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Hundeforum Der Hund
Kampfkuchen

Wie gehe ich mit dem Verhalten um? Frustration

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huhu ihr lieben 

Ich habe seit genau einer Woche einen Hund. Es stellt sich als schwieriger heraus als gedacht...

Figo ist ca 7 Monate alt und kommt aus Portugal. Über seine Vergangenheit weiß man nichts. 

Sein Schwanz ist kupiert und er kam aus einem schlimmen Tierheim. 

Er hat sehr mit Frustration zu kämpfen, ist sehr auf Futter fixiert. Ohne Futter funktioniert so gut wie garnichts...

Ich kenne ihn schon etwas länger. Ich habe ihn nachgeholt, als ich ihn bei meiner Arbeit in Portugal kennengelernt habe. Er hat sich damals mich ausgesucht und wir sind immer noch ein tolles team.

Er ist ein lieber, freudiger, neugieriger Hund. Hat vor nichts angst. Ist neuen Hunden und Menschen gegenüber schüchtern. Wenn er bei mir steht und die Hunde 

ihn begrüßen ist es ok. Ist er gerade am anderen ende der Schleppleine würde er am liebsten sofort weg. Das ist aber garnicht unser Problem. Das macht er bis jetzt sehr gut :) 

Unser Problem. Frustration.

Er kann sitz und platz. Das habe ich die letzten Tage intensiv geübt. Mit Leckerlis ging es sofort, waren diese nicht vorhanden, hatte er Probleme diese Dinge auszuführen. Er braucht ewig um diese Dinge auszuführen, vor allem draußen. Er findet alles andere interesanter, so scheint es mir. 

Ich Kuschel gerne und oft mit ihm. Über seit 2 Tagen, dass er solange auf seinem Körbchen bleibt, bis ich es auflöse. Klappt, bis auf den Anfang, ganz gut. Möchte er etwas aber gerade garnicht, will 

er etwas zerstören, kaut auf seinen Pfoten, beißt in sein Bein oder zwickt mich. Kein Beißen, aber er nimmt schon meine Hand ins Maul um mir zu zeigen, dass er darauf gerade keine lust hat.

Ich lasse mich nicht unterkriegen und versuche ihm deutlich zu verstehen zu geben, dass er das nicht darf.

Es ist für mich etwas frustrierend. Draußen guckt er sich ständig nach mir um, kommt zu mir und zeigt mir, wenn er sich nicht wohl fühlt. Beispiel fremde Hunde oder gestern, als er mit der Hündin meiner Oma spielte. Er hatte sein Hinterbein etwas verletzt von zu scharfen Kurven, ist zu mir gekommen und mir gezeigt was er hat. Danach hat er freudig weiter gespielt.

Ich merke. dass wir eine Verbindung haben, nur ist das Problem mit der Frustration dar. Er hält es auch nicht aus, wenn ich nicht da bin. Bis jetzt habe ich ihn nicht großartig alleine gelassen. Wenn ich im Bad bin, dann schon, oder habe einfach mal die Zimmertür zu gemacht, als ich in der Küche war. Fand er garnicht lustig. Hat Dinge kaputt gemacht...

 

Evtl habt ihr ein paar Tipps oder Übungen, wie ich das Problem schnell in den Griff bekomme, noch ist es ganz frisch.

 

Lieben Gruß

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Hab`s vorhin mal woanders schon geschrieben. Meine hat 2-3 Monate gebraucht, bis sie das erste Mal sitz gemacht hat. Nur als Beispiel, dass da wirklich mit "schnell" nix zu holen ist. Heute macht sie kaum jemals sitz. Sie mag es nicht und mir reicht es, wenn sie "bleib" kann. Ob sie da sitzt, steht, liegt oder sich nebenher die Nägel macht, ist mir egal. 😉

 

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Bitte schraub deine Erwartungshaltung mal deutlich runter und lass den Hund erstmal ein paar Wochen ankommen. Wofür ist Sitz und Platz denn so eklatant wichtig??? Ich brauche das in unserem Alltag eigentlich nie...

 

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vor 2 Stunden schrieb Kampfkuchen:

Figo ist ca 7 Monate alt

 

So, mit diesem Satz im Hinterkopf lies deinen Text nochmal ...

 

Ein junger Hund kann sich noch nicht so lange konzentrieren. 30-60 Sekunden können schon sehr lange sein!

Ein junger Hund ist neugierig, energiegeladen, sprunghaft, verspielt, ängstlich, draufgängerisch, ... und manchmal eben etwas durchgeknallt ... ;) Das sind alles Situationen, in denen ernsthafte Übungen schlichtweg unmöglich sind - also lass es. Nicht dein Hund ist frustriert, sondern du bist es! Und das wird sich verstärken, wenn du zuviel von deinem Hund erwartest. Schalte mal 2-3 Gänge runter und komm zur Ruhe - dein Hund wird es dir gerne nachmachen. Und in so einem Moment der Ruhe und Konzentration kannst du auch mal kurz etwas üben - es wird Erfolg zeigen.

