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Hundeforum Der Hund

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Genau. Und dann sind sie selber schuld, wenn sie Probleme bekommen

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(bearbeitet)

@Nebelfrei Da hält sich mein Mitleid auch deutlich in Grenzen, im Verein hatten wir auch einige "ehemalige" Pockets - u.A. auch aus beschlagnahmten "Zuchten"...  Renegades Frage war ja auch allgemeiner und hatte Bezug zu meinem Post über Listenhunde generell, bzw die damit verbundenen Probleme.

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@pixelstall Ich danke dir für deine erklärenden Worte zu dieser Thematik.

Ja, es ist großartig, dass du dich verstärkt dieser Thematik widmest, und das schon so lange. Was mir persönlich neu war.

Das erfordert sicher eine ganze Menge Idealismus.

 

Jetzt drängt sich mir noch eine Frage auf, die du vlt. nicht hören willst.

Soweit ich deine Posts kenne, ist Lotti nun dein erster Welpe und du hast dich bisher ganz und gar der Resozialisierung erwachsener Listenhunde gewidmet.

Stimmt das so?

Ich (als Laie) habe den Eindruck, dass so ein Einsatz nicht den Nachschub an problematischen Hunden reduziert.

Oder - um mich auf deine Abgabe Erklärungen zu beziehen - der Hunde, die eben speziell wegen ihrer Einordnung aufgrund von Interventionen von Ämtern, Vermietern

im TH landen.

Hast du den Eindruck, dass das Thema "Listenhunde" (wodurch die umstrittende Listenregelung auch immer entstanden ist) dadurch  entschärft würde?

Im Gegenteil, es werden fragwürdige Zuchtergebnisse produziert, deren Zielsetzung es offenbar ist, einen "Pocket" Listenhund an den willigen und finanziell potenten Interessenten zu bringen, ohne dabei den Nachteilen von Auflagen zu unterliegen.

 

So, nun zu der oben angekündigten Frage: (die du mir u.U. verübelst - sorry -  aber die Antwort würde mich interessieren)

Hast du den Eindruck, dass dein Engagement mehr bewirkt, als die "Rettung" eines individuellen Hundes?

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vor 7 Minuten schrieb Renegade:

ganz und gar der Resozialisierung erwachsener Listenhunde gewidmet

So wie ich das verstanden habe und auch selber kenne, müssen die wenigsten der Listis "resozialisiert" werden. Die allermeisten sind wegen Auflagennicht einhaltung , illegaler Einfuhr oder Umzug im Tierheim gelandet. Nicht weil sie in irgendeiner Form problematisch wären.

Ich erinnere mich nur an den vollvernarbten Staff mit kupierten Ohren- der hatte noch nicht einmal Probleme mit Artgenossen.

Pocket habe ich bisher nur einen kennengelernt und der war eine Privatabgabe, ist dann aber als Listenhund zur Vermittlung gestellt worden.

 

Vielleicht gibt es wirklich Wahnsinnige, die Hunde mit chronischen Schmerzen züchten um die Aggressionsschwelle zu senken, menschliche Abgründe kennen kaum Grenzen:angry:, hier wurde aber  glaube ich nur Optik vermischt- Bullterrierbeinchen mit American Bulldog -Körper, um beides Käuferklientel anzusprechen, völlig ohne Überlegung, wie sehr das Tier darunter leidet.

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(bearbeitet)

@Renegade Warum sollte ich die Frage verübeln ?

 

Also die Frage ist ja, was genau man erreichen will und was man sich zur Aufgabe gemacht hat, spricht man z.B. von der Abschaffung der Listen wie in SH, waren sicherlich die Proteste und die Beratung bei/mit den Parteien ein Faktor. Ohne eine öffentliche Debatte, die geführt wurde, hätte sich garnichts geändert. Auch nicht ohne das zunehmend verbesserte Bild der betroffenen Rassen in den Medien durch die Öffentlichkeitsarbeit diverser Vereine .

(die FDP nahm sich dem Thema ja nicht nur in SH an, auch zumindest in NRW hatten wir Redebeiträge auf Veranstaltungen- ich persönlich bin kein FDP Fan... aber gut) Die Forderung nach einer einheitlichen Sachkunde statt einer Rasseliste wurde immer wieder auch bei Anhörungen z.B. im Landtag vorgetragen und entsprechend mit Stellungnahmen etc. belegt.. das ist die politische Seite, da sehe ich durchaus Erfolge. Desgleichen in Thüringen. Das sich das Bild von Listenhunden, in der Öffentlichkeit seit 2009 stetig zum besseren wandelte, ist nicht von alleine passiert, sondern eine Folge unermütlicher Arbeit vieler engagierter Menschen.

 

Ziel der Aufklärung war es nie- und kann es imho auch garnicht sein-, den Bestand direkt zu reduzieren, allerdings sind die bestehenden Zuchtverbote eine stete Quelle für illegalen Nachschub und unkontrollierte Vermehrerei ohne Selektion auf Wesen und Gesundheit, illegale Einfuhr und die Attraktivität von "Alternativrassen", grade dieser letztere Markt ist imho eine unmittelbare Folge der Rasselisten. Ebenso die viel zu lange Verweildauer im Tierheim, und das weiterreichen von Tieren "gezwungener Maßen" in der Illegalität, sowie für mich moralisch -auf der Seite des Hundes zumindest- die Beschlagnahme von Hunden, die in ihrem Zuhause weder ein Problem darstellen noch schlecht gehalten wurden (nicht für die "Schlaumeier", mit denen habe ich kein Mitleid, aber die sind ja auch nicht die Leidtragenden).

