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hanninanni

Wieviel Freilauf?

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@Gusar oh das kenne ich auch. Vor kurzem hatte ich simpel gesagt einfach die Schnauze voll und bin losgejoggt. Es dauerte etwas aber dann kam er von selbst angerast (wie @DerOlleHansen sagte: man muss sich zwingen, das auszuhalten). Gibt übrigens einen enormen Vertrauensschub auf menschlicher Seite ;) zum Thema kleine Hunde kann ich wenig sagen, findet meiner aber auch total super <_<

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Das ist ganz einfach: es tut niemandem weh, auch nicht dem Hund, wenn er zwischendrin an die (lange) Leine kommt und etwas mehr seine Nase einsetzt, zum Beispiel.

 

Doch, es gibt ein zu viel an „Freilauf“, heißt Bewegung, und nicht jeder Hund kann gut von alleine dosieren.

 

Freilauf ist übrigens nur dann frei, wenn der Hund nicht ständig ein „Kommando“ ausführen muss. 

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Zitat

@HoellenhundeDoch, es gibt ein zu viel an „Freilauf“, heißt Bewegung, und nicht jeder Hund kann gut von alleine dosieren.

 

Würdest Du bitte die, aus Deiner Sicht, negativen Effekte beschreiben?

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@Hanninanni: Was wäre denn passiert, wenn du mit ihr mit Laub gespielt hättest? 

 

Ein zuviel an Freilauf gibt es meiner Meinung nach dann, wenn der Hund vor lauter Schnüffelreizen total überdreht und augenscheinlich eben nicht mehr konzentriert schnüffelt, sondern nur noch aufgeregt durch die Gegend läuft. 

 

Dazu kommen natürlich noch "quasi" Freiläufe, wo der Hund zwar freiläuft, aber körperlich überfordert wird....sei es durch Ballspielen, rumtoben mit anderen Hunden oder zu ausgedehnten Spazierstrecken.  Bei Jaro merkt man es ganz gut, wenn er mit seinem Balljunkiefreund unterwegs ist. Irgendwann rennt er nicht mehr mit Volldampf jedem Ball hinterher....Zeit den Heimweg anzutreten.

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Das mit dem Zerdenken ist meine große Schwäche besonders bei Motte. Einfach weil ich ja nicht in sie rein gucken kann und somit nicht weiß was passieren wird. Mich selbst kenn ich ja und ich weiß wie ich ticke und kann mich dann stoppen wenn ich merke ok es geht los mit dem Zerdenken. 

 

Aber wie @Amidala, @DerOlleHansen, @Bableschon sagten locker bleiben aber das krieg ich nicht immer hin.

 

Und je nachdem wo wir uns im Park befinden, könnte Motte auf eine Straße rennen, in einer der vielen Gartensparten verschwinden oder mit einem Radler kollidieren. Straßen und Gartensparten kann ich noch gut einschätzen aber die Radler sind überall. Motte ist da etwas eingeschränkt ist mit ihrem einen Auge und es kam schon vor das sie gegen einen Laternenpfahl gestoßen ist, weil sie unaufmerksam war. 

 

@Hoellenhundedas mit der fehlenden Selbsteinschätzung hatten wir diesen Sommer bei Motte selbst erlebt. Wenn es nach Motte gegangen wäre, dann hätte sie bis zum Umfallen Nachmittags gespielt und das auch in der Sonne.

Bei uns ist das jetzt nicht so das Motte ständig etwas machen muss. Ja wir rufen öfter mal ab, um das einfach zu festigen und es wird immer mit was tollem bestätigt. Mal auf eine Bank springen oder auf einen Baumstamm klettern. Solche Kleinigkeiten halt.

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@Eifelkater

Motte hatte gar nicht auf mich mehr geachtet und auch nicht auf ihre Hundekumpels. Sie war wirklich wie fixiert und ist einem Blatt nach dem nächsten hinterher. Also es sah schon ziemlich übergedreht aus. 

 

Mir persönlich fehlt halt einfach die Erfahrung mit sehr lebhaften Hunden. Der Hund meiner Freundin war einfach nur tiefenentspannt, aber ihn habe ich eben erst kennen gelernt als er 4Jahre alt war. 

Und Motte kam zu uns als sie 7 Monate alt war und da steckte sie schon in der Rüpelphase...

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Ich finde immer noch nicht, daß die Einwände gegen explizit Freilauf sprechen. Was angemahnt wurde ist z.B. stereotypes Umherhetzen, das ist auch nicht Freilauf sondern eben Stereotypie. Stereotypien bilden sich aber insgesamt eher wegen Begrenzung.

