mit einem fremden Hund. 

 

Wäre es sinnvoll den Freilauf zeitlich etwas einzuschränken je nach Reizlage? 

So das es auch ein positives Ende für mich hat? Oder soll ich mir nicht schon wieder soviel Gedanken machen und Motte einfach machen lassen? 

 

Mir ist schon klar, daß jeder Hund anders ist und das es dafür keine Pauschalregel gibt, aber mich würde es interessieren wie ihr das handhabt. 

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vor 8 Minuten schrieb hanninanni:

 

Kann es sein, daß das mit dem Blätter jagen eine Übersprungshandlung war? Also das die raschelnden und rum fliegenden Blätter einfach ein zu starker Reiz war?

Wie gesagt gepowert hatte sie schon mit ihren Kumpels und auch mit einem fremden Hund. 

 

Wäre es sinnvoll den Freilauf zeitlich etwas einzuschränken je nach Reizlage? 

So das es auch ein positives Ende für mich hat? Oder soll ich mir nicht schon wieder soviel Gedanken machen und Motte einfach machen lassen? 

 

Mir ist schon klar, daß jeder Hund anders ist und das es dafür keine Pauschalregel gibt, aber mich würde es interessieren wie ihr das handhabt. 

 

Ich würde den Freilauf nicht zeitlich eingrenzen, sondern sie dann einfach aus der jeweiligen Situation rausnehmen (wenn es absehbar ist, natürlich vorher schon einsammeln). Ist das Hirn erstmal aus und ein Rückruf zwecklos, warte ich einfach (vorrausgesetzt die Situation lässt das zu) bis Frau Hund wieder runtergekommen ist. Man kann in der Zeit großartig Emails vom Smartphone aus beantworten. Nicht zu rufen und dem Hund hinterher zu rennen ( "Komm jetzt! Hier! Hiiiiiier! Bello Nein!") hat auch den positiven Effekt, dass der Hund sich vielleicht irgendwann fragt wo man ist und was man so macht, das so wahnsinnig interessant ist. Außerdem sieht man dann auf der Hundewiese nicht wieder aus wie der letzte Kevin.

 

Wenn ich wirklich genervt bin (weil sie sich nur mühsam abrufen lässt, und dann sofort wieder in die selbe Richtung losdüst) dann gehe ich flott weiter. Ich rufe ja nicht ohne Grund und sie wird schon wissen, was sie tut . Das hat dann aber nicht mit Überreizung zu tun, sondern vorallem mit einem: "ich will aber da jetzt unbedingt buddeln" ihrerseits und einem "es schüttet!" meinerseits.

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Hey, ich mache die Erfahrung, dass Freilauf auch mal zu lange sein kann je nachdem was dabei passiert. Zu viele Hunde oder die „falschen“ Hunde können unseren Hund auch stressen, zu viel Situationen mit Impulskontrolle ebenfalls (das lässt sich wiederum mit Artgenossenkontakt ausgleichen, andersrum natürlich nicht), zu viele ungewohnte neue Dinge sind ebenfalls ein Stressfaktor. Laub ist bei uns mit Vorsicht zu genießen: Gefahr der Reinsteigerung. Grundsätzlich gehe ich inzwischen nicht nach einer Zeitspanne, sondern nach Erregungslage des Hundes: letzens mal fast 2 Stunden und Hund war entspannt, nächstes Mal reichten 30 Minuten. 

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Hmmm... ob das mit dem Laub eine übersprungshandlung war, kann ich dir nicht sagen. Würde mir bei dem Alter da jetzt aber auch nicht zu großen Stress machen und in jede Kleinigkeit übersprung reininterpretieren. Kann auch einfach mal keine Lust auf Abruf gewesen sein, weil anderes grad spannender war. Bei uns richtet sich die Länge des freilaufs normalerweise am Tagesablauf und Ja, manchmal auch nach der reizlage des Spaziergangs. 

Ist hier am Tag viel los, wird der freilauf zeitlich etwas gekürzt. Je nach Ablauf  (z.b. futterladen oder Tierarzt, oder wenn wir irgendwo zu Besuch sind).

Den Spaziergang Kürze ich tatsächlich oft ab, wenn es viele hundebegegnungen waren, die entweder etwas stressiger für den Hund waren, oder wenn wirklich viel gespielt wurde. 

Vor allem aber bei hundegruppen. Dafür ist meine aber auch nicht unbedingt gemacht. Da bleiben wir meist nur für ein kurzes Spiel da, gehen dann aber auch wieder unserer Wege. Hier ist dann aber auch teilweise sonst gar nichts mehr los. 