 

Eines der weiteren Probleme mit den Rasselisten ist für mich, daß vor allem die darunter "leiden", die sie brav umsetzen, und daß z.B. die Ämter kaum oder garnicht gegen die Vermehrer (z.B bei Ebay -neverendig Hatestory) vorgehen, bzw vorgehen können, meines Erachtens "schluckt" die gigantische Verwaltung der legalen Hunde, Kapazitäten, sich dem eigentlichen Problem zu widmen. Ich bin z.B. in 30 Jahren Hundehaltung, auch in Ballungsgebieten noch NIE kontrolliert worden, illegale und mieseste Haltungen, die ich und andere zur Anzeige brachten, hatten oftmals keine Folgen. Das ist doch Schizophren...oder mein Lieblingsbeispiel, wenn du von Mannheim(HE) über den Rhein nach Ludwigshafen (RLP) mit einem engl. Bullterrier und einem Staffordshire Bullterrier gehst, musst du mitten auf der Brücke den Maulkorb von einen Hund auf den anderen umpacken... Rasselisten als reiner Verwaltungsakt, sind Augenwischerei. I ❤️ qualifizierte Sachkunde für alle (auch da gab und gibt es Vorschläge, die an die z.T kontrovers diskutiert, aber auch der Politik gereicht wurden). Die "Listenhundeszene" ist ja mitnichten homogen, und das was wegen "Chicco" abging, erzeugte eher Grauen bei denen mit denen ich in Kontakt stehe und wurde als völlig kontroproduktiv wahrgenommen. Wie so oft, hätten die Ämter mal gehandelt, wäre das nicht passiert, auch ohne Listen hätte man jegliche Handhabe gehabt, den Hund da rauszuholen.

 

Mein Privates Engagement:

 

Ich bin nach dem Rotti (den ich 2000 aus dem Tierschutz holte und der sonst wohl wie tausende andere zu der Zeit getötet worden wäre (google Harbuger Hallen)  2008 zufällig mit Uschi wieder Listenhundehalterin geworden, der Resozialisierung konkret habe ich mich dadurch zwangsweise "gewidmet", dann kam Baby als Mitbringesel meines A-Loch-Mitbewohners und später Püps als Notfall aus einem Schrebergarten. Das ist und war eher mein reines Privatvergnügen ;) Und nach Uschi und Püps sollte es ja kein Listenhund mehr werden... hat wohl nicht so geklappt, ich habe zwar noch kein Gutachten weil Lotti noch zu jung ist, sehe aber wenig Chance, alleine Aufgrund von Größe und Gewicht letztlich um eine Einstufung herum zu kommen. In dem Ort, wo Lotti herkommt, hat es 800€ "Kampfhundsteuer"- das Tierheim hat m.E. den Hunden keinen Gefallen getan, sie so zu deklarieren und imho in der Art wie geschehen zu halten und unkontrolliert zu vermitteln.

 

Aber darüber hinaus:  ich habe tausende Aufdrucke und Aufkleber z.T. zum Selbstkostenpreis an Vereine und z.T. natürlich auch um mich zu finanzieren produziert und verkauft ( erst Kennenlernen, dann Urteilen, Halterkunde statt Rasselisten usw) kostenlos Logos, Flyer, Banner und Aufdrucke für Vereine entworfen (BIN Europa, und Sokafreunde NRW, Gnadenhof Gera, Pitstaff Rhein Main und Köln, HundistHund, Hundsgemein z.B.) und damit finanzielle Gewinne für die Vereine erzeugt, alleine bei Pitstaff reden wir von fünfstelligen Summen, die den Hunden ihrer Unterbringung und der prof. Resozialisierung und der Öffentlichkeitsarbeit zugute kamen. 

Leider erwies es sich für mich als persönlich problematisch, als mehrheitlich pers. Wertschätzung  durch Wertschöpfung ersetzt wurde, so daß ich mich aus diesem Bereich komplett verabschiedet habe, zumal ich ja die Firma dieses Jahr verkaufte. Aber sicherlich hat meine Arbeit dazu beigetragen, sehr vielen Listenhundehaltern die Möglichkeit eines Statements zu geben und in der öffentlichen Debatte überhaupt jenseits ihrer Maulkorbtragenden "Blutbestie" sichtbar zu werden.

 

 

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Prima, dass du dir die Zeit genommen und die Mühe gemacht hast, so ausführlich zu antworten!

Danke für die Einblicke in deine Arbeit und eure Zielsetzungen.

Tja, was soll ich sagen... so einiges in deinen Schilderungen bringt mich dazu, manche Überzeugung (die auch auf persönlich gemachten Erfahrungen beruht) auf den Prüfstand zu stellen.

Auch wenn ich nicht davon ausgehe, meine Einstellung grundlegend zu ändern, es gibt in deinen Ausführungen einige Aspekte, die ich bisher so nicht gesehen und daher auch nicht bedacht habe.

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