 

Hunde machen etliche Dinge, die wir von ihnen wollen, sowieso ab und zu. Jeder Hund setzt sich irgendwann mal hin, jeder Hund legt sich hin.

Man kann dann in genau dem Moment das "Kommandowort" sagen und die Handlung loben/belohnen. Irgendwann hat der Hund dann beides miteinander verknüpft.

Geht bei diesen einfachen Kommandos meist schneller als erwartet.

 

Nicht jeder Hund mag alles so tun, wie Mensch es will.

Mein Pavel kann "sitzt", aber er macht das ungern, denn länger als 10 Sekunden ist ihm das offensichtlich zu unbequem - dann legt er sich hin, also "Platz!".

Ist mit letztlich auch egal, Hauptsache der Hund verharrt in dem Moment bewegungslos neben mir; dann liegt er halt, wenn ihm das besser gefällt.

So z.B. bevor wir rausgehen: Dauert ja jetzt wieder etwas länger, bevor man Schuhe und warme Sachen angezogen hat. Statt nervös herumzuspringen, liegt Hund im Flur und sieht mir zu, bis ich "endlich" fertig bin.

 

"Sitz" klappt sehr gut, um eine Leckerli in Empfang zu nehmen und einigermaßen gut an der Straße, wenn wir warten, bis wir rübergehen können; da würde Pavel lieber stehen bleiben. Aber ich möchte das Signal eines sitzenden Hundes, damit die Autos vorbeifahren. Ich möchte nicht von netten Fahrern rübergelassen werden.

Pavel setzt oder legt sich auch nicht auf nasses Gras oder schmutzigen Boden, da würden keine Kommandos helfen. Er ist sehr auf Sauberkeit bedacht, das finde ich gut.

 

Also, verlange von einem jungen Hund, der erst so kurz (1 Woche = 7 x 24 h = 168 Stunden - länger noch nicht) bei dir ist nicht zuviel und überlege dir, welche Kommandos zu wirklich im Alltag brauchst. (Der Rest ist für "Hundeschulen-Theoretiker"). Lass Varianten zu, die dem Hund angenehmer sind.

Und lass dem Hund viele Ruhezeiten (dösen, schlafen, liegen und dich beobachten, ...) 16-18 Stunden Minimum! Sonst hast du schnell einen neurotischen Problemhund.

Nehmen wir an, du hast deinem Hund diese Ruhe gelassen, dann bleiben täglich 6-8 Stunden, die ihr als gemeinsame aktive Zeit hattet. dann werden aus den oben genannten 168 Stunden nur 42-56 Stunden. Und die hast du schon mit "Dressur"verbracht ...

 

So, jetzt kannst du obige Leseübung nochmal machen: 

 

vor 2 Stunden schrieb Kampfkuchen:

Ich habe seit genau einer Woche einen Hund. [...]

Figo ist ca 7 Monate alt

 

 

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Bitte lass den Hund doch langsam ankommen. Keine zu langen Spaziergänge, am besten immer die gleiche (langweilige) Runde, zumindest für ein paar Tage. Überforderung kann wirklich ein großes Problem werden. Die Schlaf- und Ruhezeiten möchte ich auch noch einmal hervorheben. 18 Stunden schlafen oder dösen sind wirklich das Minimum.

Ja manche Hunde machen viel kaputt. Du solltes die Dinge an denen du hängst hundesicher aufbewahren. 

Mein Ajan hat in den ersten Monaten unserer Bekanntschaft Handy und E-book-reader geschreddert. Von mehreren Brillen, unzähligen Schuhen und Kabeln will ich garnicht reden. 

Er beisst auch an mir herum und springt mich an. Ich halte das für normales Junghundeverhalten.

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Er zeigt keinen Frust, er zeigt Stresssymptome.

Du willst für den Anfang einfach zu viel von ihm.

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Genau, du verlangst Abitur, während er grade aus völlig anderer Umgebung stammend in die erste Klasse kommt und plötzlich bei Fremden wohnen muss :) 

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ich finde es etwas erschreckend, wie viele hier denken, dass ich den Hund zu viel stresse oder er in einer Art Boot camp ist. So nehme ich eure Texte einfach mal hin. 

Ja, der Hund muss ankommen und die neue Umgebung erkunden, heißt aber nicht, dass er nichts lernen soll. 

derollehansen z.B. schrieb, dass sein Hund sich hinlegt, wenn er sich fertig macht. Muss doch auch geübt sein?! nicht jeder Hund ist dazu veranlagt ruhig zu bleiben, wenn sich etwas verändert. 

