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Hundeforum Der Hund
hanninanni

Wieviel Freilauf?

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vor 3 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Zuviel Freilauf gibt es nicht, aber potentiell zuviele Stressreize. Die haben ja nichts mit dem Freilauf zu tun.

 

So sehe ich das auch.

Und Hundewiese ist kein "Freilauf", vor allem, wenn sie eingezäunt ist. Das sind oft leider "Zwangsvergesellschaftungen", die Hund sich freiwillig nicht ausgesucht hätte.

 

Pavel hat ein gutes Gespür, andere Hunde auf Entfernung einzuschätzen. Das führ dazu, dass er manche Hunde ignoriert ("Nö, der ist doof, mein Mauseloch ist spannender. ;)), manche beobachtet er nur auf Distanz; ist er dann unsicher, "fragt" er mich. Bei einigen Hunden springt gleich (beiderseits) ein Funke über und man begrüßt sich freudig interessiert. Solche Interaktionen wären auf einer Hundewiese selten möglich.

 

Pavel läuft eigentlich immer frei, außer wenn andere Menschen oder Vorschriften eine Leine fordern. Das ist hier sehr selten.

Er kann auch dazu neigen, in "sein Ding" zu verfallen. Inzwischen kenne ich die Anzeichen und fordere rechtzeitig (da ist es wieder: Timing! ;)) kurz seine Aufmerksamkeit, z. B. wenn ich eh die Richtung wechsle oder ich rufe ihn kurz zu mir. Dann Lob/Leckerli und die Aufforderung "lauf!", dann macht er zwar wieder "sein Ding", ist aber aufmerksam. Das hat im Laufe der Zeit dazu geführt, dass er erheblich mehr auf mich achtet und viel seltener in seinen "Tunnel" verfällt.

 

Im letzten Urlaub konnte er "sein Ding" so richtig ausleben: Wildnis-Natur-Paddel-Urlaub in Polen. Nachmittags an einem Lagerplatz angekommen, war es mir egal, was Hund macht - Hauptsache er bewegt sich ausgiebig als Ausgleich zum stundenlangen herumliegen im Boot. Ringsherum Natur und nichts, was den Hund gefährden könnte oder was der Hund gefährden könnte. Als Terrier sind seine Jagdambitionen sehr auf den Boden gerichtet - Mäuse, Maulwürfe und dergl.

Mensch ist ziemlich lange beschäftigt mit Zelt aufbauen, Feuerholz sammeln, Essen zubereiten. Pavel hat in dieser Zeit "halb Polen" abgeschnüffelt oder Mauselöcher hypnotisiert. Manchmal habe ich ihn in einiger Entfernung gesehen, manchmal nicht - also wirklich Freilauf.

Er hat sich erst wieder im Lager eingefunden, wenn es nach Essen roch. Er machte dann einen sehr ausgeglichenen, zufriedenen und hungrigen :D Eindruck - endlich konnte er machen, was er wollte und wie lange er wollte. 

Wieder zu Hause, ist alles beim alten: Pavel ist mit der Nase am Boden, aber mit dem Kopf (meist) bei mir.

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Neo hat nur begrenzt viel Energie. Bei ihm verbraucht so ziemlich alles mehr oder weniger Energie. Auch für den Freilauf benötigt er Energie. Irgendwann ist die Energie aufgebraucht und muss wieder aufgeladen werden. Ansonsten wird sein Radius immer größer, er hört immer schlechter, wird immer wilder und unbeherrschter, usw. Daher mache ich oft schon während der Spaziergänge kleine Pausen, was wir aber erst trainieren mussten, damit er sich in diesen Pausen erholen kann. 

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vor einer Stunde schrieb DerOlleHansen:

 

So sehe ich das auch.

 

Und Hundewiese ist kein "Freilauf", vor allem, wenn sie eingezäunt ist. Das sind oft leider "Zwangsvergesellschaftungen", die Hund sich freiwillig nicht ausgesucht hätte.

 

Pavel hat ein gutes Gespür, andere Hunde auf Entfernung einzuschätzen. Das führ dazu, dass er manche Hunde ignoriert ("Nö, der ist doof, mein Mauseloch ist spannender. ;)), manche beobachtet er nur auf Distanz; ist er dann unsicher, "fragt" er mich. Bei einigen Hunden springt gleich (beiderseits) ein Funke über und man begrüßt sich freudig interessiert. Solche Interaktionen wären auf einer Hundewiese selten möglich. 

