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Hundeforum Der Hund
Renegade

Das macht doch keinen Sinn!

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Oft werden Fachbegriffe direkt übernommen, es gibt schon lange keine Personalabteilung mehr, aber HR Departments, weil es so in den Lehrbühern seht

Es ist auch so, dass in einer heute sehr viel übernommen wird, einfach weil man es öfters hört. Man hört im TV Sprachevarianten aus Regionen, die man früher nie gehört hat. Ebenso schleift die grössere Mobilität die regionalen Eigenheiten ab. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran und übernimmt 'allgemein verständliche' Ausdrücke vielleicht auch. 

Ich bekomme gelegentlich Anfälle, wenn ich hier bei uns Ausdrücke lese oder höre, die die einheimischen verdrängen.

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vor 20 Stunden schrieb DerOlleHansen:

Übel wird mir, wenn "Neudeutsch" von Grüppchen verwendet wird, die sich für elitär halten und sich somit von Außenstehenden abgrenzen wollen. Das ist oft innerhalb von Firmen der Fall. 

 

Naja - übel wird mir nicht, aber ich fand es auch als junger Mensch sehr merkwürdig, welches Datenverarbeitungskauderwelsch in der amerikanischen Firma gesprochen wird,

in der mein Mann die längste Zeit seines Lebens arbeitend verbracht hat.

Diese IT Cowboys waren da total schmerzfrei.

Und wer nicht so formulierte, wurde (gefühlt) gleich als nicht Gruppen zugehörig gesehen. Das hatte aber nichts mit Arroganz zu tun. Man hatte einfach so zu sprechen.

Ein Großteil dieses speziellen Sprachgebrauchs dürfte heute als normal gelten.

 

Dass es Erfindungen gibt, die schon von Anfang an einen amerikanischen Namen haben und auch behalten, ist ja leicht nachvollziehbar.

Ich mag es jedoch nicht, wenn man mit seiner Muttersprache durchaus ausdrücken könnte, was man zu sagen hat - dies aber zugunsten von (unnötigen) Anglizismen oder Amerikanismen - aus welchem Grund auch immer - total vernachlässigt.

 

Ich finde, dass Deutsch eine sehr schöne und auch sehr präzise Sprache ist. Schade, wenn sie auf diese Weise ihren besonderen Charakter schmälert.

 

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Ich lag mal fast unterm Tisch, als so ein aufgeblasener Oberübersonderabteilungsleiter oder was auch immer der war bei uns am Standort aufschlug, um uns zu erklären, wie die Welt funktioniert und dann voller Überzeugung "Never run a changing system!" rausgehauen hat. Ich konnte nich mehr, echt... ^^ Also wenn man schon meint, man kann die Firmenwelt nicht mehr auf Deutsch erklären, muss man schon wissen, was man da sagt. (Und nein, es war nicht beabsichtigt, er meinte schon "never change a running system".)

 

Ich habe wirklich gar nichts gegen fremdsprachige Einflüsse. Es lässt sich sowieso nicht vermeiden und die Sprachen beeinflussen sich seit ihrer Existenz gegenseitig und verändern sich ständig. Ist ja auch völlig normal, das Leben ändert sich, die Dinge ändern sich, es kommt neues dazu, altes hat keine Bedeutung mehr... die Sprache kommt überhaupt nicht drum herum, sich anzupassen. Ist nunmal so.. sogar bei diesen erzsprachkonservativen Isländern. Ich finde es aber immer wieder belustigend, wenn heutzutage der Facility Manager das Klopapiert bringt und nicht der Hausmeister. ^^ Ich weiß immer nicht so recht, was man mit diesen wichtig klingenden Verenglischungen erreichen will. Das hat doch heute längst jeder durchschaut, dass hinter der vermeintlich abgehobenen Bezeichnung auch nur ein normaler Job steckt. Aber nunja.. der Geschmack der Zeit halt. Irgendwann wird das sicher auch wieder anders. Man nehme zum Beispiel den seit inzwischen einigen Jahren herrschenden Trend, seinen Kindern wieder traditionelle deutsche Namen zu geben. Ich kenne z.B. kaum jemanden, der in den 80ern geboren wurde, der Rudolf oder Karl heißt. Diese Beispiele habe ich jetzt genau deshalb ausgesucht, weil Kinder meiner Freunde so heißen, geboren innerhalb der letzten 10 Jahre. ^^

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Ich spiel gerne mit Sprachen rum. Ist ja nicht öffentlich und oft auch gar nicht bewusst. Neulich habe ich ein Video geschaut und wollte den Inhalt schriftlich zusammenfassen. Als ich fertig war, ist mir aufgefallen, dass ich immer da, wo die Zusammenfassung auf Englisch extrem kürzer war, Englisch genommen habe.Also immer wieder ein englischer Satz zwischendrin. Sieht nicht gut aus, ist aber die effektivste Zusammenfassung, die ich je erstellt habe.  

