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Hundeforum Der Hund
Zurimor

8m ^2 Einsamkeit - Lebenslänglich in Virginia

Empfohlene Beiträge

@Michelle003 der Begriff den du suchst ist "pendeln".

Ich finde bei der ganzen Ami Geschichte ganz schlimm wie viele unschuldig eingesperrt werden. Oder zum Tode verurteilt, oder nur aufgrund der Hautfarbe... Das ist furchtbar.

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Ich hörte mal von dieser Theorie: https://de.wikipedia.org/wiki/Broken-Windows-Theorie

Fand ich interessant. Das Fazit in den USA, dann eben mit einer Nulltoleranzstrategie zu reagieren, wirkt auf mich aber verfehlt. Das ist Symptombekämpfung. Wenn alles sauber ist und alle weggesperrt, die auffallen, ist angeblich wieder alles ok. Die Lebensbedingungen für diese Leute zu ändern, kommt nicht in Frage.

 

Die Leute, die da sicher auch wegen tatsächlicher Verbrechen im Knast sitzen, hätten ein ganz anderes Leben führen können, aber man hat sie nicht gelassen, weil den Verantwortlichen soziale Brennpunkte, Diskriminierung und Armut völlig egal sind.

 

Erinnert mich gerade an eine Hundeflüster-Folge https://www.fernsehserien.de/der-hundefluesterer/folgen/8x04-6-08-kleine-hunde-grosse-schnauze-313842

Es geht darin um eine Gegeninitiative eines Jesuiten:

https://de.wikipedia.org/wiki/Homeboy_Industries

 

Komisch, dass die Politik soziale Missstände dann lieber religiösen Gruppen überlässt. Wieso muss man zu den Jesuiten, um sein Leben zu verbessern?

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Die Häftlinge sagen da schon viel Gescheites. Und was ich schlimm finde, man macht im Leben einen Fehler und das war's dann. Weggesperrt, für immer. Ich bin sehr froh das lebenslänglich in Deutschland nur sehr selten verhängt wird. Was sehr deutlich wird, fand ich, auch die Menschen hinter Gitter sind nur Menschen und auch nicht unbedingt schlechte Menschen. Wurde ja geschildert, im Umfeld wurde so gehandelt, Gewalt war völlig normal, kann man diesen Leuten da wirklich einen Vorwurf machen? Wäre aus einem selbst unter solchen Umständen was anderes geworden? Man macht es sich sehr leicht, zu sagen, der hat immerhin jemanden ausgeraubt oder getötet, hat er verdient.

Mir taten da viele Leute echt leid, bei den wenigsten würd ich sagen, die haben das so verdient, die meisten fand ich durchaus nicht unsympathisch. Und der eine Mann, der es in den Regelvollzug geschafft hatte und aufgrund einer Schlägerei, in der er sich laut seiner Aussage nur verteidigt hat... wenn das denn so stimmt ist das wirklich schlimm.

 

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Ich habe ein paar Monate in der Anstaltsleitung einer JVA gearbeitet. Ja, das sind Menschen. Viele sogar sehr nett und viele haben wirklich nur einmal einen Fehler gemacht. 

Aber ich wurde auch schon Opfer einer Straftat, ziemlich unangenehm sogar. Deshalb sollte man meiner Meinung nach, bei allem auch die Opfer nicht vergessen. Ich würde mich deutlich wohler fühlen, wenn ich wüsste, dass diese Menschen bestraft wurden. Und zwar ordentlich. So liege ich immer noch manchmal im Bett und stelle mir vor, wie ich sie bewusstlos prügle. Und so war und bin ich eigentlich nicht. Schwierig. 

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vor einer Stunde schrieb Zurimor:

Die Häftlinge sagen da schon viel Gescheites. Und was ich schlimm finde, man macht im Leben einen Fehler und das war's dann. Weggesperrt, für immer. Ich bin sehr froh das lebenslänglich in Deutschland nur sehr selten verhängt wird. Was sehr deutlich wird, fand ich, auch die Menschen hinter Gitter sind nur Menschen und auch nicht unbedingt schlechte Menschen. Wurde ja geschildert, im Umfeld wurde so gehandelt, Gewalt war völlig normal, kann man diesen Leuten da wirklich einen Vorwurf machen? Wäre aus einem selbst unter solchen Umständen was anderes geworden? Man macht es sich sehr leicht, zu sagen, der hat immerhin jemanden ausgeraubt oder getötet, hat er verdient.

Mir taten da viele Leute echt leid, bei den wenigsten würd ich sagen, die haben das so verdient, die meisten fand ich durchaus nicht unsympathisch. Und der eine Mann, der es in den Regelvollzug geschafft hatte und aufgrund einer Schlägerei, in der er sich laut seiner Aussage nur verteidigt hat... wenn das denn so stimmt ist das wirklich schlimm.

 

 

Auf mich machten die gezeigten Gefangenen allesamt den Eindruck, dass sie jederzeit wieder durchknallen würden. Der eine ersticht 2 Typen, die ihn an der Tankstelle belästigt haben, der andere schießt 8 Mal in einen Tankstellenmitarbeiter, einer schlitzt einen Mithäftling von einem Ohr zum anderen auf und der andere sticht einem Gefängnisdirektor in den Hals. Ich denke, die kann man nicht mehr raus lassen, so traurig es auch ist. 

Die Waffengesetze in den USA müssen sich dringend ändern. 