Padme auf einer hundewiese oder ähnlichem wäre eine Katastrophe. Spaziergänge mit einem hundekumpel sind gar kein Thema und gerne auch mal länger. Da ist es aber auch ausgewogen, was spielen und schnüffeln angeht. Und sie ist nicht überfordert. Mehr Hunde bedeuten oft mehr Stress  (auch wenn es erstmal nach Spaß aussieht)

So viel zu uns. Verlass dich auf dein Bauchgefühl. Wenn die Konzentration schwindet ist es für beide manchmal besser auch eine kleinere Runde zu machen. Dafür vielleicht zu Hause nochmal nach der  Ruhe etwas spielen oder so... wenn überhaupt nötig 

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@HoloAlso rufen lass ich dann schon sein und hinterher rennen ist eh zwecklos(das hab ich schon gelernt ;))

Hmm... also müssen wir jetzt wieder etwas mehr auf diese klitzekleinen Anzeichen achten, wenn das ganze am Kippen ist und dann einfach frohen Mutes weiter gehen und hoffen das Hundi nach kommt. 

Ich hab immer nur die Befürchtung das Motte eine Radler umrennt, wenn sie nach geschossen kommt. 

@Bable

deine Schilderung erinnert mich wirklich etwas an Motte. Ich hab halt immer den Gedanken ohh 30Minuten sind deutlich zu wenig um Mottes Bewegungsdrang gerecht zu werden. 

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Zuviel Freilauf gibt es nicht, aber potentiell zuviele Stressreize. Die haben ja nichts mit dem Freilauf zu tun. Ein großer Hund kann ohne Freilaufmöglichkeit seinem Bewegungsbedürfnis nicht nachkommen- nur wenn er alle Gangarten nutzt, mal Toben odersich auf dem Boden kugeln kannetc. wird sein Muskelapparat ausgewogen beansprucht.

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@hanninanni eure Beschreibung erinnert mich auch manchmal an unseren Hund ;) was das Laub betrifft: das reinsteigern ansich ist für mich nicht der Übersprung sondern das, was unmittelbar danach passiert (bei mir Attacken, kommt auch manchmal zum buddeln = harmlose Variante). Ähnlich ist es mit anderen diversen Reizen, das Schema bleibt gleich: Hund ist überfordert und gerät in Konflikt, ganz sensibles Management von meiner Seite gefragt, versage ich kommt es zum Übersprung. Dann hilft nur noch Zeit, Ruhe und Alternativen wie leckerli schnüffeln, Spielzeug paar mal werfen etc. Biete ich die Alternative vor dem Übersprung fällt er weg. Besser wäre natürlich noch, ich würde schaffen, die Alternative bereits vor dem Konflikt zu bieten - aber bin eben kein Profi ;) 

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@gebemeinensenfdazu

Also laut Tierarzt ist Motte sehr gut bemuskelt. Und das mit dem zu viel Freilauf war falsch ausgedrückt und ja ich meinte zu viele Reize beim Freilauf. 

 

@Bable

Immerhin weißt du, wie und was du tun kannst. Und das mit dem vorher reagieren wird bestimmt auch besser. 

 

Also ich war heut nur eine Stunde mit Motte unterwegs. Da heut ein Feiertag bei uns ist, ist natürlich die Anzahl der Hunde sehr hoch gewesen. Also habe ich drauf geachtet, daß Motte kopfmäßig bei mir ist und auch bleibt. Als ich das Gefühl hatte, das Motte gleich wieder Blätter jagen will, hab ich sie einfach abgelenkt mit einem Stock bzw bin weiter gegangen und hab Motte Leckerchen suchen lassen. Hat alles gut geklappt und nicht nur Motte sondern auch ich sind sehr zufrieden zu hause wieder angekommen. 

 

Und jetzt gibt's erstmal ein Käffchen für Frauchen ☕:rolleyes:

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@Amidala

Also auf die Hundewiese gehen wir grundsätzlich nur, wenn uns bekannte Hunde bzw nur ein oder zwei fremde Hunde da sind. Für Motte ist das alles auch zu viel, aber in dosieren Abständen ist das alles machbar. 

Ich finde es auch immer schön zu sehen, wie Motte und ihre Jungs zusammen spielen. Und wenn es dann weiter geht, sind die drei am Schnüffeln und sind eigentlich am Spielen nicht mehr interessiert. 

Also wir versuchen wirklich ein Gleichgewicht rein zu bringen. 

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@hanninanni: das klingt doch erstmal gut :)

wie gesagt, hör auf dein Bauchgefühl und such nicht Probleme die nicht da sind ;) weder deinem Hund noch dir schadet es, wenn er mal wo kleben bleibt und nicht abrufbar ist. Das haben wir alle hinter uns :)

sollte es mal zu viel Reiz gewesen sein,... ja, auch das passiert. Aber der nächste freilauf kommt ;)

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