Ich gebe zu, das Wort "schnell" ist unglücklich gewählt, dennoch hat mir keins euerer Kommentare geholfen. nicht im geringsten. sie haben mir nur gezeigt, dass ich sowas in Zukunft lassen sollte. ich hoffe, euch ist bewusst, dass ich den Hund nicht stresse. der Hund hat kein stress. es ist Übung und kein stress, wenn man ihm sein Spielzeug wegnimmt, um die ruhe zu üben. möchte ich später einen hibbeligen Hund? nein. will ich nicht. der Hund hat (Vergangenheit) auf seinen süßen Pfötchen herum gekaut. ja. vielleicht hatte er stress, weil sein Spielzeug weggenommen wurde, weil er zu sehr aufgedreht es. vielleicht hatte er stress, weil ich aus dem Zimmer ging. aber mal ganz ehrlich? ja, der Hund ist jetzt seit fast 3 Wochen hier, aber wir haben schon geübt. sonst lernt er es doch nie?? :D ich meine, was denkt ihr? er ist 7 Monate, ja, trotzdem hat er die ersten 7 Monate seines Lebens nicht gelernt und er ist in der Pubertät. irgendwann muss man mal anfangen. hätte ich mir einen Welpen im alter von 11 Wochen geholt, hätte ich auch nach 3 tagen angefangen zu üben. denen bringt das auch spaß. ich frage mich, wie euch Hunde erzogen sind, vor allem, wenn ihr hier 5.000 oder oder 10.000 Kommentare/beiträge schreibt.

 

mir ist durchaus bewusst, dass der Hund nach einer Woche kein sitz können muss. glaubt mir. ich bin aber froh, dass er sitz kann. ja, er könnte auch stehen oder liegen, liegen tut er ungern auf harten Boden und im stehen ist er hibbelig. also was ist die beste Lösung? sitz. jeder Hund sollte diese Grundkommandos kenne. ob nach 2 Wochen oder mehreren Monaten. 

 

wie gesagt. keiner eurer "tipps" hat mir geholfen. schade eigentlich...

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Welche Tipps würdest du denn gerne lesen? Verschiedene Erziehungsmethoden? 

 

Er lernt es nie, wenn du jetzt nicht schon genug mit ihm übst - schreibst du und ist deine Überzeugung. Aber doch, sei beruhigt, er wird es lernen. 

 

Was mir bei deinen Beiträgen ein wenig fehlt, ist das Verständnis für deinen Hund. Er ist in der Pubertät - na klar sind dann andere Dinge interessant und auch oft interessanter als du. Das liegt in der Sache der Pubertät-Natur. 

 

So, Tipps. Mit meinem Hund habe ich auch während der Pubertät geübt. Grundsätzlich aber nie lange am Stück, sondern eher mal kurz zwischendurch. Es gab bei mir keine extra Übungsstunden. Das lief halt einfach während des stinknormalen Alltags. 

 

Das Kommando zum Hinsetzen kam irgendwann später, aber auch eher spielerisch. Aber ganz ehrlich: Ich würde meinen Hund heute noch nicht zum Sitz oder Platz zwingen, wenn ihm der Boden zu kalt oder hart ist. Mh, leg dich doch einfach mal mit nacktem Bauch auf hartem oder kaltem Boden. Der Hund hat zwar noch Fell drum herum - manche mehr, manche weniger, aber an dieser Stelle in der Regel kein dickes. Ich glaube schon, dass das unangenehm ist. 

 

Generell ist Lernen ein Dingen der Wiederholung und Lernen fällt umso leichter, desto mehr Freude es macht. Denk an die Schulzeit zurück: Bei welchen Lehrern machte das Lernen Spaß? Bei welchen Lehrmethoden warst du ganz bei der Sache und bei welchen wurdest du hibbelig, nervös, frustriert?

 

Nach deinem Schreibstil her schätze ich dich jung ein. Vielleicht ist es ein Dingen der Generation, denn darauf zielt ja die industrielle Gesellschaft ab: Alles schnell können, alles schnell machen, damit man schnell gut funktioniert. 

Gesund ist das aber nicht und fördert auch nicht unbedingt die Motivation. Zumindest hält die Motivation nicht lange an.

 

Versuch doch einfach mal, dir und deinem Hund mehr Zeit zu geben. Was ist schon schlimm daran, wenn der Hund morgen noch kein Sitz kann, aber dafür in 2-3 Monaten? Was verlierst du dadurch? Und was würden du und dein Hund gewinnen, wenn mehr Spaß ins Spiel kommt? 

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