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Hundeforum Der Hund
Zurimor

8m ^2 Einsamkeit - Lebenslänglich in Virginia

Empfohlene Beiträge

vor 35 Minuten schrieb Michelle003:

Viele Täter sehen sich als Opfer und das ist für mich schwierig. Wer seine Schuld nicht anerkennt, der lernt auch nicht daraus.

 

Ja, Selbstreflektion und Empathiefähigkeit - ganz wichtig für die Frage, ob eine Resozialisierung möglich ist. Manche sehen ihr Leben lang nur die eigene Seite, das eigene Opfer - da ist es dann sehr, sehr schwierig. Und mir fällt es bei denjenigen Tätern, die nur sich selbst bedauern können, schwer, sie als Opfer zu sehen/mich in sie hineinzuversetzen. Selbst bei denjenigen, die Reue zeigen, gibt es wiederum welche, die nur deshalb bereuen, weil ihre Tat sie selbst in eine blöde Situation (Strafverfahren) gebracht hat - oft bleibt nur das Selbstmitleid.

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vor 1 Minute schrieb Lique:

Das ist nicht erlaubt soweit ich weiß und Anwälte des Täters haben einen Einfluss auf die Zusammenstellung der Jury.

Ich lehne das Jurysystem aber auch aber, aber weil es aus meiner Sicht falsch ist, Laien über das Leben anderer Menschen entscheiden zu lassen. 

 

Ja, ich meinte auch nicht Opfer oder Angehörige der konkreten Straftat, aber die Jurymitglieder (oder deren Angehörige/Freunde) können ja in der Vergangenheit selbst andere Straftaten erlebt haben und dann im Rahmen der Entscheidung (bewusst oder unbewusst) den Standpunkt des Opfers des konkreten Einzelfalls einnehmen. Das ist sehr häufig der Fall. Nicht umsonst werden im Rahmen der Zusammenstellung der Jury von den Anwälten auf beiden Seiten Detekteien damit beauftragt, die Vergangenheit der potentiellen Jurymitglieder zu beleuchten - beide Seiten versuchen dadurch die Entscheidung zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Wenn nun - mal als Beispiel - 70% der potentiellen Jurymitglieder schon mal was Schlimmes erlebt haben, dann hast du als Täter doch im Grunde schon verloren, so viel können deine Anwälte dann gar nicht beeinflussen - die Staatanwälte beeinflussen ja auch,...

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vor 50 Minuten schrieb Annali:

Ich habe mal den einen Satz hervorgehoben - sehe ich immer noch anders (und finde, dass eine andere Meinung auch erlaubt sein muss - ansonsten wäre es toll, wenn du gleich am Anfang deines Threads klarstellst, dass du hier keine Diskussion wünschst, sondern nur Kenntnisnahme quasi). Ich finde immer noch, dass man Tat, Täter und Opfer nicht trennen kann, sondern immer den konkreten Einzelfall mit all seinen Umständen betrachten muss. Und dann ist eben die Opfer-Genugtuung ein Bestandteil neben vielen anderen, der für mich in die Strafzumessung gehört. Auch die Frage, ob und inwieweit auch der Täter ein Opfer ist/war, gehört natürlich mit hinein - eben alles, ich würde da gar keinen Aspekt außen vor lassen. (Im deutschen Rechtssystem ist es übrigens auch so, dass alle Aspekte bei der Strafzumessung berücksichtigt werden, die "Opferbefindlickeiten" werden dabei üblicherweise am wenigsten berücksichtigt).

 

Seh ich anders, Opfergenugtuung sollte für mich zumindest nicht Sinn und Zweck einer Strafe sein.

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(bearbeitet)

@Zurimor Ohne das der Täter seine Schuld und seine Verantwortlichkeit (und Macht) anerkennt und eingesteht, ist eine Resozialisierung kaum möglich, die meisten Täter legitmieren ihre Taten über alle möglichen Konstrukte und leugnen den Schaden den sie damit angerichtet haben. Meiner Meinung nach bläst du in dassselbe Horn... meine erste Leiche habe ich übrigens mit 13 gefunden, ein Saufkumpel erschlagen wegen Heroin von "den Marokkanern", auch in D hat es soziale Brennpunkte, jeder ist dort Opfer der Umstände, aber eben nur einige ziehen Vorteile draus Täter zu werden und anderen zu schaden.