 Unsere Hundewiese ist mit in dem Park in dessen Nähe wir wohnen. Die ist auch nicht umzäunt, aber trotzdem meiden wir sie, da Motte dort schon unschöne Erfahrungen machen musste. Das war meinem Übermut geschuldet und meiner Naivität (jeder der auf eine Hundewiese geht hat einen Hund der mit allen verträglich ist)

Seitdem sehe ich das alles kritischer. Ob Motte jetzt ein gutes Gespür für andere Hunde hat, kann ich noch nicht sagen.... bzw ich werde noch nicht das richtige Gespür für Mottes Körpersprache haben was andere Hunde betrifft. Sie ist jetzt seit 8 Monaten bei uns. Es ist noch deutlich Luft nach oben drin, aber was wir schon geschafft haben ist sehr gut. Wenn wir im Park unterwegs sind schleift die Schleppi größtenteils am Boden. Eigentlich ist die hauptsächlich nur für mein Sicherheitsgefühl da :blush:

 

@NeoGuinness

Also Energie hat Motte genug, nur ihre Konzentration bzw Impulskontrolle muss noch etwas gefördert werden. Aber das wird bestimmt auch noch mit der Zeit kommen.

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@hanninanni Mit "Energie" meinte ich ganz allgemein Konzentration, Impulskontrolle, usw. 

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Wenn möglich nehmt euch eine Strecke, die etwas ruhiger ist, sollte bei euch die gegenheit stimmen. Und vor allem eine bei der man in Bewegung sein kann. 

Viel Platz hilft deinem Hund selbst zu entscheiden ob und wie er den Kontakt möchte. Ihr lernt seine Körpersprache und könnt ihn in seinen Entscheidungen unterstützen. 

Ich hab auch etwas gebraucht um alle Signale meines Hundes zu verstehen, aber wie @DerOlleHansen schon schrieb, der Hund kann selbst entscheiden ob Kontakt, oder lieber nicht. Und selbst wenn er unsicher ist und noch nicht zu euch kommt, ist es für ihn einfacher die Situation stressfrei zu lösen. 

Ihr müsst einfach schauen, dass ihr versteht, wann ihr eine Situation eventuell besser auflösen solltet. 

Aber das lernt man als Hund Halter Team irgendwann zusammen :)

Hier in der Stadt ist es mir halt leider auch nicht immer möglich eine reizareizarme Umgebung zu finden und wenn ich dann einen blöden Tag erwische, an dem uns permanent nur Hundegruppen entgegen kommen, ja dann wird halt auch mal gekürzt. Am nächsten Tag dann vielleicht eine andere Zeit  (soweit man flexibel ist) 

Und wichtig, immer entspannt bleiben :)

du sagst ja selbst, dass der Hund und ihr noch lernt. Das wird mit der Zeit. Ich finde wie gesagt, das klingt alles ganz gut und ihr wuppt das, wenn ihr nicht mehr alles hinterfragt (Vielleicht auch euren problemen am Anfang geschuldet. Auch wenn hinterfragen natürlich nicht grundsätzlich schlecht ist :D aber manchmal neigt man auch dazu alles zu erdenken und das macht es oft schlimmer als es ist :) )

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vor 18 Minuten schrieb hanninanni:

Unsere Hundewiese ist mit in dem Park in dessen Nähe wir wohnen.

 

Habe in 100 m Entfernung auch einen wilden Park, der von allen komplett als Hundewiese betrachtet wird. Das ist soweit auch in Ordnung. Das Gelände ist so groß, dass es keine Zwangsbegegnungen geben muss. Da beobachten Hund und ich erstmal, wie der andere Hund - und vor allem der andere Mensch - sich verhält.

 

vor 21 Minuten schrieb hanninanni:

Wenn wir im Park unterwegs sind schleift die Schleppi größtenteils am Boden. Eigentlich ist die hauptsächlich nur für mein Sicherheitsgefühl da :blush:

 

Nun ist eine schleifende Schleppleine ja kein Ding ... aber ich sehe soviel Hundehalter, die ihren Hunden den Spaß verleiden, weil der Mensch sich nicht in der Lage fühlt, eine Situation zu meistern ... Begegnungen werden strikt vermieden, Freilauf findet gar nicht erst statt, etc ... da tun mir immer die Hunde leid ...

