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Hundeforum Der Hund
FuLi

Kortison Entzug

Empfohlene Beiträge

Hallo ihr Lieben,¬†ūüėÄ

 

kennt sich jemand mit Kortisonentzug beim Hund aus? Meine 9 j√§hrige¬†H√ľndin¬†hat √ľber 2 Monate Kortison Tabletten bekommen. Die Dosis habe ich ganz langsam immer wieder verringert und langsam ausgeschlichen. Ohne Kortison ging es meinem Hund zun√§chst super, sie ist herumgesprungen wie vor der Kortisontherapie. Das hielt leider nur 3 Tage an. Die letzten drei Tage geht sie in der Wohnung sehr steif (als h√§tte sie sehr starke Muskel und Gelenkschmerzen), frisst ganz langsam und schl√§ft am liebsten den ganzen Tag unter ihrer Decke. Wenn ich mit ihr raus gehe ist sie wie ausgewechselt, sie l√§uft ganz locker, ist fr√∂hlich und aufmerksam.¬†

Ich war bereits beim Tierarzt, dieser meinte meine H√ľndin leidet am Kortisonentzug. Es gibt zwei M√∂glichkeiten: entweder wieder mit einer hohen Dosis Kortison einsteigen und diesmal noch langsamer ausschleichen lassen oder abwarten bis der Entzug verschwindet.¬†

Ich bin wirklich verzweifelt, denn ich wei√ü nicht was ich machen soll... Ungern m√∂chte ich ihr wieder Kortison geben, allerdings m√∂chte ich sie auch nicht auf unbestimmte Zeit so leiden lassen. Hat jemand Erfahrungen mit Kortisonentzug beim Hund? Wie lange hat der Zustand bei eurem Liebling angedauert? √úber jeden Hinweis oder Tipp w√§re ich wirklich sehr sehr dankbar!!!¬†ūüźē

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Warum hat sie denn Kortison bekommen? Hat der TA andere M√∂glichkeiten ausgeschlossen? F√ľr mich h√∂rt sich das eher nach tats√§chlichen Problemen an, weil sich der Kortisonspiegel abgebaut und Entz√ľndungsmarker aufgebaut haben.¬†

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Bei hohen Dosisgaben stellt der Körper die Cortisolproduktion ein, das Ausschleichensollte wirklich ganz langsam passieren, damit die Eigenproduktion ebenso langsam wieder in Gang kommt, kritisch sind Langzeitgaben soweit ich weiß. Auch da gibt es woh immer wieder Phasen, an denen man die Eigensynthese wieder anregt.

Wenn sie drau√üen fit ist w√ľrde ich wohl viel rausgehen und sie drinnen einfach schlafen lassen (scheintr√§chtig ist sie nicht gerade und das hat sich zeitlich √ľberschnitten?).

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Erst mal ein paar Infos:

Als Cortison bezeichnet man verschiedene Hormone die in der Nebennierenrinde gebildet werden.

Cortison ist normalerweise die Vorstufe vom körpereigenen Cortisol, das in der Medizin eingesetzte synthetisch hergestellte Cortison entspricht jedoch dem Cortisol.

 

Bei bestimmten Krankheiten reicht das k√∂rpereigene Cortisol¬†nicht aus und es wird in einer festgelegten Dosis beigef√ľgt. Ein dadurch entstehender Effekt ist,¬†dass die k√∂rpereigene Produktion nachl√§sst. Je l√§nger die Gabe von Cortison durchgef√ľhrt wird, um so weniger produziert die Nebennierenrinde. Dies kann bis auf Null reduziert sein, das¬†hei√üt, die Nebennierenrinde produziert gar kein Cortisol¬†mehr.

 

Deshalb MUSS die Gabe von Cortison immer langsam reduziert werden, damit der K√∂rper Zeit hat, eigenes Cortisol¬†in ausreichender Menge zu bilden. Setze ich zu schnell ab, kommt es zum Mangel und einer drastischen Verschlimmerung der urspr√ľnglichen Symptome.¬†

 

1. Was war der Grund der Gabe ?

2. Welches Medikament wurde im genannten Zeitraum gegeben ? 

3. Welche Menge bei welchem Körpergewicht ? 

4. Wie lange wurde reduziert ?

5. Wurde eine Fehlfunktion / Störung der Nebennieren ausgeschlossen ?

 

 

 

 

 

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@Nahttante: Aber theoretisch m√ľssten dann die Symptome ja schon w√§hrend dem ausschleichen auftreten, oder?