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vor 1 Stunde schrieb Zurimor:

 

Seh ich anders, Opfergenugtuung sollte für mich zumindest nicht Sinn und Zweck einer Strafe sein.

 

Die Opfergenugtuung als Sinn und Zweck der Strafe ist wohl auch der am schlechtesten zu rechtfertigende Aspekt. Ob und inwieweit der Aspekt der Opfergenugtuung überhaupt Sinn und/oder Zweck ergibt - darüber kann man bestimmt streiten.

 

Für mich am wichtigsten (und viel, viel wichtiger als den Sühnegedanken - von dem ich mich aber nicht ganz freisprechen kann) ist die Einsichtfähigkeit und Empathiefähigkeit des Täters.

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Strafe/Sühne akzeptieren und annehmen kann auch eine Form der Wiedergutmachung sein. 

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vor 6 Stunden schrieb Annali:

Für mich am wichtigsten (und viel, viel wichtiger als den Sühnegedanken - von dem ich mich aber nicht ganz freisprechen kann) ist die Einsichtfähigkeit und Empathiefähigkeit des Täters.

 

Das Gefühl, dass Vergehen und Verbrechen ernsthaft verfolgt und nicht verharmlost werden, wäre mir für Opfer und Gesellschaft auch wichtig. Dass ein Täter gefunden wird und dann auch noch ehrliche Reue zeigt - weiß nicht, wie oft das überhaupt vorkommt.

 

vor 14 Minuten schrieb Lique:

Strafe/Sühne akzeptieren und annehmen kann auch eine Form der Wiedergutmachung sein. 

 

Leukämie, Fehlgeburten und kranke Kinder:

Samsung hat sich bei seinen Arbeitern für ein unzureichend abgesichertes Arbeitsumfeld entschuldigt.

"Die öffentliche Entschuldigung ist Teil der Einigung zwischen Samsung und den Hinterbliebenen. Zudem wird Samsung betroffene Arbeiter sowie deren Familien für eine Reihe von Krankheiten entschädigen."

 

Ich denke, sogar diese erzwungene Entschuldigung war hier sehr wichtig für die Opfer. Das ist eine öffentliche Anerkennung von Schuld und Verantwortung inklusive Entschädigungszahlungen.

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vor 8 Minuten schrieb Laikas:

 

Das Gefühl, dass Vergehen und Verbrechen ernsthaft verfolgt und nicht verharmlost werden, wäre mir für Opfer und Gesellschaft auch wichtig. 

 

Das ist ein ganz wesentlicher Aspekt der Strafrechtstheorien, die sogenannte positive Generalprävention. Die Gesellschaft soll auf die Rechtsordnung vertrauen dürfen.

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Die gute alte Verteidigung des Gewaltmonopols des Staates. Damit der Pöbel nicht zu Mistgabeln und Fackeln greift. 😉

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(bearbeitet)

Gewaltmonopol des Staates find ich gut. Hängt aber mehr dran als den Bürgern nur die Waffen zu verbieten ... Lynchjustiz durch Pöbel und Normalos, die da erstaunlich gerne mitmachen, und gutbürgerlichen Ku-Klux-Klan möchte ich hier jedenfalls nicht haben.

 

Hier stehen sehr viele Grausamkeiten drin. Alles illegale, außergesetzliche Tötungen ohne Richterspruch.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jesse_Washington

https://www.aargauerzeitung.ch/kultur/im-schatten-des-galgenbaums-die-lange-geschichte-vom-amerikanischen-rassismus-130424207

 

Im Jugoslawienkrieg waren auch viele geschockt, was ganz normale moderne Europäer für furchtbare Dinge mit ihren Nachbarn taten, weil die zur falschen Seite gehörten.

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