 

Was könnte ohne die Schleppleine passieren? (wirklich objektiv)

Wenn dir nichts wesentliches einfällt (wie: könnte auf die nahe Hauptstraße laufen), lass sie weg!

Man muss als Hundehalter auch das eine oder andere aushalten können!

 

vor 1 Stunde schrieb DerOlleHansen:

Manchmal habe ich ihn in einiger Entfernung gesehen, manchmal nicht

 

Auch ich musste mich zwingen, das auszuhalten. ;)

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@Amidala das Hinterfragen bleibt einem wirklich lange mit „Problem“-Hunden. Man möchte es ja richtig machen und ist  unsicher gerade als nicht-Profi ;) 

 

@hanninanni  macht euch keinen zu großen Kopf über Impulskontrolle, gerade da gerät ein Hund denke ich schnell in Stress. Einfach nur soviel wie nötig. Ich war eine Zeitlang wieder mit Schlepp unterwegs, weil der Freilauf zur reinen Impulskontrolle geworden wäre: komm her, lass das, komm her, weiter, aus, komm her ... ;) dann bin ich eine Zeitlang etwas abseits geschlendert, große Bögen (mehrere 100m) um andere Hunde, hab ihn suchen lassen, gerufen bevor er ins Leinenende rennt, viel mich seinem Tempo angepasst. Als nächstes Uhrzeiten, zu denen kein anderer unterwegs ist und abgeleint - nachdem das klappte, bin ich aktuell wieder normal im Freilauf unterwegs. Hört er nicht, erhöhe ich mein Tempo deutlich - das erste Mal reagierte er übrigens erst bei schätzungsweise 600m  Distanz. Und beobachte Motte doch mal: unser Hund läuft zwar im weiten Radius aber er läuft mit. Die 4 Pfoten haben uns glaub ich besser im Blick als wir manchmal denken ;) 

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vor einer Stunde schrieb Bable:

@Amidala das Hinterfragen bleibt einem wirklich lange mit „Problem“-Hunden. Man möchte es ja richtig machen und ist  unsicher gerade als nicht-Profi ;) 

 

Glaub mir, dass kenne ich nur zu gut :D

das Problem ist aber genau das, was du danach so schön beschreibst. Es wird für alle Beteiligten irgendwann anstrengender als es sein muss :)

deswegen als kleiner Reminder von mir gedacht, auch ab und zu locker zu lassen und nicht alles zu hinterfragen. Auch wenn es schwer fällt  (und ja das tut es :D )

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@Amidala ich stimme dir völlig zu :) manche Dinge darf man echt nicht überbewerten sondern muss sie einfach mit Humor nehmen :) 

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An dieses Thema möchte ich mich gerne anhängen. Ajan kaspert auch gerne mit der Leine herum. Er beisst hinein, macht Zerrspiele, u.s.w. Das stört mich nicht besonders, nur manchmal übertreibt er. Auch das anspringen ist im allgemeinen nicht so tragisch. Allerdings springt er mich neuerdings von hinten an und wenn er dann meine Haare erwischt, fühlt sich das schon wie skalpieren an.

Aber das wichtigere Thema ist der Freilauf. In Hundezonen gehe ich nicht mehr. Die schon beschriebene Donauinsel ist da schon sehr willkommen. Die Hunde können sich aus dem Weg gehen und es ist autofrei. Mein Problem ist jetzt, dass Ajan einfach mit anderen Hunden mitgeht, auch in die andere Richtung und ich nicht weiß, wann er wiederkommt. Wenn ich ihn nicht sehe, bin ich schon etwas beunruhigt. Er ist dann oft ziemlich weit weg.  

Dann ist noch das Problem mit kleinen Hunden. An denen hat Ajan offenbar einen Narren gefressen. Er tut ihnen nichts und passt auf, dass er sie beim spielen nicht verletzt, aber ich habe immer ein schlechtes Gefühl dabei. 

Vielleicht bin ich ja nur übervorsichtig, nachdem was Nives passiert ist? 

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