Ein 2 stündiger Leinenspaziergang ist nicht unstressiger als ein 2h freilaufspaziergang- es kommt auf die Stressoren an. Wo ich Heranrufen besser finde ist z.B. bei verstärktem Sicherheitsanspruch- für den Hund ist es leichter, wenn in einem kleineren Radius weniger Auslöser Kontrolle erfordern - er muß sich dann auch nicht alleine kümmern, weil man nah genug ist zum Eingreifen. Aber das hat auch nichts mit Freilauf zu tun, sondern eben mit den Stressoren um ihn herum.

Was das Dosierenlernen betrifft, halte ich Eustress im Freilauf sogar für geeigneter. Wer Positives erlebt hat und körperlich ausgelastet ist, kann glücklicher ein- und besser ausschlafen, es besteht auch geringerer Kompensationsdrang von negatien Erlebnissen.

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Ich kenne es von Emma auch, dass sie  nicht richtig dosieren konnte. Zum Beispiel an sehr breiten langen Stränden war die Rennfreude so übermäßig, dass sie gar nicht aufhören konnte zu laufen. Dann habe ich zwischendurch mal gestoppt, bevor sie von selbst total hechelnd aufm Boden lag. Ich habe dann mit ihr eine Pause eingelegt, sprich: hinsetzen, nur glotzen, bis der Puls wieder im normalen Bereich war.

Wenn es zu viel wurde und sie sich gar nicht "zügeln" konnte, bin ich aus der Situation (vom Strand runter) gegangen.

 

Aber, angeleint habe ich nicht, denn wie sollte sie dann lernen, ihre Energie besser einzuteilen. Mittlerweile kann sie das.

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vor 4 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Ich finde immer noch nicht, daß die Einwände gegen explizit Freilauf sprechen. Was angemahnt wurde ist z.B. stereotypes Umherhetzen, das ist auch nicht Freilauf sondern eben Stereotypie. Stereotypien bilden sich aber insgesamt eher wegen Begrenzung.

Ein 2 stündiger Leinenspaziergang ist nicht unstressiger als ein 2h freilaufspaziergang- es kommt auf die Stressoren an. Wo ich Heranrufen besser finde ist z.B. bei verstärktem Sicherheitsanspruch- für den Hund ist es leichter, wenn in einem kleineren Radius weniger Auslöser Kontrolle erfordern - er muß sich dann auch nicht alleine kümmern, weil man nah genug ist zum Eingreifen. Aber das hat auch nichts mit Freilauf zu tun, sondern eben mit den Stressoren um ihn herum.

Was das Dosierenlernen betrifft, halte ich Eustress im Freilauf sogar für geeigneter. Wer Positives erlebt hat und körperlich ausgelastet ist, kann glücklicher ein- und besser ausschlafen, es besteht auch geringerer Kompensationsdrang von negatien Erlebnissen.

Natürlich spricht nichts, aber auch gar nichts gegen Freilauf an sich. Man muss halt wie in jeder anderen Situation auch, seinen Hund einschätzen können. 

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vor 1 Stunde schrieb Eifelkater:

Natürlich spricht nichts, aber auch gar nichts gegen Freilauf an sich.

 

Verdrehte Welt ... :wacko:

 

Einmal zur Richtigstellung: freies Laufen im eigenen Tempo, ohne irgendwelchen unnatürlichen "Zierrat" am Körper zu tragen, ist der Normalzustand eines Hundes und anderen Tieren. An einen Menschen angebunden zu werden, ist völlig unnatürlich.

 

Daher ist eigentlich schon die anfängliche Fragestellung falsch! Die Frage sollte nicht "wieviel Freilauf?" lauten, sondern:

 

"Wie viel Einschränkung der freien Bewegung ist unbedingt notwendig"?

 

Ein angebundener Hund kann viele Verhaltensweisen nicht ausführen - eben, weil er angebunden ist. Das vereinfacht vieles für den Menschen; man hat es ja gern bequem ... ;)

Ein frei laufender Hund muss lernen, zwischen Möglichkeit A und B die vom Halter bevorzugte Variante zu wählen - aus seiner freien Entscheidung heraus. Das ist schwieriger, mühsamer für Mensch und Hund. Sollte Mensch also aus reiner Bequemlichkeit - oder weil die Ausseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen nicht stattfindet - den Hund ständig anbinden, spreche ich ihm/ihr letztlich die Eignung als Hundehalter ab. Hunde im "Leinenknast" ... leider viel zu oft die traurige Wirklichkeit ... und auf keinen Fall eine "artgerechte Haltung"!

 

Davon völlig ausgenommen sind objektiv notwendige Sicherungs-/Sicherheitsmaßnahmen und Vorschriften. Aber die lassen sich eigentlich einigermaßen einschränken.

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