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vor einer Stunde schrieb Estray:

Auf mich machten die gezeigten Gefangenen allesamt den Eindruck, dass sie jederzeit wieder durchknallen würden. Der eine ersticht 2 Typen, die ihn an der Tankstelle belästigt haben, der andere schießt 8 Mal in einen Tankstellenmitarbeiter, einer schlitzt einen Mithäftling von einem Ohr zum anderen auf und der andere sticht einem Gefängnisdirektor in den Hals. Ich denke, die kann man nicht mehr raus lassen, so traurig es auch ist. 

Die Waffengesetze in den USA müssen sich dringend ändern. 

 

Unsere Waffengesetze sind sehr strikt. Trotzdem hat jeder, der will, eine Waffe.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Amnestie-Mehr-als-10000-Waffen-abgegeben,waffenamnestie100.html

https://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Amnestie-fuer-illegale-Waffen-Bayern-gaben-13-500-Schusswaffen-ab-id51859736.html

 

Mir erzählte eine Arbeitskollegin mal, dass an der Schule ihres Sohnes mit Waffen gehandelt wird, und eine Hundehalterin, die ich unterwegs im Feld traf, meinte, sie hätte selbstverständlich zu Hause eine Schusswaffe. Die Selbstverständlichkeit, die zu benutzen, fehlt hier natürlich wegen der Waffengesetze, und das ist gut so, glaube ich.

 

Ihr Schicksal fand ich schlimm. Sie wollte den Insassen helfen und wurde letztlich vernichtet.

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.die-autorin-susanne-preusker-ist-tot-abschied-von-einer-starken-frau.f29cbf0a-fc62-4d9f-8ff0-4efdb66d3e23.html

 

Woraus für mich folgt, dass man überlegen muss, warum Gesellschaften solche Milieus und Schichten überhaupt haben. Notwendig ist das nicht.

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Ich denke der  Vergleich Niederlande versus USA zeigt sehr deutlich wo die Problematik liegt. In den USA sind bedingt durch die Lebensumstände Gewaltverbrechen und Drogenkonsum viel weiter verbreitet als in den Niederlanden. Das man diese Ursache nicht durch wegsperren beseitigt ist jedem (ausser vll Politikern in den USA) klar.

Und ja, die Gefangegenen sind Menschen. Aber sie sind eben (meist) auch schwere Gewalttäter. Und jeder der über die psychischen Folgen von Haft und Isolationshaft spekuliert, sollte einmal an die gleichen Folgen für die Opfer denken. 

Ich weiß nicht, ob ich ess Opfer, dass vll schwer verletzt überlebt hat, wirklich froh wäre, wenn der Täter ein paar Jahre nach seinem "Fehler" wieder neu anfangen könnte, während ich lebenslang körperlich und psyschich Folgen davontrage.

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Ich weiß nicht, was diese Opferdiskussion soll. Es sind alles nur Menschen. Fehler sind menschlich, Versagen ist menschlich. Auch schweres Versagen ist menschlich.  Und aufgrund eines Fehlers einem Menschen sein komplettes restliches Leben de facto zu nehmen... mir ist da nicht wohl bei. Jeder hat zumindest eine zweite Chance verdient.

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vor 23 Minuten schrieb Zurimor:

Ich weiß nicht, was diese Opferdiskussion soll. Es sind alles nur Menschen. Fehler sind menschlich, Versagen ist menschlich. Auch schweres Versagen ist menschlich.  Und aufgrund eines Fehlers einem Menschen sein komplettes restliches Leben de facto zu nehmen... mir ist da nicht wohl bei. Jeder hat zumindest eine zweite Chance verdient.

 

Es gibt nicht nur Normalos, die mal ausrasten, sondern auch Karrieren innerhalb von Gruppen, die einen Knastaufenthalt als Aufwertung betrachten. Und es gibt psychisch extrem deformierte Menschen, die ich definitiv nie wieder auf freiem Fuß sehen möchte. Vielleicht sollte man den schweren Fällen die Wahl überlassen, freiwillig zu sterben oder damit klar zu kommen, nie wieder raus zu kommen. Es gibt bei uns z.B. die Sicherheitsverwahrung mit der Auflage, dass die angenehmer sein muss als der normale Knast, weil das keine Strafe sondern Schutz der Allgemeinheit ist.

 

Den Film "Dead Man Walking – Sein letzter Gang" fand ich sehr schön.

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@Eifelkater es braucht in den USA nicht viel, um im Knast zu landen, in Verbindung mit dem dort sehr unsozialen "Gesundheitssystem" (das einen extrem schnell sehr verschuldet oder sehr tot macht, sowie der nur rudimentär vorhandenen Psychozozialen Versorgung, den miesen Löhnen, den Slums usw. Sind es oft schlichtweg Armuts, Drogen und Beschaffungs bzw Verdeckungs delikte -auch aufgrund der hohen Strafen...und schon rollt der Rubel bei der Knastindustrie. 

 

Schwere Gewaltverbrechen sind natürlich eine andere Nummer. @Zurimor und auch die gibt es, solche Dinge als "schwere Fehler" zu verharmlosen, verhöhnt die Opfer. Es gibt schwer gestörte Sadistische und enthemmte Gewalttäter, die andere Menschen zur Befriedigung ihrere Neigungen quälen, erniedrigen traumatisieren und wenn sie sie nicht umbringen, für ihr ganzes restliches Leben zeichnen. Nicht selten ein Mord auf Raten. Ich habe wegen sowas mein Haus 15 Jahre lang nur verlassen, wenn ich musste. Lebenslänglich ohne Schuld. 

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