 

Oder hab ich da einen Denkfehler?

 

Hund bekommt 8 -10 Wochen Cortison ( was ja noch nicht mal soooo lange ist). Danach wird langsam ausgeschlichen. Der Hund ist nach dem kompletten absetzen drei Tage symptomfrei und dann fangen die Symptome an? M√ľssten die Entzugsymptome nicht eigentlich schon w√§hrend dem ausschleichen beginnen und sich nach dem Absetzen direkt verst√§rken?¬†

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vor 11 Stunden schrieb Eifelkater:

Aber theoretisch m√ľssten dann die Symptome ja schon w√§hrend dem ausschleichen auftreten, oder?

 

Um dies zu beantworten m√ľsste ich erst die Antworten auf meine Fragen haben !

 

vor 22 Stunden schrieb Nahttante:

1. Was war der Grund der Gabe ?

2. Welches Medikament wurde im genannten Zeitraum gegeben ? 

3. Welche Menge bei welchem Körpergewicht ? 

4. Wie lange wurde reduziert ?

5. Wurde eine Fehlfunktion / Störung der Nebennieren ausgeschlossen ?

 

Es gibt verschiedene Medikamente in unterschiedlicher Zusammensetzung (Menge des Wirkstoffes). Hier gibt es zusätzlich noch die unterschiedliche Dosierung und Anwendung.

Wir unterscheiden grob in 4 Kategorien:

Ultrakurzzeitcortisone, Kurzzeitcortisone, mittellangwirkende Cortisone und Langzeitcortisone. Hierbei ist die Wirkungsdauer (Depot-Wirkung) stark unterschiedlich. Angefangen beim Kurzzeit (bis ca. 8Std Wirkdauer) bis zum Langzeit mit einer Wirkdauer von bis zu 3 Monaten. Wobei letzteres iv verabreicht wird und hier ausscheidet. 

 

Die Wirkung l√§sst also nicht direkt komplett in der Ausschleichphase nach, selbst ein paar Tage sp√§ter kann noch gen√ľgend vorhanden sein. Das Problem tritt auf, sobald die Nebennierenrinde nicht schnell genug ihre Produktion wieder aufnimmt.¬†¬†Bei zu hoher Dosierung ist es sehr wahrscheinlich, dass die Nebenniere die Produktion des eigenen¬†Cortisol¬†komplett eingestellt hat.

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Vielen vielen Dank f√ľr eure schnellen und ausf√ľhrlichen Antworten!¬† ūüíě

 

1. Was war der Grund der Gabe ? Es war lange unklar, was mein Hund genau hat. Zun√§chst hatte sie einen entz√ľndeten Zeckenbiss mit erh√∂htem Anaplasmosewert (13). Burreliose und Leismaniose wurden negativ getestet. Das Blutbild war ansonsten unauff√§llig. Zwei Wochen sp√§ter wurde per Ultraschall ein Golfballgro√üer Knoten an der Milz gefunden. Da ein Tumor nicht ausgeschlossen werden konnte wurde die Milz samt Knoten entfernt und untersucht: es war kein Tumor sondern eine Entz√ľndung. Der Bauchraum wurde auf weitere Ver√§nderungen untersucht, es wurde zum Gl√ľck nichts gefunden. Meinem Hund ging es immer noch nicht wirklich besser. Symptome: gesenkter Kopf, Steifheit, Schmerzen, Fieber... Der Tierarzt hat eine Meningitis diagnostiziert, allerings empfand er eine Liquoruntersuchung als zu risioreich aufgrund dem geschw√§chten Zustand meines Hundes. Wir haben mit der Kortisontherapie begonnen.