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Ich war gerade in Italien mit einer ursprünglich rumänischen Freundin bei der Wittwe eines rumänischen Künstlers, die von irischen Eltern in Russland geboren wurde (vor sehr langer Zeit).

Meine Freundin und ich sprechen eigentlich deutsch miteinander, mit der Wittwe italienisch, die Texte sind rumänisch und wir füllen Zettel auf Englisch aus........

und die Tastatur ihres Computers hatte russische Zeichen.

 

 

Auf Illovik, einer Insel in Kroatien, unterhielt ich mich mit einem sehr alten Italiener, dessen Mutter von dieser Insel stammte - damals noch Italien, dann Jugoslawien, dann Kroatien  - dessen Vater aus Triest war - damals noch Österreich, keine 100 km von da - und in der österreichischen Armee Feldwebel war und dann nach Amerika auswanderte. Im Sommer hört man da von jungen Leuten und jungen Erwachsenen nur Amerikanisch. Die ältesten sprechen alle italiensch.

 

 

Das sind alles Menschen wie du und ich, die niemals auf die Idee kämen, eine solche Diskussion zu führen.

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vor 2 Stunden schrieb Renegade:

Dass es Erfindungen gibt, die schon von Anfang an einen amerikanischen Namen haben und auch behalten, ist ja leicht nachvollziehbar.

Ich mag es jedoch nicht, wenn man mit seiner Muttersprache durchaus ausdrücken könnte, was man zu sagen hat - dies aber zugunsten von (unnötigen) Anglizismen oder Amerikanismen - aus welchem Grund auch immer - total vernachlässigt.

 

Ich finde, es kann in beide Richtungen affig-absurd oder nutzlos werden. Leute, die möglichst viel coole englische Fachsprache benutzen, um sich von Unwissenden und Externen abzugrenzen, aber auch Versuche von Hardcore-Germanisten, die beim Eindeutschen englischer Begriffe keine Gnade kannten. Ich weiß jedenfalls nicht, was eine "Blätterleiste" sein soll. Lese ich "Scrollbalken" weiß ich wieder Bescheid. Da wird es dann einfach sinnlos.

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vor 11 Minuten schrieb Laikas:

 

Ich finde, es kann in beide Richtungen affig-absurd oder nutzlos werden. Leute, die möglichst viel coole englische Fachsprache benutzen, um sich von Unwissenden und Externen abzugrenzen, aber auch Versuche von Hardcore-Germanisten, die beim Eindeutschen englischer Begriffe keine Gnade kannten. Ich weiß jedenfalls nicht, was eine "Blätterleiste" sein soll. Lese ich "Scrollbalken" weiß ich wieder Bescheid. Da wird es dann einfach sinnlos.

Zusätzlich kommt dann dazu, dass es in gewissen Kreisen lange auch noch Trend war, Sachen einzudeutschen.

Elektronische Post mag noch keinen Beigeschmack haben, aber spätestens bei der Heimat-Seite wird es offensichtlich.

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vor 44 Minuten schrieb Holo:

Zusätzlich kommt dann dazu, dass es in gewissen Kreisen lange auch noch Trend war, Sachen einzudeutschen.

Elektronische Post mag noch keinen Beigeschmack haben, aber spätestens bei der Heimat-Seite wird es offensichtlich.

 

Erstens ist es Quatsch, solche Einrichtungen einzudeutschen.

Zweitens: vermutest du dahinter wirklich einen nationalistischen Hintergrund? Bei allen, die das tun?

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@Renegade

 

Das ist... Ein sehr Alter Trend aus den frühen 2000ern. 

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Mich nerven beide Seiten. Die, die auf Kreationen wie "Heimat-Seite" stolz sind und das für einen Fortschritt halten und die, die behaupten Deutsch sei eine überflüssige Sprache ebenso wie alles, was hier als deutsche Kultur gilt. Sprache definiert Zugehörigkeiten und man sieht immer wieder wie sie bei Machtkämpfen zwischen Gruppen benutzt wird.

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