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Hundeforum Der Hund
Flitzel

Bandscheibenvorfall

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Hallo alle, 

 

am Dienstag wurde unsere französische Bulldogge  ( 6 Jahre) wegen eines Bandscheibenvorfalls operiert.

es war vor der op kein tiefenschmerz mehr vorhanden und die hinterläufe waren gelähmt. Alles in allem keine gute Prognose aber einschläfern kam für mich nicht in Frage. Wir haben ihn seit heute wieder zuhause, Urin muss ich ihm ausdrücken weil das auch noch nicht alleine funktioniert er trägt jetzt einen Body und Windeln. Zur Physio hab ich uns schon angemeldet. Wenn ich mein geschriebenes hier so lese denk ich, ja gut soweit hab ich wohl alles im Griff.  Die Realität sieht nur leider gar nicht so aus. Ich hab das gefühl ich steh vor einem riesengroßen Berg der für mich nicht zu überwinden ist. Ich bin am weinen und hab keine Ahnung wie ich das schaffen soll. Ich such mich im Internet durch und schau mir andere Fälle an wo es ähnlich oder gleich aussah wie bei uns. Ich bin kaputt und weiß nicht wie ich meinem Hund die Kraft geben soll die er grade braucht, da ich sie selber nicht habe. 

Normalerweise machen mir Herausforderungen wirklich nichts aus, ich kann auch eigentlich sagen das ich schon eine starke Persönlichkeit habe und über steine die mir im weg sind einfach drüber steige. Aber wenn ich mir dann unseren flitzi so anschaue kullern einfach die Tränen und ich fühl mich so hilflos und entmutigt und um ehrlich zu sein frage ich mich obs denn die richtige Entscheidung war ihn operieren zu lassen....

vlt har ja jemand Erfahrungen, Ideen oder sonst irgendwas.

danke fürs lesen 

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Ohjee.. das ist wirklich ein großer Berg, aber nicht unmöglich... eine ehemalige Kundin ( und gute Bekannte) hat schon einige Bandscheiben Patienten wieder auf die Beine bekommen... Physio kann wirklich großes Leisten, aber große Berge erklimmen sich leichter in kleinen Schritten. Ich wünsche gute Besserung und Durchhaltevermögen, berichte doch bitte weiter, wie es euch ergeht...

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Ich erinnere mich gerade an einen Border Collie hier im Forum. Ich glaube, er wurde von einem Pferd getreten und hatte einen schweren Wirbel- und Hüftschaden. Jedenfalls war das ein Fall, wo viele eingeschläfert hätten, weil es so böse und hoffnungslos aussah. Die Besitzerin war am Boden zerstört und schrieb Ähnliches wie du. Er hatte dann sehr viel Glück und kam mit OPs und Physio ganz langsam wieder auf die Beine. Das Video war toll, in dem er wieder lief, wie es keiner geglaubt hat, der die Röntgenbilder mit den zerschmetterten Knochen gesehen hatte. Ich sah das und dachte, es lohnt sich doch zu kämpfen und alles zu versuchen.

 

Mein Rat ist: Versuch diese Phase jetzt als euer normales Leben zu akzeptieren, um abzuwarten, was die Zukunft an Heilung bringt. Ich kenne das Gefühl auch, das man sich der neuen Situation nicht gewachsen fühlt und alles aussieht, als wäre es einfach nicht hinzubekommen. Unser TA sprach immer von den Ressourcen, die der Hund hat oder nicht, das könne man von außen nicht sehen und vorhersagen. Pflegen und abwarten, wie es sich entwickelt, sagte er dann. Erst als er ein "schlechtes" Gefühl hatte, schlug die Lage tatsächlich um und wir haben dann Entscheidungen getroffen. Ihr seid in einer Übergangsphase, versuch die Hoffnung zu bewahren, sonst hätten deine Ärzte dir schon längst gesagt, dass sie ihn aufgeben. Ich würde mich auch nur an die Aussagen der behandelnden Ärzte (evtl. auch eine Zweitmeinung) halten und dann an dein inneres Gefühl, das du als beste Freundin deines Hundes hast.

 

Vergleich bitte nicht mit den besten Zeiten, denn das Leben ändert sich ja auch. Es gibt Unfälle, Krankheiten und das Alter, aber unsere Hunde bleiben doch immer unsere Hunde. Wenn etwas bei der Pflege nicht klappt oder etwas nervt zu sehr, versuch etwas Abstand zu bekommen, verlass den Raum, mach kurz etwas ganz anderes, und versuch insgesamt möglichst rational und sachlich Lösungen zu finden, solange bis ihr eine lebbare Routine habt. So wie eine Krankenschwester, die einen Fremden versorgt und erst mal alles einstellen muss, bis es für beide Seiten passt. Es gibt meist noch eine andere Technik und sehr viele Hilfsmittel, von denen man noch gar nichts gehört hat.

 

Lass dich auch mal ablösen, genug Schlaf ist wichtig und schaff dir ein paar Zeiten, wo du etwas Schönes woanders und nur für dich machen kannst, um Kraft zu schöpfen. Ich fand es wichtig, sich auch mal komplett ausklinken zu können aus der Situation.

 

Ich wünsche deinem Hund, dass bald eine Besserung eintritt und dir wünsche ich ganz viel Kraft!

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Irgendwo habe ich mal eine Video-Dokumentation im Netz dazu

https://vetline.de/stammzelltherapie-nach-bandscheibenvorfall/150/3518/102271/

gesehen- kann natürlich sein, daß dei Ergebnisse manipuliert wurden, aber eigentlich klingt das plausibel. Unsere Orthopädiepraxis wendet das Verfahren auch an.

Das wäre .U. noch eine Option, wenn er sich nicht schrittweise  regenerieren sollte, was ich nicht wünsche! Solche Rekonvaleszenzen dauern lange- nicht aufgeben!

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