2. Welches Medikament wurde im genannten Zeitraum gegeben ?  Vor dem Kortison hat mein Hund wegen der Milzentnahme Amoxicillin 250mg (gegen Wundinfektion), Baytril Injektionen zur Behandlung von Haut und Wundinfektionen, sowie das Schmerzmittel Novalgin 500mg bekommen und 10 Tage das Antibiotikum Ronaxon 150mg gegen die Anaplasmose.

3. Welche Menge bei welchem Körpergewicht ? Die Kortisontherapie haben wir mit 50mg Prednisolon begonnen, zu dem Zeitpunkt hat mein Hund 11,9 kg gewogen.

4. Wie lange wurde reduziert ? √úber einen Zeitraum von 2 Monaten wurde die Menge auf 17mg runterdosiert. W√§hrend dieser Zeit ging es meinem Hund sehr gut. Lediglich jetzt wo ich laut Tierarzt das Kortison ganz weg lassen soll, ging es meiner H√ľndin sehr schlecht. Ich w√ľrde sogar fast sagen schlechter als vor der Therapie.

5. Wurde eine Fehlfunktion / Störung der Nebennieren ausgeschlossen ? Meines Wissens waren die Werte in Ordnung, ich habe gestern aber nochmal erneut Blut abnehmen lassen.

 

Gestern war ich bei einer anderen Tier√§rztin um mir eine zweite Meinung einzuholen. Diese Tier√§rztin m√∂chte ungern weiter Kortison verabreichen ohne eindeutige Diagnose. Sie empfiehlt eine Liquidentnahme... Ich pers√∂nlich bin etwas unsicher, ob man nach 2 Monaten Kortison √ľberhaupt noch zuverl√§ssige Werte erh√§lt? Und ich habe zudem starke Angst vor den Risiken der Gehirnwasserentnahme und bin mir unsicher ob ich meinem Hund die Untersuchung zumuten m√∂chte. Denn ich bin mir ziemlich sicher, dass mein Hund an einer Meningitis leidet, da alle Symptome passen. Habt ihr Erfahrungen mit Entz√ľndungen anderswo im K√∂rper? Gibt es vllt eine andere m√∂glichkeit als eine Gehirnwasser untersuchung? Kann man evtl alle anderen M√∂glichkeiten untersuchen und dann mittels einem Ausschlussverfahren arbeiten? Wenn nirgendwo anders Entz√ľndungen im K√∂rper sind, dann bleibt ja nur noch das Hirn bzw. Nerven.

 

Au√üerdem habe ich gelesen, dass eine sterile Meningitis mindestens 6 Monate mit Kortison behandelt werden muss, manchmal sogar auch 1 Jahr.. dann w√§ren meine zwei Monate viel zu wenig gewesen und mein Hund hat deswegen den Schub bekommen. Meine Tendenz ist demnach eig das Kortison weiter zu geben und regelm√§√üig die Blutwerte, Leber und Niere kontrollieren zu lassen. Nat√ľrlich h√§tte ich auch lieber eine klare Diagnose zur behandlung.. Aber mit der Liquidentnahme bin ich mir so unsicher... Hat da vllt jemand Erfahrung, wie gef√§hrlich das wirklich ist?

 

Ich bin euch allen so Dankbar f√ľr eure Zeit und die ganze Antworten!!! ūüíĆ

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(bearbeitet)

Ich roll mal von hinten auf....

 Blut wurde ja entnommen.

 

1. Test vom Immunglobulin-A-Wert im Blutserum

2. Leukozytenanzahl und  Blutsenkung.

3. CRP Test

 

Danach weiß man mehr etwas mehr, nun sollte die Liquorentnahme erfolgen. 

 

Die¬†¬†Liquorentnahme wird unter leichter Vollnarkose¬† durchgef√ľhrt. Liquor ist die Gehirn-R√ľckenmarks-Fl√ľssigkeit und wird aus dem Spinalkanal (R√ľckenmark)¬†¬†zwischen dem Hinterhauptbein und dem oberen Halswirbel entnommen. Risiken sind sehr selten (Ausschlie√üen kann man sie nie ! )¬†

 

 

PrednisolonÔĽŅ sollte zur Behandlung der SRMA¬† (Steroid Responsive Meningitis Arteriitis) mind. 6 Monate gegeben werden ..... Ich kann den Grund der verk√ľrzten Gabe nicht beurteilen da¬†ich den Hund¬† ja nicht behandel. Somit wird es wohl schon ok sein.

Wichtig : Eine  bakterielle Meningitis muss vorher ausgeschlossen werden (auch deshalbLiquoruntersuchung)

 

Der Sprung von 17mg auf Null ist schon happig..... 

 

Frage: du schreibst, das die Symptome alle passen.

Muskelverkrampfungen im Halsbereich und neurologische Ausfälle wie Lähmungserscheinungen und / oder Koordinierungs-Schwierigkeiten sowie Veränderung der Pupillen sind vorhanden ?? 

 

vor 8 Stunden schrieb FuLi:

Gibt es vllt eine andere möglichkeit als eine Gehirnwasser untersuchung?

 

Keine, die zuverl√§ssiger ist. Und lass dich nicht von dem Begriff t√§uschen. Die Fl√ľssigkeit wird nicht aus dem Gehirn entnommen !!¬†

Eine 100%e  Diagnose von Meningitis ist am lebenden Tier leider nicht möglich.

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Ich w√ľrde den Sprung von 17 mg auf Null auch nicht als ausschleichen bezeichnen.¬†

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1. Test vom Immunglobulin-A-Wert im Blutserum

Ich habe gerade mal in die Werte geschaut und einen erh√∂hten Globulin-Wert von 50 gefunden. Normal ist wohl 25-45 g/L. Albumin/Globulin Quotient liegt bei 0,6. Ich habe diese Werte einfach √ľbernommen, wei√ü jedoch nicht was das bedeutet und ob das √ľberhaupt im Zusammenhang mit dem¬†Immunglobulin-A-Wert im Blutserum steht.¬†

 

Generell waren folgende Werte auffällig:

Fibrinogen erhöht mit 7,56 (Referenzintervall 1,2-2,9 g)

C-reaktives Protein 181,8 (Referenzi. 0-10,7 mg/l)

MPV leicht niedrig mit 8,1 (8,7 - 13,2 fL)

alle anderen Werte waren unauffällig

 

2. Leukozytenanzahl und  Blutsenkung.

Die Leukozyten lagen bei 12,51. Referenzintervall ist hier 5,05 - 16,76 x10^9/L. 

 

3.¬†CRP Test: Was ist das und wie wird dieser durchgef√ľhrt?

 

Ich mache mir halt wirklich Sorgen wegen der Vollnarkose... Momentan ist mein Hund wieder geschwächt... Das war im August auch der Grund weswegen sie Kortison bekommen hat, ohne eine eindeutige Diagnose. Sie hatte zwei Wochen zuvor ja auch noch die Milz entfernt bekommen... Sie war so schwach, dass das Kortison der letzte Ausweg war. 

√úber was genau w√ľrde eine¬†Liquoruntersuchung denn Auskunft geben, wenn man eine Meningitis am lebenden Tier eh nicht sicher nachweisen kann.

 

Mein Hund hat ohne Kortison folgende Symptome:

- Muskelsteifheit, wenn sie länger gelegen hat muss sie sich erst "einlaufen" und sie springt nicht, möchte keine Treppen laufen

- Sie steht oft da und lässt den Kopf herunter hängen, Schmerzen beim abtasten vom Hals zeigt sie jedoch nicht

- sie ist manchmal wie in Trance/apathisch  und reagiert nicht direkt

- hält ihren Kopf schief

- manchmal wirkt es, als w√ľrde sie schielen, sie zieht ihre Nickhaut ein st√ľck aufs Auge

- entz√ľndete Augen, Morgens sind sie eitrig

- Fressunlust 

 

Passen diese Symptome denn √ľberhaupt noch zu einer anderen Erkrankung? Das mit der Muskelsteifheit und dem h√§ngenden Kopf ist ja schon sehr spezifisch..

 

Ich werde gleich nochmal zum Tierarzt fahren und die neuen Blutergebnisse einsehen

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